Großscheuern - Informationen

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Geographische Lage in Siebenbürgen

[bild]nz ...ull[/bild]Geographische Lage im Großraum

Die Ortschaft Großscheuern / Şura Mare / Griußschaiern liegt in Siebenbürgen Rumänien, in unmittelbarer Nähe der Kreisvorstadt Hermannstadt / Sibiu, ca 7 Km nördlich auf dem Hauptverkehrsweg, der Nationalstraße DN 14, die von Hermannstadt in Richtung Mediasch führt.
Großscheuern ist eine der ältesten Ortschaften, die einst von deutschen Siedlern im 12. Jahrhundert in Siebenbürgen gegründet wurden, einem ehemals von den Magyaren eroberten Gebiet, Trans-Silvanien, Land jenseits des Waldes genannt. Die Ortschaft trägt den offiziellen rumänischen Namen Şura Mare, ungarisch Nagy Csür, beide sind Übersetzungen aus dem deutschen „Große Scheuer“ bedeutend, (lat. Magnum Horeum) Großscheuern befindet sich auf einstigem Königsboden, im so genannten „Alten Land“ rund um Hermannstadt, dem einstigen Hermannsdorf, mit dem es ungefähr zeitgleich entstanden ist.

Monografien

Vollständige Literaturliste (Ortsmonografien, Belletristik etc.) anzeigen

Organisationsstruktur HOG in Deutschland Stand ab 2015

Organisationsstruktur der HOG Großscheuern in Deutschland Stand ab 2015

I. Heimat Orts Gemeinschaft Großscheuern = HOG Großscheuern ist ein Loser Dachverband (mit zwei Eingetragenen Nachbarschaftsvereinen) und vertritt die Interessen aller Großscheuerner, ist Mitglied im Verband der Siebenbürgisch - Sächsischen Heimatortsgemeinschaften e.V.
1. Sprecher: Gräf Hans-Martin Hans_Graef@t-online.de (ab Okt. 2015)
Mitarbeit und Kulturreferat: Guist Michael Wami.Guist@t-online.de, Mai Susanne Mai-Susanne@web.de (ab Okt. 2015)
Ehrenvorsitzender: Grau Johann (*1929)
2. Sprecher - 1. Vorsitzender Nachbarschaft/Ingolstadt e.V.: Müller Udo (ab März 2018)
Genealoge und Schriftführer: Gräf Hans-Martin, Groß Lukas
Gebietsvertreter: Müller Katharina, Hartmann Friedrich, Guist Michael, Gabel Simon, Gierlich Thomas

II. HOG Großscheuern/Nachbarschaft Frankfurt/M e.V.
Eingetragener Verein ab 1983
1. Vorsitzender: Stock Gerhard 06142-797542 gerhardstock@arcor.de
Stellvertreter
: Hermann Simon 06190-72923, Gierlich Walter 06142-82105 wgierlich@gmx.de
Ehrenvorsitzender: Drothler Johann sen (+ 2011)
Schriftführer: Kieltsch Waltraud 06142-958697 rowa1401@yahoo.de, Stock Annemarie 06142-797542
Kulturreferat: Blam Maria 06142-72795 mblam@LEAR.com, Melchior Heidemarie 06142-976970
Gabel Dieter 06142-561478 dieterundkatharina@googlemail.de, Gierlich Reinhard 06142-82235 reini1967@web.de, Gierlich Ewald 06142-797840 bgierlich@gmx.de
Kassenverwalter: Gabel Katharina 06142-561478
Stellvertreter: Gierlich Monika 06142-82235
Kassenprüfer: Gierlich Rosina 06142-82105, Gierlich Helmut 06142-162710 hgierlich@lear.de
Berater: Müller Johann 06039-43962

III. HOG Großscheuern/Nachbarschaft Ingolstadt e.V.
Eingetragener Verein ab 1992 (vorher Loser Verein 1985-1992)
1. Vorsitzender: Müller Udo (ab März 2018) 0160-1504230 Udo.Mueller@axa.de
Ehrenvorsitzender: Groß Stefan (ab Ostern 2018) 0841-71894 stgross-ingolstadt@t-online.de
Stellvertreter: Gräf Hans Martin 08406-91448 Hans_Graef@t-online.de, Grau Christian 08458-382209 KikGrau@gmx.de, Hiesch Helmut 08458-382180 Helmut.Hiesch@gmx.de, Grau Hans-Uwe 08458-381472 UweGrau@gmx.de
Schriftführer: Groß Lukas 0841-61719 LGross8556@aol.com, Grau Edeltraut 08458-382211 EdeltrautGrau@gmx.de, Müller Regina 08450-923812 Regina.Mueller.my@gmail.com
Kulturreferent: Grau Edeltraut 08458-382211 EdeltrautGrau@gmx.de, Guist Anna-Rita 08458-5788, Schüller Markus 08406-249 Schueller-Markus@gmx.de
Frauenreferat: Roth Susanna 0841-73696, Roth Margot 08406-241068 Roth-Margot@kabelmail.de
Jugendreferat: Schueller Markus 08406-249 Schueller-Markus@gmx.de, Hiesch Thomas 08458-342438 mhiesch@aol.com
Kassenverwalter: Mai Simon 08458-2056 Mai.Simon@t-online.de,
Kassierer: Guist Reinhard 08458-382005 Reinhard.guist@gmx.de, Müller Johann 0841-39664 hans28101960@gmx.de, Hiesch Thomas 08458-342438 mhiesch@aol.com, Roth Daniel 08406-241068 Roth-Daniel@kabelmail.de
Kassenprüfer: Guist Anna-Rita 08458-5788, Müller Simon 08450-923812, Mueller.Regina.my@gmail.com, Mueller Regina 08458-923812 Mueller.Regina.my@gmail.com
Berater: May Gerhard 0814-12816160 g.may@kabelmail.de, Groß Lukas 0841-61719 lgross8556@aol.com, Müller Michael 0841-61487, Fritzmann Mannfred 0157-57693996 Fritzmann.Manfred@yahoo.com
Berater Kulturreferat:Guist Michael 07163-8083 WaMi.Guist@t-online.de

