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Winzersprache (Seite 1)

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Autor Thema:   Winzersprache
der Ijel
Mitglied

Beiträge: 455
Von:
Registriert: Apr 2004

erstellt am 15.06.2005 um 15:52 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Uch áf desem Gebat git et viel Wierter, da enem ze scháffen gien,wonn em versackt da ent Detsch ze iwersatzen.
Ech versacken en weffel dem Vergeessen ze entreissen. Wi halft mer derba ?
1."Wienzierrlar" = deutsch ? ?
hess men Grüis en Wurm-Kiewer. Genaer gesot áf detsch eine "Larwe" da wor schwoarz.Lunk uch stoark wa en Fanjer,un den Oinden ewannich zeagespatzt. Des "Larwe" funden mir öfters bam gruewen äm Wainert, angder den Wurzeln vun dem Steeken. Sa soden esi, der Kiawer wet det Soaft fun den Wurzeln ereus seuchen ?
2."Roim" "Rehmchen" = Staken un dem de Riawen befeestigt worden. Stab,Stecken, Pfahl, Pflock git et áf detsch. Awer wohar kit dot Wuert "Roim" ?
3. "Joarnesch" = as en "Rebsorte" wi wiis wa des áf detsch hiist ? Viellecht Scheurebe ?

4."Austcher" bzw. "Kienneng-Austcher" as uch en Rebsorte wárschenlich "feteascá" áf bleesch. Es det Mädchentraube ?

5."Sylvaner" kit vun Transylvanien oder net?
Verschidan Miinengen hiirt em uch iwwer det.

Wi kennt "Rebsorten" áf Sáksesch,Bleesch uch Detsch ?

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siebenschläfer
Mitglied

Beiträge: 39
Von:Nürnberg
Registriert: Apr 2004

erstellt am 16.06.2005 um 18:53 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von siebenschläfer anzusehen!   Klicken Sie hier, um siebenschläfer eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Ijel,

Zitat:
Original erstellt von der Ijel:
4."Austcher" bzw. "Kienneng-Austcher" as uch en Rebsorte wárschenlich "feteascá" áf bleesch. Es det Mädchentraube ?


Ken de Ast ower Astchen soht em än munch Geminen uch Medeweimer (Mädchentraube).
Et git uch de Kenengast (königliche Mädchentraube; blesch: feteasca regala) siwä uch de de Schworz Ast(Schwarze Mädchentraube).

Wi kennt "Rebsorten" áf Sáksesch,Bleesch uch Detsch ?[/B]



Ruländer = Grauburgunder = Pinot Gri

Alles geadet,
der 7schlofer

[Dieser Beitrag wurde von siebenschläfer am 16.06.2005 editiert.]

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Georg51
Mitglied

Beiträge: 200
Von:BW
Registriert: Nov 2004

erstellt am 16.06.2005 um 22:32 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
@ijel:
5."Sylvaner" kit vun Transylvanien oder net?
Verschidan Miinengen hiirt em uch iwwer det.
------------
Hallo Ijel,
"Sylvaner" oder "Silvaner" ist eine der meist angebauten Trauben Deutschlands, wird auch Frankentraube, Österreicher, Grünfränkisch, Kilianer, Zirfantler oder Zirfandl genannt.
-Ob der Name der Traube von Transylvanien
kommt(abgeleitet wurde) ist eher unwarscheinlich, aber wer weiß??..

-Ein Weinfachmann, wie Hans Ambrosi, könnte
hier bestimmt weiterhelfen...

-Weiter ist mir die Rebsorte "Muskat Ottonel"
aus Siebenbürgen bekannt, die Ursprünglich aus Österreich stammt und nicht aus Rumänien, wie ich in der Vergangenheit angenommen hatte.

->"Kienneng-Austcher" es de
"Königliche Mädchentraube"(feteasca regala)
->"feteasca" es nor de "Mädchentraube"..

-Die "Scheurebe" ist meines Wissens eine sehr junge/neu gezüchtete Rebsorte in Deutschland und in Siebenbürgen unbekannt.

