Kleinschenk - Gästebuch

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04.12.2009, 11:39 Uhr

Guido Frank

13. Kleinschenker Treffen

Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker, liebe Freunde

Der Morgen ist kalt, der Winter ist bereits im Oktober eingezogen und Nebel hängt zwischen den Häusern von Wulfertshausen, einem kleinen Ort in der Nähe von Augsburg. Mit Regenschirmen und dicken Jacken strebten am 17. Okt. 2009 über 200 Kleinschenker in die Gaststätte „Metzger Wirt“, wo sie am Eingang mit warmer Scharr und einem Begrüßungsschnaps vom Vorstand der HOG empfangen wurden.
„Echte Freunde sind immer nah. Das Herz kennt keine Entfernungen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Guido Frank in seiner Rede und das hat sich auch diesmal bewiesen. Schon am Vorabend trafen sich Marianne und Hermann Folberth, Erich Göllner, Udo Wagner, Guido und Loredana Frank im Saal der Gaststätte. Die Tische waren schon aufgestellt und gedeckt und Loredana Frank stellte noch die schönen Blumengestecke aus gelben und orangenen Chrysanthemen darauf. Die Siebenbürger Fahne, Kirchenbild und rot-blaue Ballons wurden aufgehängt. Die Plätze für Vorstand, Ehrengäste und Goldene Konfirmanden wurden von Marianne Folberth und Guido Frank reserviert. Mit den Wirtsleuten wurden die letzten Details noch besprochen.
Am Samstag in der Früh um 9:00 Uhr wurde der Saal geöffnet und die ersten Gäste waren auch gleich da. Carmen Schuster hatte die Mitglieder des Vereins Contrafort zu einer Mitgliederversammlung noch vor Beginn des Treffens zusammengerufen.
Kassenwart Karl – Heinz Reindt mit seinen Helfern: Edwin Balthes und Klaus Schuster nahmen ihre Plätze am Kassentisch ein. Es dauerte nicht lange und der Saal wurde immer voller. Im Namen des Vorstandes begrüßte Guido Frank um 10:00 Uhr die Gäste und lud sie alle zu dem Gottesdienst in die nahegelegene katholische Kirche ein.
Aus den Lautsprechern in der Kirche erklangen die Kleinschenker Glocken.
Udo Wagner begann 10:30 Uhr mit dem Orgelvorspiel und Pfarrer Konrad Rampelt schritt, gefolgt von den fünf Goldenen Konfirmanden Ewald Schwab, Adelheid Schuster, Hans Balthes, Hildegard Theil und Richard Theil in die gut besetzte und schön geschmückte Kirche. Konrad Rampelt, der drei Jahre lang Pfarrer in Kleinschenk war, begrüßte die Kleinschenker und hieß sie herzlich willkommen. In seiner Predigt erzählte er uns von einem schwedischen Bischof, der ein Glaubensbüchlein schreiben wollte. Auf einer griechischen Insel entdeckte er die Perlen und den Rettungsring. Er fügte die Perlen des Glaubens als Rettungsband für die Seele zusammen. Gottes Liebenswürdigkeit und seine Rettungskraft sollten zum Ausdruck kommen. Aufmerksam verfolgten die Leute die Bedeutung jeder einzelnen Perle am Ring. Und zum Schluss schließt sich der Kreis zwischen Zeit und Ewigkeit; zwischen Gott und Mensch. Der Lebenskreis schließt sich.
Im zweiten Teil des Gottesdienstes wurde die Goldene Konfirmation der Jahrgänge 1944 und 1945 gefeiert, die von Ewald Schwab organisiert und mitgestaltet wurde. Pfarrer Konrad Rampelt gedachte der Konfirmation vor 50 Jahren in Kleinschenk, wo die goldenen Konfirmanden vom damaligen Pfarrer Schmidt konfirmiert wurden. Nach dem Festgottesdienst, stellten sich die Konfirmanden im Halbkreis neben den Altar um die Konfirmationsurkunde mit Konfirmationsspruch entgegenzunehmen.
Als die Leute dann nach dem Gottesdienst in den Saal zurückkehrten war es schwer den richtigen Platz zu finden. Viele begrüßten sich noch, redeten miteinander und für die Bedienungen war es nicht einfach die Bestellungen für das Mittagessen aufzunehmen.
Kurz vor 14:00 Uhr begrüßte Guido Frank und die Kinder mit einem lauten „Herzlich willkommen, liebe Kleinschenker“ alle Gäste im Saal. Dann begrüßte er Ehrengast Pfr. Rampelt und seine Gattin und die Gäste, Carmen Schuster, Vorsitzende des Vereins CONTRAFORT Pro Kleinschenk/Cincsor, Gerda Theil, Kuratorin in Kleinschenk, Hans Bertleff und Emeric Cseh, die aus Rumänien angereist waren.
Er bedankte sich bei all den Älteren, die sich trotz ihres hohen Alters nicht gescheut haben, diesen Tag mit uns zu verbringen. Gedankt wurde auch den Vorstandsmitgliedern für Ihren Einsatz in der HOG, Udo Wagner für die Orgelbegleitung in der Kirche und all denen, die für das gute Gelingen dieses Festes beigetragen haben. Zum Schluss dankte er allen Kleinschenkern, die von nah und fern gekommen waren, um miteinander zu feiern, sich zu sehen und zu sprechen. Weiter wurde über die Aktivitäten der HOG aus den letzten zwei Jahren berichtet. Hannelore Scheiber dankte für die Einladung, sie rief zum Aufbewahren unserer Tradition auf und zum Erhalt der Gemeinschaft hier in Deutschland. Carmen Schuster berichtete über den aktuellen Stand des „Kleinschenker Projektes“. Es wurden Bilder vom Zustand der Kirchenburg gezeigt und zum Mitmachen aufgerufen. Ehrenvorsitzender Ewald Schwab dankte Carmen Schuster für ihren unermüdlichen Einsatz und rief ebenfalls zur Unterstützung des Projekts auf. Er und auch Gerda Theil waren der Meinung, es sei wichtig, den Verein auch für Leute anderer Nationalitäten zu öffnen, denn nur so könnte man den Erhalt unserer Kirchenburg sichern. Nach dem Bericht des Vorstandsvorsitzenden, wurde der Kassenbericht von Kassenwart Karl-Heinz Reindt vorgetragen. Kassenprüfer Wilhelm Theil stellte den Antrag zur Entlastung des alten Vorstandes.