Zeittafel zur Geschichte der Gemeinde Großscheuern

Zeittafel, Daten aus verschiedenen Quellen
1142-1162 -Ansiedlung - Um die Mitte des 12. Jahrhunderts, während der Regierungszeit des ungarischen Königs Geza II, kommen deutsche Siedler als Gäste (Hospites) nach Siebenbürgen. Großscheuern gehört zu den ersten Siedlungen im „Alten Land“ (Hermannstädter Provinz)
1238 -wird die Kirche als dreischiffige romanische Basilika mit Westturm gebaut (Müller 1858/42, Horwath 1936/177, Vătăşianu ,1959/51, Dancu KM 1979/ 145 f) Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen - 1999 Hermann Fabini
1240/42 -Mongoleneinfall in Siebenbürgen
1332- Erste urkundliche Erwähnung: In päpstlichen Steuerlisten wird erstmals erwähnt Pfarrer „Christianus de Magno Horreo“. Magnum Horreum ist der lateinische Name des Ortes (Monumenta Vaticana.I/ 144, DIR, C, XIV III/221); Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen – 1999 Hermann Fabini)
1349 Pfarrer Christian wird als Dechant des Hermannstädter Kapitels erwähnt. (Ub II -638-58) Damit ist die Zugehörigkeit dieses Ortes zum Hermannstädter Kapitel erwiesen.
1359 der Kirchenvater (vitricus ecclesiae) nimmt an einer Gerichtsversammlung der Hermannstädter Provinz teil (ein früher Nachweis für das Vorhandensein des Kirchenvateramtes) (Ub II-760-174)
1364 Pfarrer Martin von Großscheuern wird als Dechant des Hermannstädter Kapitels genannt.(Ub II-813-215) 9 Jahre später ernennt ihn der König zum Probst von Hermannstadt (Ub II-1011-407)
1365 u. 1372 Urkunden in denen Adalbertus de Herreo als einer der führenden Männer in der Versammlung der „Sieben Stühle“ genannt wird, ohne aber den Titel „Gräf“ zu führen
1375 tun sich zur gefahrvollen Fahrt auf die Hochschule zusammen Pleban Leo von Großscheuern, Pfarrer Thellmann von Hammersdorf und Pfarrer Johannes von Petersdorf. Zuerst betreiben sie in Prag 2 Jahre kanonische Studien u. dann in Wien theol. Uni phil. Studien. (Teutsch, KG 1/134).
1376- Von 1376 bis 1386 ist Goblinus, gebürtiger Großscheuerner, als einziger Sachse Bischof von Siebenbürgen in Weißenburg. Sein Vater war Adalbertus de Magno Horrea, von dessen Grabstein ein Fragment in der Altarstufe der Großscheuerner Kirche aus der vorreformatorischen Mensa aufgefunden worden ist (siehe „Die Woche“ Nr. 76-Gernot Nußbächer)( Martin Rill „Hermannstadt und das Alte Land“ 2002)
1378 -der älteste bekannte datierbare Grabstein eines Siebenbürger Sachsen - Bestattung von Albertus an dieser Stelle(Grabinschrift in gotischen Minuskeln: d. mg.° hor/reo. pr. R.i. x°. p, was zu lesen wäre:....de magno horreo, pater Reverendi in christo patris....)
1382 Leo, ein Bruder von Bischof Goblinus ist als Pfarrer von Großscheuern erwähnt. 1383 wird er schon als Archidiakon des siebenb. Bistums und Kanoniker desselben genannt. (Ub. II, Nr.1154, 1177, 1179).
1386 Auf der Hochschule von Wien wird eingeschrieben: „Jacobus plebanus de Magno Horreo de Septemcastrie“. (Südostd. Vierteljahresblätter 1973-1-45, Archiv 16/322)
1406 König Sigismund bestätigt das zu Gunsten von Großscheuern gefällte Urteil der Hermannstädter Provinz vom Jahre 1349 (Im Hattertstreit mit Stolzenburg) (Ub III-1502-311)
1433 wird gemeldet - ein Stück Weideland u. ein Rohrschlag befinden sich in gemeinsamen Besitz der (Großscheuerner u. Hahnbacher) (Th. Nägler - Geschichte der siebenbürgisch-sächs. Landwirtschaft)
1445 ist die ungarische Bezeichnung „Nagycsür“ nachweisbar
1445 VII 29 Der siebenbürgische Woiwod Johann von Hunyad urkundet in „Nagycsür“(Ub V-2519-158)
1468 erstmals die deutsche Benennung „Großschewren“, erst in der 2.-ten Hälfte des 19. Jahrhunderts die heutige Form „Großscheuern“
1468 Durch den Ortsrichter und durch andere Vertreter des Ortes zahlt Großscheuern Steuern als Gemeinde des Hermannstädter Stuhles. (Quellen: Rechnungen aus sächs. Archiven S. 13,22,24,26 f)
1488 lebten im Ort 78 Hauswirte, 4 Arme, 1 Hirte, 2 Höfe unbewirtet, 1 Haus unbewohnt (Martin Rill „Hermannstadt und das Alte Land“ 2002)
1493 Türkeneinfall, der auch mehrere Nachbarorte verheerte
1494 wird durch die Hermannstädter Provinz der „Sieben Stühle“ eine Unterstützung für Bauarbeiten gewährt(Aus 2421 Rechnungen aus dem Archiv der Stadt Hermannstadt und der sächsischen Nation, Hermannstadt,,,,1880,S. 176)
1497 Renovierungsarbeiten an der Kirche .(die Jahreszahl 1497 ist über dem Nordfenster des umgebauten Chores angeschrieben. (siehe „Die Woche“ Nr 76-Gernot Nußbächer)
1500 die Kirche wird zur Wehrkirche nach gotischem Stil neu errichtet. - nach den Türkenkriegen
1512 Erstmals werden Schulkinder erwähnt
1529 II. 1 -der Ort u. die Kirche wird niedergebrannt von Moldauischen Truppen. Der Hermannstädter Notär Joh. Mildt zeichnet auf: „1.Sept. idem exsusserunt (haben verbrannt) Kleyn et gross Schyr et hanbach“ ( Archiv 15/59, Klima)
1529 Der Ort wird durch moldauische Truppen niedergebrannt. (Müller 1880/59) (Atlas der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen und Dorfkirchen - 1999 Hermann Fabini) (Martin Rill „Hermannstadt und das Alte Land“ 2002)
1572 97 Wirte leben in Großscheuern (Gernot Nussbächer, Dr. Helmut Klima, Neuer Weg 18.Nov.1986)
1600 die Kirche wird niedergebrannt von Michael dem Tapferen (Teutsch 1925 / I / 345)
1643 finden Umbau- und Reparaturarbeiten an der Kirche statt, auf die eine Inschrift auf der Nordwand des Chores hinweist.
1700-1710 die Kirche wird niedergebrannt von den Kurutzen
1704 Großscheuern wird durch die Kurutzen verbrannt. Es wird beschlossen, daß, wenn jemand in schweren Zeiten fortzieht, er sein Vermögen verlieren soll und nicht wieder zurückkehren darf. (Trauschenfels 1860 / 367, Teutsch; Kbl. 1903 / 55)
1714 ist eine Bruderschaftsempore in der Kirche datiert. (Verzeichnis 1934)
1720-21 ist Großscheuern von den Kriegswirren erholt u. größter Steuerzahler des Hermannstädter Stuhls, es gibt bereits Steinhäuser mit breiten Hofstellen (Schuller, 1903 / 146f); (Arch. 32 / 146 ff) (Klima)
1720 gibt es 10 rum. Wirte im Ort, andere 25 wohnen im Wald, alle zahlen ab 1740 Steuern (Martin Rill „Hermannstadt und das Alte Land“ 2002)
1724 Reparaturkosten für Schulgebäude werden erwähnt(Rechnungsbuch Pfarrarchiv)
1738 Letzte Pestepidemie in Großscheuern, es starben fast 200 Menschen (Manuskript Karl Hermann 1950)
1740 werden größere Renovierungs- u. Umbauarbeiten an der Kirche gemacht (Inschrift am Triumphbogen; Roth 1915 / 601)
1765 Ev. Seelen in Großscheuern: 222 Männer u. Frauen (Wirte/Wirtinnen), 248 Kinder, 4 unverh., gesamt: 474 (Quelle: Stat. Jahrbuch d. Ev. Ki. A.B. Hermannstadt/München)
1775 ließ der Hermannstädter Magistrat die Rumänen aus den Waldungen vertreiben, doch bereits ein Jahr später (1776) kam der Befehl aus Wien, sie wieder anzusiedeln; 1782 erhielten sie auch Ackerboden. ( Martin Rill „Hermannstadt und das Alte Land“ 2002)
1778 ein 400 jähriger Hattertstreit wird gegen die Stolzenburger gewonnen (die Wiesen „Wasem“ und die „Broit“ gehen endgültig an Großscheuern (Plattner, 1907 / 32)
1824 ein Teil der Waldungen „Em Braunesch“ (Branisch) muss an Hermannstadt abgetreten werden (Urteil im Hattertplan im Pfarrarchiv Burgberg) Klima)
1837 Orgel wird gebaut von den Brüdern Friedrich u. Wilhelm Maltz aus Bierthälm ( rum. Statistik Bacau)
1847 - 1859-1862 Zuwanderer aus Württemberg kommen nach Großscheuern
1849 General Bem mit Truppen „zu Gast“ bei Pfarrer Andreas Dendler (od. = siehe Pfarrerliste) Pfarrer Dendler stirbt 09.04.1849 (Plattner, SDT 25.06.1927)
1854 Größere Renovierungs- u. Umbauarbeiten (entsprechend einer Inschrift am Triumphbogen) .......Kirche u. Turm erhalten das heutige Aussehen (Roth, 1915 / 601)

