Das Wirken der Aktionsgruppe Banat und des „Adam-Müller-Guttenbrunn-Kreis“ sowie die Verfolgung durch die Securitate ist Gegenstand einer Podiumsdiskussion, die am Mittwoch, den 7. Oktober 2009, 19.00 Uhr im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm, Schillerstraße 1, stattfindet. Unter dem Motto „'Als wir Faschisten waren' - Banater Autoren und die Securitate" diskutieren Johann Lippet, Horst Samson, Richard Wagner und Helmut Frauendorfer (Moderation).
Im Jahr 1972 gründeten junge deutsche Schriftsteller in Temeswar die Aktionsgruppe Banat. Die Gruppe wurde 1975 von der Securitate zerschlagen. Anschließend traten ihre Mitglieder dem von Nikolaus Berwanger geleiteten „Adam-Müller-Guttenbrunn-Kreis“ bei. Das Wirken der Gruppe und des Kreises und ihre Verfolgung durch die Securitate stehen im Fokus der Podiumsdiskussion. Heute, 25 Jahre danach, geben einige der Autoren Auskunft über die literarischen Arbeitsbedingungen im Rumänien der siebziger und achtziger Jahre.
Johann Lippet, geb. 1951, war in Temeswar als Lehrer und als Dramaturg am Deutschen Staatstheater tätig, lebt seit 1987 in Deutschland; 2009 erschienen: „Das Leben einer Akte. Chronologie einer Bespitzelung“.
Horst Samson, geb. 1954, ehemaliger Redakteur der „Neuen Banater Zeitung“, lebt seit 1987 in Deutschland; Generalsekretär des EXIL-P.E.N. für deutschsprachige Länder.
Richard Wagner, geb. 1952, arbeitete in Rumänien als Journalist und leitete die Aktionsgruppe Banat, 1987 Übersiedlung nach Berlin.
Helmuth Frauendorfer (Moderation), geb. 1959, Fernsehjournalist beim MDR, lebt seit 1987 in Berlin und Leipzig.
Der Veranstalter empfiehlt, vom Vorverkauf Gebrauch zu machen oder sich Karten verbindlich reservieren zu lassen, da es nur eine begrenzte Zahl von Sitzplätzen gibt. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Kontaktadresse: Donauschwäbisches Zentralmuseum in Ulm, Telefon: (07 31) 96 25 40, Fax: (07 31) 96 25 42 00, E-Mail: info [ät] dzm-museum.de.
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