Während die Frauen der Vorstandsmitglieder, Loredana Frank, Marianne Folberth, Susanne Schwab, Sophia Reindt, Hildegard Balthes und Marianne Theil den Kuchentisch vorbereiteten, leitete Guido Frank die Wahlen des neuen Vorstandes ein.
Hermann Folberth, Vorsitzender des Kreisverbandes Pfarrkirchen/Rottal-Inn des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, wurde als Wahlleiter, Rosemarie Weber als Protokollantin, Ewald Schwab und Hannelore Scheiber als Wahlhelfer gewählt.
Die Vorstandsmitglieder Rosemarie Weber, Karl-Heinz Reindt, Klaus Schuster und Michael Wagner stellten sich nicht mehr zur Wahl. Guido Frank, Marianne Folberth, Wilhelm Theil, Edwin Balthes und Bernd Michael Wagner wurden in ihre Ämter wiedergewählt und neu dazu kamen Erich Göllner als Kassenwart, Marlene Zikeli als Schriftführerin und Heide Wagner-Aescht als Beauftragte für Kinder und Jugend. Edwin Balthes übernimmt zusätzlich den zweiten Kassenprüfer und Bernd Michael Wagner übernimmt noch die Evidenz der Geburts- und Jubiläumstage.
Das Kuchenbuffet wurde eröffnet und auch diesmal hatten die Gäste die Qual der Wahl beim Aussuchen der Kuchenstücke. An dieser Stelle ein besonderer Dank allen, die zum abwechslungsreichen Kuchenbuffet beigetragen haben. Die erzielten Einnahmen kommen unseren gemeinsamen Vorhaben zugute.
Kurz vor 17 Uhr begrüßte Marianne Folberth den Überraschungsgast Herrn Christian Knauer, Landrat von Aichach/Friedberg, Landesvorsitzender der Bund der Vertriebenen in Bayern und Stellvertreter Bundesvorsitzender Bund der Vertriebenen. Sie kündigte auch die Augsburger Singgruppe „Ganz in Weiß“ an.
Nach der emotionalen Geschichte von Landrat Christian Knauer begrüßte Michael Kutscher, der Leiter der Singgruppe, die Kleinschenker und versuchte mit seinem Chor, in dem auch Rita Schoger, Elfriede und Hans Ungar (13) aus Kleinschenk mitwirken, Stimmung in den Saal zu bringen. Eine Stunde lang sangen sie schöne und bekannte Melodien und forderten die Gäste zum Mitsingen und Mitschunkeln auf. Zum Abschluss dieses kulturellen Programms wurde gemeinsam das Siebenbürgerlied gesungen.
Während auf der Bühne die Band „Duo Strings“ ihre Instrumente und Geräte aufstellte, nutzte Guido Frank die Gelegenheit und bat Michael Theibrich, Alida Sassmann, Hans Albert, Wilhelm Wagner und Johann Schuster, stellvertretend auch für alle 80-er und über 80 jährigen Senioren, die nicht dabei sein konnten, vor die Bühne auf die Tanzfläche. Im Namen des Vorstandes bedankte er sich bei ihnen fürs Kommen und für die langjährige Treue und Spendenbereitschaft gegenüber unserer Gemeinschaft. Jeder Anwesende bekam einen Kalender 2010 mit Bildern von Kirchenburgen aus Siebenbürgen geschenkt.
Anschließend verabschiedete er die alten Vorstandsmitglieder Klaus Schuster, Karl-Heinz Reindt, Michael Wagner und Rosemarie Weber, die aus dem Vorstand zurückgetreten waren.
Michael Wagner wurde für die langjährige Zusammenarbeit im Vorstand der HOG mit einer Urkunde ausgezeichnet. Ehrenvorsitzender Ewald Schwab würdigte Rosemarie Weber mit der „Goldenen Ehrennadel“ und Urkunde vom Verband der Heimatortsgemeinschaften der Siebenbürger Sachsen und dankte für ihren Einsatz zur Pflege und Bewahrung siebenbürgisch – sächsischer Traditionen aus unserem Heimatort Kleinschenk sowie für unsere siebenbürgische Gemeinschaft. Im Namen des neuen Vorstandes überreichte ihr Marianne Folberth ein schönes Buch und Guido Frank überreichte die Urkunde anlässlich der Verleihung der „Goldenen Ehrennadel“. Zum Schluss dankte Rosemarie Weber Ewald Schwab und Guido Frank für die freundlichen warmen Worte mit denen sie ihre Tätigkeit gewürdigt haben. Ihr Dank und ein Gruß geht auch an die Vorstandsmitglieder und an die vielen Ehrenamtlichen für die gute Zusammenarbeit in der HOG seit ihrer Gründung. „Unsere Gemeinschaft ist lebendig, das beweist dieses Treffen, erfreulich die vielen jüngeren Teilnehmer. Alle sind gekommen um hier beim Kleinschenker Treffen in Gemeinschaft schöne Stunden zu verbringen und dann gestärkt wieder nach Hause zufahren mit schönen Erinnerungen an ein schönes Fest. Wir haben einen neuen Vorstand gewählt, der die Arbeit des Vereins leitet, koordiniert, aber auch auf die Unterstützung aller Kleinschenker angewiesen ist. Ein Verein kann nur so lebendig sein, wie das seine Mitglieder leben und mitgestalten. Im schnellen Wandel der Zeit sind wir auch dem Wandel der Aufgaben verpflichtet. Daher sind alle Kleinschenker aufgerufen, sich einzubringen. Jeder mit seinen Erfahrungen, seinem Wissen, seinem Arbeitswillen. Ich wünsche dem Verein, dass er lebe, sich weiterhin festige und wachse!“
Der Abend kam immer näher und um 19 Uhr wurde der Tanzabend eröffnet. Mit dem Walzer „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ überraschte Guido seine Frau Loredana zu ihrem Geburtstag mit 35 roten Rosen, die von den Kindern auf die Tanzfläche gebracht wurden. Ein lautes Happy Birthday ertönte von der Bühne und 200 Gäste im Saal standen auf und sangen mit. Die Überraschung war gelungen.
Mit Gesprächen, Erinnerungen aus der alten Heimat zwischen Freunden, Nachbarn und Angehörigen entfloh auch dieser Tag sehr schnell. Nach dem Abendessen ging es mit Tanz und guter Stimmung von "Duo Strings" aus Großaitingen bis in die frühen Morgenstunden weiter. Alle waren froh auf ihr Wiedersehen und der Meinung, dass es ein schönes und gelungenes Kleinschenker Treffen war.
Der Vorstand möchte sich bei unseren Mitgliedern, Gästen und Landsleuten
recht herzlich für ihr Kommen bedanken. Wir danken allen Beteiligten, die durch ihre Arbeit im Vorfeld zum Gelingen dieses Treffens beigetragen haben.

Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker, schaltet in der Vorweihnachtszeit einen Gang zurück und freut Euch auf eine stille und schöne Adventszeit.
Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und wir freuen uns auf das gemeinsame neue Jahr mit Ihnen.

Euer Vorstand.

04.04.2009, 23:10 Uhr

Guido Frank

Aufruf zur Aktualisierung des vorhandenen Adressenbestandes

Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker,
damit Informationen im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Heimatortsgemeinschaft Kleinschenk und Ereignissen in unserem Heimatdorf bzw. Allgemeininformationen schnell und zielsicher weitergeleitet werden können, als auch für die Erstellung eines neuen Adressenbuches, bitten wir alle unsere in Deutschland lebenden Kleinschenker, uns ihre Adressen, als auch die Adressen ihrer Kinder, mit Telefonnummern sowie E-Mail Adressen mitzuteilen.
Da die Adressen dauernd aktualisiert werden müssen, gibt’s das Adressenbuch nur noch auf Bestellung. Das Buch kostet 5 € inkl. Porto und Verpackung.
Sollte jemand den Wunsch haben, nicht in diesem Adressenbuch zu erscheinen, bitte teilen Sie uns das mit, dann wird Ihr Name und Ihre Adresse noch vor dem ersten Druck gelöscht.
Kontaktperson hierfür ist: Guido Frank Quittenweg 8 86169 Augsburg Tel: 0821 /702930 od. loredana.frank@t-online.de

Der Vorstand

04.04.2009, 22:56 Uhr

Guido Frank

Neues aus Kleinschenk


Neuer Dechant für Kleinschenk zuständig
... Pfarrer Dietrich Galter wurde bei der Versammlung des Kirchenbezirks Hermannstadt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien zum Dechanten ad interim des Hermannstädter Bezirks (zu dem auch Kleinschenk gehört) gewählt. Nachdem sich kein Pfarrer aus dem Kirchenbezirk Hermannstadt bereit erklärt hatte, für das durch die Demission von Pfarrer Stefan Cosoroaba frei gewordene Amt zu kandidieren, wählten die geistlichen und weltlichen Vertreter der Kirchengemeinden in der Bezirkskirchenversammlung Pfarrer Galter zum Dechanten. Galter wird das Amt bis zu den regulären Kirchenwahlen im nächsten Jahr bekleiden.