1854 in einer Urkunde wird erstmals der rumänische Name „Sura Mare“ erwähnt
1863 neue Schule (für 8400 Gulden) wird gebaut
1865 -gab es in Siebenbürgen noch zu 95% Holzpflüge -in Großscheuern wurde ein sogenannter Obertscher Wendepflug mit Erfolg erprobt (C. Göllner:“Die Siebenbürger Sachsen in den Jahren 1848-1918“)
1881 wurden in Großscheuern, Frauendorf u. Arbegen die ersten Kreditvereine (REIFEISENVEREIN) von Karl Wolf gegründet (ebenda)
1883 Am 17. April 1883: starb hier auf dem Pfarrhof Michael Fuß ( Pfarrer in Gr. von 1878 -1883 ).
1886 Gründung des „Landwirtschaftsvereins“-Ortsverein (Th. Nägler-Geschichte der siebenbürgisch- sächs. Landwirtschaft)
1892 Kommassation in Großscheuern (Ulrich Groß-1927- Betriebswirtschaftliche Lage der sieb.-sächs. Landwirtschaft)(Bibliothek Gundelsheim)
1893 wird in Großscheuern ein Zuchtverein für Pinzgauer Rinder gegründet. (Th. Nägler-Geschichte der siebenbürgisch-sächs. Landwirtschaft)
1895 Jubiläumszug 1895 (Bauernzug) in Hermannstadt zur Feier des 50-jähr. Bestehens des Landwirtschaftsvereins, mit Darstellung der Arbeiten und Feste der Landbauern. Die Großscheuerner stellten den "Sommer" dar. (Bericht zur Feier 1895 des 50 jährigen Bestehens des Landwirtschaftsvereines in den „Landwirtschaftlichen Blättern"(Seite 162, 183 und 184), zugeschickt 2008 von Herrn Dipl.-Ing.agr. Hermann Schobel(Würzburg), dem Sohn des früheren Wanderlehrers Sepp Schobel
1896-1903 D. Friedrich Teutsch, (der spätere Bischof), ist Pfarrer in Großscheuern
1897 Am 29. Jan. wird die erste Laterne an die Schule angemacht durch den Notär auf Gemeindekosten. Große Freude im Ort u. Anfang der Gassenbeleuchtung. (Gedenkbuch Großscheuern Teil 1 Pf. Dr. Fr. Teutsch, S. 9)
1898 Am 2. Adventsonntag Festgottesdienst aus Anlaß des 50 jähr. Regierungs Jubiläums des Kaisers. (Gedenkbuch Gr. Teil 1 Pf. Dr. Fr. Teutsch)
1899 Heuer 36 Confirmanden – ungewöhnlich viel (Gedenkbuch Gr. Teil 1 Pf. Dr.Fr. Teutsch, S. 22)
1900 Im Sommer wird die Orgel einer völligen Reparatur unterzogen, die Orgelbauer Resch aus Hermannstadt zur Zufriedenheit ausführte. Die Kosten betragen 470 Gulden. Der alte Organist u. pers. Notär Simon Fuß läßt auf seine Kosten die Orgel anstreichen u. vergolden.(Gedenkbuch Großscheuern Teil 1 Pf. Dr. Fr. Teutsch, S. 22)
1900 Im Dez. 1900 wurde von der politischen Gemeinde die neue Turmuhr auf dem ev. Turm angebracht, ein Werk der bekannten Firma Fuchs aus Bamberg, die einen Monteur – J. Müller – zur Aufstellung geschickt hatte. (Gedenkbuch Großscheuern Teil 1 Pf. Dr. Fr. Teutsch, S. 22)
1900 Um 1900 wurde die Mühle v.d. kirchl. u. pol. Gemeinde errichtet (Elektromotoren) Eine ortseigene Ziegelei lieferte das notwendige Baumaterial.(Martin Rill „Hermannstadt und das Alte Land“ 2002)
1902 Ein neues böses Zeichen ist in die Gemeinde eingebrochen. Das Auswanderungsfieber nach Amerika (Gedenkbuch Großscheuern Teil 1 Pf. Dr. Fr. Teutsch, S.33) Schon 20 Personen, darunter einige mit Frau u. Kind, sind nach Amerika ausgewandert, ebenso viele wollen nachfolgen. (Gedenkbuch Großscheuern Teil 1 Pf. Dr. Fr. Teutsch, S. 37)
1903 Der neugotische Altar ist 1903 aufgestellt worden. Das Hauptbild ist ein Werk des Malers F. Ziegler aus Berlin. Der Altar wurde nach Plänen von Architekt Eder vom Tischler Connerth aus Hermannstadt hergestellt. (KB 1903-1904/426)
1904, 19. April, Dr. Eugen Filtsch wird neuer Pfarrer in Großscheuern
1905 Bau des modernen, schönen Gemeindesaals. (Kb. 1904-1905 / 154) (Klima)
1905 -führte man in Großscheuern mit Hilfe des „Landwirtschaftvereins“ leichte Kaltblutpferde ein - den sog. „Murinsulaner Schlag“ (Th. Nägler-Geschichte der siebenbürgisch-sächs. Landwirtschaft)
1906 Die Gustav – Adolf – Zweigsvereins – Versammlung hat in der gewohnten feierlichen u. erhebenden Weise am 29. Juni 1906 in Großscheuern stattgefunden (Gedenkbuch, S. 60, Pf. Dr. E. Filtsch)
1907 Gemeinde wird ans Stromnetz angeschloßen Am 18. September strahlte das elektrische Licht überall auf (Gedenkbuch, S. 70, Pf. Dr. E. Filtsch)
1910 Besuch des Bischofs D. Fr. Teutsch und des Prof. Rendtorff aus Deutschland (Artikel in den LBl 1910, S.567 schreibt: Der Besuch gestaltete sich zu einem erhebenden Volksfest, das geeignet war den Gästen aus dem Reich ein unvergessliches Bild einer sächsischen Bischofseinholung und einen Ausschnitt aus dem siebenbürgisch.-sächsischen Volksleben zu bieten.)(zugesandt v. Hermann Schobel, Würzburg)
1911 Anfang Januar. Die Seelenzahl der Gemeinde betrug 645 männliche u. 635 weibliche Gemeindemitglieder zusammen 1280 (Gedenkbuch, S. 82, Pf. Dr. E. Filtsch)
1913 ist die Seelenzahl auf 1322 gestiegen (Gedenkbuch, S. 82, Pf. Dr. E. Filtsch)
1914 2. Juli wird Karl Weber, neuer Pfarrer in Großscheuern (Gedenkbuch, S. 83)
1914 24. Juli Krieg! Beginn des 1. Weltkriegs. An jenem unheilvollem 28. Juni, war unser Thronfolger Franz Ferdinand von mörderischer Bubenhand getötet worden In der Nacht vom 31. Juli zum 1. August traf die Mobilisierungsorder ein, binnen 24 Stunden mit Mann u. Ross einzurücken. (Gedenkbuch, S. 86, Pf. K. Weber)
1916 Am 23. August wurden ganz unvermittelt u. plötzlich die Glocken abgefordert Am nächsten Tage, Freitag den 24. Aug. stürzten die beiden kleinen Glocken herunter um für Kriegszwecke aufgearbeitet zu werden. (Gedenkbuch, S. 105, Pf. K. Weber)
1916 im ersten Weltkrieg kl. Kämpfe „em Milengreangd“ (Mühlengrund) zwischen österreichischen u. rum. Patrouillen, viele Dorfbewohner fliehen nach Stolzenburg, Reussen, Marktschelken, Hahnbach
