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Siebenbürgisch Sächsische Mundart ???

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Autor Thema:   Siebenbürgisch Sächsische Mundart ???
E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 20.02.2007 um 15:20 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Freunde der Siebenbürgischen Mundarten.

es gibt viele Berichte zu unserer Mundart in der Presse.
Bitte stellt sie alle hier in dieses Forum!

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E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 20.02.2007 um 15:23 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat

Zum Nord Siebenbürgischen WB.
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/132381/

Wortschatz auf 850.000 Zetteln gesammelt

20.02.2007 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Über 850.000 Zettel benötigte der siebenbürgische Pfarrer Friedrich Krauß, um in rund 60 Jahren den Wortschatz der Sprache seiner Heimat zu sammeln. Als er 1978 verstarb, ging sein Nachlass an das Institut für Geschichtliche Landeskunde der Universität Bonn. Dort begann im Jahr 1980 die Arbeit an einem Nordsiebenbürgisch-Sächsischen Wörterbuch (NSSWB), gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit hoher wissenschaftlicher Kompetenz und viel persönlichem Einsatz wurde das umfangreiche Werk nach nur 25 Jahren mit dem fünften Band fertig gestellt. Steht früh morgens unerwarteter Besuch vor der Tür des Nordsiebenbürger-Sachsen, dann "struckelt" die "Drimzochel" und hofft, dass sie nicht wie eine "Strubbelente" aussieht. Auf Hochdeutsch: Die Schlafmütze zieht sich hastig etwas an und ordnet gegebenenfalls noch schnell ihr Haar. Die mittelfränkischen Mundarten Siebenbürgens besitzen vorrangig Merkmale aus der westlichen Moselregion um Trier und Luxemburg, zeigen aber auch jüngere ostmitteldeutsche und bairische Elemente sowie Einflüsse aus dem Österreichischen, Ungarischen und Rumänischen.

Bereits im 13. Jahrhundert kamen die ersten Siedler nach Siebenbürgen, vom ungarischen König zur Kultivierung des Landes im Karpatenbogen geholt. Mit vielen Sonderrechten ausgestattet und sehr eigenständig, spielten die "Sachsen" bis ins 19. Jahrhundert immer eine besondere Rolle und entwickelten eine blühende Sprachkultur. Aussiedlung und Abwanderung nach dem 2. Weltkrieg und besonders nach der "Wende" 1990 haben den Anteil der Deutschsprachigen in Siebenbürgen sehr stark dezimiert. Die älteste deutsche Sprachinsel mit ihren Mundarten ist vom Untergang bedroht.

Nicht nur der Sprache, sondern auch dem nordsiebenbürgischen Kulturgut kann man im NSSWB in fünf Bänden mit 4.500 Seiten auf die Spur kommen: Neben Wortformen und Satzbeispielen liefert es zahlreiche Verweise auf volkskundliche, handwerkliche und redensartliche Eigenheiten. Sprachgeschichtliche Einblicke und kulturhistorische Details komplettieren die lexikalische Dokumentation der traditionsreichen Sprachinsel.

Pfarrer Krauß hatte in rund 60 Jahren Wörter, Sätze und Redensarten in der Mundart seiner nordsiebenbürgischen Landsleute aufgeschrieben und bereits begonnen, ein Manuskript für das Wörterbuch auszuarbeiten. Nach seinem Tod im Jahr 1978 initiierte die Universität Bonn in Zusammenarbeit mit dem Siebenbürgen Institut den Umzug des gesammelten Materials zum Institutssitz in Gundelsheim am Neckar. Dort begannen Gisela Richter und Helga Feßler 1980 mit der Arbeit am ersten Band, der 1986 im Böhlau Verlag Köln erschien. Der Altrektor der Universität Bonn, Professor Dr. Werner Besch, leitete gemeinsam mit Professor Dr. Kurt Rein von der Universität München den wissenschaftlichen Beirat, dem auch der Bonner Sprachwissenschaftler Dr. Walter Hoffmann angehörte.