-"Einsame" Rebsorten(Direktträger/Wilde), aus Siebenbürgen und in Deutschland unbekannt sind, die "NOVA" und "ISABELLA", die wiederstandsfähiger waren als die veredelten Rebsorten wie; Riesling, Neuburger, Gutedel,
Traminer und die "Austcher" u.a.

->Einen guten/edlen Wein konnte und kann man auch heute noch trinken in Siebenbürgen allemahl, oder war der Heurige noch nicht geklährt/abgezogen ???.

Helf Gott, soden mer dro...

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helle
Mitglied

Beiträge: 103
Von:NRW
Registriert: Jun 2001

erstellt am 17.06.2005 um 14:10 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von helle anzusehen!   Klicken Sie hier, um helle eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Gemeinhin ist zwischen Herkunft und Anbaugebiet zu unterschieden. Die Oesterreicher haben damit mitunter so ihre Probleme...

Zitat:
Original erstellt von Georg51:
@ijel:
5..."Sylvaner" oder "Silvaner" ist eine der meist angebauten Trauben Deutschlands...ob der Name der Traube von Transylvanien
kommt(abgeleitet wurde) ist eher unwarscheinlich, aber wer weiß??..

Niemand genau. Es spricht einiges für eine osteuropäische Herkunft. Silvaner ist eine natürliche Kreuzung aus Traminer und Österreichisch Weiss. Während der Traminer (Herkunft nicht klar, vielleicht Griechenland, Vorderasien) als eine sehr alte Weissweinsorte zur Familie der Fränkischen gehört, kann die Herkunft von Österreichisch Weiss mit ziemlicher Sicherheit in den osteuropaeischen Raum, vermutlich Rumaenien, zurueckgeführt werden (und nicht Österreich). Österreichisch Weiss gehört zur Familie der Heunischen, damit wird eine "Gruppe" von Rebsorten bezeichnet (aufgrund einer genetischen Verwandschaft mit europaeischen Wildreben), und nicht eine einzelne Rebsorte. Der Name "Heunisch" legt eine Verbindung zu den "Hunnen" nahe, die Rebsorten der Heunischen haben mit einiger Wahrscheinlichkeit einen nicht-europaeischen Ursprung. Heunische (s.o.) x Fränkische (Pinot, Traminer u.a.) sind, wie beim Sylvaner, in vielen Faellen "Eltern" der heutigen europäischen Rebsorten.

Aus Osteuropa ist der Silvaner vermutlich über Donaubogen nach Franken, in die Schweiz ("Johannisberger") und in andere Teile Westeuropas gelangt. Argumente, dass der Silvaner wegen mangelnder Winterhärte nicht aus Siebenbürgen stammen kann sind nicht stichhaltig.

Zitat:

-Weiter ist mir die Rebsorte "Muskat Ottonel"
aus Siebenbürgen bekannt, die Ursprünglich aus Österreich stammt und nicht aus Rumänien,
..

Nein, wieder nicht Österreich...Muskat-Ottonel ist eine Züchtung (19Jh, Frankreich) aus einem Muskatabkömmling (verm. Gelber Muskateller) und Chasselas, einer der ältesten Rebsorten, Herkunft mit einiger Wahrscheinlichkeit Vorderasien, Libanon.

Zitat:
->"Kienneng-Austcher" es de
"Königliche Mädchentraube"(feteasca regala)
->"feteasca" es nor de "Mädchentraube"....

Königliche Mädchentraube (Feteasca Regala) ist eine Züchtung aus Grasa (Fetttraube, Köverszölö) und Weisser Mädchentraube (Feteasca Alba). Dunnesdorf, 30er Jahre des 20 Jh.

Zitat:
-"Einsame" Rebsorten(Direktträger/Wilde), aus Siebenbürgen und in Deutschland unbekannt sind, die "NOVA" und "ISABELLA", ....

Na ja...nein . Isabella ist (wie Noah -> Nova) ein nordamerikanischer Hybride, das erste mal in den Südstaaten ("southern bell", Isabella) um 1800 bekannt geworden. Die Sorten sind dann (vermutlich von heimgekehrten Auswanderern) in Europa verbreitet worden. Man beachte, es gibt auch eine rumänische Neuzuechtung die "Novac" heisst, sowie einen spanischen Rebsorte namens "Planta Nova".