2.4 Millionen EURO für Kleinschenk von der EU – Abwasseranlage, Modernisierung der Strassen und neuer Kindergarten
…. Die Gemeinde Voila hat sich sehr um die Finanzierungsmittel zur Modernisierung Kleinschenks gekümmert. Ähnlich wie wir für die Kirchenburg, hat die Gemeinde auch einen Antrag für Finanzmittel an die EU gestellt. Es hat sich gelohnt: 2.4 Millionen EURO wurden im März 2009 für Kleinschenk genehmigt. Diese sollen wie folgt verwendet werden:
- Bau einer Abwasser und Kläranlage für Kleinschenk,
- Modernisierung der Strassen und Gehwege in Kleinschenk,
- Bau eines Kindergartens (Hof des jetzigen Saals).

Dauer der Arbeiten: Der Bürgermeister rechnet mit ca. 1 1/2 Jahren.

Seine Erklärung: „Kleinschenk hat für mich in den nächsten Jahren Priorität. Es war und ist das schönste Dorf der Gemeinde Voila – und wir müssen auch unseren Beitrag leisten, damit es so bleibt und damit es auch für Touristen attraktiv wird. Meine Kindheit habe ich in Kleinschenk verbracht, deshalb bin ich diesem Ort besonders verbunden.“

18.03.2009, 23:49 Uhr

Hans-Werner Krempels aus Herzogenaurach [hw.krempels[ät]gmx.com]

Gruß von HOG Scharosch (bei Fogarasch)

Herzliche Landsmannschaftliche Grüße seitens der HOG Scharosch an die HOG Kleinschenk mit all ihren Mítgliedern und Zugehörigen. Habe selbst viele gute Freunde, ehemalige Schulkammeraden und Bekannte unter ihnen.
Und dann hatte ich in meiner Jugendzeit das große Glück und Vergnügen, an so vielen der unvergesslichen und legendären Jugendbällen in Kleinschenk dabeigewesen zu sein!

Beste Wünsche für einen fortwährenden Zusammenhalt in der Gemeinschaft.

Hans-Werner Krempels
HOG Scharosch

02.03.2009, 23:33 Uhr

Eckhardt P. Kiefer [e.p.kie[ät]t-online.de]

Hallo Kleinschenker,
ich habe mit großem Interesse diese Seite über Euren Ort und HOG gelesen. Es ist einfach top, wie die Verbindung über die HOG in den angestammten Heimatort gehalten und vertieft wird. Den Ort selbst und einen Teil seiner Bewohner habe ich erstmals im Jahre 1990 kennen gelernt und dabei liebe, nette Menschen getroffen, die mich bestärkt haben, Kleinschenk in der Folge noch viel öfter in besonderen Mission zu besuchen. Ich muß sagen es war immer ein Erlebnis sowohl vor Ort, als auch auf der manchmal abenteuerlichen Reise. Alle ehemaligen Mitfahrer, ohne Ausnahme, waren beeindruckt von der schönen Kichenburg, die uns gerne von den, leider schon verstorbenen Kuratoren gezeigt und erklärt wurden. Gerne schaue ich mir meine entsprechenden Fotos und Videos aus 1990 und später an. Erlauben Sie mir, ich muß es los werden, mich zu bedanken bei Hermann und Marianne Folberth und Ihren Kindern für die bis heute bestehende Fredundschaft Ihrer HOG und den Menschen in Kleinschenk wünsche ich eine gute Zeit und macht weiter so.

19.09.2008, 22:52 Uhr

Guido Frank [none]