1916-18 -es fallen im 1. Weltkrieg 48 sächsiche Männer u. Burschen aus Großscheuern (Gedenktafel in d. Kirche)
1921 Ausmalen der Kirche, im Sommer die Kirche tadellos sauber u. schön wiederhergestellt (Gedenkbuch)
1924 7. Juli Generalkirchenvisitation in Großscheuern Bischofs D. Fr. Teutsch, der an der Hattertgrenze von einem Reiterbanderium von 60 Mann erwartet wurde. (Gedenkbuch)
1925 -Einweihung von 2 neuen Glocken in Großscheuern (im 1. Weltkrieg waren 2 Glocken zur Kanonenherstellung abgegeben worden) Die Glockenweihe, fand am 18. Oktober in Gegenwart und unter Beistand Bischofs D. Fr. Teutsch statt (Zeitungsartikel)(Gedenkbuch) (Bild mit Pfarrer Karl Weber, Prediger Johann Rill, Notar Oswald Nemetz, Richter Simon Fuß, Kurator Michael Hiesch, Kirchenväter Stefan Groß, Stefan Depner u.a.)
1929 Gedenktafel Einweihung in der Kirche für die Gefallenen im 1.Weltkrieg (Gedenkbuch S. 158, Pf. K. Weber)
1929 Am 9. Juni 1929 fand die Bezirks-Frauenvereinstagung in Großscheuern statt. Es hatten sich über 1000 Gäste gemeldet. (Gedenkbuch)
1930 In der Ortsamtskanzlei wird bereits fast nur rumänisch gesprochen, dort gibt es nun rum. Beamte, Notär, Sekretär, versch. Aushilfskräfte (Gedenkbuch, S. 168, Pf. K. Weber)
1930 Volkszählung in Rumänien : 1492 Deutsche (63,7%, 703 Rum., 138 Zigeuner, 10 Maghiaren (Martin Rill „Hermannstadt und das Alte Land“ 2002)
1931 Großscheuerner Spenden für Winterschule Hermannstadt (Landwirtschaftliche Blätter Nr.27 Seite 381/5.Juli 1931)(Bibliothek Gundelsheim, Hermann Schobel, Würzburg)
1937 beträgt der Kartoffelanbau in Großscheuern 13% der Ackerfläche (Th. Nägler -Geschichte der siebenbürgisch-sächs. Landwirtschaft)
Die folgenden Daten sind aus Karl Hermann: „Großscheuern in den Jahren 1940-19651938/39 - 1940 pfarrerlose Zeit in Großscheuern - länger als ein Jahr 1939 / 40 Kurator wird Georg Mieß Schriftführer Dr. Paul Hiesch, Kirchenväter Paul Zackel u. Christian Grau
1940 -am 6. Januar Gastpredigt von Pfarrer Karl Hermann in Großscheuern -am 28. Januar fand die Wahl statt -am 03.März fand der Einzug in die Gemeinde statt mit einem Festzug durch Hermannstadt mit Reiterbanderium u. Musikkapelle (zum ersten Mal Vereinigung der beiden Musikkapellen) -am 07. März ist die Einsetzungsfeier (Präsentation) von Pfarrer Karl Hermann
1940 -Spätherbst, die ersten deutschen Truppen, die als Lehrtruppen kamen, werden in H-stdt begrüßt
1940 -großes Erntedankfest in Großscheuern ganz besonderer Art: Erntefestzug durch die Gemeinde mit Blaskapelle u. vielen Wagen die Erntegaben für den neuen Schulbau sammelten. -deutsche Soldaten werden gegen Abend zum Erntedankfest (aus Hstdt) geladen,Feier im Gemeindesaal
1941 -am 14. Dez. faßte die Gemeindevertretung den Beschluß die Schule an die Deutsche Volksgruppe zu übergeben, 1942, am 1. April erfolgte die tatsächliche Übergabe
1943 -gesetzliche Möglichkeit zum Beitritt in die Waffen -SS, Osterwoche Musterung, am Peter- u. Paulstag nach Abendmahl verließ der 1. Transport die Gemeinde um ins Reich zu fahren.
1944 -23. August Staatstreich in Bukarest, Rumänien erklärt Deutschland den Krieg -Am 4. September -Sowjetische Einheiten besetzen Kronstadt -Am 7. u. 9. September wird Großscheuern von vier Kampfflugzeugen der deutschen Luftwaffe bombardiert. 4 Häuser werden zerbombt, 27 Scheunen u 7 Viehställe brennen ab (die Wohnhäuser von Gabel Nr. 52, Groß Nr. 53 u. Adem Nr. 54 stürzen ein u. brennen, die Häuser von Fröhlich Nr. 182, Schwarz Nr. 183, Drothler Nr. 184 erleiden starke Risse an der Vorderfront u. brennen an), unter den Sachsen 4 Tote u. 3 Verwundete -die Dorfbewohner flüchten für 2-3 Wochen auf den Hattert (Obstgärten) und jenseits von Hahnbach, in dieser Zeit werden die Häuser geplündert
1944-45 sind in Großscheuern russische Militäreinheiten u. ein Pferdespital untergebracht -aus rumänischer Gefangenschaft entlassene russische Gefangene „die Zoderlumpen“ zerstören große Teile des Pfarr-, Schul-,u. Notenarchivs
1945 am 13. Januar werden 223 Männer u. Frauen aus Großscheuern in die Sowjetunion deportiert; 21 Männer u. 1 Mädchen sterben
1945 nach der Deportation sind die 2 Hilfslehrerinnen weg - Unterricht in der Schule wird zeitweise nur vom Pfarrer u. Prediger erteilt (Pfarrer Karl Hermann u. Prediger Johann Rill; Rektor Klein war zum Militär eingerückt) Vor dem Krieg waren noch folgende Lehrer zeitweise angestellt: Josef Beer, Balmer, Höllwart (die beiden letzteren beide aus Bessarabien), Michael Gergel, Lehrerin Fritzmann, Lehrerin Wiesen
1945 März Neuwahlen der kirchl. Körperschaften: neuer Kurator - Paul Zackel Kirchenväter: - Christian Grau Nr. 199, - Johann Gabel Nr. 190
1945 es gibt 56 Konfirmanden
1945 am 6. März kommt Dr. Petru Groza an die Regierung
1945 am 23. März Dekret zur Bodenenteignung
1945 am Sonntag, den 21. Okt.: Komitatskommission mit Autos taucht auf, ziehen von Haus zu Haus u. nehmen mit Gewalt alles weg, bis auf das letzte Körnchen. Es folgt die Evakuierung aus den sächs. Häusern, zunächst auf der Hauptstraße. Hausrat wird auf die Straße geworfen
1946/47 Kolonisation durch Rumänen aus den rum. Gebirgsdörfern - sie ziehen in die sächsischen Häuser ein
1948 Mit der Schulreform von 1948 und dem Gesetz der Verstaatlichung des Schulvermögens traten grundlegende Veränderungen gegenüber der Vorkriegszeit ein. Das Ziel die einheitliche Struktur u. Erziehung der Jugend im Sozialistischen/kommunistischen Geiste
1955 -Asphaltstrasse wird gebaut, -Kirche erhält elektrisches Licht (Ortselektriker sind Christian Fuss und Sohn Hans Paul Fuss)

