Was man mir erzählte,
ich möchte hier einiges schreiben, was ich gehört habe, oder auch manches von mir persönliches. Es wäre schön, wenn sich auch andere beteiligen würden.
Ein gewisser Roth aus Kerz war in den Jahren etwa 1850 in Wien, dort sah er die Bahn,
als er zurück kam, erzählte er seinen Kindern von der Bahn und sagte:
Ich werde es nicht mehr erleben, aber ihr, meine Kinder, werdet es erleben, dass die Bahn auch bei uns vorbei fahren sehen. Seine Kinder haben es erlebt, seine Tochter ist dann mit der Bahn von Kerz nach Wien zu ihren Kindern gefahren.
Was man mir erzählte
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Georg, ein Kerzer, war im Ersten Weltkrieg bis nach Russland gelangt, dort wurde er krank, er kamm ins Spital, musste alles abgeben, auch seine Taschenuhr. Man verlangte ihm alle Daten von ihm und die Adresse, von wo er stammte. Aus dem Spital aus Russland schrieb er seinen Eltern einen Brief, wo er auch schrieb, diese Gauner haben mir die Uhr genommen, die Eltern haben den Brief erhalten. Er wurde gesund, entlassen und kehrte nach Hause, Der Krieg war aus und er beschäftigte sich weiter mit seiner Arbeit, er hatte eine Werkstatt und machte Wagenräder. An einem Tag bekam er ein kleines Päckchen aus Russland aus dem Spital, wo er war, sie hatten ihm die Uhr geschickt. In seiner Werkstatt schlug er einen Nagel an die Wand und dort hing er die Taschenuhr an. Die Jahre vergingen, nach zwanzig Jahren kam ein neuer Krieg, der zweite, er war alt geworden, zuerst kamen Deutsche Truppen ins Dorf, dann später Russische Truppen. An einem Tag geht ein Russischer Soldat an seinem Haus und Werkstadt vorbei, hebt sich und schaut zum Fenster hinein und schaut die Uhr an der Wand, geht hinein und nimmt ihm die Uhr, diesmal bekam hat er sie nie mehr. Der alte Mann hätte geweint. Damals haben sie mir sie geschickt und jetzt kommt einer und nimmt sie mir!
Der erste Kerzer mit Auto war Martin (Millen Mierten), ein junger Mann aus Kerz, der in Hermannstadt als Metzger arbeitete. Er muss gut verdient haben, denn in dieser Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg konnten sich nur wenige ein Auto leisten. So kam er eines Tages mit dem Auto nach Hause. Sein Vater hatte jedoch kein Verständnis und sagte ihm: „Mit diesem Gerät kommst du mir aber nicht in den Hof!” Also musste er das Auto auf der Straße stehen lassen. Nach einiger Zeit verkaufte er es. Man wollte den Fortschritt noch nicht akzeptieren.
Meine Heimat war Kerz, die Menschen waren Kerzer Sachsen, die Sprache war das Sächsische. Das war eine Gemeinschaft, zu der ich gehörte und zu der ich mich immer bekannt habe bis heute. Auch wenn ich seit vielen Jahren nicht mehr dort lebe, hat sich an dieser Auffassung für mich nichts geändert.
Wie das Schicksal es wollte, habe ich in mehreren Orten gelebt, zuletzt in Sankt Georgen im Kreis Covasna, im Szeklerland, nicht weit von Kronstadt entfernt. Es ist ein Ort, in dem ich gerne gelebt habe.
An den Feiertagen gingen alle Sachsen in die Kirche, auch wenn sie sonst keine großen Kirchgänger waren. Es war im Dezember 1988. Nach Kerz konnte ich nicht fahren. In der Stadt gab es auch eine evangelisch-lutherische Kirche, aber der Gottesdienst wurde auf Ungarisch gehalten. So entschied ich mich, an Weihnachten in die Schwarze Kirche in Kronstadt zu gehen. Das sagte ich auch meiner ungarischen Frau.
In der Weihnachtswoche hatte ich Nachtschicht. Am 24. Dezember abends ging ich, vorbereitet, dass ich am nächsten Morgen mit der Bahn nach Kronstadt fahren werde. Am Morgen ging ich aus der Fabrik direkt zum Bahnhof und fuhr nach Kronstadt. Um zehn Uhr ging ich in die Kirche hinein. Die größte evangelisch-lutherische Kirche Osteuropas bietet Platz für mindestens tausend Menschen.
Dort saßen etwa zwanzig Menschen, Männer und Frauen, für mich ein Schock, keine Kinder, keine Jugendlichen, nur ältere Menschen. Ich stellte fest, dass ich der Jüngste war. Da fing der Gottesdienst an. Das Restvolk sang, für mich war es sehr traurig, es war auch sehr kalt.
Nach dem Gottesdienst war ich sehr gefroren und hatte ein schlechtes Gefühl, alle Sachsen waren weg und hatten mich alleine gelassen. Dann ging ich auf den Rathausplatz in eine kleine Kaffeebude und trank eine große Tasse türkischen Kaffee, der im Sand zubereitet wurde, und anschließend einen großen Cognac. Dann die Burzengasse (Republici) hinunter zum Bahnhof und zurück ins Szeklerland. Im Szeklerland war es ruhig, das Auswanderungsproblem gab es nicht, denn sie waren Szekler.
Wie das Schicksal es wollte, habe ich in mehreren Orten gelebt, zuletzt in Sankt Georgen im Kreis Covasna, im Szeklerland, nicht weit von Kronstadt entfernt. Es ist ein Ort, in dem ich gerne gelebt habe.
