Mitte Februar waren nach wiederholten Schneestürmen bis zu 60000 Menschen in 262 Ortschaften eingeschneit, rund 7000 Schulen in zwölf Kreisen blieben geschlossen. Bei Redaktionsschluss gab es die dramatischsten Nachrichten aus den nördlich der Hauptstadt gelegenen Kreisen Vrancea und Buzău, wo mehr als 40000 bzw. 23000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten waren. In vielen Orten ist die Stromversorgung ausgefallen. Teilweise türmten sich die Schneeverwehungen bis zu sechs Meter hoch, ganze Dörfer sind im Wortsinn eingeschneit, so dass Einwohner Tunnel durch den Schnee gruben oder ihre Häuser durch Dachfenster verließen.
Viele Ortschaften müssen aus der Luft mit Lebensmitteln versorgt werden. Die Regierung setzte die Armee ein, um zu den eingeschlossenen Dörfern vorzudringen. Teilweise waren 44 Nationalstraßen für den Verkehr gesperrt, ebenso die Autobahnen um Bukarest. Mit Eisbrechern versuchten die Behörden, die Bewohner abgelegener Dörfer im Donaudelta mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten zu versorgen.
HW
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