In einer Tagung zur "Lexikographie der deutschen Mundarten in Südosteuropa" am 22. und 23. Februar in München wird der Abschluss des Werkes mit dem 5. Band in den gebührenden Rahmen gestellt.

Kontakt:
Professor Dr. Werner Besch
Telefon: 0228/251119
E-Mail: besch@uni-bonn.de

aus der Hermannstädter Zeitung: http://www.hermannstaedter.ro/modules.php?name=News&file=article&sid=1931

Bezüglich des Buchstabens R handelt es sich um eine Überarbeitung und Ergänzung eines schon erstellten Werkes, das in zwei Lieferungen erschienen ist (erste Lieferung - R-Reussner 1929 -, bearbeitet von Johann Roth, aus dem Nachlaß herausgegeben und ergänzt von Friedrich Krauß; zweite Lieferung bearbeitet von J. Roth, aus dem Nachlaß herausgegeben und ergänzt von Fr. Krauß. Diese Lieferung - Reusswald-Salarist 1931 - enthält auch den Anfang des von Friedrich Hofstädter teilweise fertiggestellten Buchstabens S, aus dem Nachlaß herausgegeben von Gustav Göckler). Die gesamte Bearbeitung ist in dem Band R-Salarist zusammengefaßt, der als 5. Band alte Folge (abgekürzt: SSWB 5 A.F.) in die Wörterbuchgeschichte eingegangen ist. Nach dem Tod (1923) des Agnethler Sprachforschers J. Roth hat Adolf Schullerus den wissenschaftlichen R-Nachlaß seines ehemaligen Lehrers übernommen. Er war es auch, der in den ersten Bogen die nötigen Ergänzungen eingefügt und die Herausgabe des Bandes in die Wege geleitet hat. Nach Schullerus’ Tod (1928) ist das Werk von dem nordsiebenbürgischen Sprachforscher Fr. Krauß zu Ende geführt worden.

Um den um 1960 festgelegten, neuen methodischen Grundsätzen gerecht zu werden, denen entsprechend die Redaktion der vorangegangenen Bände erfolgt ist, wurde schon vor Jahren eine Neubearbeitung des Buchstabens R beschlossen, was sich als sinnvoll erwiesen hat. Näheres darüber ist dem Vorwort dieses Bandes zu entnehmen.

Der Leser erhält Informationen über das bäuerliche und religiöse Leben sowie über verschiedene Einrichtungen der Siebenbürger Sachsen (z. B. über die Bauernarbeit im Jahreslauf, über christliche und andere Feste, über Rechtspflege, Bräuche, Aber- und Volksglauben und über vieles andere). Fachausdrücke des siebenbürgisch-sächsischen Handwerks, Pflanzennamen sowie toponomastische Bezeichnungen bereichern das Wortschatzmaterial. Die mundartliche Volks- und Kunstdichtung wird berücksichtigt, Sprichwörter, Rätsel, Kinderspiele werden in anschaulichen Belegen gebracht. Hinzu kommen zahlreiche Beispiele, die sächsisch-rumänische sowie sächsisch-ungarische Sprachbeziehungen bezeugen.

Bemüht, dieses Nachschlagewerk weiterhin benutzerfreundlich zu gestalten, haben wir auch dieses Mal die Begleitinformation dem eigentlichen Wörterbuchteil vorangestellt. Sie umfaßt die Hinweise zur Benutzung des Wörterbuchs, die Erläuterungen zur verwendeten Lautschrift, das Abkürzungs-, das Literatur- und das Ortsnamenverzeichnis.