An den Feiertagen gingen alle Sachsen in die Kirche, auch wenn sie sonst keine großen Kirchgänger waren. Es war im Dezember 1988. Nach Kerz konnte ich nicht fahren. In der Stadt gab es auch eine evangelisch-lutherische Kirche, aber der Gottesdienst wurde auf Ungarisch gehalten. So entschied ich mich, an Weihnachten in die Schwarze Kirche in Kronstadt zu gehen. Das sagte ich auch meiner ungarischen Frau.
In der Weihnachtswoche hatte ich Nachtschicht. Am 24. Dezember abends ging ich, vorbereitet, dass ich am nächsten Morgen mit der Bahn nach Kronstadt fahren werde. Am Morgen ging ich aus der Fabrik direkt zum Bahnhof und fuhr nach Kronstadt. Um zehn Uhr ging ich in die Kirche hinein. Die größte evangelisch-lutherische Kirche Osteuropas bietet Platz für mindestens tausend Menschen.
Dort saßen etwa zwanzig Menschen, Männer und Frauen, für mich ein Schock, keine Kinder, keine Jugendlichen, nur ältere Menschen. Ich stellte fest, dass ich der Jüngste war. Da fing der Gottesdienst an. Das Restvolk sang, für mich war es sehr traurig, es war auch sehr kalt.
Nach dem Gottesdienst war ich sehr gefroren und hatte ein schlechtes Gefühl, alle Sachsen waren weg und hatten mich alleine gelassen. Dann ging ich auf den Rathausplatz in eine kleine Kaffeebude und trank eine große Tasse türkischen Kaffee, der im Sand zubereitet wurde, und anschließend einen großen Cognac. Dann die Burzengasse (Republici) hinunter zum Bahnhof und zurück ins Szeklerland. Im Szeklerland war es ruhig, das Auswanderungsproblem gab es nicht, denn sie waren Szekler.
Ich war wieder einmal bei meinem Onkel in Budapest. An einem Tag fuhren wir auf den Gellértberg, den Hausberg der Budapester. Von dort aus konnte man die wunderschöne Stadt bewundern. Wir gingen in einen großen Biergarten, in dem eine Roma-Kapelle Musik spielte. Nach einer Weile kamen sie, um eine kleine Spende. Sie bekamen auch eine, aber mein Onkel sagte zu ihnen: „Spielt ein Lied für meinen Gast.” Sie fragten: „Woher kommt er?” Mein Onkel antwortete: „Aus Rumänien.” Und so spielten sie für mich ein rumänisches Volkslied.
Wir tranken Bier, unterhielten uns und erzählten. Ich fragte ihn, wie er nach Budapest gelangt sei. Er erzählte mir, dass sein Vater aus Kerz stammte, einer Großfamilie angehörte und nach Hermannstadt zog. Dort heiratete er eine ungarische Frau, sie wohnten im Teresianum-Viertel, wo er geboren wurde. Man bot seinem Vater einen guten Arbeitsplatz in Bukarest an bei einer deutschen Firma, weshalb sie nach Bukarest zogen.
Sie wohnten am Anfang in einer Firmenwohnung, bis sein Vater ein Haus kaufte. Ich bin dreisprachig aufgewachsen: Mit meiner Mutter sprach ich Ungarisch, mit meinem Vater Deutsch und draußen auf der Straße sprach ich Rumänisch. Dort ging ich auch in die Schule. Ich studierte in Jassy (Iasi), dort hatte ich viele Freunde, mit einigen stehe ich heute noch in Briefkontakt. Ich kehrte nach Bukarest zurück und alles war gut.
Dann kam der Zweite Weltkrieg und ich erhielt einen Einberufungsbrief. Ich zog nach Budapest, doch als die Soldaten des Militärs zu uns kamen, war ich nicht zu Hause. In der ungarischen Hauptstadt war es nicht einfach, mit kleinen Geschäften hielt ich mich über Wasser. Nach Monaten bekam ich in Budapest eine Einberufung zum Krieg , dann zog ich zurück nach Bukarest. Das hatte ich mehrmals gemacht, bis der Krieg aus war. So war ich nicht im Krieg. Als der Krieg aus war, befand ich mich in Budapest und bin dann hier geblieben. Warum ich das tat? Ich wollte leben und nicht sterben.
Wir tranken Bier, unterhielten uns und erzählten. Ich fragte ihn, wie er nach Budapest gelangt sei. Er erzählte mir, dass sein Vater aus Kerz stammte, einer Großfamilie angehörte und nach Hermannstadt zog. Dort heiratete er eine ungarische Frau, sie wohnten im Teresianum-Viertel, wo er geboren wurde. Man bot seinem Vater einen guten Arbeitsplatz in Bukarest an bei einer deutschen Firma, weshalb sie nach Bukarest zogen.
Sie wohnten am Anfang in einer Firmenwohnung, bis sein Vater ein Haus kaufte. Ich bin dreisprachig aufgewachsen: Mit meiner Mutter sprach ich Ungarisch, mit meinem Vater Deutsch und draußen auf der Straße sprach ich Rumänisch. Dort ging ich auch in die Schule. Ich studierte in Jassy (Iasi), dort hatte ich viele Freunde, mit einigen stehe ich heute noch in Briefkontakt. Ich kehrte nach Bukarest zurück und alles war gut.
Dann kam der Zweite Weltkrieg und ich erhielt einen Einberufungsbrief. Ich zog nach Budapest, doch als die Soldaten des Militärs zu uns kamen, war ich nicht zu Hause. In der ungarischen Hauptstadt war es nicht einfach, mit kleinen Geschäften hielt ich mich über Wasser. Nach Monaten bekam ich in Budapest eine Einberufung zum Krieg , dann zog ich zurück nach Bukarest. Das hatte ich mehrmals gemacht, bis der Krieg aus war. So war ich nicht im Krieg. Als der Krieg aus war, befand ich mich in Budapest und bin dann hier geblieben. Warum ich das tat? Ich wollte leben und nicht sterben.
