Der Landesverband Berlin und neue Bundesländer der Landsmannschaft der Banater Schwaben lädt für den 20. Juni um 17.00 Uhr zur Tagung „Freikauf der Rumäniendeutschen in den Jahren des Kommunismus“ ein. Veranstaltungsort ist die Vertretung des Saarlandes beim Bund, In den Ministergärten 4, 10117 Berlin.
Neben der „offiziellen“ Aussiedlung der Deutschen aus Rumänien, für die der kommunistische Staat Kopfgeld vom deutschen Staat kassierte, fanden in den achtziger Jahren verstärkt Schmiergeldzahlungen statt. Wie konnte dieses System in einem totalitären Staat funktionieren? Welches sind die Dimensionen dieses modernen Menschenhandels? Wohin sind diese Gelder geflossen? Das sind einige der Fragen, denen in dieser Tagung nachgegangen werden soll.
Zu den Referenten der Veranstaltung gehören Prof. Dr. Anton Sterbling, Sozialwissenschaftler und Mitbegründer der regimekritischen Autorengruppe „Aktionsgruppe Banat“, der einen Vortrag über die Schwierigkeiten der Ausreisewilligen in der Zeit der kommunistischen Spätdiktatur in Rumänien halten wird, Ernst Meinhardt, Redakteur der Deutschen Welle, der den „Freikauf“ aus deutscher Perspektive beleuchtet, sowie Hannelore Baier, Redakteurin der
Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien in Bukarest, die zu diesem Thema die rumänischen Archive durchforstet hat. Die anschließende Diskussion wird vom Politologen Peter-Dietmar Leber moderiert.
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