Rücknahme der 40%-Rentenkürzung

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Peter Otto Wolff
Erstellt am 09.11.2018, 14:14 Uhr und am 09.11.2018, 14:39 Uhr geändert.
Liebe Siebenbürger Sachsen, wie angekündigt werde ich i.S. 40%-Kürzung nicht weiter zuwarten. Gestern wurde ein neues "Rentenpaket" im Bundestag beschlossen, Volumen 28 Mld.€,
wie selbstverständlich ohne unsere berechtigten Anliegen. Da ich nicht weiß, wie man einen Anhang anfügen kann, versuche ich den Text als Forums-Beitrag bekannt zu machen. Ich wäre dankbar für jeden gut gemeinten Änderungsvorschlag am Text. Diesen werde ich an die Antidiskriminierungsbehörde Bund, an Parteien schicken und an den Vertriebenenverband der Russlanddeutschen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Unterzeichneter, dipl. oec. Peter Otto Wolff, Bankprokurist i.R. , wurde in einem russischen/ ukrainischen Arbeitslager, 1948, geboren. Meine Eltern, Siebenbürger Sachsen aus Rumänien, wurden im Januar 1945 nach Krasnodon deportiert, als Arbeitssklaven, zur Wiedergutmachung der Kriegsschäden, verursacht durch kriegerische Aktionen des Deutschen Reichs. Meine Eltern waren Zivilisten, in keinster Weise beteiligt an kriegerischen Aktionen in Rumänien. Die Deportation erfolgte ausschließlich wegen der ethnischen Zugehörigkeit meiner Eltern zur stets staatstreuen Minderheit der Siebenbürger Sachsen. Siehe hierzu auch die epische Aufarbeitung des Themas durch die Nobelpreisträgerin Herta Müller, eine Angehörige der Banater Schwaben, eine weitere friedliche ethnische Minderheit, im Roman „Atemschaukel“. Die von diesen Minderheiten erfahrenen Leiden sind nur vergleichbar mit Verhältnissen in deutschen KZs.

Zu erwähnen ist, dass sich die Bundesrepublik, im Rahmen der historischen Möglichkeiten, nach 1965, redlich bemüht hat, die zunehmend unter Druck geratenen deutschen Landsleute zu unterstützen. Dies geschah oft, so waren die Zeiten, durch schlichten Menschenhandel. Sehr viele der deutschen Minderheit aus Rumänien, wie auch Schlesier, Böhmer, etc. konnten über die Fiktion Familienzusammenführung nach Deutschland kommen. Hier wurden sie anständig behandelt, ja gefördert.

Lange Zeit wurden die Aussiedler, zu denen in neueren Zeiten auch ca. 750.000 Russlanddeutsche hinzukamen, rentenrechtlich so behandelt, als hätten sie die nachgewiesenen Anwartschaften in Deutschland absolviert. In diesem Sinne ergingen, hunderttausendfach, auch Zwischenbescheide der Deutschen Rentenversicherung, amtliche Bescheide. Schall und Rauch!

Durch Beschlüsse der Rot-Grünen Regierung anno 1996 erfolgte ein Systembruch: die Kürzung der Anwartschaften um 40% (!!!),durch das Wachstumsförderungs- und Beschäftigungsförderungsgesetz (WFG) vom 1. Oktober 1996. Die weitere Senkung wurde damit begründet, dass die ein hohes Rentenniveau sichernden Regelungen sachlich nicht mehr zu rechtfertigen und einschränkende Regelungen auch zur Erhaltung der Akzeptanz der Leistungen nach dem Fremdrentengesetz erforderlich waren.

Nie vorher, nie nachher, wurde eine solche Kürzung, praktisch „post factum“ beschlossen, nicht mal in Pleitestaaten wie Griechenland.

Seit damals, während fast 20 Jahren, wurden unzählbare Rentenverbesserungen zu Gunsten von allerhand Bevölkerungsgruppen beschlossen, trotz angeblichem Notstand der Rentenkasse, ja sogar in anhaltenden Perioden des Wirtschaftsbooms.