Junge Männer auf dem Ball in Michelsberg,
die ersten Kinder der Nachkriegszeit, waren erwachsen geworden. Einige dachten an eine Freundin, um einmal zu heiraten. Eine gute Möglichkeit war, auf manch einen Ball zu gehen, auch in eine andere Ortschaft. Bekannt waren Bälle in Michelsberg neben Heltau. So entschieden sich einige Jungs, solche, die in Fogarasch, Viktoriastadt und Freck-Marsa arbeiteten, aber noch in Kerz wohnten, einmal auf einen Ball nach Michelsberg.
Wir hatten einen Kumpel, der in Hermannstadt arbeitete, der täglich pendelte. Am Nachmittag ging er zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren, ging beim Ballkastanien Baum vorbei, der beim Busbahnhof neben dem Hauptbahnhof stand. Dort klebte man Plakate an, wo Bälle stattfanden. Er las sie immer und sagte auch uns. Da sagte er uns einmal, es ist Samstag, Ball in Michelsberg. So entschieden sich einige von uns, Samstag auf den Ball nach Michelsberg zu fahren. Am Abend waren alle auf dem Bahnhof und mit dem Abendzug ging es auf den Ball. In einer Stunde und fünzehn Minuten waren wir in Hermannstadt,
stiegen ab, gingen durch den Bahnhof auf den Bahnhofplatz, wollten zum Busbahnhof gehen, bis dorthin mussten wir nicht mehr gehen, es kamen zwei Jungen und fragten, wollt ihr auf den Ball nach Michelsberg, wir sagten ja, es kam schon ein Mikrobus, jeder zahlte fünf Lei, stiegen ein und fuhren über die kurze Strecke über den Jungen Wald und gleich waren wir dort, stiegen aus und standen vor dem Ballsaal. Gingen einige Treppen hinauf und standen vor der Tür.
Als die Tür aufging und wir hineinschauten, konnten wir uns noch nicht trauen hineinzugehen. Wir sahen, einen großen Saal und sehr viele Mädels und nur wenige Jungen, wir waren nicht gewöhnt, unter so vielen Mädels zu sein, wir entschieden, noch ein wenig zu warten, bis noch einige Jungen kommen. Dann gingen wir in eine Gaststätte, wo eine Frau Greger die Gaststätte betreibte, jeder trank ein Getränk. Dann sangen wir mit den anderen Jungs das Lied: Wir,sind die Kinder der Frau Greger,unsere Heimat ist das Restaurant.
Dann ging es zum Ball. Wir sahen uns um, dann traute sich einer und forderte ein Mädchen zum Tanzen auf. So ging es weiter, bis zuletzt tanzten wir alle. Man machte auch Bekanntschaften. Bis morgens um sechs Uhr ging es so. Dann gingen wir zu Fuß nach Heltau zum Busbahnhof. Mit dem Bus fuhren wir zum Hermannstädter Hauptbahnhof und von dort mit der Bahn nach Hause. Es war schön. Einige von uns sind noch mal dort gewesen.
die ersten Kinder der Nachkriegszeit, waren erwachsen geworden. Einige dachten an eine Freundin, um einmal zu heiraten. Eine gute Möglichkeit war, auf manch einen Ball zu gehen, auch in eine andere Ortschaft. Bekannt waren Bälle in Michelsberg neben Heltau. So entschieden sich einige Jungs, solche, die in Fogarasch, Viktoriastadt und Freck-Marsa arbeiteten, aber noch in Kerz wohnten, einmal auf einen Ball nach Michelsberg.
Wir hatten einen Kumpel, der in Hermannstadt arbeitete, der täglich pendelte. Am Nachmittag ging er zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren, ging beim Ballkastanien Baum vorbei, der beim Busbahnhof neben dem Hauptbahnhof stand. Dort klebte man Plakate an, wo Bälle stattfanden. Er las sie immer und sagte auch uns. Da sagte er uns einmal, es ist Samstag, Ball in Michelsberg. So entschieden sich einige von uns, Samstag auf den Ball nach Michelsberg zu fahren. Am Abend waren alle auf dem Bahnhof und mit dem Abendzug ging es auf den Ball. In einer Stunde und fünzehn Minuten waren wir in Hermannstadt,
stiegen ab, gingen durch den Bahnhof auf den Bahnhofplatz, wollten zum Busbahnhof gehen, bis dorthin mussten wir nicht mehr gehen, es kamen zwei Jungen und fragten, wollt ihr auf den Ball nach Michelsberg, wir sagten ja, es kam schon ein Mikrobus, jeder zahlte fünf Lei, stiegen ein und fuhren über die kurze Strecke über den Jungen Wald und gleich waren wir dort, stiegen aus und standen vor dem Ballsaal. Gingen einige Treppen hinauf und standen vor der Tür.
Als die Tür aufging und wir hineinschauten, konnten wir uns noch nicht trauen hineinzugehen. Wir sahen, einen großen Saal und sehr viele Mädels und nur wenige Jungen, wir waren nicht gewöhnt, unter so vielen Mädels zu sein, wir entschieden, noch ein wenig zu warten, bis noch einige Jungen kommen. Dann gingen wir in eine Gaststätte, wo eine Frau Greger die Gaststätte betreibte, jeder trank ein Getränk. Dann sangen wir mit den anderen Jungs das Lied: Wir,sind die Kinder der Frau Greger,unsere Heimat ist das Restaurant.