Editorisch betrachtet, ist der Band eine Gemeinschaftsausgabe des Verlags der Akademie Bukarest und des Böhlau Verlags Köln, Weimar, Wien. Der Förderung entsprechend, können die für das Inland bestimmten Bände nur kostenlos verteilt werden. Vorrang hat zur Zeit die Abgabe an Bibliotheken, Universitäten und andere Institutionen; ab Anfang März d. J. ist der Band im Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften erhältlich; 550024 Sibiu/Hermannstadt, Bdul Victoriei 40, Tel.: 0269-21.26.04,
E-mail: icsusib@artelecom.net.
Im Namen der
Wörterbuchredaktion
Sigrid Haldenwang (


Hermannstädter Zeitung Nr. 2017/9. Februar 2007

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E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 20.02.2007 um 15:27 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
aus der wiener Zeitung:Im Land der vielen Sprachen http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&Alias=wzo&cob=270633

Zitat:
Mit zwei der sehr alten Männer kam ich ins Gespräch. Ja, freilich verstanden sie mein Schriftdeutsch, denn die evangelische Verkündigungssprache ist das reine Deutsch Luthers. Aber ein bisschen Mühe hatten sie schon, mir zu folgen. Da fiel mir ein, dass das Siebenbürgisch-Sächsische, die Sprache der mittelalterlichen Einwanderer aus Luxemburg, aus den Gebieten an Rhein und Mosel einen mittelhochdeutschen Kern besaß. Fragmente einer solchen Sprache hatte auch ich einst erlernt, hatte mir mein Vater doch eine sehr kolloquiale Variante des "Jiddischen" beigebracht, also der Lingua Franca seiner Mitbewohner in Wien-Brigittenau in den 20-er und 30-er Jahren.

Also sprach ich die beiden alten Sachsen in einer jiddischen "Slang-Variante galizischer Wien-Zuzügler der Zwischenkriegszeit" (Kommentar eines sprachkundigen Wiener Judaisten zu meinen spärlichen Jiddisch-Kenntnissen) an. Und siehe: Die Gesichter leuchteten, beide Herren lachten verblüfft und die Kommunikation war einfacher geworden. Wohl eine der wenigen Gegenden auf der Welt, in der man Kern-Mittelhochdeutsch als Verständigungssprache gebrauchen kann, dachte ich.

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Laumesfeld
Mitglied

Beiträge: 26
Von:Letzebuerg
Registriert: Feb 2006

erstellt am 05.04.2007 um 22:01 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Laumesfeld anzusehen!   Klicken Sie hier, um Laumesfeld eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von E.Eitel:
aus der wiener Zeitung:Im Land der vielen Sprachen http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&Alias=wzo&cob=270633

Zitat:
Mit zwei der sehr alten Männer kam ich ins Gespräch. Ja, freilich verstanden sie mein Schriftdeutsch, denn die evangelische Verkündigungssprache ist das reine Deutsch Luthers. Aber ein bisschen Mühe hatten sie schon, mir zu folgen. Da fiel mir ein, dass das Siebenbürgisch-Sächsische, die Sprache der mittelalterlichen Einwanderer aus Luxemburg, aus den Gebieten an Rhein und Mosel einen mittelhochdeutschen Kern besaß. Fragmente einer solchen Sprache hatte auch ich einst erlernt, hatte mir mein Vater doch eine sehr kolloquiale Variante des "Jiddischen" beigebracht, also der Lingua Franca seiner Mitbewohner in Wien-Brigittenau in den 20-er und 30-er Jahren.

Also sprach ich die beiden alten Sachsen in einer jiddischen "Slang-Variante galizischer Wien-Zuzügler der Zwischenkriegszeit" (Kommentar eines sprachkundigen Wiener Judaisten zu meinen spärlichen Jiddisch-Kenntnissen) an. Und siehe: Die Gesichter leuchteten, beide Herren lachten verblüfft und die Kommunikation war einfacher geworden. Wohl eine der wenigen Gegenden auf der Welt, in der man Kern-Mittelhochdeutsch als Verständigungssprache gebrauchen kann, dachte ich.


Jidisch verstin ech och.

[Dieser Beitrag wurde von Laumesfeld am 05.04.2007 editiert.]

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