Die 40%-Kürzung der Fremdrenten blieb allerdings wie in Stein gemeißelt, wie die Tafeln des Moses.

Selbst das BVG war sich nicht zu schade, diese Ungerechtigkeit durch ein Urteil zu legitimieren.

Nun ist für jeden vernunftbegabten Bürger bekannt, dass die Rentenkasse kein Sparkonto ist. Schon zu Bismarcks Zeiten war klar, dass das ganze Rentensystem ohne den so genannten Generationenvertrag Makulatur ist.

Und nun wird die Unredlichkeit der Politik und des BVG evident:
Obwohl von Vertriebenenverbänden beauftragte Gutachter nachgewiesen haben, durch hartnäckigem Betreiben des Herrn Dr. Fabritius, dass diese Bevölkerungsgruppe nicht nur „ihre“ Rentner trägt, sondern sie, aufgrund der Natalität absolut einen positiven Beitrag für die Rentenkasse beiträgt, wurde, stur, an der ungerechten Kürzung festgehalten.

Zwischenstand:

Die Deutsche Einheit 1989 brachte weitere ca. 16 Mio „neue“ Bundesbürger. Ihre Erwerbsbiographie war absolut vergleichbar mit der der so genannten „Aussiedler“.

Der Gesetzgeber handelte wie folgt:

Spätaussiedlern zuzuordnende Tabellenentgelte für Zeiten im Herkunftsgebiet.
Die Eingliederung der nach dem FRG berechtigten Spätaussiedler erfolgt, indem für im Herkunftsgebiet ausgeübte Beschäftigungen grundsätzlich Entgelte zu berücksichtigen sind, die auf der Lohnstruktur in Ostdeutschland beruhen. Damit werden sie so gestellt, als ob sie in Ostdeutschland rentenversichert gewesen wären.

So weit, so schlecht.

Aufgrund des politischen Drucks, Redlichkeit und Gerechtigkeitssinn ist Politikern fremd, wurde begonnen, die Ostrenten an die Westrenten anzugleichen. Dies betrieben ALLE Folgeregierungen, jeglicher politischen Couleur, nach 1996. Jedes Jahr wurden die „Rentenanpassungen“ gesplittet.
Die ehemaligen DDR-Rentner erhielten, mal mehr mal weniger, immer einen Bonus, von 0,5-1%.

Nicht so die Spätaussiedler wohnhaft in Westdeutschland, mit Mieten und anderen Haushaltskosten West. Dies obwohl sie ja nach Gesetz wie DDR-Rentner behandelt werden sollten. Bei ihnen blieb der 40%-Abzug.

Fakten:

In Deutschland gibt es für jegliche Bevölkerungsgruppe ein scharfes Gesetz:

Das Allgemeine Gleichheitsbehandlungsgesetz (AGG).

Das gilt für alle Bundesbürger, nur leider leider, nicht für die ca. 1 Mio Aussiedler. Grundsatz: Gleiches muss gleich behandelt werden, unabhängig von Geschlecht, Religion, Behinderung, Rasse, Herkunft.

Nun stellt sich mir die Frage: warum wurde eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, die „Aussiedler“, über nunmehr 2 Jahrzehnte penetrant benachteiligt gegenüber einer anderen Bevölkerungsgruppe, explizit ehemalige DDR-Bürger, die nach Gesetzeslage ausdrücklich gleich hätten behandelt werden müssten, entweder durch Rücknahme der 40%-Kürzung, oder durch jährliche erhöhte Rentensteigerung, wie Ost-Renten, wo immerhin mittlerweile eine ca. 96%-tige Angleichung erfolgte?

Am 08.11.2018 wurde das neueste „Rentenpaket“ im Bundestag beschlossen. Es wurden, trotz Argumentation des nationalen Notstands, Erhöhungen in Summa ca. 28 Milliarden beschlossen.

