Rumäniens Präsident Traian Băsescu kritisierte beim Treffen der rumänischen Diplomaten am 2. September, dass kein Euro aus den für den Ausbau der Infrastruktur zur Verfügung gestellten EU-Fonds in Höhe von 5,5 Milliarden Euro abgerufen worden sei, obwohl Rumänien seit 1. Januar 2007 EU-Mitglied ist.
Als Ursache nannte das Staatsoberhaupt die fehlerhafte Verwaltung der Finanzmittel für Autobahnprojekte und die Inkompetenz des einschlägigen Ministeriums. Verkehrsminister Ludovic Orban (PNL) konterte, dass der Präsident von seinen „Matrosen“ – u. a. den ehemaligen Transportministern Gheorghe Dobre und Radu Berceanu, beide PD-Mitglieder – schlecht informiert sei. Weiterhin erklärte er, dass während seiner Amtszeit Bauablaufpläne verfasst wurden, zudem seien Anträge auf EU-Finanzierung für vier Autobahnabschnitte des Korridors IV (Temeswar-Lugosch, Arad-Temeswar, Cernavodă-Konstanza und die Umgehungsstraße von Konstanza) bereits eingereicht.
Ludovic Orban wurde im April 2007 zum Transportminister ernannt, seitdem wurde kein Kilometer Autobahn in Rumänien freigegeben. Presseberichten zufolge wurden in Rumänien im Durchschnitt zehn Kilometer Autobahn pro Jahr gebaut. Das Land ist damit Schlusslicht in Europa.
RS
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