Nächstes Mal unterhalten wir und dann über die Vorzüge und Nachteile der einzelnen Rebsorte und welches Essen gut zu welchem Wein passt :*)

-helle

[Dieser Beitrag wurde von helle am 17.06.2005 editiert.]

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siebenschläfer
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Beiträge: 39
Von:Nürnberg
Registriert: Apr 2004

erstellt am 17.06.2005 um 19:52 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von siebenschläfer anzusehen!   Klicken Sie hier, um siebenschläfer eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo nochmals,

da wir schon bei den aus Amerika stammenden Rebsorten sind: In vielen Höfen gab es eine Rebsorte namens "California", die manche Leute als gut riechend und andere als stinkend empfanden. Wer weiß mehr über diese Rebsorte? Gibt es dafür auch Synonyme?

Übrigens bei Chasselas und Gutedel könnte es sich um die gleiche Rebsorte handeln.

Gruß,
7schläfer

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Georg51
Mitglied

Beiträge: 200
Von:BW
Registriert: Nov 2004

erstellt am 17.06.2005 um 21:26 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
@ helle,
meine neueste Recherche bezüglich der Rebsorte Muskat Ottonel: aus dem Internet;

>Die Muscat Ottonel ist eine einfache Muskateller-Variante, die wohl ursprünglich von der Loire kommt und als Tafeltraube gezüchtet wurde, findet sich in Frankreich heute vor allem im Elsaß, da sie von den Muskateller-Sorten am besten mit kälteren klimatischen Bedingungen umgehen kann. Sie hat sich aber auch in andere Gegenden der Welt ausgedehnt und findet sich auch in Österreich, wo aus ihr sehr gute edelsüße Weine erzeugt werden, sowie auch in Deutschland, auf dem Balkan und in etlichen Staaten der ehemaligen Sowjetunion.
---------

>Die Traminer-Rebsorte stammt ursprünglich aus Südtirol(n.d. Ort Tramin), ist heute aber in vielen Regionen der Welt verbreitet. Sie ist ein Vorfahr des Gewürztraminers und ihr Name wird oft auch für den Gewürztraminer verwendet. Besonders interessante Traminer kommen heute aus Österreich (dort vor allem aus der Südost-Steiermark) und dem Elsass.

[Dieser Beitrag wurde von Georg51 am 17.06.2005 editiert.]

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Georg51
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Beiträge: 200
Von:BW
Registriert: Nov 2004

erstellt am 17.06.2005 um 21:32 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Ja, da war noch eine gute Rebsorte, ursprünglich aus Rumänien:

Die Tamiioasa Romaneasca ist eine steinalte Rebsorte Rumäniens, die von sehr guter Qualität ist. Sie eignet sich vor allem für die Herstellung von sehr guten, eigenständigen und charaktervollen Süßweinen mit außergwöhnlich würziger Nase. Neben dem Anbau in Rumänien finden sich auch sehr kleine Flächen für Tamiioasa Romaneasca in Bulgarien und Deutschland (unter dem Namen Weihrauchtraube).
-------------------
Weitere Recherche über Silvaner;

>Ursprünglich war Silvaner die wichtigste deutsche Rebsorte, wurde er vom Müller-Thurgau verdrängt und auch der Anbau neuer Sorten und die Experimentierfreudigkeit einer neuen Winzergeneration gingen zu seinen Lasten.
Eine Rückbesinnung auf alte, typische Rebsorten in jüngster Zeit könnte dieser Rebe aber durchaus eine Renaissance bescheren.
>>Ihr Ursprung wird in Rumänien vermutet,<<!
(Name von Transylvanien abgeleitet ??)
sicher ist, dass es sich bei Silvaner um eine sehr alte Sorte handelt.
In der gelben Farbe finden sich Grünreflexe ( deshalb auch Grüner Silvaner). Der Wein ist mild und feinfruchtig, passt deshalb zu vielen Gelegenheiten.
----
Der Silvaner mag Spargel und Fisch
>Die Weinhistoriker vermuten, dass der Silvaner einst aus Wildreben im Donaugebiet ausgelesen wurde. Somit ist als Herkunftsland eher Österreich als Rumänien anzunehmen, worauf die Namensverwandtschaft mit der Region Transsylvanien hindeuten könnte. Doch diese Herkunft ist unwahrscheinlich: der Sylvaner hätte die dortigen kalten Winter nicht überstanden. ---->Belegt ist, dass im Jahr 1665 ein Zisterzienser-Abt Alberich Degen aus dem fränkischen Steigerwald die Rebe nach Deutschland brachte. Von Franken aus erreichte sie andere Anbaugebiete wie das heutige Rheinhessen, die Pfalz oder die Nahe. Dabei nannten die katholischen Winzer noch bis vor wenigen Jahrzehnten den Silvaner "Franken", die evangelischen Winzer dagegen "Österreicher". Nebenbei bemerkt: im Schweizer Wallis heißt die Sorte Johannisberger, im Elsass Sylvaner...