Übrigens:
Offensichtlich gilt auch eine weitere verlogene Begründung der 40%-Kürzung nicht mehr:
Zitat: „Die weitere Senkung wurde damit begründet, dass die ein hohes Rentenniveau sichernden Regelungen sachlich nicht mehr zu rechtfertigen und einschränkende Regelungen auch zur Erhaltung der Akzeptanz der Leistungen nach dem Fremdrentengesetz erforderlich waren.“

Hohes Rentenniveau? Ich bitte Sie, es geht um Altersarmut, nicht um Luxusrenten.

Wundere mich, dass solche Bedenken nicht bestehen, wenn man im laufenden Bundeshaushalt eine Rücklage, auf Verdacht, für „Flüchtlingskosten“, für größtenteils muslimische Immigranten, in Höhe von 24 Milliarden EURO bilden konnte. Das geht also, ohne Bedenken! Eine Frage an CDU, CSU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE, AfD.
Dr. Fabritius, Bundesbeauftragter für Aussiedler und nationale Minderheiten, innerhalb des Innenministeriums, erhält dieses Gesuch ebenfalls, automatisch, über unser Forum.
Mit freundlichen Grüßen,

dipl. oec. Peter Otto Wolff, Stuttgart, 09.11.2018

kaltenberg
Erstellt am 09.11.2018, 18:45 Uhr
Hallo Herr Wolff, sie haben die falsche Regierung für die Kürzung verantwortlich gemacht.
Diese Kürzung erfolgte in Der Regierungszeit von CDU/CSU und FDP.
Regierungszeit unter Helmut Kohl CDU/CSU damals mit der FDP Guido Westerwelle (1982–1998)
Damaliger Bundeskanzler war Herr Kohl/CDU und nicht wie von Ihnen aufgeführt SPD+Grüne.
Ich bitte um Berichtigung.
Ansonsten unterstütze ich voll und ganz ihre Beschwerde.
Grüße
von Kaltenberg

Peter Otto Wolff
Erstellt am 09.11.2018, 20:15 Uhr und am 09.11.2018, 20:23 Uhr geändert.
Vielen Dank für die hilfreiche Klarstellung. Ist mir zwar peinlich, dass mir dieser sachliche Fehler unterlaufen ist, aber ich bin froh, dass er vor dem Versand an die Adressaten entdeckt wurde.

Peter Otto Wolff
Erstellt am 10.11.2018, 10:45 Uhr
Liebe Freunde, nach dem Motto: "das Bessere ist der Feind des Guten" habe ich nach dem wertvollen Hinweis von Kaltenbach und mehrfachem "Feilen" auch andere Stellen am Text geändert, z.B. falsche Abkürzung für Bundesverfassungsgericht, korrekte Bezeichnung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, etc. Auch einen gewissen Hinweis bez. der Haushaltsrücklage auf "Verdacht" habe ich in der Wortwahl entschärft, aus der Einsicht, nicht unnötig Angriffsfläche zu bieten.

azur
Erstellt am 10.11.2018, 11:32 Uhr
Hallo Herr Wolff, gut gemacht! Bitte halten Sie uns auch bezüglich Rückmeldungen auf dem Laufenden.
Wünsche viel Erfolg!

Peter Otto Wolff
Erstellt am 10.11.2018, 11:47 Uhr und am 10.11.2018, 11:50 Uhr geändert.
Hallo azur, danke für den Lob, der Mensch lebt nicht von Brot allein. Nachdem ich ein doch zahlreiches Interesse im Forum, in der Kürze der Zeit, feststellen konnte, hier die revidierte Fassung des Textes:
Hinweis: falsche Silbentrennung ignorieren, geschieht durch autom. Umbruch vom Word-Text.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Unterzeichneter, dipl. oec. Peter Otto Wolff, Bankprokurist i.R. , wurde 1948 in einem russischen/ukrainischen Arbeitslager geboren. Meine Eltern, Siebenbür-ger Sachsen aus Rumänien, wurden im Januar 1945 nach Krasnodon deportiert, als Arbeitssklaven, zur Wiedergutmachung der Kriegsschäden, verursacht durch kriegerische Aktionen des Deutschen Reichs. Meine Eltern waren Zivilisten, in keinster Weise beteiligt an kriegerischen Aktionen in Rumänien. Die Deportation erfolgte ausschließlich wegen der ethnischen Zugehörigkeit meiner Eltern zur stets staatstreuen Minderheit der Siebenbürger Sachsen. Siehe hierzu auch die epische Aufarbeitung des Themas durch die Nobelpreisträgerin Herta Müller, eine Angehörige der Banater Schwaben, eine weitere friedliche ethnische Minderheit, im Roman „Atemschaukel“. Die von diesen Minderheiten erfahrenen Leiden sind nur vergleichbar mit Verhältnissen in deutschen KZs.