Dann ging es zum Ball. Wir sahen uns um, dann traute sich einer und forderte ein Mädchen zum Tanzen auf. So ging es weiter, bis zuletzt tanzten wir alle. Man machte auch Bekanntschaften. Bis morgens um sechs Uhr ging es so. Dann gingen wir zu Fuß nach Heltau zum Busbahnhof. Mit dem Bus fuhren wir zum Hermannstädter Hauptbahnhof und von dort mit der Bahn nach Hause. Es war schön. Einige von uns sind noch mal dort gewesen.
In unserer Ortschaft gab es zwei Menschen, die Busreisen organisierten: Paul, der Gewährschaftsvorsitzende (Gewerkschaft), mit dem ich im ganzen Land gereist bin, und Hans, der Reisen zu Fußballspielen organisierte. Hans war temperamentvoll wie sein Großvater, der von den Glasmachern abstammte, die im unteren Gebirge wohnten und aus Böhmen (Österreich) kamen. Hans machte manchmal auch Fehler, ohne es zu wollen. Er spielte mit einem Milizmann immer Schach. Einmal rief der Milizmann Hans an und wollte fragen, wann sie wieder spielen sollen. Während sie sprachen, schaute Hans zum Fenster hinaus und sah seinen Nachbarn, der auf der anderen Seite wohnte. Der kam mit einem Wagen Holz aus dem Wald. Der Hans sagte weiter am Telefon: „Gerade jetzt fährt Linz mit einem Wagen vorbei.”
Der Milizmann hat bestimmt gedacht: „Lass ich den Linz überraschen. Das Holz hat er unerlaubt geholt und dann trinke ich noch einen Schnaps bei ihm.” Linz hatte noch nicht einmal die Pferde in den Stall geschafft, da war der Milizmann in seinem Hof. Wer hat mich verpetzt? Es hat mich ja niemand gesehen. Nur Hans kann es gewesen sein. Sie verstanden sich gut, kannten sich ja, tranken einige Schnäpse und alles war gut. Aber Linz war erzürnt auf Hans. Nach zwei, drei Tagen sah Linz, Hans auf der Straße vor dem Haus gehen. Er rief ihm zu: „Hansi, komm her, ich muss dir etwas sagen.” Als sie sich in der Mitte der Straße begegneten, bekam Hans zwei Ohrfeigen von Linz, sodass er Sterne sah. „Du sollst mich verklagen”, sagte Linz.
Hans musste schweigen, denn er war der Schuldige.
Der zweite Fehler, den Hans machte: An einem Sonntag war Tanz im großen Saal. Auf dem Weg dorthin ging Hans an der Miliz vorbei. Ein junger Milizmann schaute ihn an und fragte: „Hans, wohin gehst du?”
„In den Saal”, antwortete Hans.
„Warte ein wenig, ich komme auch.” Er zog sich um und ging mit. Beim Tanzen spielten die Musikanten das Lied „Guten Morgen, Deutschland, wir wünschen dir einen schönen Tag”. Hans sagte zum Milizmann: „Na schau, was die spielen.” Der Milizmann hatte es nach Hermannstadt gemeldet: In Kerz werden verbotene Lieder gespielt. Nach kurzer Zeit bekamen die Musikanten und Hans eine Einladung der Securitate. Die Frage war, welche Musik sie machen. Sie sagten, es sei das Lied „Guten Morgen Deutschland”. Na gut, aber sie dürften keine verbotenen Lieder spielen. Das Problem wurde gelöst, aber sie standen auf der schwarzen Liste. Die Musikanten waren aufgeregt und konsterniert.
Nun kam die Zeit, in der die Fußballmannschaft Bayern München mit Universitaten Craiova in Craiova spielen sollte. Die Kerzer wollten nach Craiova fahren, um das Spiel zu schauen und auch Paul Breitner sehen. Es hatten sich schon so viele angemeldet, dass es fast für einen Reisebus gereicht hätte. Hans hatte schon die Liste. Er ging zum Reisebüro nach Hermannstadt. Die sagten, es gäbe kein Problem mit dem Bus, aber sie bräuchten noch eine Bewilligung vom Geheimdienst. Hans ging auch dorthin, zusammen mit noch zwei Kerzer. Zuerst wollten sie nicht, aber Hans konnte gut sprechen. Er sagte, er sei auch in Deutschland gewesen, aber er sei zurückgekommen und nicht dort geblieben. Dann sagten sie, gut, ihr könnt zum Spiel fahren, und sie bekamen die Genehmigung. Im ganzen Dorf sprach man über diese Reise zum Fußballspiel.
Dann fuhren zwei Reisebusse zum Fußballspiel
Der Milizmann hat bestimmt gedacht: „Lass ich den Linz überraschen. Das Holz hat er unerlaubt geholt und dann trinke ich noch einen Schnaps bei ihm.” Linz hatte noch nicht einmal die Pferde in den Stall geschafft, da war der Milizmann in seinem Hof. Wer hat mich verpetzt? Es hat mich ja niemand gesehen. Nur Hans kann es gewesen sein. Sie verstanden sich gut, kannten sich ja, tranken einige Schnäpse und alles war gut. Aber Linz war erzürnt auf Hans. Nach zwei, drei Tagen sah Linz, Hans auf der Straße vor dem Haus gehen. Er rief ihm zu: „Hansi, komm her, ich muss dir etwas sagen.” Als sie sich in der Mitte der Straße begegneten, bekam Hans zwei Ohrfeigen von Linz, sodass er Sterne sah. „Du sollst mich verklagen”, sagte Linz.
