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Sprichwörter

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Autor Thema:   Sprichwörter
tomislav
Mitglied

Beiträge: 1
Von:österreich 1100 wien
Registriert: Dez 2004

erstellt am 19.12.2004 um 15:23 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Herzlichen Gruß an alle Mitglieder und Leser dieses Forums!
Ich trete hier mit einer sehr großen Bitte auf: ich suche siebenbürgisch sächsische Sprichwörter. Jeder von Ihnen der mir ein solches nennen kann, vielleicht sogar mit seinem standardsprachlichen Gegenstück, ist auf das Innigste eingeladen, mir dieses bekanntzugeben.
So verbleibe ich mit Spannung und wünsche besinnliche Weihnacht.
tomislav

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der Ijel
Mitglied

Beiträge: 455
Von:
Registriert: Apr 2004

erstellt am 19.12.2004 um 18:34 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo tomislav !
Der Volksmund kennt eine Menge Sprichwörter
auch im Sächsischen. Es würde sich tatsächlich lohnen auch solche zu sammeln.
Z.B.
1.Woi neast es, hüt uch der Kaiser det Raicht verlauren.
2. Wör der Kaiser zefuess jait- - -
3. Ün tummem Vaulk es nicha´ Mungel.
4. Elend baund de Jaiß ün, Bekriddnes láss
se frau.
Manche dieser Sprichwörter haben kaum ein Korespondent in irgend einer anderen Sprache oder Dialekt. . gerade deswegen werden sie uns wertvoll.
Zum Beispiel sagte der Zenderscher:
5.Wonn men Jiiß an Jötter weahr, weahr uch men Juap a Kliidchen.
Das letzte will ich sinngemäss ins Hochdeutsche übersetzen.
5.Wenn ein Rindvieh wär´ mein Ziegenbock,
wär´meine Joppe auch ein Rock.
- - in diesem Sinne alles gute,und schöne Feiertage.

Kennt jemand die Redewendung :

Wonn de Juus feén ün ze fläjen,
feén de Frauluit ün ze läjen.
Zu Deutsch :
Wenn die Gänse fangen an zu fliegen,
fangen die Weiber an zu lügen.
Sinngemäs :
Im Herbst wird auch das Hausgänsevolk von einem natürlichen Instinkt (weg)zu fliegen, gepackt. Dabei flatterten sie Schwarmweise mit grossem Geschrei oft ganze Dorfstrassen entlang. Nicht selten verletzten sie sich an Telegrafendrähten - --
- Zur selben Zeit begannen auch die Spinn und Rockenstuben, wo die Frauen und Mädchen bei Handarbeiten die langen Winterabende, im Kränzchen verbrachten--
Das Sprichwort bezieht sich auf das Gespräch, Geschwätz,Tratschen,Greenen- - zum Gesprächsthema wurde oft jemand der an dem Abend gerade nicht da war. Bei uns hieß das Jrienen= über andere schlecht reden.
Das Sprichwort sagt lügen.
Wer kennt weitere Sprichwörter im Sächsischen ?

[Dieser Beitrag wurde von der Ijel am 13.01.2005 editiert.]

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Oswald-Otto Kessler
Moderator

Beiträge: 46
Von:D 81549 München
Registriert: Dez 2002

erstellt am 18.01.2005 um 12:26 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Oswald-Otto Kessler anzusehen!   Klicken Sie hier, um Oswald-Otto Kessler eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Tomislav, hoffentlich hast Du inzwischen mehr Information über Siebenbürgisch-sächsische Sprichwörter erhalten, als Dir hier in unserer Rubrik zugesandt wurde. Ich möchte Dir die sicherste Quelle nennen, ein Buch, eine Sammlung. Dazu siehe hier in unserer "Saksesch Wält" bei "Geschichte der Siebenbürgisch-sächsischen Dichtung Teil 1" unter Nummer 10 nach. Da findest Du "Siebenbürgisch-sächsische Volkslieder, Sprichwörter..... zu bestellen in der Bibliothek des HDO in München.

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der Ijel
Mitglied

Beiträge: 455
Von:
Registriert: Apr 2004

erstellt am 29.01.2005 um 15:23 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Tomislav!
Hallo Oswald Otto!
Frau Sara Seiwerth geb.Bell Jahrgang 1925 hat ein altes Sächsisches Sprichwort, neulich in meinem Gedächtnis aufgefrischt. Ist es Euch vielleich auch von irgendwo bekannt?
"An de Staiwrich treadden" = Mit Staiwrich ist das Hosenbandel der Stiefelhose gemeint, mit Hilfe dessen das Hosenbein fest um das Schienbein gewickelt wurde.
Es wird dann benützt, wenn ein junger Mann aufzutreten hat um seinen Mann zu stellen. Beispielsweise wenn er als Bräutigam vor den Hochtzeitsgästen seine Rede zu halten hat.