Zu erwähnen ist, dass sich die Bundesrepublik, im Rahmen der historischen Möglichkeiten, nach 1965, redlich bemüht hat, die zunehmend unter Druck geratenen deutschen Landsleute zu unterstützen. Dies geschah oft, so waren die Zeiten, durch schlichten Menschenhandel. Sehr viele der deutschen Minderheit aus Rumänien, wie auch Schlesier, Böhmer, Deutsche aus Russland, etc. konnten nur über die Fiktion Familienzusammenführung nach Deutschland kommen. Hier wurden sie anständig behandelt, ja gefördert.

Lange Zeit wurden die Aussiedler, zu denen in neueren Zeiten auch ca. 750.000 Russlanddeutsche hinzukamen, rentenrechtlich so behandelt, als hätten sie die nachgewiesenen Anwartschaften in Deutschland absolviert. In diesem Sinne ergingen, hunderttausendfach, auch Zwischenbescheide der Deutschen Renten-versicherung, amtliche Bescheide. Schall und Rauch mit amtlichem Siegel.

Durch Beschlüsse der CDU/CSU-FDP Regierung anno 1996 erfolgte ein System-bruch: die Kürzung der Anwartschaften um 40% (!!!), durch das Wachstums-förderungs- und Beschäftigungsförderungsgesetz (WFG) vom 1. Oktober 1996. Die weitere Senkung wurde damit begründet, * dass die ein hohes Rentenniveau sichernden Regelungen sachlich nicht mehr zu rechtfertigen und einschränkende Regelungen auch zur Erhaltung der Akzeptanz der Leistun-gen nach dem Fremdrentengesetz erforderlich waren.

Nie vorher, nie nachher, wurde eine solch massive Kürzung, praktisch „post factum“ beschlossen, nicht mal in Pleitestaaten wie Griechenland.

Seit damals, während fast 20 Jahren, wurden unzählige Rentenverbesser-ungen zu Gunsten von allerhand Bevölkerungsgruppen beschlossen, trotz angeblichem Notstand der Rentenkasse, ja sogar in anhaltenden Perioden des Wirtschaftsbooms. Gar manches Wahlkampfbombon wurde daraus entnommen.

Die 40%-Kürzung der Fremdrenten blieb allerdings wie in Stein gemeißelt, wie die Tafeln des Moses.

Selbst das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) war sich nicht zu schade, diese Ungerechtigkeit durch ein Urteil zu legitimieren.

Nun ist für jeden vernunftbegabten Bürger bekannt, dass die Rentenkasse kein Sparkonto ist. Schon zu Bismarcks Zeiten war klar, dass das ganze Rentensys-tem ohne den so genannten Generationenvertrag Makulatur ist.

Und nun wird die Unredlichkeit der Politik und des BVerfG evident:
Obwohl von Vertriebenenverbänden beauftragte Gutachter nachgewiesen haben, durch hartnäckigem Betreiben des Herrn Dr. Fabritius, dass diese Bevölkerungs-gruppe nicht nur „ihre“ Rentner trägt, sondern sie, aufgrund der höheren Natalität, absolut einen positiven Beitrag für die Rentenkasse bringt, wurde, stur, an der ungerechten Kürzung festgehalten (zumindest bei der Mehrzahl, die in der alten Bundesrepublik wohnhaften Spätaussiedler).

Zwischenstand:

Die Deutsche Einheit 1989 brachte weitere ca. 16 Mio „neue“ Bundesbürger. Ihre Erwerbsbiographie war absolut vergleichbar mit der der so genannten „Spätaus-siedler“.