Hans musste schweigen, denn er war der Schuldige.
Der zweite Fehler, den Hans machte: An einem Sonntag war Tanz im großen Saal. Auf dem Weg dorthin ging Hans an der Miliz vorbei. Ein junger Milizmann schaute ihn an und fragte: „Hans, wohin gehst du?”
„In den Saal”, antwortete Hans.
„Warte ein wenig, ich komme auch.” Er zog sich um und ging mit. Beim Tanzen spielten die Musikanten das Lied „Guten Morgen, Deutschland, wir wünschen dir einen schönen Tag”. Hans sagte zum Milizmann: „Na schau, was die spielen.” Der Milizmann hatte es nach Hermannstadt gemeldet: In Kerz werden verbotene Lieder gespielt. Nach kurzer Zeit bekamen die Musikanten und Hans eine Einladung der Securitate. Die Frage war, welche Musik sie machen. Sie sagten, es sei das Lied „Guten Morgen Deutschland”. Na gut, aber sie dürften keine verbotenen Lieder spielen. Das Problem wurde gelöst, aber sie standen auf der schwarzen Liste. Die Musikanten waren aufgeregt und konsterniert.
Nun kam die Zeit, in der die Fußballmannschaft Bayern München mit Universitaten Craiova in Craiova spielen sollte. Die Kerzer wollten nach Craiova fahren, um das Spiel zu schauen und auch Paul Breitner sehen. Es hatten sich schon so viele angemeldet, dass es fast für einen Reisebus gereicht hätte. Hans hatte schon die Liste. Er ging zum Reisebüro nach Hermannstadt. Die sagten, es gäbe kein Problem mit dem Bus, aber sie bräuchten noch eine Bewilligung vom Geheimdienst. Hans ging auch dorthin, zusammen mit noch zwei Kerzer. Zuerst wollten sie nicht, aber Hans konnte gut sprechen. Er sagte, er sei auch in Deutschland gewesen, aber er sei zurückgekommen und nicht dort geblieben. Dann sagten sie, gut, ihr könnt zum Spiel fahren, und sie bekamen die Genehmigung. Im ganzen Dorf sprach man über diese Reise zum Fußballspiel.
Dann fuhren zwei Reisebusse zum Fußballspiel
Ein Mann erzählte mir einmal Folgendes: Er war in der rumänischen Armee, und wir kämpften bis zum Donknie (Cotu Donului) in Richtung Stalingrad. Dann durchbrach die russische Armee die Front, und es wurde gefährlich. Man sagte: „Wir müssen schnell weg von hier, sonst werden wir eingekesselt und können nicht mehr weg.” So sind wir, eine Gruppe rumänischer Soldaten, Richtung Rumänien weg. Es war schwer, wir mussten große Flüsse durchqueren, durchschwimmen, aber am Ende kam ich nach Hause, nach Kerz.
Der Krieg ging weiter, die Fronten wechselten, Rumänien war jetzt mit Russland. Andreas, der damals mit der Rumänischen Armee gegen Russland gekämpft hatte, musste diesmal nach Russland, aber zur Zwangsarbeit, er war auf der Liste. An einem Tag wurden alle jungen Männer und Frauen nach Fogarasch geschafft, junge Rumänen hatte man beauftragt, diese jungen Sachsen mit den Pferdewagen zu schaffen. Andreas war im letzten Wagen.
Nach einer Zeit sagt der junge Rumäne zu Andreas, ,, Andrei, sping hinunter und versteck dich unter einer Brücke, ich mache als hätte ich nichts gesehn und du bleibst zuhause. Ich hätte es auch getan, aber alle anderen auf dem Wagen waren meine Kusinen, die sagten, Andreas, du wirst uns ja nicht allein lassen, sie haben mich überzeugt und ich bin geblieben, dann fuhren wir zur Sammelstelle. Von der Sammelstelle zum Bahnhof. Jetzt sollte jeder sich den Koffer nehmen,
als auch ich mir den Koffer nehmen wollte, war er nicht dort, ich versuchte ihn zu suchen, aber es kam ein Rusischer Soldat, haute mir eins mit seinem Gewehr auf den Rücken und schrie: Schneller (Dawei), und ich musste laufen. So bin ich ohne Koffer nach Russland gezogen.
Der Krieg ging weiter, die Fronten wechselten, Rumänien war jetzt mit Russland. Andreas, der damals mit der Rumänischen Armee gegen Russland gekämpft hatte, musste diesmal nach Russland, aber zur Zwangsarbeit, er war auf der Liste. An einem Tag wurden alle jungen Männer und Frauen nach Fogarasch geschafft, junge Rumänen hatte man beauftragt, diese jungen Sachsen mit den Pferdewagen zu schaffen. Andreas war im letzten Wagen.
Nach einer Zeit sagt der junge Rumäne zu Andreas, ,, Andrei, sping hinunter und versteck dich unter einer Brücke, ich mache als hätte ich nichts gesehn und du bleibst zuhause. Ich hätte es auch getan, aber alle anderen auf dem Wagen waren meine Kusinen, die sagten, Andreas, du wirst uns ja nicht allein lassen, sie haben mich überzeugt und ich bin geblieben, dann fuhren wir zur Sammelstelle. Von der Sammelstelle zum Bahnhof. Jetzt sollte jeder sich den Koffer nehmen,
als auch ich mir den Koffer nehmen wollte, war er nicht dort, ich versuchte ihn zu suchen, aber es kam ein Rusischer Soldat, haute mir eins mit seinem Gewehr auf den Rücken und schrie: Schneller (Dawei), und ich musste laufen. So bin ich ohne Koffer nach Russland gezogen.