Sommerfest in Kleinschenk
Liebe Kleinschenker,
was bei andern schon längst Tradition geworden ist, haben wir dieses Jahr in Kleinschenk auch versucht. Am 10. August 2008 trafen sich das erste Mal in der Geschicht Kleinschenks, die Kleinschenker aus Deutschland mit denen die noch zu Hause leben bei einem Sommerfest. Die Entscheidung ein Fest in der Heimat zu organisieren hat sich als richtig erwiesen und war ein voller Erfolg. Nach einer langen und schweren Reise nach Rumänien, trafen wir uns gleich am ersten Urlaubstag zur Lagebesprechung vor Ort bei Gerda Theil in Kleinschenk. Die Zeit drängte und es gab noch viel zum tun. Brot, Fleisch, Holz und Getränke mussten früh genug bestellt werden damit am Samstag alles da ist. Wo wird die Schar gebacken und wer hilft mit? Die Ehrengäste mussten eingeladen werden und mit dem Pfarrer musste auch noch gesprochen werden. Wir waren froh dass sich viele freiwillige Helfer gemeldet hatten die uns dann bei den Arbeiten unterstützt haben.
Am 10. August war es dann so weit. Um 10:45 riefen die Heimatglocken zum Festgottesdienst. Als ich eintraf standen die Leute vor der Kirche versammelt, begrüßten sich und waren froh sich wieder zu sehn. Dann gingen sie in die saubere und mit frischen Blumen geschmückte Kirche. Ich war überrascht und froh dass es doch noch einige geschafft hatten ihre Kleinschenker Tracht aus der Schublade rauszuholen um sie zu diesem Fest anzuziehen. Als Pfarrer Klein aus Fogarasch die Kirche betrat, wurde es plötzlich still. Auf der Empore spielte Udo Wagner das Orgelvorspiel auf der frisch reparierten Orgel. Was unsere Kinder, Carsten Frank, Katharina und Julia Theil, Isabel Artmann, Kirsten Frank, Anja Theil, Rebecca Seidel, und Armin Wagner schon Tage vorher fleißig geübt hatten, konnten sie nun in der mit über 80 Leuten besetzten Kirche vorzeigen. Nach der ersten Schriftlesung spielten die zum Teil in Tracht angezogenen Kinder auf ihren Flöten und Keyboard das Lied „Liebster Jesu wir sind hier.“ Später dann nach der zweiten Schriftlesung spielten sie das Lied „Lobe den Herren…“ vor. Begleitet wurden die sie von Gretel Theil und Astrid Wagner, ebenfalls in Tracht angezogen. Eine musikalische Darstellung die es so in Kleinschenk noch nie gegeben hat. Am Schluss überraschte uns Andreas Theil noch mit einem schönen Gedicht das seine Mutter dichtete. Nicht weit weg von dem Platz wo früher die große Krone vor der Kirchenburg stand, sangen wir nach dem Gottesdienst alle gemeinsam unser schönes Siebenbürgerlied. Ein Paar Erinnerungsfotos im Kirchhof wurden noch gemacht, dann gingen wir gemeinsam in den Saal wo unser Fest dann weiter ging. Bis spät in die Nacht hatten wir am Samstag den Saal und das Essen für über 100 Leute vorbereitet. Vor der Eingangstür standen grüne Birken und die Bühne war mit Blumen und grünen Birkenzweigen schön geschmückt. Die Tische waren gedeckt.
Dadurch dass sich wiederum nicht alle angemeldet hatten gab es am Anfang Schwierigkeiten mit den Sitzplätzen. Ein zusätzlicher Tisch löste dann das Problem. Der Begrüßungsschnaps löste die Spannung und regte den Appetit der Leute an. Einige konnten nicht länger warten und bedienten sich schon vor der Suppe mit frisch gebackenem Kartoffelbrot und Sauerrahm das schon auf den Tischen stand.
Nach einer kurzen Begrüßung von meiner Seite her, hieß auch Bürgermeister Ovidiu Serban alle Kleinschenker herzlich willkommen zu Hause und ließ hoffen dass es nicht beim einmaligen Treffen dieser Art bliebe. Er wünschte uns einen schönen Aufenthalt in der Heimat und eine gute Unterhaltung. Nun lies Horst Zikeli aus seiner Musikbox den langersehnten Marsch erklingen. Frauen mit weisen Schürzen tragen die Schüsseln mit der Kalbfleischsuppe auf die Tische. Nachher gab’s frische Krautwickerl mit Sauerrahm. Zum trinken war auch reichlich da. Nach dem Mittagessen wurde der Tanz eröffnet. Jeder konnte nun nach Lust und Laune tanzen, spazieren gehen oder sich mit andern unterhalten. Die Scharr, die Apfel- und Grieshanklich die später zum Kaffee serviert wurde hatten unsere Frauen schon am Freitag bei Gerda Theil zu Hause gebacken. Wie zu früheren Zeiten auf Hochzeiten, wurden sie dann am Samstag auf einer langen Tischtafel mit Gesang von den Frauen in den kühlen Keller vom Saal gestellt. Außerdem gab’s noch Kleingebäck und auch Nuss- und Rahatstritzel zum Kaffee.
In meiner Ansprache in Deutsch und Rumänisch, erinnerte ich an die schönen Zeiten von früher wo wir noch alle miteinander unsere Feste feierten. Das Erbe unserer Vorfahren muss an die jüngeren Generationen weitergegeben werden. Ich versprach den Kleinschenkern vor Ort dass wir auch in Zukunft die Verbindung zur Heimat halten und pflegen wollen. Dieses Fest sollte ein Zeichen sein dass wir sie nicht vergessen haben. Anschließend trug Gertrud Seidel zwei Gedichte in sächsischer Mundart vor und ihre Tochter Rebecca spielte ein schönes Lied auf ihrer Querflöte.
Es dauerte nicht mehr lange und im Hof und in de Küche da liefen schon die Vorbereitungen für das Abendessen. Ein großer Grill wurde im Hof aufgestellt und angezündet. Michael Theil und Catalin, der Mann von Else Theil, die das Fleisch beim Metzger bestellte, übernahmen das grillen. In der Küche richteten die Frauen den frischen Kartoffelsalat her. Noch bevor es draußen dunkel ward, konnte sich jeder Gast im Hof ein saftiges Nackensteak mit Kartoffelsalat holen.
Die Nacht rückte immer näher und die ersten ältern Gäste machten sich auf den Heimweg. Auf der Tanzfläche dagegen wurde es immer voller. Erst jetzt kam richtig Stimmung auf, die bis in die frühen Morgenstunden anhielt. Und somit geht ein Fest zu Ende dass viele Erinnerungen erweckt hat. Trachten wurden angepasst oder frisch genäht und wieder angezogen. Alte Traditionen wurden wieder wach. Heimatlieder wurden wieder gesungen. Und noch einmal spielte die reparierte Orgel in der gut besetzten Kirche in Kleinschenk. War das nicht schön?
Ich möchte auch auf diesem Wege all dehnen danken die uns vertraut haben und auf dieses Fest gekommen sind. Und ganz besonders möchte ich Herrn Pfarrer Klein aus Fogarasch danken, der als Vertretung für Pfarrer Kenst einspringen musste, so wie Frau Gerda Theil, die uns trotz ihres Alters fleißig mitgeholfen hat, Johann Theil unserm Kochmeister, Gretel Theil, für den musikalischen Teil mit den Kindern, Loredana Frank, die schon Wochen vor dem Fest fleißig Listen führte und mit den Finanzen immer auf dem letzten Stand war, Monica und Georg Cosgarea, die aus Österreich kamen und für uns das gute Kartoffelbrot und den Sauerrahm bestellten, Udo Wagner, der die Orgel in der Kirche spielte, und sich für das Proben mit den Kindern Zeit nahm, Horst Zikeli der für die Stimmung auf der Tanzfläche sorgte und auch all den vielen andern die sich nicht gescheut haben und uns bei den Arbeiten vor und nach dem Fest unterstützt und geholfen haben. Ich hoffe es war nicht das letzte Mal das wir so ein Fest in Kleinschenk feierten. Vielleicht in zwei Jahren?

Alles Gute
Guido Frank

18.01.2008, 11:04 Uhr

Guido [none]

Der Verheirateten Ball (Der Froinderden Ball)

Wie in vielen sächsischen Ortschaften, wurde auch in Kleinschenk zur Faschingszeit
zum Verheirateten Ball geladen. Er wurde abwechselnd von den beiden Nachbarschaften
veranstaltet. Ein kurzes Theaterstück wurde in den Monaten vorher schon einstudiert.
Es wurde fleißig geprobt bis zur Generalprobe, die dann am Samstagnachmittag im
Saal (Kulturheim) für die Kinder stattfand. Zwei Tage vorher schon musste der Saal
geheizt werden und dafür gingen die Männer von Haus zu Haus um Holz zu sammeln.
Am Abend als die schon lange vorbestellte Musikband eintraf, spielte sie vor dem Saaleingang das traditionelle Ständchen und lud somit zum Ball ein.
Früher durften nur die verheirateten zu diesem Ball und es war erwünscht in Tracht zu erscheinen. Mit der Zeit dann konnten auch die Jugendlichen aus dem Dorf und noch später durften sogar Verheiratete auch aus andern Ortschaften kommen.
Um 20 Uhr begann die Theatervorstellung. In den zwei kurzen Pausen heizte die Band
mit ihren Klängen die Leute schon auf und bereitete sie auf den Tanz vor. Nach dem Theaterstück wurden die Bänke und Stühle zur Seite gestellt und die Tanzfläche wurde mit fein geriebener Seife oder Leinenkörnern bestreut damit die Schuhe besser rutschen.
Nach ein paar Runden war es endlich so weit. Alle Trachtenpaare standen aufgestellt und warteten auf den Marsch. Die Tanzfläche wurde frei gemacht und dann kamen sie hereinmarschiert durch die Mitte des Saales, zuerst zu zweit, dann zu viert und dann zu sechst.
Ein herrliches Bild dieser Aufmarsch, der Höhepunkt des Abends.
Nach Mitternacht gab’s Verstärkung für den Magen. Die Tische wurden aufgestellt und jeder konnte sein von zu Hause mitgebrachtes Essen mit seinen Nachbarn teilen und genießen.
Meistens gab’s kalten Schweinebraten und Wurst mit frisch gebackenem Kartoffelbrot, Gurken oder Sauerkraut. Der ein oder andere brachte den Topf mit Krautwickerln oder warme Wiener Würsten mit. Für gute Stimmung sorgte der kühle Wein aus unsern Weingärten.
Nach dem Essen wurden einige Tische wieder abgeräumt und mit tanzen und singen ging’s weiter bis in die frühen Morgenstunden.
Am schwersten hatten es die Adjuvanten. Die mussten nämlich am nächsten Tag, am Sonntag um 14 Uhr für den Maskenball der Kinder spielen. Jede Mutter hatte sich Mühe gegeben dass ihre Kinder die schönsten Masken haben. Die Väter tauchten meistens später im Saal wieder auf. Aber zu mindest hatte der ein oder andere eine Flasche Wein für die Musikanten dabei. Mit Blasmusik und vielen Masken ging der Kinderball für jung und alt um 20 Uhr zu ende.
Es war jedes Mal ein schönes Ereignis, als Kind, in der Jugendzeit und auch als Adjuvant!

