60 Jahre Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland
Grundzüge seiner Geschichte
Mit Beiträgen von Dr. Jürgen Rüttgers, Dr. Bernd Fabritius, Rainer Lehni, Hannes Schuster und Siegbert Bruss sowie Hans-Werner Schuster im Auftrag des Verbands herausgegeben von Hans-Werner Schuster.
In ihrer 850-jährigen Geschichte haben die Siebenbürger Sachsen ein Gemeinwesen entwickelt, das mit dem Wohl des Einzelnen auch das Wohl der Gemeinschaft förderte. Von 1944 bis zur Gründung des "Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien" im Jahr 1990 gab es allerdings keine Vertretung in Rumänien. Eine Vertretung haben sich Siebenbürger Sachsen aber in Deutschland geschaffen. Hier lebend, hierher geflohen oder entlassen, hatten sich nach Kriegsende erste Zellen neuer Gemeinschaftsbildung entwickelt. Als Solidargemeinschaft, die nicht mehr auf Hilfe von außen angewiesen sein sollte, gründeten sie am 26. Juni 1949 ihren Verband. Im Prozess der Anerkennung der Siebenbürger Sachsen als Vertriebene, wodurch sie die aus dem Bundesvertriebenen- und Lastenausgleichgesetz sich ergebenden Rechte genießen konnten, entwickelte sich der Verband zur Interessenvertretung auf politischem, wirtschaftlichem, sozialem, rechtlichem und kulturellem Gebiet.
Heute gehören ihm in acht Landesgruppen und 110 Kreisgruppen 22.118 Familien als Mitglieder an. Ihnen, aber auch allen anderen Siebenbürger Sachsen, kommen die Bemühungen des Verbandes zur Integration in der Bundesrepublik Deutschland zugute, ebenso jene zur Erhaltung, Bewahrung und Weiterentwicklung siebenbürgisch-sächsischer Gemeinschaft und Kultur. Letzteres verfolgt der Verband über die Grenzen Deutschlands hinaus, in enger Zusammenarbeit mit weiteren siebenbürgisch-sächsischen Einrichtungen und den Partnerorganisationen in Europa und Übersee. Auch unseren Landsleuten in Siebenbürgen lässt er weiterhin vielfältige Unterstützung zukommen und ist über sein Sozialwerk auch in Deutschland karitativ tätig.
2009
broschiert
zahlreiche Abbildungen
128 Seiten
7,90 €