1956 -Methangas wird in der ganzen Gemeinde eingeführt, zuletzt auch in die Kirche (Hauptverantwortliche mit viel freiwilligem Einsatz sind Johann Gabel, Michael Adem )
1961 -Kirche u. Pfarrhaus werden renoviert u. frisch ausgemalt
1962 -Johann Gabel (neben der Kanzlei) wird Kurator
(Ende Daten aus Pfarrer Karl Hermann: „Großscheuern in den Jahren 1940-1965“)
1962 -Hermann Gabber aus Hahnbach wird Bürgermeister - in seiner Amtszeit bis 1977 werden durch sein Bemühen in der Gemeinde - den Verhältnissen entsprechend auf kommunaler Ebene viele notwendige Arbeiten gemacht
1964/65 –die rumänische Schule wird neu gebaut, vergrößert
1965 -am 31. Januar 1965 tritt Pfarrer Karl Hermann nach 25 Dienstjahren in den Ruhestand. Mit seinem geistlichem Beistand hatte die Kirchengemeinde die schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre überstanden, sich erholt und gefestigt.
1965 -Wahl, Präsentation am 30. Mai, und Einführung eines neuen Pfarrers: Kraus Hermann. Es folgte nun eine 17-jährige Amtszeit in Großscheuern, in welcher der Gemeinde einige außergewöhnliche Erfolge vergönnt waren, die dazu beigetragen haben, dass Großscheuern noch einmal eine schöne Blütezeit erlebte.
1971-1974 Gedenktafel auf dem Friedhof wird erstellt und eingeweiht Der Glockenturm wird elektrifiziert (Amtszeit Pf. Hermann Kraus)
1978 Elektrisches Läutewerk wird eingerichtet, z.T. mit Spenden aus Deutschland (Amtszeit Pf. Hermann Kraus)
1979 Restaurierungsarbeiten auch in der Kirche. (KB 1 /1980 / 4) Gelegentlich dieser Arbeiten werden Reste von Wandmalerei aus vorreformatorischer Zeit und Dekorationen aus dem 18. Jahrhundert freigelegt. (Pfarrer Hermann Kraus)
1979/81 letzte Generalrenovierung der Kirche u. des Turms, unter der Leitung von Pfarrer Hermann Kraus
1982 13. Juli - Amtsniederlegung von Pfarrer Hermann Kraus (wegen Ausreise nach Deutschland)
1982 28. Nov. - Amtsbeginn von Pfarrer Günther R. Auner................(war vorher in Roseln)
1990 7. August - Amtsniederlage von Pfarrer Günther R. Auner (wegen Ausreise nach Deutschland)
1990 Amtsbeginn von Pfarrer Klaus Peter Barth in Großscheuern.....................(vorher Hahnbach)
1992 Am 1.1.1992 hatte die Kirchengemeinde in Großscheuern nur noch 86 Mitglieder. (Lexikon Siebenbürger Sachsen 1993)
1995 Am 31.12. 95 hatte die Kirchengemeinde in Großscheuern nur noch 46 Mitglieder. ( SF 15. Jg. 1998)
2002 Anfang 2002 hat die Kirchengemeinde in Großscheuern nur noch 37 Mitglieder (Liste Gemeindemitglieder, Pfarrer Kl. Peter Barth)
20.11.2006 Nachdem Pfarrer Klaus Peter Barth in Rente gegangen ist, tritt für Großscheuern sowie für Hahnbach, Wassid und Reussen eine neue Regelung in Kraft. Die geistliche Betreuung übernimmt ab sofort Dr. Stefan Tobler, Professor für Systematische Theologie an der Evangelischen Fakultät Hermannstadt. (Mitteilung des Bezirkskonsistoriums Hermannstadt) Für die Verwaltung ist bis auf Weiteres die Kanzlei des Evangelischen Bezirkskonsistorium Hermannstadt zuständig