Der Gesetzgeber handelte wie folgt:

* „Spätaussiedlern zuzuordnende Tabellenentgelte für Zeiten im Herkunftsgebiet.
Die Eingliederung der nach dem FRG berechtigten Spätaussiedler erfolgt, indem für im Herkunftsgebiet ausgeübte Beschäftigungen grundsätzlich Ent-gelte zu berücksichtigen sind, die auf der Lohnstruktur in Ostdeutsch-land beruhen. Damit werden sie so gestellt, als ob sie in Ostdeutschland rentenversichert gewesen wären.“

So weit, so schlecht.

Aufgrund des politischen Drucks, Redlichkeit und Gerechtigkeitssinn ist Politikern fremd, wurde begonnen, die Ostrenten an die Westrenten anzugleichen. Dies betrieben ALLE Folgeregierungen, jeglicher politischen Couleur, nach 1996. Jedes Jahr wurden die „Rentenanpassungen“ gesplittet. Die ehemaligen DDR-Rentner erhielten, mal mehr mal weniger, immer einen Bonus von 0,5-1% im Vergleich zu West-Renten.
Nicht so für Spätaussiedler wohnhaft in Westdeutschland, mit Mieten und anderen Haushaltskosten West. Dies obwohl sie ja nach Gesetz wie DDR-Rentner behandelt hätten sollen. Bei ihnen blieb der 40%-Abzug.
Das ergibt, über 20 Jahre, ein Minus von 10-20% Rente.

Fakten:

In Deutschland gibt es ein scharfes Gesetz, Anwendung beobachtet vom EuGH:

Das Allgemeine Gleichheitsbehandlungsgesetz (AGG).

Grundsatz: Gleiches muss gleich behandelt werden, unabhängig von Geschlecht, Religion, Behinderung, Rasse, Herkunft.
Das gilt für alle Bundesbürger, nur leider leider, nicht für die ca. 1 Mio Aussiedler.
Nun stellt sich mir die Frage: warum wurde eine bestimmte Bevölkerungsgrup-pe, die „Aussiedler“, über nunmehr 2 Jahrzehnte penetrant benachteiligt gegen-über einer anderen Bevölkerungsgruppe, explizit ehemalige DDR-Bürger, die nach Gesetzeslage ausdrücklich gleich hätten behandelt werden müssen, ent-weder durch Rücknahme der 40%-Kürzung, oder durch jährliche erhöhte Rentensteigerung, wie Ost-Renten, wo immerhin mittlerweile eine ca. 96%-tige Angleichung erfolgte? Es handelt sich m. E. um eine systemische und struktu-relle Diskriminierung, betreffend aktiv oder latent über 1 Mio. Bundesbürger.

Am 08.11.2018 wurde das neueste „Rentenpaket“ im Bundestag beschlossen. Es wurden, trotz Argumentation des finanziellen nationalen Notstands, Erhöhungen in Summa ca. 28 Milliarden beschlossen.

Übrigens:
Offensichtlich gilt auch eine weitere verlogene Begründung der 40%-Kürzung nicht mehr:
Zitat: *„Die weitere Senkung wurde damit begründet, dass die ein hohes Rentenniveau sichernden Regelungen sachlich nicht mehr zu rechtfertigen und einschränkende Regelungen auch zur Erhaltung der Akzeptanz der Leistungen nach dem Fremdrentengesetz erforderlich waren.“

Hohes Rentenniveau? Ich bitte Sie, es geht um Altersarmut, nicht um Luxus-renten.

Wundere mich, dass solche Bedenken nicht bestehen, wenn man im laufenden Bundeshaushalt eine Rücklage, auf Verdacht, für „Flüchtlingskosten“, für fremde Staatsbürger, in Höhe von 24 Milliarden EURO bilden konnte. Das geht also, ohne Bedenken! Eine Frage an CDU, CSU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE, AfD, Antidiskriminierungsstelle (Bund). Dr. Fabritius, Bundesbeauftragter für Aus-siedler und nationale Minderheiten, innerhalb des Innenministeriums, erhält dieses Gesuch ebenfalls, automatisch, über unser Forum.

