20. Februar 2014

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Handball-Weltmeisterin Mora Windt-Martini tot

Handball-Weltmeisterin Mora Windt-Martini ist nicht mehr. Die geborene Kronstädterin ist am 11. Januar in Haag bei Waldkraiburg nach kurzer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben. Beigesetzt wurde sie am 31. Januar in Waldkraiburg. Um sie trauern Bruder und Schwester sowie ihre zahlreichen Neffen und Nichten. Vier ihrer Geschwister sind schon vor ihr gestorben.
Mora Windt, geboren am 7. August 1937 in Kronstadt, war eine der Stützen und Schützinnen vom Dienst der rumänischen Handball-Nationalmannschaft, die 1956 in Frankfurt am Main Weltmeister auf dem Großfeld geworden ist, und zwar durch ein 6:5 im Finale gegen Deutschland. Die rumänische Mannschaft hat bei der WM 1956 neben Mora Windt auf eine Reihe von weiteren deutschen Spielerinnen gebaut: Maria Scheip-Constantinescu, Anna Stark-Stănişel, Magda Draser-Haberpursch aus Siebenbürgen und Torsteherin Irene Günther-Kinn aus dem Banat.

Der Erfolg von Frankfurt bedeutet den ersten Titelgewinn in einem Ballspiel in der Geschichte des rumänischen Sports. Der Titelgewinn von Frankfurt ist der Auftakt zu einer einmaligen Erfolgsserie in der Handball-Geschichte. Die rumänischen Frauen wiederholen den Erfolg 1960 in Holland und werden 1962 Weltmeisterinnen auf dem Kleinfeld beim Turnier in Bukarest. 1961, 1964, 1970 und 1974 erringt die rumänische Herren-Nationalmannschaft vier WM-Titel in der Halle.

Mit dem Handball kommt Mora Windt auf der Sportschule in Kronstadt in Kontakt. 1956 wird sie mit Progresul Kronstadt Handball-Landesmeisterin auf dem Großfeld. Als Dumitru Popescu-Colibaşi 1949 die Handball-Abteilung bei Progresul Kronstadt gründet, gehört sie zusammen mit ihrer Schwester Senta, mit Anna Stark, Maria „Mitzi“ Scheip, Anni Balint und Inge Klutsch zu den Spielerinnen der ersten Stunde. Nach dem Titelgewinn 1956 mit Progresul wechselt die Mittelstürmerin, die ihre Tore in erster Linie mit Links wirft, zu Tractorul Kronstadt, wo sie bis 1962 Handball spielen wird, auch auf dem Kleinfeld. Das letzte Mal steht sie 1958 in der Nationalmannschaft.

Durch den Handball lernt Mora Windt den Mediascher Fritz Martini kennen, den sie im Mai 1960 heiratet. Der am 21. November 1932 geborene Martini gehört zu den Jungen, mit denen eine Handvoll aus Krieg und Gefangenschaft heimgekehrter alter Hasen 1946 einen Neuanfang in Mediasch wagen. 1951 verpflichtet ihn Dinamo Kronstadt.

Johann Steiner




Lesen Sie dazu auch: "Mora Windt-Martini: zwei Vereinen gleichzeitig gedient"

Schlagworte: Handball

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