Es wäre wünschenswert, auch eine Diskussion darüber zu führen, wie das Verhältnis des Verbandes zu Siebenbürgen in Zukunft gestaltet werden soll. Will sich der Verband darauf beschränken, in spätestens 20 bis 30 Jahren ein reiner Traditions- und Trachtenverein zu sein, wie das z. B. in Kanada und den USA der Fall ist, wo lediglich der Begriff „Transilvania“ einen Bezug zu Siebenbürgen erahnen lässt? Oder sollte man sich im Verband darauf besinnen, dass Siebenbürgen, zwar verkleinert und in geänderter Form, nach wie vor existiert.
Um diese Existenz jedoch zu festigen und zu sichern, ist aktive Unterstützung seitens des Verbandes notwendig. In welcher Weise? - Der Verband könnte z. B. Politiker in Berlin, München und Stuttgart, die rumänische Würdenträger empfangen, wiederholt darauf hinweisen, dass Rumänien es 20 Jahre nach dem Fall des Kommunismus und zwei Jahre nach dem Beitritt zur EU es immer noch nicht geschafft hat, privates und ehemaliges Kircheneigentum vollständig zu erstatten. Ebenso sollte man überlegen, Solidarität mit unseren Landsleuten dadurch zu demonstrieren, indem man das jährliche Treffen von Dinkelsbühl nach Schäßburg verlegt.
Ganz abgesehen von der moralischen Wirkung einer solchen Maßnahme wäre der wirtschaftliche Nutzen für die Menschen enorm. Für die in Deutschland und Österreich lebenden jungen „Siebenbürger“ wäre das eine alljährlich wiederkehrende Gelegenheit, die Heimat ihrer Eltern und Großeltern kennen und vielleicht lieben zu lernen
W. Platz, King City, Kanada
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