Hans vom Brunen, auch Hans Ciobanul (der Hirte) genannt, hatte keine Eltern. Er wuchs bei seiner Großmutter auf, die eine arme Frau war. So war der kleine Hansi viel bei den Schafen und den Schafhirten, die ihn akzeptierten. Er gehörte zu ihnen. Es kamen viele Rumänen aus Kerz vorbei. Sie hatten zu der Zeit Schafe und sahen ihn dort. Sie sprachen ihn an: „Was machst du, Hansi?” Sie hatten ihn in ihr Herz geschlossen.
Er wurde größer, dann hatte er auch eigene Schafe, wurde selbstständig und wurde ein großer Schafzüchter. Er soll die meisten Schafe in Kerz gehabt haben. Es gab noch einige, die viele Schafe in der Ortschaft hatten, man nannte sie Ciobanii. Aber einige hatten ein Problem mit diesem Namen „Cioban”. Sie sagten: „Wir sind kein Volk der Cioban.”
Hans, wer sagt das? Ihr. Früher wart ihr die Valachen, dann wolltet ihr Rumänen sein. So ist das Wort Valachen in Vergessenheit geraten und das Wort Cioban ist geblieben. Ihr habt auch mir den Namen Cioban gegeben. Der Unterschied ist: Die Valachen waren das Volk der Schafzüchter und die Cioban waren die Schafhirten. Auch ich bin ein Schafzüchter und kein Schafhirte.
Es wäre gerechter gewesen, wenn ihr mich Hans Valachul genannt hättet. Wie viele Schafe er hatte, wusste niemand, er hat es niemandem gesagt und er hatte sie in verschiedenen Orten des Landes. Als er starb, war die ganze Dorfgemeinschaft auf seinem Begräbnis, Sachsen, Rumänen, einfach alle, sie gaben ihm die letzte Ehre. Er war einer von uns.
Er wurde größer, dann hatte er auch eigene Schafe, wurde selbstständig und wurde ein großer Schafzüchter. Er soll die meisten Schafe in Kerz gehabt haben. Es gab noch einige, die viele Schafe in der Ortschaft hatten, man nannte sie Ciobanii. Aber einige hatten ein Problem mit diesem Namen „Cioban”. Sie sagten: „Wir sind kein Volk der Cioban.”
Hans, wer sagt das? Ihr. Früher wart ihr die Valachen, dann wolltet ihr Rumänen sein. So ist das Wort Valachen in Vergessenheit geraten und das Wort Cioban ist geblieben. Ihr habt auch mir den Namen Cioban gegeben. Der Unterschied ist: Die Valachen waren das Volk der Schafzüchter und die Cioban waren die Schafhirten. Auch ich bin ein Schafzüchter und kein Schafhirte.
Es wäre gerechter gewesen, wenn ihr mich Hans Valachul genannt hättet. Wie viele Schafe er hatte, wusste niemand, er hat es niemandem gesagt und er hatte sie in verschiedenen Orten des Landes. Als er starb, war die ganze Dorfgemeinschaft auf seinem Begräbnis, Sachsen, Rumänen, einfach alle, sie gaben ihm die letzte Ehre. Er war einer von uns.
Im Jahre 1967 ging ich auf die Berufsschule in Viktoriastadt, legte die Aufnahmeprüfung ab und wurde angenommen. Im September begann der Unterricht. Wir waren alles Jungen aus dem Fogarescher Land (Tara Fagaresului), wo auch Kerz liegt, das einzige Sachsendorf. So war auch ein Kerzer dort, und das war ich.
Zwei Kollegen aus unserer Klasse, die aus einem Nachbardorf kamen, fragten mich: „Gibt es bei euch einen starken Mann, der einen Wagen mit Heu überschlagen hat?” Ich wusste, dass es starke Männer in der Ortschaft gab, aber von diesem Ereignis hatte ich noch nie gehört. Ich wohnte im Schulinternat, aber an einigen Samstagen bin ich auch nach Hause gefahren. Zuhause fragte ich, wer dieser starke Mann sein könne.
Von einem Bekannten bekam ich die Antwort: „Das ist der Linz gewesen.” Ja, so war es. Linz war der stärkste und kräftigste Mann im Dorf. Viele haben versucht, Linz zu besiegen, aber sie sind immer gescheitert. So hatte Linz auch außerhalb von Kerz seine Berühmtheit und Anerkennung. Er war auch einer ohne Eltern. Er wuchs bei einem Onkel auf.
Es gab mehrere Kinder ohne Eltern. Der Krieg hatte ihnen die Eltern genommen. Sie hatten es schwer, wurden aber kämpferisch und haben ihre Eltern mit Würde vertreten.
Im Jahre 1990 zog er auch nach Deutschland. Sein Haus hat er nicht verkauft, er hätte es auch nicht können, dort hat er gelebt. Er ist dann irgendwann nach Hause gezogen, als hätte er gespürt, dass er sterben würde, und starb in seinem Haus in Kerz. Er wurde auf dem Kerzer Friedhof bestattet, der neben dem Alt-Fluss liegt.
uch angde rouscht uch broust der Ålt.
Zwei Kollegen aus unserer Klasse, die aus einem Nachbardorf kamen, fragten mich: „Gibt es bei euch einen starken Mann, der einen Wagen mit Heu überschlagen hat?” Ich wusste, dass es starke Männer in der Ortschaft gab, aber von diesem Ereignis hatte ich noch nie gehört. Ich wohnte im Schulinternat, aber an einigen Samstagen bin ich auch nach Hause gefahren. Zuhause fragte ich, wer dieser starke Mann sein könne.
