5. März 2010

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Streunende Hunde bleiben ein Problem

Trotz eines 2007 verabschiedeten Tierschutzgesetzes ergreifen einige Städte in Rumänien radikale Maßnahmen. Die zahlreichen streunenden Hunde machen der Bevölkerung zu schaffen. Während einzelne Kommunen Massentötungen durchführen, setzen sich Tierschutzorganisationen für einen würdevollen Umgang mit den Hunden ein.
Das 2007 erlassene Tierschutzgesetz sieht vor, dass hilflose Tiere nur dann eingeschläfert werden, wenn sie an einer unheilbaren Krankheit leiden. Statt dessen sollten Kastrationen in großem Maße die Populationen wieder in den Griff bekommen. Einzelne Kommunen sind jedoch mit einer tierfreundlichen Lösung der Straßentiere überfordert. „Erwürgen oder Totschlagen ist leider immer noch auf der Tagesordnung, Tei­le der Bevölkerung vergiften die Tiere einfach, ohne Angst vor Konsequenzen befürchten zu müssen“, erklärte Britta Berkenfeld von der Pfo­tenhilfe-Ungarn e.V. gegenüber der Siebenbürgischen Zeitung.

Der Präfekt von Bukarest, Mihai Atănăsoaie, sprach sich in einem Radiointerview am 3. Februar dafür aus, Massentötungen wieder zu legalisieren. Auch der Bürgermeister der Stadt Craiova, Antonie Solomon, befürwortet eine Lockerung des Tierschutzgesetzes im Hinblick auf massenhafte Tötungen.

Gegen diese Entwicklungen machen sich die Tierschützer von der Pfotenhilfe-Ungarn e.V. stark. Der 2007 gegründete Verein ist seit kurzem auch in der Region um Arad aktiv. Mit bescheidenen Mitteln versuchen die Helfer, kastrierte Hunde und Katzen zu versorgen und ihnen ein neues Zuhause zu vermitteln. Ein großes Problem sind die weit verbreiteten Tötungsstationen, da Politiker gerne darauf zurückgreifen, um eine schnelle Dezimierung vorzuweisen.

Laut Britta Berkenfeld befindet sich die Pfotenhilfe-Rumänien (PHR) noch in der Gründungsphase. Angedacht sei die Gründung eines Netzwerkes, in dem sich mehrere private Tierschützer landesweit einsetzen. Damit sollen auch die siebenbürgischen Städte bald weitere Unterstützung bei der Rettung der herrenlosen Hunde erfahren.

Roxana Höchsmann

Schlagworte: Tierschutz

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