30. Dezember 2009
Was diese Ausgabe allerdings unter „unbegleiteten“ Reprints heraushebt, das ist das Vorwort von Hanni Markel. Sie ist nicht nur die Haltrich- und Märchenkennerin, sondern es gelingt ihr auch auf knapp acht Seiten eine ganze wissenschaftliche Forschungsarbeit allgemein verständlich zusammenzufassen. Sie bringt Ordnung in die Ausgaben-Folge, erinnert an Motivation und Absprachen zwischen Haltrich und seinen Mitstreitern und belegt die Umstände, die dazu geführt haben, dass das spätere „Das Meerhäschen“ im berühmten Grimmschen Märchenbuch aus Trappold seinen Weg in die Welt gefunden hat. Sie wertet die Sammeltätigkeit Haltrichs und seiner Freunde „als enthusiastischen Aufbruch einer ersten siebenbürgisch-sächsischen Vokskundlergeneration“. Spätere Erkenntnisse „vom jahrhundertelangen Geben und Nehmen“ (A. Schullerus) und eigene Forschungen „zum interethnischen Austausch mit den reichen und lebendigen Erzählbeständen der Rumänen und Ungarn“ lassen sie den akribischen, wissenschaftlich fundierten, anerkennenden Blick auf Haltrichs Lebensleistung finden.
Ute Maurer
Schlagworte: Rezension, Haltrich, Märchen
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29. Februar 2012
11:00 Uhr