[Dieser Beitrag wurde von Georg51 am 17.06.2005 editiert.]

[Dieser Beitrag wurde von Georg51 am 17.06.2005 editiert.]

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Georg51
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Beiträge: 200
Von:BW
Registriert: Nov 2004

erstellt am 17.06.2005 um 22:47 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
[QUOTE]Original erstellt von der Ijel:

3. "Joarnesch" = as en "Rebsorte" wi wiis wa des áf detsch hiist ? Viellecht Scheurebe ?
---------------------
Zur Scheurebe;

Während des 1. Weltkriegs, genauer: im Jahr 1916, gelang dem Rebenzüchter Georg Scheu in der Landesanstalt für Rebenzüchtung Alzey mit seinem 88. Sämling einer Kreuzungsserie aus Riesling und Silvaner die überzeugende >Neuzüchtung Scheurebe<. Ehe der Verdienst des Züchters in der Sortenbezeichnung verewigt wurde, nannte man bis Ende 1945 die Neuzüchtung "Dr.-Wagner-Rebe", danach "S 88" oder "Sämling".
--------
@ ijel;
Wä es der Weng en desem Johr en Siewenberjen geroden?. Gead?, oder gidet weder "Nylon".

Gott helf Ech.

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helle
Mitglied

Beiträge: 103
Von:NRW
Registriert: Jun 2001

erstellt am 17.06.2005 um 23:35 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von helle anzusehen!   Klicken Sie hier, um helle eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Ja das Internet. Ich will die vorgebrachten Zitate nicht im Detail kommentiere, obwohl ich grosse Lust dazu verspuere...

Namen sind meist ungeeignet um daraus die Herkunft einer Rebsorte abzuleiten. Der Traminer wurde erstmals urkundlich im 15.Jh *unter diesem Namen* erwähnt - und vermutlich gleich nach dem Ort Tramin benannt.

Es existieren mindestens zwei antike Rebsorten (benannte Region Tiber, also Mittelitalien und nicht Südtirol) über die schon Plinius de Ältere in seiner "Naturgeschichte" berichtet (Band XIV, wen es interessiert, da findet sich noch allerhand Interessantes rund um Wein, z.B. ueber die Trinksitten im alten Rom) und die von Fachleuten mit dem Traminer in Verbindung gebracht werden (wissenschaftlich umstritten).

Sicher ist nur: der Traminer stammt von Wildreben ab (welch glorreiche Erkenntnis...). Mehr weiss niemand.

Aussagen dass der Traminer von der Pinot Familie abstammt (auch Internet...) sind grober Unfug. Es ist 180° andersherum.

Auch die Aussage dass die Rebsorte aus Agypten stammen koennte (weil da Traubenkerne gefunden wurden) haut niemanden vom Hocker...zwische Eufrat und Tigris wurde schon vor 8000 Jahren Wein angebaut, auch da hat man Traubenkerne gefunden.

Tamaioasa ist uebrigens eine Variante des Muscat blanc.

Zu "California" kann ich nichts sagen. Vermutlich ist der Name hier irrefuehrend.

-helle

[Dieser Beitrag wurde von helle am 17.06.2005 editiert.]