Mit freundlichen Grüßen,

dipl. oec. Peter Otto Wolff, Stuttgart, 10.11.2018


* Info-Quelle: Bundestag, Wissenschaftliche Dienste Sachstand, Akt.Z. WD 6 - 3000 - 074/17

keinsachse
Erstellt am 10.11.2018, 15:38 Uhr und am 10.11.2018, 15:38 Uhr geändert.
Gut gemacht, nur unvollständig...
1. Sie machen damit eine individuelle Eingabe. Rufen Sie auch andere auf, die Eingabe mit zu unterzeichnen.

2. Sie adressieren diese individuelle Eingabe an die Parteien und an Dr. Fabritius als Aussiedlerbeauftragter. Zuständig für die Gesetzesregelungen in Deutschland sind der Bundestag und der Bundesrat. Die Parteien könnten da initiativ wirken, haben aber nur Vorschlagsrecht. Für den Bürger gilt nur das Petitionsrecht. Dadurch kommen wir aber als "Bittsteller" vornherein ins Rücktreffen...

3. Sie motivieren ihre Eingabe mit dem Gleichbehandlungsgesetz. Das bezieht sich aber auf Arbeitsrecht und 2 Sozialgesetzbücher. Die Rentenversicherung ist nicht erwähnt. Da Sie eine Versicherung ist auf gegenseitige Unterstützung? Dies könnte ein Grund für die Nichtbehandlung ihrer Beschwerde nach dem Gleichbehandlungsgesetz sein.
Besser wäre es mit anwaltlicher Unterstützung konzipiert.

4. Ich selbst bin bereit ihre Aktion zu unterstützen. Fragen Sie auch die verschiedenen Vertriebenenverbände nach Meinung und Unterstützung, noch vor dem Start.
So etwas muss gut vorbereitet werden und kostet auch was. Was nichts kostet ist auch nichts wert, siehe die Aktionen für Rückerstattung in Rumänien. Aber warten wir nicht bis fast alle Berechtigten verstorben sind, damit machen wir es den Regierenden zu leicht....
Freundliche Grüße!

Peter Otto Wolff
Erstellt am 10.11.2018, 17:26 Uhr und am 10.11.2018, 17:36 Uhr geändert.
Hallo kleinsachse, danke für Deinen Beitrag. Du hast natürlich recht, nur wüsste ich nicht, wie man in vertretbarer Zeit, mit vertretbarem Aufwand, eine Unterschriftenaktion durchführen könnte. Meine Aktion ist ja auch nur ein Aufbäumen ob der mislungenen Aktion im Bundesrat. Warum kommt eine mitregierende Partei, die CSU, wenn sie ernsthaft was in der Sache bewirken will, auf die Idee, das über den Bundesrat zu versuchen, wenn zeitgleich Rentenverhandlungen im Bundeskabinett stattfinden, wo man unmittelbar einer von 3 Beteiligten ist? Derzeit triumphiert sie, dass sie die 2. Mütterrente aus der Rentenkasse durchgedrückt hat. Ich bin mittlerweile überzeugt, man fährt Schlitten mit uns, seit 20 Jahren. Damit eingeschlossen CDU/Laschet, (NRW-unser Patenland), vor der Wahl. Danach..Pause. Ich wille mit der politischen Brechstange versuchen, der guten Worte, der Geduld, war genug. Habe bereits die Landmannschaft der Deutschen aus Russland angeschrieben, die bringen Masse, ca. 750.000 potentielle Wähler, skandalisierbar.(zu Pkt 4.)
Zu 2.: ich will gerade nicht als Bittsteller auftreten, in keinem Fall. Ich klage an mit Argumenten.
Zu 3.: leider ist uns juristisch, auf alten Pfaden, alles verschlossen, nach dem Urteil des BVerfG. Auf anwaltliche Spielchen lasse ich mich nicht ein, spiele die politische Karte. Leider kennen wir die perfide Methode des Abwartens, bis Betroffene wegsterben, als Praxis bei der Entschädigung der Russland-Deportierten, bei Restitutionen. Mir geht es auch nicht nur um die paar Silberlinge, mich empört der Umgang mit der Sache, die Verlogenheit.
Anbei die Email an die LMDR:

Sehr geehrter Herr Thießen,

ich bin Spätaussiedler, stamme aus Rumänien und bin als Rentner Betroffener der damaligen Maßnahme der CDU/CSU-FDP Regierung.

