Bei dem Podiumsgespräch sollen aus der Perspektive der persönlichen Erfahrung, der Politik, der Literatur, der Geschichte und ihrer Aufarbeitung verschiedene Fragen erörtert werden. Dabei geht es einerseits um den Umgang mit »Umsiedlern« in der DDR: Wie setzte die SED-Führung diese für ihre ideologischen Zwecke ein? Gab es eine wechselseitige Beeinflussung mit den Einheimischen? Stellten die Vertriebenen trotz des Tabus Kontakte zu ihren ehemaligen Heimatregionen und deren neuen Bewohnern in den »sozialistischen Bruderstaaten« her? Wie organisierten sie sich, obwohl es von der DDR-Führung unerwünscht war?
Andererseits wird die Aufarbeitung der Geschichte der Deutschen aus dem östlichen Europa nach der Wende thematisiert, denn erst dann konnten sich die Vertriebenen in den neuen Bundesländern zum ersten Mal offen organisieren: Welchen Anteil hatten sie an der Aufarbeitung? Inwiefern spielen ihre Erfahrungen bei der Gründung eines Zentrums gegen Vertreibungen eine Rolle? Unterscheidet sich die Herangehensweise an das Thema in Ost und West?
An der Diskussion nehmen teil: Manfred Kittel, Wolfgang Thierse, Michael Schwartz und Alena Wagnerová. Es moderiert Jürgen Danyel. Für die Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte wird um Anmeldung bis zum 24.November 2009 gebeten bei: Deutsches Kulturforum östliches Europa, Ilona Wäsch, Telefon: (03 31) 20 09 80, Fax: (03 31) 2 00 98 50, E-Mail: waesch [ät] kulturforum.info.
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