Von einem Bekannten bekam ich die Antwort: „Das ist der Linz gewesen.” Ja, so war es. Linz war der stärkste und kräftigste Mann im Dorf. Viele haben versucht, Linz zu besiegen, aber sie sind immer gescheitert. So hatte Linz auch außerhalb von Kerz seine Berühmtheit und Anerkennung. Er war auch einer ohne Eltern. Er wuchs bei einem Onkel auf.
Es gab mehrere Kinder ohne Eltern. Der Krieg hatte ihnen die Eltern genommen. Sie hatten es schwer, wurden aber kämpferisch und haben ihre Eltern mit Würde vertreten.
Im Jahre 1990 zog er auch nach Deutschland. Sein Haus hat er nicht verkauft, er hätte es auch nicht können, dort hat er gelebt. Er ist dann irgendwann nach Hause gezogen, als hätte er gespürt, dass er sterben würde, und starb in seinem Haus in Kerz. Er wurde auf dem Kerzer Friedhof bestattet, der neben dem Alt-Fluss liegt.
uch angde rouscht uch broust der Ålt.
Auch wenn ich schon vor vielen Jahren von zu Hause weggezogen bin, habe ich ein starkes Heimatgefühl für die Ortschaft, in der ich meine Kindheit verbracht habe. Die Kindheits- und Jugendzeit kann man nicht vergessen, das bleibt in Erinnerung. Diese Ortschaft war etwas Besonderes und die meisten Menschen, die dort wohnten, waren in Ordnung, abgesehen von einigen Ausnahmen. Das Leben war interessant, es gab viel Positives, aber auch Negatives, und bei meinen Freunden war es das Gleiche. Es gab viele gute Menschen, für die ich großen Respekt hatte. Auch sehr interessante Menschen, deren Kinder ich heute nicht mehr kenne. Ich wünsche ihnen alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit. Sie sind in meiner Seele, ich will sie nicht vergessen. Nun muss ich nach vorne schauen, in die Gegenwart. Nach vorne schauen und nie mehr zurück!
Ich wollte keine Erinnerungen mehr hier schreiben, da ich aber in einem Alter bin, in dem einem immer wieder Erinnerungen in den Kopf kommen, dachte ich, ich schreibe sie auf und mache sie bekannt.
An einem Tag arbeitete ich zusammen mit einem Arbeitskollegen. Da er wusste, dass ich ein Sachse bin, erzählte er mir Folgendes: Mein Vater hat, als er jung war, unter Sachsen in der Bistrizer Gegend gelebt. Sie waren ein wohlhabendes Volk, er hatte einen guten Eindruck von ihnen. Dann sind sie weggezogen, in ihre Häuser sind andere Menschen eingezogen. Er zog dann ins Szeklerland. Auch ihre Sprache hat er gelernt, nur hatte er niemanden mehr, mit dem er sie sprechen konnte.
Ich kaufte mir ein Auto im Jahre 1980, mein Vater sagte zu mir: „Sohn, fahr einmal mit mir durch Siebenbürgen, ich will noch einmal Siebenbürgen sehen.” Wir entschieden uns und eines Morgens fuhren wir los. In der Bistrizer Gegend war mein Vater schockiert über das, was er sah: Die Menschen lagen im Gras vor verkommenen Häusern. Früher saß mann auf einer Bank oder man brachte sich einen Stuhl. Wir fuhren weiter und kamen in eine Ortschaft.
Was wir dort sahen, war für meinen Vater zuviel: Eine Frau kam schnell aus dem Hof heraus, stellte sich vor das Haus und verrichtete ihr kleines Geschäft. Das war jetzt zu viel für ihn. Da sagte mein Vater: „Sohn, bleib stehen, kehr um und fahr mit mir nach Hause.
Ich will Siebenbürgen nicht mehr sehe.n”.
An einem Tag arbeitete ich zusammen mit einem Arbeitskollegen. Da er wusste, dass ich ein Sachse bin, erzählte er mir Folgendes: Mein Vater hat, als er jung war, unter Sachsen in der Bistrizer Gegend gelebt. Sie waren ein wohlhabendes Volk, er hatte einen guten Eindruck von ihnen. Dann sind sie weggezogen, in ihre Häuser sind andere Menschen eingezogen. Er zog dann ins Szeklerland. Auch ihre Sprache hat er gelernt, nur hatte er niemanden mehr, mit dem er sie sprechen konnte.
Ich kaufte mir ein Auto im Jahre 1980, mein Vater sagte zu mir: „Sohn, fahr einmal mit mir durch Siebenbürgen, ich will noch einmal Siebenbürgen sehen.” Wir entschieden uns und eines Morgens fuhren wir los. In der Bistrizer Gegend war mein Vater schockiert über das, was er sah: Die Menschen lagen im Gras vor verkommenen Häusern. Früher saß mann auf einer Bank oder man brachte sich einen Stuhl. Wir fuhren weiter und kamen in eine Ortschaft.
Was wir dort sahen, war für meinen Vater zuviel: Eine Frau kam schnell aus dem Hof heraus, stellte sich vor das Haus und verrichtete ihr kleines Geschäft. Das war jetzt zu viel für ihn. Da sagte mein Vater: „Sohn, bleib stehen, kehr um und fahr mit mir nach Hause.
Ich will Siebenbürgen nicht mehr sehe.n”.