Guido Frank

(Liebe Landsleute sollte irgendwas nicht ganz stimmen an dieser Geschichte dann bitte meldet Euch bei mir. Wir können jederzeit etwas löschen oder beifügen. Sollte jemand schöne Farbfotos zu diesem Beitrag haben, bitte meldet Euch. Wir möchten eine Bildergalerie von unserem Dorf erstellen und dafür brauchen wir Eure Fotos und Eure Unterstützung)

21.12.2007, 10:55 Uhr

Guido [none]

Wintertraditionen
Schweine schlachten, Wurst machen und auch der große Backtag vor den Feiertagen sind Traditionen die in Siebenbürgen gepflegt wurden. In der Vorweihnachtszeit wird auch heute noch in Siebenbürgen das Schwein geschlachtet und Wurst gemacht. Das "Wurst machen" war eines der wichtigsten und interessantesten Vorgänge bei so einer Schweineschlacht. In der Früh um 6 Uhr klingelte der Wecker. Das Feuer unter dem großen Wasserkessel wurde angezündet damit das Wasser rechtzeitig heiß wurde. Um 7 Uhr kam der Schlachter, der meistens ein Mann aus dem Dorf war, der sich mit dem schlachten auskannte, und dann wurde gemeinsam gefrühstückt. An diesem Tag gab’s bei uns zu Hause immer Schmalzbrot (Fatbruit)und einen warmen Schnaps dazu. Nach dem Abstechen ließ man das tote Schwein noch ein paar Minuten liegen damit das Blut alles ausfließt. Dann wurde es in einen Holztrog gelegt und mit heißem Wasser überbrüht. Vier starke Männer drehten das Schwein mit Hilfe von dicken Eisenketten auf alle Seiten, dann nahmen sie kegelförmige Schabglocken (Schallen) zur Hand, um die Borsten abzuschaben. War das Schwein sauber, legte man es auf eine bereitgelegte Strohunterlage, deckte es mit weiterem Stroh ab und zündete es an. War das herrlich! Die Kinder hatten ihren Spaß daran, das Schwein lichterloh brennen zu sehn, und die Erwachsenen konnten sich die Hände schön wärmen, denn meistens war es ja bitter kalt. Nun wurde das Abgeflammte Schwein nochmals gründlich mit kaltem Wasser gewaschen, abgebürstet und auf sauberes trockenes Stroh gelegt, wo es dann in zwei Hälften zerlegt wurde. Mit rot gefrorenen Nasen warteten wir auf ein Stückchen Ohr oder Schwänzchen vom braun Abgeflammten Schwein. Der Schlachter steckte das Messer in den Nacken des Tieres und bevor er hier weitermachte wurde erst mal eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Der Vater brachte Glühwein und man trank af en däcken Băuchen (dicken Speck) und wünschte, man möge ihn gesund verzehren. Speck war eben sehr wichtig im Haushalt. Ob am Arbeitsplatz oder auf dem Feld, geräucherter Speck mit Brot und rotem Zwiebel, aß jeder Siebenbürger Sachse gern. Während die Männer im Hof beschäftigt waren, mussten die Frauen die Därme für die Wurst vorbereiten. Die noch warmen Därme wurden entleert, gewaschen und dann gekratzt. Mit dem Messerrücken wurde die äußere Haut entfernt, dann wurden die Därme mit Salz eingerieben, gewendet und auf dieser Seite ebenfalls mit Salz gut gerieben. Zum Darm- kratzen wurden immer die Omas gebeten, denn sie konnten es besser als die jungen Frauen und Töchter, die es noch lernen mussten. Das Kleinfleisch zusammen mit ein bisschen Bauchspeck wurde gemahlen und nach Geschmack mit Salz, gemahlenem Pfeffer, süßem Paprikapulver, und klein gehacktem Knoblauch gewürzt. Diese Masse wurde dann gut durchgeknetet und in einer Pfanne wurde eine Kostprobe gebraten. War diese in Ordnung konnte mit dem „Wurst machen „ begonnen werden. Auch dieses war reine Handarbeit. Früher benutzte man eine einfache Blechspritze dafür, später dann, gab es die moderne „Wurst Maschine“. Ein Metallzylinder wurde an die Tischplatte festgeschraubt, das Hackfleisch eingefüllt, und durch leichtes drehen an einer Kurbel wurde dieses in den Darm gepresst. Hier durfte man nicht vergessen mit einer Nadel die Luftbläschen aufzustechen, damit die Luft aus den Därmen entweichen konnte. Die fertige Bratwurst wurde dann über Nacht auf eine Stange in den Keller aufgehängt, damit das Wasser abtropfen konnte. Am nächsten Tag brachte man einen Teil davon zum räuchern in eine Räucherkammer. Bevor es die Kühltruhen gab, wurde ein Teil vom Fleisch gebraten und zur Konservierung in Einmachgläser gelegt und mit Fett übergossen. Dies geschah auch mit einem Teil der Bratwurst. Der andere Teil des Fleisches wurde geräuchert. Sehr schmackhaft war die Kochwurst, eine aus grob gemahlenem und gekochtem Fleisch mit Speckschwarte, Zwiebeln und Gewürzen in Dickdarm abgefüllte Wurst. Die Leberwurst wurde aus gekochter Schweineleber, fettem Fleisch, Speck und Zwiebeln zubereitet. Alles zusammen durch den Fleischwolf mit feiner Siebscheibe gedreht, gewürzt und in kleine Gläser oder in Darm gefüllt. Das gab einen schmackhaften Brotaufstrich. Für die Presswurst (Presssack) wurde der Kopf und die Kienbacken gekocht, klein geschnitten und in den gereinigten Magen eingefüllt. Danach noch mal aufgekocht und zwischen zwei Brettern, mit einem Stein beschwert, gepresst. Auch Blutwurst wurde in manchen Häusern hergestellt. Die beiden Speckhälften wurden eingesalzten und mussten etwa vier Wochen im Keller gelagert werden, ehe sie geräuchert wurden. Je nach Bedarf konnte eine Hälfte ungeräuchert bleiben, mit süßem Paprikapulver eingeschmiert, und in die Kammer zum Verzehr aufgehängt werden. Einige Leute ließen ihre geräucherten Speckhälften im Speckturm in der Kirchenburg aufbewahren. Eine besondere Spezialität war der so genannte „Kaiserspeck“. Der dünne Bauchspeck wurde kräftig mit Paprika und Knoblauch gewürzt, mit Krautsuppe überbrüht und geräuchert.
Die dünnern Speckteile vom Bauch und das Schmer (Bauchfett)wurden in kleine, etwa 2 cm große Würfel geschnitten und zum braten vorbereitet. Wenn noch genügend Zeit war, konnte man das auch noch am gleichen Tag machen. Die Speckwürfel wurden gebraten, leicht ausgepresst und somit entstanden die herrlichen Grieben (Grammeln). Das übrig gebliebene heiße, flüssige Fett wurde in spezielle Emailgefäße (Fattbiss) abgesiebt. Kaltes Fett wurde übers ganze Jahr als Brotaufstrich verwendet, und früher wurde auch damit gekocht.
Trotz der vielen Arbeit, die so ein 200-Kilo-Schwein mit sich brachte, kam es am Abend oft zu einer kleinen Familienfeier. Die Helfer, der Schlachter und noch einige Verwandte waren dabei. Und die Verwandten die nicht dabei waren bekamen am nächsten Tag auch ein bisschen Fleisch und frische Wurst zum kosten. Für uns Kinder war es immer ein tolles Erlebnis.
Wenn nun die frischen Würste in der Kammer hingen, der Speck und das Fleisch zum Einsalzen im Keller lagen und das Sauerkraut in der Bütte gärte, trafen Mutter und Großmutter Vorbereitungen für den großen Backtag. Einen bis zwei Tage vor Heilig Abend wurde der Backofen mit Holz angeheizt. Ich stand voller Bewunderung neben Mutter uns staunte, wie sie die großen Teigberge sicher auf den Herd “schoss”. Nach zwei Stunden wurden riesige vier Kilo Brote herausgeholt, die in den nächsten Tagen auf ihren Verzehr warteten. Anschließend wurde Scharr, Hanklich und Nussstriezel gebacken, typisch siebenbürgisches Feiertagsgebäck. Natürlich waren wir Kinder an diesem Tag ausnahmsweise nicht beim Schlittenfahren. Wir hielten uns in der Nähe des Backofens auf, oder spielten vor dem Tor auf der Straße. Wir konnten es kaum erwarten, bis die erste Scharr duftend aus dem Ofen geholt wird und noch glühend, mit Puderzucker bestreut, an die Herumstehenden verteilt wurde. Es schmeckte wirklich fabelhaft nach frischem Büffelrahm, Eiern und Vanille.
Nun liebe Kleinschenker, solltet Ihr Eure Wurst noch nicht gemacht haben, hier ein Vorschlag wie die "Briotwurscht" in Kleinschenk gemacht wurde und zum Teil noch gemacht wird:
Etwa 80% Schweinefleisch, 20% Schweinespeck, dies durch den Fleischwolf mit mittelgroßer Scheibe treiben. Die Masse wird abgewogen wobei zu einem Kilo Wurstfleisch 25 gr. Jodfreies Salz hinzugefügt wird. Die anderen Gewürze wie fein gehackter Knoblauch, gemahlener Pfeffer, Paprikapulver, werden nach Geschmack beigemischt. Hat man die obengenanten Zutaten zum Fleisch gemengt wird alles gut vermischt und geknetet solange bis die Masse nicht mehr an den Fingern klebt. Nun wird dass Mett anhand von einer Wurstpresse in Dünndärme vom Schwein gepresst. Hier sollte man nicht vergessen die Därme mit einer Nadel anzustechen, damit die Luft entweichen kann. Die Bratwurst kann nun, wie der Name es uns schon sagt, gebraten werden oder sie wird geräuchert und luftgetrocknet für den Rohverzehr aufbewahrt.Viel Spaß und einen guten Appetit!