Ab 03. Jan. 2008 Beginn Amtszeit von Pfarrer Klaus Martin Untch (Mitteilung des Bezirkskonsistoriums Hermannstadt)

2009 Spendenaufruf für Kirchenrenovierung
2010 Aufmarsch Oktoberfest München
2009-2010-11 Turm- u. Kirchenrenovierung in Großscheuern, Ausgaben Stand 2017:63.196 Euro
2011 August Busfahrt von Deutschland aus zur Feier der Kirchenrenovierung in Großscheuern
2012 19. Großscheuerner Treffen in Großmehring
2013 3.Dez.: Altar in Großscheuern brennt ab
2014
2015 August – Heimatbuch Großscheuern Band 1 und 2 wird fertiggestellt und gedruckt (Ortsmonographie von Großscheuern 800 DINA4 Seiten, Stefan Groß mit Lukas Groß und weiteren 16 Autoren
2015 3. Okt. = 20. Großscheuerner Treffen in Großmehring – Übergabe des Großscheuerner Heimatbuches
2016 Neuer Primar in Großscheuern Cornel Liviu Marin
2016 Weitere Initiativen in Großscheuern durch Stefan Groß:
2016 Wiederaufstellung des früheren bäuerlichen Barockalters 2017 Juni: Automatisierung Aufziehwerk Turmuhr durch U H R E N T E C H N I K Andreas Vogler, Auf der Scholle 12, 01257 Dresden
2017: 24.7.2017 Orgel wird überprüft v. Stadtpfarrkantorin Brita Falch Leutert
2017: Friedhofsanierung Friedhofspflege in Großscheuern ab 1995, Ausgaben bis heute 28.500,00 €
2017 August: Sachsentreffen in Hermannstadt; Aufmarsch der Großscheuerner Trachten- und Tanzgruppe
2017 4. -6. August: Altareinweihung, Feier in Großscheuern, die Vorstandsmitglieder mit außergewöhnlicher, erfolgreiche Aktion bei der Organisation der Feier
2017 bis März 2018: Fertigstellung der Friedhofdokumentation 400 DINA4 Seiten(Stefan Groß)
11. März 2018: Hauptversammlung HOG Großscheuern/Ingolstadt eV: Wahl von Udo Müller zum neuern 1. Vorsitzenden /Vorstandsvorsitzenden
Osterball 2018: Stefan Groß erhält Ehrenurkunde und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Übersicht Friedhofspflege in Großscheuern durch die HOG von Deutschland aus