Gegen die Sache gab es leider ein negatives Urteil des BVerfG.

Ich versuche nun einen frontalen politischen Angriff, mit Hinweis auf massive Mißachtung des Gesetzes zur Allgemeinen Gleichbehandlung (AGG).

In dieser Sache bitte ich Sie, als Vorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Leidensbrüder,
um Unterstützung.

Ich bin der Überzeugung, dass wir gemeinsam stark sind, durch unsere Leidensbrüder- und Schwestern und unsere Verbände. Dr. Fabritius, derzeit Bundesbeauftragter für Aussiedler und nationale Minderheiten, wird sich sicher auch einbringen. Wir sind mindesten 1 Million Betroffene. Unsere Stimmen werden bei Wahlen gefürchtet. Bisher haben Appelle und gute Worte wenig, eigentlich gar nichts bewirkt.

Es ist Zeit, unsere Vorgehensweise radikal zu ändern. Attacke ist angesagt. Wir sind nicht Bürger 2. Klasse dieses Staates. Bei Pflichten voll dabei, bei Rechten auf Almosen angewiesen? Zu lange geduldet.

Meine Forderung: ab 01.01.2019 (für die letzten 20 Jahre):
15 (fünfzehn) Prozent Rentenerhöhung für alle Fremdrenten,
und ab 01.07.2019 bis 2025, zusätzlich, Rentenanpassung mit dem %-Satz für Ostrenten.

In diesem Sinne hoffe ich auf Ihre Unterstützung und Mitwirkung.

Mit freundlichen Grüßen,

dipl. oec. Peter Otto Wolff, Bankprokurist i.R., Stuttgart, Tel. mobil 01577 748 748 5, fest 4760926


keinsachse
Erstellt am 10.11.2018, 17:35 Uhr und am 10.11.2018, 17:42 Uhr geändert.
Sehr gut, Herr Wolf.
Ich vermisse AUCH andere Stellungnahmen von Landsmannschaften...vor Allem der Leitung dieser Seiten...die sollten doch ALLE die Interessen der Mitglieder unterstützen?
Siehe auch

www.bund-der-vertriebenen.de/strukturen-organisation-aufgaben/mitgliedsverbaende/landsmannschaften.

Peter Otto Wolff
Erstellt am 10.11.2018, 17:37 Uhr und am 10.11.2018, 17:55 Uhr geändert.
Warten wir ab, es ist Wochenende, mal sehen, was noch kommt. Ich bezweifle nicht generell den guten Willen unseres Verbandes, wäre ja unlogisch. Allerdings gibt es eine beschwichtigende Tendez, pro CSU, man hätte ja versucht, man sollte abwarten. Einerseits verständlich, andere Parteien haben mit uns ja gar nichts im Sinne, eher integrieren sie den letzten schwer erziehbaren Salafisten, raten auch "Klimageschädigten" zum Asylmarsch nach Deutschland. Selbst CDU-Laschet, CDU, sollte eigentlich unser Mann sein, Hessens Bouffier, sogar der Grüne M.P. Kretschmann, ein vernünftiger Mensch. Herr Dr. Fabritius könnte, wenn er wollte, Kraft seiner Befugnisse in der Regierung, aus dem Stand das Thema offensiv einbringen. Bleibt abzuwarten, wie er die Sache sieht, ob er sie sieht.

Peter Otto Wolff
Erstellt am 24.11.2018, 11:53 Uhr
Hallo, wichtiger Hinweis: habe eine OnlinePetition i.d.S. gestartet. Link dazu:


https://openpetition.de/!fkwdj

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