18. März 2003

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"Integration der Aussiedler vernachlässigt"

"Die Reduzierung der Sprachförderung für Spätaussiedler ist integrationspolitisch völlig verfehlt. Die Bundesregierung muss gerade jungen Menschen Chancen für ihre Integration bieten. Dazu gehören neben Sprachkenntnissen auch schul- und berufsorientierte Elemente." Dies erklärte der Landesbeauftragte für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler, Innenstaatssekretär Heribert Rech, am 5. März nach einem Treffen der Aussiedler- und Vetriebenenbeauftragten der CDU/CSU aus Bund und Ländern in Stuttgart.
Die Unionspolitiker forderten die Bundesregierung auf, die Sprachförderung wieder auf das bis Ende 2002 praktizierte Niveau zu bringen. Sie unterstrichen die Bedeutung der Pflege von Kultur und Geschichte der Herkunftsgebiete der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler. Kulturarbeit sei, so Heribert Rech, "im zusammenwachsenden Europa mit der Erweiterung der Europäischen Union nach Osten aktueller denn je." Der Landesbeauftragte führte weiter aus: "Die historischen Kulturlandschaften, die die kulturelle Identität der Vertriebenen gewährleisten, sind lebendige Brücken zur ganzen deutschen Kultur und Geschichte, zu den deutschen Heimatvertriebenen und gerade auch zu unseren Nachbarn im Osten". Die seit Antritt der rot-grünen Bundesregierung im Jahre 1998 "deutlich verminderte Kulturförderung" trage diesem gesellschaftlichen Auftrag "nicht mehr ausreichend Rechnung". Daher forderten die Unionspolitiker den Ausbau grenzüberschreitender Kontakte mit den Herkunftsgebieten, insbesondere die Intensivierung der länderübergreifenden Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Erforschung ihres Kulturguts. Im Interesse der Völkerverständigung sei ferner das Wissen um Ursachen und Folgen von Flucht und Vertreibung über die Erlebnisgeneration hinaus zu erhalten und zu vermitteln. Als geeignete Instrumente wurden u.a. Schüleraustausch, Schülerwettbewerbe, Lehrerfortbildung, als auch Dokumentationen von Zeitzeugenerlebnissen angeführt.

Die Teilnehmer plädierten für den 5. August als nationalen Gedenktag für die deutschen Opfer von Flucht und Vertreibung, Deportation und Zwangsarbeit.

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