Ab 1993/95wird jährlich von Deutschland aus eine Geldsumme für die Instandhaltung des Friedhofs- in Großscheuern an die/den Bearbeiter bezahlt. (Das Geld dafür kommt von Spenden u. Beiträgen der Gemeinde- u. Vereinsmitgliederin Deutschland, auf das Konto der HOG Großscheuern KtoNr. 44909, BLZ 721 500 00, Sparkasse Ingolstadt, Vermerk "Spende Friedhofspflege Großscheuern" ein) Der Vertrag hierzu entstand ab 1993 durch das Bemühen der HOG-Vorstände u. der Ltg. von Johann Grau und Stefan Groß. (Somit wird indirekt die Kirchengemeinde in Großscheuern unterstützt)
Friedhofspflege in Großscheuern ab 1995, Friedhofsanierung 2017, Ausgaben bis heute 28.500,00 €

Übersicht Kirchenrenovierung in Großscheuern durch die HOG von Deutschland aus

Kleinere Reparaturen am Turm, Kirche und Pfarrhaus, wurden zeitweise vor Ort durchgeführt, zum Teil von den an Pfarrer Barth abgegebenen freiwilligen Spenden von Besuchern in Großscheuern.

Im Juni 2009 erfolgte ein Spendenaufruf an alle Großscheuerner wohnhaft in Deutschland, eingeleitet besonders durch das Bemühen unserer HOG Vorsitzenden Stefan Groß und Christian Fuss,(Konto der HOG Großscheuern KtoNr. 44909, BLZ 721 500 00, Sparkasse Ingolstadt, Vermerk "Spende Kirchenrenovierung Großscheuern" und es wurden in Verbindung mit der Leitstelle Kirchenburgen, die beim Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Hermannstadt angesiedelt ist, Reparaturarbeiten an der Kirchenburg in Großscheuern in die Wege geleitet.

