Die aus dem Banat stammende Schriftstellerin Herta Müller erhält für ihr literarisches Gesamtwerk den Walter-Hasenclever-Preis 2006. Sie bediene mit Essays, Romanen und Lyrik alle Genres und gehe dabei gleichermaßen sorgfältig mit Inhalt und Sprache um, so die Begründung der gleichnamigen Gesellschaft, die die Auszeichnung alle zwei Jahre vergibt.
Die Verleihung des mit 20 000 Euro dotierten Preises findet im September 2006 statt. Zu den bisher Ausgezeichneten gehören Elfriede Jelinek, Peter Rühmkorf und George Tabori, der letzte Preisträger war 2004 Friedrich Christian Delius.
Herta Müller wurde 1953 in Nitzkydorf geboren und studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Temeswar. Sie arbeitete als Übersetzerin und Deutschlehrerin, bevor sie wegen ihrer Weigerung, mit der Securitate zusammenzuarbeiten, aus dem Schuldienst entlassen wurde. Ihr erstes Buch "Niederungen" wurde 1982 nur zensiert veröffentlicht, 1987 konnte sie nach Berlin übersiedeln, wo sie seitdem lebt.
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