Broos - Literatur

der Editor.
Ortsgenealogie
1734 -7 u. 1752 -6: Im 18. Jahrhundert zogen hier Ländler aus dem Salzkammergut, Kärnten, Steiermark und dem "Land ob der Enns" ca. 6200 Lutheraner und Calviner und ließen sich vorwiegend in drei siebenbürgische Gemeinden, Großpold, Großau und Neppendorf nieder, aber auch in Broos. Der Transmigranteninspektor Wankhel von Seeberg (1752–1756) hatte einen Großteil der Transmigranten-Kasse in ein Bauprojekt im Hermannstädter Retranchement gesteckt, welches mit seinen auf engstem Raum angehäuften Wohneinheiten für die Aufnahme der bäuerlich geprägten Transmigranten nicht geeignet war. Erst sein Nachfolger, Hofkammerrat Freiherr von Dietrich, siedelte bis Ende 1757 die Evangelischen aus dem "Landl", aus der Steiermark und aus Kärnten als eine geschlossene Gruppe in Großpold und Broos an. Er hatte in den erwähnten zwei Orten 137 Häuser bauen lassen, dazu wirkte er für die jungen und kräftigen aber mittellosen unter den Ausgewiesenen Häuserschenkungen. Mit der "Hausbrief"-Urkunde waren Besitzrechte an Ackerland, Weingärten und Wiesen sowie die freie Nutzung des Gemeindewaldes und der Gewässer verbunden.
1845 -6-7-8-9: In dieser Zeit folgten etwa 2500 Württemberger (816 Familien) den Ruf Stefan Ludwig Roths nach Siebenbürgen; 68 Familien gingen nach Broos im Jahre 1846, 205 Personen in Gemeinden um Kronstadt, mindestens 18 Familien nach Petersdorf bei Mühlbach, und ca. 18 in andere Orte Siebenbürgens. 11 Familien siedelten im Jahre 1849 aus Broos zurück nach Württemberg, 8 zogen in weitere Gemeinden der Umgebung.
1852: 3 Familien sind im Jahre 1852 zusätzlich aus Württemberg angekommen.