22. Oktober 2007

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Vortrag von Peter Jacobi in Berlin: Holocaust in Rumänien – Erinnerungskultur und -Architektur

Über „Das Projekt des nationalen Holocaust-Denkmals in Bukarest“ referiert der siebenbürgische Künstler Peter Jacobi, Bildhauer, emerit. Prof. an der Hochschule für Gestaltung, Pforzheim, am 30. Oktober 2007, um 19.00 Uhr, in der Botschaft von Rumänien, Dorotheenstraße 62–66, 10117 Berlin-Mitte (S- und U-Bahnhof Friedrichstraße).
Für die Holocaust-Opfer in Rumänien wird in Bukarest ein Mahnmal nach einem Entwurf des siebenbürgisch-sächsischen Künstlers Peter Jacobi erbaut (siehe Bericht in der Siebenbürgischen Zeitung: Holocaust-Denkmal in Bukarest). Mit seinem Modell hatte der 1935 in Ploieşti geborene, heute bei Pforzheim lebende Künstler, u. a. auch Träger des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturpreises 2003, die internationale Ausschreibung des rumänischen Kulturministeriums gewonnen. Am 9. Oktober, dem offiziellen Gedenktag für die mehr als 400 000 Holocaust-Opfer in Rumänien (etwa 380 000 Juden und 25 000 Roma), wurde in der Landeshauptstadt der Grundstein für das Holocaust-Mahnmal gelegt.

Im Anschluss an den Vortrag findet unter dem Titel „Der Holocaust in Rumänien – ein Forschungsstand“ eine Diskussion statt mit folgenden Teilnehmern: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung, TU Berlin, und Sprecher des Beirats der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin; Prof. Dr. Radu Ioanid, Leiter der Abteilung Internationale Archivprogramme, U. S. Holocaust Memorial Museum, Washington D. C.; Dr. Mihail E. Ionescu, Generaldirektor des Nationalen Instituts „Elie Wiesel“ zum Studium des Holocaust in Rumänien, Bukarest; William Totok, Schriftsteller und Publizist in Berlin, Mitglied der Internationalen Kommission für Holocaust-Studien „Elie Wiesel“. Moderation: Dr. Anneli Ute Gabanyi, Politikwissenschaftlerin, SWP Berlin, und Dr. Mihnea Constantinescu, Botschafter, Staatsrat, Bukarest. Vortrag und Diskussion werden simultan gedolmetscht. Gemeinsame Veranstalter sind das Rumänische Kulturinstitut „Titu Maiorescu“ und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin. Die Schirmherrschaft hat die Botschaft von Rumänien in Berlin.

CS

Schlagworte: Jacobi, Holocaust, Denkmal, Bukarest

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