Sollte jemand schöne Bilder vom Schweineschlachten im Winter haben, bitte schickt mir sie zu, für unsere Bildergalerie. Wir beabsichtigen eine Bilder CD von Kleinschenk zu machen, und dafür brauchen wir Eure schönsten Bilder von zu Hause. Die Originale bekommt Ihr selbstverständlich wieder zurück.

Mit freundlichen Grüßen
Euer Guido Frank

18.11.2007, 21:34 Uhr

Guido Frank [none]

12. Kleinschenker Heimattreffen.

„Echte Freunde sind immer nah. Das Herz kennt keine Entfernungen.“
Am 13.Oktober 2007, fand in der „Grünholder Stub’n „ in Gablingen bei Augsburg das 12. Kleinschenker Treffen statt. Der Vorstand der HOG hatte alle Kleinschenker Familien persönlich eingeladen und 265 Personen hatten sich angemeldet. Insgesamt waren es ca. 300 die am Treffen teilgenommen haben. Auch die Jugend war gut vertreten, was die Organisatoren besonders erfreute. Am Vorabend schon wurde der Saal von Guido und Loredana Frank, sowie stellvertretende Vorsitzende Marianne Folberth, als auch Otto Balthes, Udo Wagner und Roland Scherer schön geschmückt. Marianne stellte unsere kleine siebenbürgische Ausstellung auf. Kurz nach 9:00 Uhr in der Früh wurde der Saal geöffnet und es dauerte nicht lange da kamen auch schon die ersten Gäste. Kassenwart Karl – Heinz Reindt mit seinen Helfern: Edwin Balthes; Michael Wagner und Klaus Schuster nahmen ihre Positionen bei der Kasse ein. Jeder Gast wurde mit einem Stück Scharr und einem Stamperl Kleinschenker Schnaps empfangen und begrüßt. Marianne Folberth und Marianne Theil hatten die Hände voll zu tun mit dem aufwärmen sowie aufschneiden der mitgebrachten Scharr. Willi Theil und Erich Göllner kamen mit dem einschenken des Schnapses nicht mehr nach. Jeder begrüßte jeden. Die Leute waren froh und ein Lächeln lag auf ihren Gesichtern. Sie umarmten sich, und waren glücklich sich nach vielen Jahren endlich mal wieder zu sehen.
Nach einer kurzen Begrüßung, im Namen des Vorstandes, lud der Vorstandsvorsitzende Guido Frank um 10:45 alle gemeinsam zum Gottesdienst in die nah gelegene St. Martin Kirche ein. Während des Orgelvorspiels, schritt Pfarrer Braisch kurz nach 11:00 Uhr, gefolgt von 17 goldenen Konfirmanden in die voll besetzte Kirche, wo sie vorne ihre reservierten Plätze einnahmen. Als die Orgel dann aufhörte zum spielen, läuteten über die Anlage der schön geschmückten katholischen Kirche die Kleinschenker Glocken den Gottesdienst ein. Und plötzlich wurde es still in der Kirche als Pfarrer Braisch mit dem Spruch: „Wo Du als Kind gespielt, in der Jugend gesungen, sind die Glocken der Heimat niemals verklungen“, den Gottesdienst begann. Als er in seiner Predigt, den 13 Oktober 1974 erwähnte, wo er als junger Pfarrer in Kleinschenk eingesegnet wurde, kamen die ersten Tränen zum Vorschein. War es ein Zufall, dass er auf den Tag genau nach 33 Jahren wieder zu so vielen Kleinschenker predigen durfte? Ja, es war ein Zufall.
Im zweiten Teil des Gottesdienstes wurde die goldene Konfirmation, die von Frau Rosemarie Weber geb. Wagner organisiert und gestaltet wurde, der Jahrgänge 1942 und 1943 begangen. Pfarrer Braisch gedachte der Konfirmation vor 50 Jahren in Kleinschenk wo die goldenen Konfirmanden vom damaligen Pfarrer Schmidt konfirmiert wurden. Nach dem Festgottesdienst mit goldener Konfirmation, stellten sich die Konfirmanden im Halbkreis vor den Altar um die Konfirmationsurkunde mit Konfirmationsspruch und einem schönem Foto der Kirchenburg zu Kleinschenk von Pfarrer Braisch entgegenzunehmen.
Als es nach der Kirche zurück in den Saal ging, war es schwer den richtigen Platz zu finden. Wir mussten noch Tische und Stühle aufstellen. Viele wollten Kränzchen- oder Familienweise zusammensitzen. Leider konnte man das so nicht planen. Als sich die Leute dann beruhigt hatten, und jeder seinen Platz gefunden hatte, wurde das Mittagsessen serviert. Es gab Krautwickel, Gulasch mit Semmelknödel und Wiener Schnitzel. Nach dem ausgedehnten Mittagessen - der Wirt hatte nicht mit so einem Ansturm gerechnet, ging es um 14:30 zum offiziellen Teil über. Guido Frank begrüßte die Ehrengäste Pfarrer Braisch mit Familie, Hannelore Scheiber, Tochter von Johann Schuster (Nr. 38), stellvertretende Vorsitzende der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Bayern, Frau Gerda Theil geb. Birkner, Kuratorin in Kleinschenk, sowie eine Familie aus Norwegen und Rumänien. Er bedankte sich bei all den alten Leuten, die sich trotz ihres hohen Alters nicht gescheut haben, diesen Tag mit uns zu verbringen. Gedankt wurde auch den Vorstandsmitgliedern für Ihren Einsatz in der HOG, Udo Wagner für die Orgelbegleitung in der Kirche und all dehnen die für das gute Gelingen dieses Festes beigetragen haben. Zum Schluss dankte er allen Kleinschenker, die von nah und fern gekommen waren um miteinander zu feiern, sich zu sehen und zu sprechen. Weiter wurde über die Aktivitäten der HOG aus den letzten zwei Jahren berichtet. Hannelore Scheiber überbrachte auch ein paar Grußworte seitens der Landesgruppe Bayern an die Kleinschenker und dankte für die Einladung. Carmen Schuster berichtete über das „Kleinschenker Projekt“. Sie erklärte den Anwesenden über ihr Vorhaben mit den kirchlichen Räumlichkeiten in Kleinschenk damit sie nicht in fremde Hände geraten. Das Erbe unserer Vorfahren müsste uns erhalten bleiben. Ehrenvorsitzender Ewald Schwab rief zum mitmachen auf. Auch Michael Orendi versuchte in seiner Ansprache den Anwesenden im Saal beizubringen und zu erklären, wie wichtig es sei die genealogische Forschung zu unterstützen. Die HOG braucht die junge Generation, deren Unterstützung, denn nur so können wir unsere Tradition weiterführen und unser Erbe aufrechterhalten. Er rief zum beitragen der Familiendaten auf, darum brauchen wir die Namen und die Daten unserer Kinder.
Während die Frauen der Vorstandsmitglieder, Marianne Theil, Heide Wagner, Hildegard Balthes und Marianne Folberth den Kuchentisch vorbereiteten, traf auch die Siebenbürgische Blaskapelle aus Augsburg ein. Nach einem kurzen Rückblick in die Geschichte der Kleinschenker Adjuvanten, von Guido Frank, eröffnete die Siebenbürger Blaskapelle
um 16:00 Uhr, den kulturellen Teil des Treffens. Unter den Klängen von schöner Blasmusik wurde Kaffee und Kuchen serviert, und auf einer Großleinwand zeigte uns Loredana Frank schöne Bilder von Kleinschenk. Das Gedicht „Wun dä Adjuvanten blosen“ von unserem Landsmann und Humorist Schuster Dutz, wurde in der sächsischen Mundart und hochdeutsch von Marianne Folberth vorgetragen. Die Anwesenden hatten die Qual der Wahl, bei der Wahl des Kuchens. Es waren über 40 Kuchen, Torten, und Stritzel die von Kleinschenker Frauen gebacken und mitgebracht wurden. Alle Kuchen konnten sich sehen lassen, man sagt das Auge isst mit. Es war ein Augenschmaus und ein Genuss für den Gaumen. Einen herzlichen Dank allen Kuchenspenderinnen. Ein Kuchen war besonders schön. In einer der Pausen ergriff Marianne Folberth die Initiative diesen Kuchen zu versteigern. Zusammen mit Ewald Schwab wurden die Kleinschenker aufgefordert sich an der Versteigerung zu beteiligen. Tatsächlich gab es viele Anbieter, als letzter war die Fam. Schuster Richard und Roswitha aus Traunreut. Der Kuchen von Luise Knall geb. Theil (Nr. 77) brachte 55,- € durch die Versteigerung ein.
Ein Höhepunkt des Nachmittags war, als Hans Albert, unser langjähriger Dirigent und Kapellmeister den Dirigentenstab von Helmut Kraus, dem jetzigen Dirigenten der Blaskapelle Augsburg übernahm. Er dirigierte noch einmal für uns Kleinschenker, die drei meist gespielten Lieder in Kleinschenk. Gerührte Gesichter, Gänsehaut und manche Träne kam zum Vorschein. Es dauerte nicht lange und die Leute konnten nicht mehr ruhig sitzen und fingen an zu tanzen. Die Überraschung war gelungen.
Gemeinsam mit der Blasmusik wurde zum Schluss des Kulturprogramms unser schönes Siebenbürgerlied gesungen. Waldemar Schneider und seine Band, die „Saitenspringer“ eröffneten um 18:45 Uhr den Tanzabend. Es wurde getanzt und gefeiert in fröhlicher Runde. Die Letzten gingen spät nach Mitternacht und auch diesmal war es für alle Anwesenden ein emotionaler aber auch ein schöner Tag. Die Hoffnung sich in zwei Jahren wieder zu sehen konnte man aus den strahlenden Gesichtern herauslesen.