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Georg51
Mitglied

Beiträge: 200
Von:BW
Registriert: Nov 2004

erstellt am 18.06.2005 um 10:04 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
@ helle;
Zu "California" kann ich nichts sagen. Vermutlich ist der Name hier irrefuehrend.
----------
Soweit mir bekannt, ist die "California" eine etwas "edelere" Wilde/Direkträger Rebe, die vermutlich auch mit den anderen Reben(s.g."Nova"u."blaue Isabella") aus Amerika eingeführt wurden. Manche nannten sie noch die "weisse Isabella", in Geruch und Geschmack sehr sehr stark ausgeprägt.

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hlw
unregistriert
erstellt am 18.06.2005 um 13:16 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von Georg51:
@ helle;
Zu "California" kann ich nichts sagen. Vermutlich ist der Name hier irrefuehrend.
----------
Soweit mir bekannt, ist die "California" eine etwas "edelere" Wilde/Direkträger Rebe, die vermutlich auch mit den anderen Reben(s.g."Nova"u."blaue Isabella") aus Amerika eingeführt wurden. Manche nannten sie noch die "weisse Isabella", in Geruch und Geschmack sehr sehr stark ausgeprägt.

Interessantes Thema!

Vielleicht weiss wer wo überall in Rumänien noch ohne jegliche Chemie produzierte Selbstträgertrauben ohne Zucker und/oder sonstige Zusätze zu Wein gekeltert werden. Ich habe vorigen Sommer im Dschangoland (liegt im rumänischen Gerichtsbezirk Bako <Bacau> ) guten und süffigen roten Selbstträgerwein erworben, der ohne jegliche Zusätze gekeltert worden zu sein schien.

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siebenschläfer
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Beiträge: 39
Von:Nürnberg
Registriert: Apr 2004

erstellt am 18.06.2005 um 14:14 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von siebenschläfer anzusehen!   Klicken Sie hier, um siebenschläfer eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
... gefunden in "Siebenbürgisch-sächsische Volkskunde" von Adolf Schullerus, Quelle&Meyer Verlag, Leipzig, 1926.
Seite 12/13: Die alten sächsischen Traubensorten sind "de Hiweiss, Dännschälijen, Aest, Kenengäst,Rässer, Gornesch", vor allem die "Medeweimer", die den feinen Kokeltaler, das "Kokelblümchen" gibt.
Die deutsche Bezeichnung "Mädchentraube" (darnach ung. leanyka, rum. fetitza) ist ungenau. "Met" ist die Jungfrau, genauer gesagt die Jungfrau Maria, und "Medeweimer" als "Traube vom Kloster, von der Kirche der Jungfrau Maria, erinnert ebenso dem Namen nach an die "Liebfrauenmilch", wie die Form der Traube und der Geschmack des Weins an die neueingeführten "Rheinriesling".
Vielleicht ist die Vermutung nicht allzu gewagt, daß die "Medeweimer" die einheimisch gewordene Traube der einst aus der Urheimat mitgebrachten Rheinrieslingrebe ist und auch im Namen noch die dunkele Erinnerung an ihre Herkunft bewahrt.
----
Ob A. Schullerus hier recht hat???
----
Weiter auf Seite 13:
Unter den neuen Trauben und Weinsorten nehmen die Ruländer (nach einem Weinzüchter in Speyer, Ruland, so genannt) "Schmijer" (Furmint, ung. som, die eigentliche Tokajertraube), sowie der Traminer, eine Tiroler Sorte, eine hervorragende Stelle ein.
----
Sowiel für heute. Fachausdrücke der Winzersprache und des Weinbaues folgen demnächst.
Bei so vielen Rebsorten muss ich einen kräftigen Schluck zu mir nehemen.

Gruß,
7schläfer.

[Dieser Beitrag wurde von siebenschläfer am 18.06.2005 editiert.]

[Dieser Beitrag wurde von siebenschläfer am 18.06.2005 editiert.]