[Dieser Beitrag wurde von der Ijel am 29.01.2005 editiert.]

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Oswald-Otto Kessler
Moderator

Beiträge: 46
Von:D 81549 München
Registriert: Dez 2002

erstellt am 31.01.2005 um 12:06 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Oswald-Otto Kessler anzusehen!   Klicken Sie hier, um Oswald-Otto Kessler eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Prima, Igel! Das ist jetzt wirklich etwas wertvolles!
Nur, sei mir nicht böse, ich habe einen leisen Verdacht dass da etwas nicht ganz stimmt. Ist der "Staiwrich" nun jenes von Dir genannte "Bandel", welches um das Schienbein gewickelt wurde, oder ist es eher jenes Steigbügel - ähnliche Band, ganz unten an der Stiefelhose, in welches man tatsächlich "hineingestiegen, hineingetreten" ist?
Weitere Frage: Wie nannte man den Steigbügel auf Sächsich?
Wie hätten unsere in den Kampf ziehenden Vorfahren zu den jungen Männern in ihrer Schar auf sächsich gesagt: "Auf, in die Steigbügel treten!"

[Dieser Beitrag wurde von Oswald-Otto Kessler am 31.01.2005 editiert.]

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der Ijel
Mitglied

Beiträge: 455
Von:
Registriert: Apr 2004

erstellt am 03.03.2005 um 15:49 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Oswald !
Speet hun ech Denj Untwert ugeklickt.Awer hoffentlich net "Ze Speet".
Doch Ihr Moderatoren set esiwaesii salden hai unzetrefen.
1. Zem Thema Staiwrich:
Denj Bedinken sen beriechticht.
Et es sihr laicht mejlich datt
det Sprächwiurt wiurtlich ze verston as. Denn tredden, tritt em jo wirklich nár en dát "Bandel" Steigbügelähnlich.
Et git awer uch Hiusen, ba denen der "Steigbügel" net fuirhunden es, und det Streepchen,(Bandel)wot em äm de Waden wäckelt,es der sog. Staiwrich. "Der Kniecht mes tápfer en de Staiwrich tradden",won hi Bruitkniicht=Brautführer ze sein hátt.
De Stiwwelhiusen hiisen uch "Staiwrichhausen" egal wot fuir en Streepchen se hun (áldiist nichent áwer Kniifel)

Et gitt uch en Anekdot,(en Wätz)damet mer det genaa kleeren.:
Der Kurator,der auld Kichevooter uch der gang Kirchevooter gohn állen drue zem Herr Farr,
äm desem en ofizell Geschink ze iwerbronjen.
Mat dem Groß "Der Harr Vueter soll long liewen" tritt der Kurator ent Heus, gefolcht vum aulden Kirchevooter, dii hátt den Groß ze komplettieren, "- mat der Framotter" und der gang Kirchevooter hatt áls letzter det Heus ze beträdden, mat den Wiertern,"- -uch mat dem guunzen Heusgesáind"(Hausgesinde)
Esi wor et eusgemácht uch besprochen.- - -
Der beremt Groß wor awwer undersch interpretiert wárden, wiil dem Kurator der Staiwrich áfgegongen wor, gena en dem Moment wa hi iwwer den Dirpel zem Harr Forr anen geng. Der auld Kichevooter traut desem áf de Staiwrich, der sturkelt, dreht sech keen den Kirchevooter ent spracht narlich, doch entschlossen:
Em Sch- - -der än Hoolz.
Der Kirchevoter beuecht dátt net, ent sot nár wot hi ze son hát: -uch der Framotter.
Esi uch der Geang Kirchevooter- -
- - Mat desem hoffen ech,hu´mer gekleert wát en Staiwrich es. Sonst hat ech desen Wätz vergeesen.
2. Zem Thema Steigbügel= Sachsesch Stiechbijjel.
Ech hoffen dátt mer es den 10 Apral än Nbg treefen ?
Bleiwt gesangt

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der Ijel
Mitglied

Beiträge: 455
Von:
Registriert: Apr 2004

erstellt am 08.03.2005 um 17:13 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
- Um Oind platscht de Giißel-
- Bas det Jráaß waist es der Huust löös.(Rode)
-Bas det Graas wiest as de Górr krepiert. (Maldorf)
Bis das Grass wächst ist der Gaul tot(deutsch)