Euer Vorstand

28.05.2007, 01:04 Uhr

Guido Frank [none]

Die Kleinschenker Schnapsbrennerei

Die Siebenbürger Sachsen essen gerne geräucherten Speck, Brot und je nach Jahreszeit Zwiebeln oder junge Lauchzwiebeln. Dazu wird Schnaps gereicht, der im Siebenbürgischen einfach Pali heißt und aus landestypischen Früchten hergestellt wird.
Die Kleinschenker brannten ihren Schnaps hauptsächlich aus Pflaumen, Äpfel und Birnen. Aber es wurde auch noch aus Traubentrester und aus Weinhefe Schnaps gebrannt. Das reife Obst wurde eingesammelt, zerkleinert und bis zum brennen in großen 400 - 600 Liter Holzfässern aufbewahrt. Zum zerkleinern der Äpfel und Birnen gab es meist selbst gebaute kleine Mahlmaschinen. Bei uns zu hause war es der gute alte Rübenmaler. (Rübenmahle)
Die großen Holzfässer wurden schon vorher sauber gewaschen und geschwefelt. War eines undicht wurde es über mehrere Tage mit Wasser durchgeschüttelt damit das Holz von innen aufweicht und die Risse wieder schließt. Notfalls wurden auch noch die äußern Eisenringe festgeklopft. Wenn das Fass sauber und dicht war wurde eine Schwefelstange reingehängt, die für die Entkeimung der Fässer sorgte. Dann wurden die Fässer an einen Platz gestellt wo es übern Winter nicht so kalt war. In den Stall oder in den Keller. Nun wurde das zerkleinerte Obst eingefüllt bis das Fass voll war, dann wurde es geschlossen. Das Obst fing an zu gären und wurde zu Maische (Borhot). Um die Maische in klaren Schnaps umzuwandeln musste man zur Schnapsbrennerei. Die Schnapsbrennsaison in Kleinschenk war von Januar bis März, und im Herbst vor dem neuen Obst, konnte noch einmal gebrannt werden. Ein Termin wurde vereinbart und das Holz wurde vorbereitet. Die nun schweren Holzfässer mussten aus dem Keller raus und zur Schnapsbrennerei gebracht werden. Dies war keine leichte Arbeit. Mit einer Spezialleiter und mit Seilen rollten die zur Hilfe gekommenen Männer die Fässer aus dem Keller und weiter auf einen Pferdewagen oder Traktoranhänger. Um sich die Arbeit zu erleichtern und weil die Holzfässer immer seltener wurden schafften sich die Leute kleinere 140 Liter Fässer aus Kunststoff an. Diese waren wesentlich leichter und auch besser zum transportieren. Die Fässer mit der Maische und das Holz mussten schon vorher in den Hof der Schnapsbrennerei gebracht werden. Hier musste jeder seine Reihe einhalten. Der wo als nächster an der Reihe war wurde früh genug verständigt damit er seine Fässer auf die Rampe vor der Brennerei rollen konnte und das Holz griffbereit machte. Die braune Obstmaische wurde mit Eimern in einen großen Bottich gelehrt, mit Wasser verdünnt, damit sie später nicht anbrennt, und dann wurde der große Kupferkessel gefüllt. Der große Kupferdeckel wurde aufgesetzt und mit Maisbrei alles gut abgedichtet.
Nun konnte dass Schnaps brennen beginnen. Das Feuer unterm Kessel durfte nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach sein. Die Maische im Kessel musste dauernd umgerührt werden. Das handliche umrühren wurde später durch ein Rührwerk mit Motor ersetzt. Neben dem Kupferkessel stand ein kleinerer Behälter mit ständig kaltem Wasser gefüllt. In diesem Behälter war ein Kupferrohr in Form einer Spirale eingetaucht dessen Ende unten am Behälter rausschaute. Das andere Ende war mit dem Deckel auf dem Brennkessel verbunden. Damit die Spirale auch immer schön kalt blieb hat man früher große Eisblöcke aus dem Alt geholt, sie zerkleinert, und in den Behälter um die Spirale herum getan. Eine Stunde nach dem aufsetzen des Kessels tropfte schon der erste Schnaps aus der Spirale. Auch, „Otka“ genannt. Wenn keine Maische mehr da war, wurde der Kessel sauber gewaschen und der gesamte Otka wurde noch mal reingeschüttet. Es begann das sogenannte "Litern " auch klären genannt. Die ersten 4-5 Liter, der Vorschuss, wurden getrennt von dem andern aufgehoben da er auch Grünspann enthielt. Er wurde von den ältern Leuten als medizinisches Mittel benutzt zum einreiben bei Gelenkschmerzen. Getestet wurde der Schnaps mit der Feuerprobe. Man schüttete ein bisschen von dem frischen Schnaps auf den heißen Kupferkessel und zündete ihn mit einer Fackel an. Solange der Schnaps noch brannte war er noch gut. Brannte er nur noch schwach oder nicht mehr musste die Maische im Kessel ausgetauscht werden. Und so ging das weiter bis die großen Fässer leer waren. Erschöpft aber zufrieden kehrten die Männer nach meist Stunden langer Arbeit nach Hause. Jeder freute sich, viel Schnaps nach Hause mitzunehmen. Allerdings war dies von der Menge und von der Qualität des Obstes abhängig. Und der Staat bekam auch noch was davon. Von 10 Litern mussten 3 Liter abgegeben werden. Der Schnaps wurde in Kunststoffbehältern, großen Glasflaschen oder kleinern Holzfässern aufbewahrt. Die Schnapsfässer waren aus Maulbeerbaumholz gefertigt. In diesen Fässern bekam der Schnaps eine gelbliche Farbe, und wurde als besonders gut eingestuft.
Die Kleinschenker Schnapsbrennerei besaß zuletzt zwei Kupferkessel die wegen ihrer guten Qualität einen guten Ruf in der Region hatten. Die Brennerei hat nicht immer den gleichen Standort gehabt. So zum Beispiel stand sie ganz früher, vor dem Krieg noch, in der Neugasse auf Hof Nr. 71. Damaliger Besitzer Bertleff Michael (102). Zur gleichen Zeit besaß Kaufmann Andreas(20) einen zweiten Kessel in Kleinschenk der ihn dann auch an Bertleff Michael verkaufte. Danach wechselte sie den Standort auf den Hof von meinem Großvater (72). Als der Kommunismus kam, wurden die Kessel den Kleinschenkern von den Rumänen weggenommen und wurden zum Staatseigentum. Zu Zeiten der LPG (um 1950) brannten die Kleinschenker ihren Schnaps im Saifen auf Hof Nr.31. Nachher kann ich mich noch erinnern war sie im „Latensaifen“ in unmittelbarer Nähe der Viehstallungen. Noch vor der Begradigung des Schenker Baches war sie rechts neben der Weingartenbrücke, und ganz zuletzt im Rübgarten neben dem Haus der Maria Ganea. Die Brennkessel gehörten der damaligen LPG, waren alt und undicht. Im Jahre1976 kaufte Hans Orendi (59) einen neuen Kessel mit einem Volumen von 370 Liter. Teibrich Michael und Schuster Adolf halfen ihm beim einbauen und installieren. Nach ca. 28 Jahren kamen die Brennkessel nun wieder in den Privatbesitz eines Kleinschenkers. 1978 vor seiner Ausreise nach Deutschland verkaufte Hans Orendi die Brennkessel an Schuster Adolf. Der wiederum verkaufte sie dann an einen Rumänen weiter. Die Schnapsbrennerei blieb auch nach dem Verkauf den Kleinschenkern für viele Jahre erhalten. Im Herbst 2006 erreichte mich dann die traurige Nachricht, der große Kessel sei gestohlen, und aus Kleinschenk verschleppt worden. Eine Zeitung soll berichtet haben, dass der Kessel vom eigenen Besitzer gestohlen wurde. Welches der Grund dieser Aktion war werden wir wohl nie erfahren. Ein trauriges Ende einer langen Tradition.

(Liebe Landsleute sollte irgendwas nicht ganz stimmen an dieser Geschichte dann bitte meldet Euch bei mir. Wir können jederzeit etwas löschen oder beifügen. Sollte jemand schöne Farbfotos zu diesem Beitrag haben, bitte meldet Euch. Wir möchten eine Bildergallerie von unserem Dorf erstellen und dafür brauchen wir Eure Fotos und Eure Unterstützung) Guido Frank

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