Süße Heimat Zipserei

27. Oktober 2015

Sonstiges

Link zum Video"Süsse Heimat Zpserei" Trailer zum Dokumentarfilm über die deutsche Minderheit
Die "letzten" Deutschen in Oberwischau/Viseu de Sus:
Die Ansiedlung der Zipser, ebenso wie die der Juden, ist für die Gegend um Viseu de Sus (Oberwischau) einmal prägend gewesen. Sechs, mittlerweile alt gewordene Bewohner der Zipserei sprechen über vergangene, ihnen aber in frischer Erinnerung gebliebene Erlebnisse. Zu erleben sind Elisabeth Zeppelzauer, Ana Barna, Maria Rosnitschuk, Paul Iachmanovschi, Johann Dekker, Ana Baranj und andere. Das in ihren Lebensgeschichten oft Schmerzvolles zur Sprache kommt, ist eingedenk der wechselvollen Geschichte der Zipserei nur verständlich. Die im Film zur Sprache kommenden Erinnerungen an das Zusammenleben der Zipser mit den Juden von Oberwischau beschreibt die Ohnmacht und Ahnungslosigkeit dieser Menschen, zeigt aber auch, dass sie als Angehörige einer bis heute geachteten Volksgruppe mehr als nur moralische Schuld auf sich geladen haben. Es ist spannend mitanzuhören, wie es beispielsweise früher im Wassertal gewesen sein muss, als noch König Ferdinand zur Jagd erschien. Oder wie der sagenumwobene deutsche Soldatenfriedhof oben bei Mierasch ausgesehen haben mag, bevor er ein Opfer der Fluten wurde.
Anhand der zum Teil mehr als 90jährigen Zeitzeugen lässt es sich gut nachvollziehen, was es für jeden einzeln bedeutet haben muss, über Jahrzehnte und nicht selten verwitwet in dieser nicht gerade "Süßen Heimat Zipserei" gelebt zu haben.

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