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siebenschläfer
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Beiträge: 39
Von:Nürnberg
Registriert: Apr 2004

erstellt am 20.06.2005 um 12:42 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von siebenschläfer anzusehen!   Klicken Sie hier, um siebenschläfer eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Komme weiter zu den Aufzeichnungen von Adolf Schullerus.
Seite 13:
Die Ausdrücke des Weinbaues führen kennzeichnend in die Urheimat zurück. Es sind alte Lehnwörter aus der gallisch-römischen Winzerkunft: "Rom" ,Rebpfahl, (zu lat. Ramus, Ast, köln. Rohm, "Holzstange, Weingartenpfahl"); "Leier", Nachwein, leichter Wein, aus den gewässerten Trebern gepresst,(lat. lorea "Tresterwein", mhd. liure, moselfr. Leier); "de Batt", hohes schmales Holzgefäß zum Hinabtragen der Trauben aus dem Weingarten, (frz. boute); "Lejeln", kleines Faß, (lat. lagena, moselfr. Lejel). Andre Fachausdrücke das römischen Weinbaues: Wein (lat. vinum), Keller (lat. cellarium), Ganter (sieb. "Kaner" aus lat. canterium), Trichter (lat. trajectorium), Kelter (calcatura), Daube (mlat. doga, vgl. ss. "Doch", Pl. de Dogen) u.s.w. sind mit dem Weinbau selbst allgemein ins deutsche aufgenommen worden.
Auch die Reihenfolge und Art der Weinarbeit ist dieselbe, wie sie noch heute an der Mosel geübt wird: das "stäcken" (das Aufrichtern der Rebpfähle), Aufbinden der Rebe im Bogen, Graben, Brechen (abbrechen der nicht fruchtbringenden Schöße), nach dem Lesen das "Schneiden" (der Schnitt auf den Bogen). Hinzugekommen ist in der rauheren Witterung des siebenbürgischen Winters das "Unterlegen", und dort wie hier als Abwehr gegen die Peronospora das "Spritzen" und "Schwefeln".
-----
Kennt jemand auch andere Begriffe?

Gruß,
7schläfer.

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siebenschläfer
Mitglied

Beiträge: 39
Von:Nürnberg
Registriert: Apr 2004

erstellt am 20.06.2005 um 17:47 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von siebenschläfer anzusehen!   Klicken Sie hier, um siebenschläfer eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
@Ijel:
1."Wienzierrlar" = deutsch ? ?
hess men Grüis en Wurm-Kiewer. Genaer gesot áf detsch eine "Larwe" da wor schwoarz.Lunk uch stoark wa en Fanjer,un den Oinden ewannich zeagespatzt. Des "Larwe" funden mir öfters bam gruewen äm Wainert, angder den Wurzeln vun dem Steeken. Sa soden esi, der Kiawer wet det Soaft fun den Wurzeln ereus seuchen ?
_____________
Hallo Ijel,
Dein gesuchter Käfer ist mit größter Wahrscheinlichkeit die Reblaus (auch Phyloxera gennant), die Ende des 19. Jahrhundert nach Siebenbürgen kam und über einige Jahre hinweg fast die gesamte Ernte vernichtete.
Der Verlust der Weinernte war im Zwischenkokelgebiet einer der Hauptgründe, warum viele Bauern nach Übersee auswanderten oder vorübergehend dort arbeiteten.

Gruß,
7schäfer.

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der Ijel
Mitglied

Beiträge: 455
Von:
Registriert: Apr 2004

erstellt am 21.06.2005 um 18:04 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von der Ijel anzusehen!   Klicken Sie hier, um der Ijel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo an alle-
eine Menge Fachwissen kommt da zum Vorschein.

Von Filoxera,und Reblaus haben unsere Eltern tatsächlich viel erzählt- -Hab mir diese Reblaus zwar als Blatt-Laus oder Laub-Krankheit vorgestellt. Einleuchtend jedoch mit dem Käfer, welchen meine Grossmutter "Wienzierrlar" nannte. Denn Gespritzt wurde mit hilfe einer Sonde die in die Erde gesteckt wurde,um so die Flüssigkeit in die Wurzelregion zu pumpen. - -
(Einen solche Pumpe habe ich selbst vor vielen Jahren, dem Museum in Gundelsheim geliefert)
die Larwe die wir beim graben fanden, war aber bedeutend grösser al die welche ich jetzt über Google anklicken konnte- -

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