Das Ehepaar Niedtfeld berichtete in einem aufschlussreichen Vortrag, in dem musikalische Einlagen nicht zu kurz kamen, über weniger bekannte Aspekte aus dem Leben des großen Komponisten. Gestützt auf Briefe Mozarts an nahe Verwandte sowie auf Reise- und Zeitungsberichte, gelang es den Referenten, Mozarts bildhafte Sprache und seine weltoffene Persönlichkeit darzustellen. Unter Zuhilfenahme des Tageslichtprojektors veranschaulichte Heidrun Niedtfeld wichtige Stationen aus Mozarts Leben einschließlich seiner Reisen nach München, Mannheim, Paris und Italien.
Das Ehepaar Niedtfeld ergänzte sich wunderbar in seinen abwechslungsreichen Ausführungen sprachlicher und musikalischer Art. So boten sie uns musikalische Kostproben am Klavier und von CDs aus unterschiedlichen Lebensabschnitten und Schaffensperioden des Komponisten. Darüber hinaus sprach Horst Niedtfeld über Mozarts Mitgliedschaft in einer Wiener Freimaurerloge, indem er auch das Wesen des Freimaurertums erläuterte. Horst Niedtfeld ließ uns die Leistungen des „Wunderkindes“ erahnen, als er am Klavier Mozarts 1. Menuett (KV 1) vortrug, das Mozart mit fünf Jahren komponiert hatte. Ein außergewöhnlicher Ohrenschmaus war auch die von Heidrun und Horst Niedtfeld am Klavier vierhändig vorgetragene Sonate in D-dur, die Mozart mit 16 Jahren schrieb. Bei diesem Stück konnte man sich die Virtuosität W.A. Mozarts und seiner Schwerster Maria Anna gut vorstellen. Eine weitere Kostprobe bekamen wir aus der Oper „Don Giovanni“ zu hören: das bekannte Duett Don Giovannis und Zerlinas. (KV 527). Zum Schluss erklang noch der 2. Satz des Klarinettenkonzerts in A-Dur (KV 622), das Mozart gegen Ende seines Lebens schrieb.
Sowohl die Referenten, als auch die Leiterin des Literaturkreises, Erika Seiler, waren froh, dass über 40 Zuhörer gekommen waren, die für den wunderbaren Vortrag reichlich Beifall spendeten.
Edeltraute Gündisch-Wagner
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