Die Reparaturarbeiten wurden mit Hilfe einer Architektin und einer Baufirma mit Erfahrungen auf dem Gebiet von denkmalgeschützten Kirchenrenovierungen im Laufe des Jahres 2010 fortgesetzt, nach allen Regeln der Baukunst durchgeführt und im Außenbereich im November 2010 abgeschlossen.
Verlauf der Renovierung der Kirche in den Jahren 2007 bis 2011 (Stefan Groß)
2005
waren wir mit meinem Bruder Lukas Groß zwecks sammeln von Quellen für die Ortsmonographie im Pfarrhaus bei Pfarrer Barth und auch im Rathaus von Großscheuern. Ein Blick aus dem Hof vom Rathaus zum Kirchturm hatte mich sehr beeindruckt. Ich hatte den Eindruck der Turm wäre großer als ich ihn in Erinnerung hatte gleichzeitig schämte ich mich da er wie eine aufgegebene Ruine ausschaute. Es war für mich beeindruckend in dem Archiv nachzulesen über die vielen Beschlüsse und Erfolge unserer Vorfahren und beschämend selbst nichts zu tun um unsere Kirche und unseren Turm vor dem Zerfall zu retten. Ich wusste noch nicht wie wir an die Sache herangehen könnten. 2008 hat Viktor Späck auf eigene Kosten die Dächer der südlichen Seitenschiffe umgedeckt und die gebrochenen Dachziegeln ersetzt.
Als 2008 die Leitstelle Kirchenburgen über den Erfolg mit dem sogenannten Dächerprogramm berichtete und Großscheuern nicht dabei war, wies ich sie auf die Schäden am Dach der Großscheuerner Kirche hin. Das war der Anstoß für die nachfolgende Renovierung des Daches des Seitenschiffes auf der Nordseite, des Kirchendaches Nordseite und der Sakristei.
Bereits in unserer Mitgliederversammlung im Februar 2009 hatte ich von einer 5000 € Spende von Prof. Dr. Stefan Rill berichtet, es gingen sofort weitere Spenden ein so dass wir die Kosten von 11.568 € übernehmen konnten. Da die Renovierung der ganzen Kirche, laut einem ersten Kostenvoranschlag ca. 50.000 Euro kosten sollte, beschloss der Vorstand der Nachbarschaft Ingolstadt einen Spendenaufruf an alle Großscheuerner zu schicken. Im November fand ein Ortstermin im Pfarrhaus von Großscheuern statt. Es nahmen teil Vertreter der Landeskirche, der Leitstelle, Architekten und seitens der HOG, Christian Fuss sowie Stefan Groß, die zu diesem Termin geladen hatten. Es war zu klären wie wir mit der Renovierung der Kirche weiter vorgehen können und dürfen da für ein Denkmalgeschütztes Gebäude der Kategorie A, zu der unsere Kirche gehört eine Reihe von Genehmigungen erforderlich sind. Allein die Genehmigungen für eine Sanierung hätten 25.000 Euro, laut einem Kostenvoranschlag kosten sollen. Unter dem Oberbegriff Sofortmaßnahmen haben wir, mit Unterstützung von Architektin Waltraut Eberle und von Bürgermeister der Gemeinde Großscheuern, am 8.06.2010 die Genehmigung bekommen. Antragsteller war das Bezirkskonsistorium, Herr Dechant Galter, der als Besitzer auch mit der von Frau Eberle empfohlenen Firma einen Vertrag abgeschlossen hatte. Voraussetzung war ein Vertrag zwischen dem Bezirkskonsistorium und der HOG Großscheuern in dem wir uns verpflichteten alle Kosten von voraussichtlich 30.000€ zu übernehmen. Die Renovierungskosten waren über ein Angebot der Firma Lavrincik, vom 19.03.2010, auf 30.000 Euro berechnet worden. Es wurde angenommen, dass ca. 30 bis 40 % vom Putz erneuert werden müsste. Schon nach Beginn der Arbeiten stellte sich heraus dass 70 bis 100 %, vom Putz bis aufs Mauerwerk, abgeklopft werden musste. Dementsprechend sind dann auch die Kosten gestiegen. In 6500 Arbeitsstunden in Handarbeit wurde die Kirche hergerichtet. Neun Tonnen Sumpfkalk, der 10 Jahre gealtert sein musste, vier Tonnen Trasszement wurden verarbeitet, Ziegeln wurden ersetzt. Sämtliche Ziegeln von den Dachflächen-Hauptschiff, Chor wurden umgedeckt bzw. erneuert. Entwässerungsrinnen wurden angebracht, ein Strebepfeiler wurde gegen weiteres Absinken gesichert, Fehlstellen im Mauerwerk wurden beseitigt, der gesamte Putz entfernt und durch neuen vierlagigen Kalkputz ersetzt, sämtliche Wände wurden mit Kalkfarbe gestrichen, die Turmuhr wurde repariert, ein Ziffernblatt war durchgerostet und musste durch ein-schweißen von Blechstreifen repariert werden, der Blitzableiter musste teilweise ersetzt werden. Die Bauarbeiten sind nach allen Regeln der Baukunst durchgeführt worden. Für die Zusammensetzung des Kalkputzes hat man die bei der Renovierung des Schlosses Herrenchiemsee verwendete Formel angewandt, Baumaterialien wie Trasszement und Thermonal, die in Rumänien nicht erhältlich sind, wurden aus Deutschland gebracht. Vor Ort waren alte Biberschwanzziegeln noch auffindbar, die als Ersatz für die schadhaften 6700 Ziegeln verwendet wurden. 3000 Stück wurden von Viktor Späck gespendet. Am Chor mussten beispielsweise sämtliche Ziegeln ersetzt werden. Insgesamt wurden 56.650 € mit Spenden der Großscheuerner bezahlt. Die ganze Renovierung wurde unter dem Vorsitz und Aufsicht, vor Ort, von Stefan Groß und Christian Fuss durchgeführt. Die Abnahme erfolgte am 11.11.2010.
Am 2. August 2011 startete eine Gruppe von Mitgliedern der Nachbarschaft Ingolstadt um weitere Pflichten in Großscheuern wahrzunehmen. Am Mittwoch den 3.August halb zehn hielt der Bus der Fa. Birki und die frisch renovierte Kirche strahlte wie ein Juwel zwischen der Schule und dem Pfarrhaus die noch renovierungsbedürftig sind. Die Sonne stand an diesem Vormittag schon ziem-lich hoch und es schien, als würde jemand die Kirche mit einem riesigen Strahler beleuchten, um sie uns zu zeigen und uns zu sagen, „Seht her, das ist eure Kirche, die ihr vor dem Zerfall gerettet habt“.
Aus Ingolstadt hatten wir einige Schablone und Farbe mitgebracht und die Beschriftung über dem Eingang der Kirche und am Eingangstor zum Friedhof wurde von uns wieder hergestellt. Die frisch renovierte Kirche wollte man nicht nur besichtigen und begutachten, sondern diese im Innenraum noch einmal gründlich reinigen und eventuell noch kleine Reparaturarbeiten durchführen. Alle machten sich sofort an die Arbeit. Eine zweite Gruppe ging auf den Friedhof Grabsteine wurden neu beschriftet man war in Gedanken und Gesprächen bei unseren Vorfahren.
Nachdem die Kirche auch Innen gereinigt war konnte nun am Sonntag 07. August 2011 der Gottesdienst und die Einweihung der renovierten Kirche mit Pfarrer Klaus Martin Untch stattfinden, dazu hatten wir auch Bürgermeister Avram Nicolae eingeladen. Vorher wurden noch 10 Bilder in DIN A4 Größe, in denen die Vielfalt der Großscheuerner Kirchentracht zu sehen ist, aufgehängt. Mit den Spenden die auf den Altar gelegt wurden ist das neu erstellte Pflaster, vom Kircheneingang zum Pfarrhaus, Kosten 800,-€ bezahlt worden.
Auch nach dieser Renovierung sind noch einige dringende Arbeiten notwendig an und in der Kirche durchzuführen.


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