-Et as an Zäjel zeviel- Viellecht as des "Riedensuert" bekuunt? Ar viellen viellecht uch net.
E wellen Situationen em det en aser Kultur uch Sprooch benatzt, derzea wiil ech en kurtsch Erliewnes erziellen:
Ech wor viellecht 11 Geahr old. De Neaberannen gengen am Wänjter en de Gáss. Mat dem Spanne-Roken, awer uch mat underer Àrbet.
Wonn de Rand za as wor, huirt ech engden esi garren za wot da Fraen álles ze erziellen hátten. Ech wul glatt net schlofen goon.
Iist, wa et wedder esi interessant wor, seat da Fra da nea glátt um erziele´wor; Et as en Zäjel zeviel- ent erzault netmii wegter.
Draf seat meng Motter ke mech : Gung me Gáng ent liech e´Schett Huulz áft Feier, datt et net eusgiit.
Ech seat: Joi Motter et braat dátt et dubbert ech hun nár entzt áfgeluecht.
: Das gat me Gáng, dron zech ent broin mer da wuerem Zäjel ánjder de Fess, ech hu´kold Ziehen.
: Glech Motter, soll ech da under Zäjel matnien ?
: Well under Zäjel me Gáng ?
: Ná da wodden ze viell as, viellecht as se koold,datt ech se áf den Iuwen liejen - -
Dráf brauchen álle´Fraen än en Geleechter eus, und ech wásst iwwerhiift net wátt et dea ze láchen gauf.- -

[Dieser Beitrag wurde von der Ijel am 08.03.2005 editiert.]

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der Ijel
Mitglied

Beiträge: 455
Von:
Registriert: Apr 2004

erstellt am 26.03.2005 um 17:06 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Sprüche
von Wandbehängen Bettdecken und Tischtüchern abgelesen.

1. Alle lieben Engelein, mögen deine Wächter sein.
2. Herr bleibe bei uns denn es will Abend werden.
3. Beklage nie den Morgen der Müh und Arbeit bringt,
es ist so schön zu sorgen, für Menschen die man liebt.
4. Der uns behütet schläft nicht, drum schlafet alle ruhig ein,
Gott wacht für alle Groß und klein.
5. Der Mensch braucht ein Plätzchen, und wär´s noch so klein,
von dem er kann sagen, sieh her das ist mein,
hier leb ich,hier lieb ich hier ruh ich mich aus,
hier ist meine Heimat hier bin ich Zuhaus.
6. Streut Blumen der Liebe bei Lebenszeit,
und bewahret einander vor Herzeleid.
7. Such dein Glück nicht allzu weit, es liegt in deiner Häuslichkeit.
Sofia Antoni Kloostorf 1907.
8. Hunger ist der beste Koch.
9. Sorg doch sorge nicht zu viel, es kommt doch so wie Gott es will.
10. Oftmals wollt ich schon verzagen, denn ich dacht ich trag es nie,
und ich hab es doch getragen, aber frag mich nur nicht wie.
11. Ein frommes Herz ein frommer Mund,
macht glücklicher als Geld und Gut.
12. Es ist so schön zu sorgen für Menschen die man liebt,
13. Flüchtig sind des Lebens Tage, Erdensein ist wie ein Traum,
fülle nicht mit Sorg und Klage dieser Spanne kleinen Raum.
14. Gibt der Mann Recht seiner Frau, ist der Himmel rein und blau.
15. Grüss Gott tritt ein, bring Glück herein.
16. Scheint mir das Leben oft so trübe,
so tröstet mich nur Gottes Liebe.
17. Ordnung draußen Ordnung drin,
ist der Hausfrau kluger Sinn.
18. Mein trautes Heim, lass Herr gesegnet sein.
19. Mein Heim mein kleines liebes, voll Sonne und voll Ruh,
wie eil ich deinem Frieden, am Feierabend zu.
Katharina Römischer Hetzeldorf.
20. Morgenstund hat Gold im Mund.
21. Rein wie Gold und Edelstein, ist Mutterliebe ganz allein.
22. Rein die Hände rein der Mund, rein das Herz zu jeder Stund.
23. Sparen und schonen, tut überall lohnen.
24. Mein Haus ist meine Welt, Grüß Gott wem´s drin gefällt.
25. Wenn Sonntags die Glocken dich feierlich locken,
ins Haus des Herrn, so folge du gern.
26. Wenn du im Herzen Frieden hast
wird dir die Hütte zum Palast.

[Dieser Beitrag wurde von der Ijel am 12.08.2006 editiert.]

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der Ijel
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Registriert: Apr 2004

erstellt am 12.08.2006 um 19:05 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
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