Die Parlamentarischen Versammlung des Europarats hat kürzlich beschlossen, eine Europäische Gedenkstätte für Vertriebene einzurichten. In diesem Gremium sind Parlamentarier aus 46 Europaratsländern vertreten.
Erika Steinbach, Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, begrüßte diese Entscheidung: "Eine Europäische Gedenkstätte, die an die 60 bis 80 Millionen Europäer erinnert, die im letzten Jahrhundert aus ihrer Heimat vertrieben wurden, ist überfällig." Es sei erfreulich, dass das Thema Vertreibungen und die Aufarbeitung der Folgen zu einem wichtigen Anliegen der europäischen Staatengemeinschaft geworden sei.
Der Bund der Vertriebenen habe mit der Gründung seiner gemeinnützigen Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen eine wichtige Debatte angestoßen, die jetzt ihren Niederschlag auch in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats gefunden habe. "Wenn Empathie, geschichtliche Wahrheit und Dialog den Weg zur Europäischen Gedenkstätte begleiten, wird diese einen wichtigen Beitrag zur Aussöhnung leisten", sagte die CDU-Politikerin.
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