Was mir meine Großmutter erzählte:
Es war im Zweiten Weltkrieg, die deutsche Armee rückte vor, man sprach vom Blitzkrieg. Bei meinen Großeltern waren drei deutsche Soldaten einquartiert. Sie waren hinter der Front mit der Reparatur von Brücken und Straßen beschäftigt. Es waren gute Menschen, die meinen Großeltern auch in der Landwirtschaft halfen. Da der Krieg immer länger dauerte, wurden sie traurig und dachten an ihre Liebsten zu Hause. Einer der drei Soldaten hatte Glauben an Gott. Bei einem Gespräch mit dem Soldaten sagte meine Großmutter zu ihm: „Der Krieg wird bald zu Ende sein, Deutschland wird den Krieg gewinnen und dann könnt ihr nach Hause gehen.” Er sagte: „Frau F., wir werden den Krieg nicht gewinnen, Deutschland wird den Krieg nicht gewinnen.” Da fragte Großmutter: „Warum?”, und er sagte: „Das deutsche Volk hat zu wenig Glauben an Gott, und Gott wird uns nicht helfen.” Sollte er Recht behalten? Nach einiger Zeit zogen sie weg.
Es war im Zweiten Weltkrieg, die deutsche Armee rückte vor, man sprach vom Blitzkrieg. Bei meinen Großeltern waren drei deutsche Soldaten einquartiert. Sie waren hinter der Front mit der Reparatur von Brücken und Straßen beschäftigt. Es waren gute Menschen, die meinen Großeltern auch in der Landwirtschaft halfen. Da der Krieg immer länger dauerte, wurden sie traurig und dachten an ihre Liebsten zu Hause. Einer der drei Soldaten hatte Glauben an Gott. Bei einem Gespräch mit dem Soldaten sagte meine Großmutter zu ihm: „Der Krieg wird bald zu Ende sein, Deutschland wird den Krieg gewinnen und dann könnt ihr nach Hause gehen.” Er sagte: „Frau F., wir werden den Krieg nicht gewinnen, Deutschland wird den Krieg nicht gewinnen.” Da fragte Großmutter: „Warum?”, und er sagte: „Das deutsche Volk hat zu wenig Glauben an Gott, und Gott wird uns nicht helfen.” Sollte er Recht behalten? Nach einiger Zeit zogen sie weg.
Ich war im Weingarten und ging nun nach Hause. Auf dem Weg begegnete ich Franz Josef, der zwei kleine Hunde und eine Axt auf der Schulter dabei hatte. „Wohin gehst du?”, fragte ich ihn. Er antwortete, er habe ein Fuchsloch entdeckt und wolle nun versuchen, den Fuchs zu fangen. Er hatte so etwas schon mehrmals unternommen und war auch schon erfolgreich gewesen. Franz Josef stammte aus einer Großfamilie. Während seine Brüder eher ruhig waren, war er anders. Er war viel im Wald und am Alt-Fluss.
Er war ein passionierter Fischer. Einmal erzählte er uns, dass er am Flussufer stand, als die Turmglocken das neue Jahr einläuteten. Er fing einen Fisch nach dem anderen und ging erst um vier Uhr nach Hause. Er besaß auch einen Kahn.
Es war einmal im Herbst, als die Äpfel reif waren. Er wusste einen Apfelbaum mit guten Äpfeln, der auf der anderen Seite des Flusses war. An einem späten Abend fuhr er mit dem Kahn auf die andere Seite, ging den Berg hinauf auf die Wiese, stieg auf den Baum und fing an, Äpfel zu pflücken und sie in einen Sack zu stecken. Plötzlich bekam er Besuch von einem Bären. Der Bär bemerkte ihn nicht, fraß Äpfel vom Boden und verschwand dann. Er stieg vom Baum hinunter, ließ die Äpfel dort liegen und lief um sein Leben zum Kahn. Nachdem er sich zwei Tage später vom Schreck erholt hatte, ging er noch einmal hin, um sich den Sack mit den Äpfeln zu holen. Diesmal war es nicht mehr dunkel und er hatte seine beiden Hunde dabei.
Die Bären hatten sich vermehrt. Sie waren nicht mehr nur im Gebirge, sondern hatten sich auch in den Wald auf der rechten Seite des Flusses ausgebreitet. Inzwischen hatten auch andere Menschen Begegnungen mit Bären, sodass einige Menschen Angst hatten. Man ging nicht mehr allein in den Wald, und wenn, dann mit einem oder zwei Hunden.
Er war ein passionierter Fischer. Einmal erzählte er uns, dass er am Flussufer stand, als die Turmglocken das neue Jahr einläuteten. Er fing einen Fisch nach dem anderen und ging erst um vier Uhr nach Hause. Er besaß auch einen Kahn.
Es war einmal im Herbst, als die Äpfel reif waren. Er wusste einen Apfelbaum mit guten Äpfeln, der auf der anderen Seite des Flusses war. An einem späten Abend fuhr er mit dem Kahn auf die andere Seite, ging den Berg hinauf auf die Wiese, stieg auf den Baum und fing an, Äpfel zu pflücken und sie in einen Sack zu stecken. Plötzlich bekam er Besuch von einem Bären. Der Bär bemerkte ihn nicht, fraß Äpfel vom Boden und verschwand dann. Er stieg vom Baum hinunter, ließ die Äpfel dort liegen und lief um sein Leben zum Kahn. Nachdem er sich zwei Tage später vom Schreck erholt hatte, ging er noch einmal hin, um sich den Sack mit den Äpfeln zu holen. Diesmal war es nicht mehr dunkel und er hatte seine beiden Hunde dabei.
Die Bären hatten sich vermehrt. Sie waren nicht mehr nur im Gebirge, sondern hatten sich auch in den Wald auf der rechten Seite des Flusses ausgebreitet. Inzwischen hatten auch andere Menschen Begegnungen mit Bären, sodass einige Menschen Angst hatten. Man ging nicht mehr allein in den Wald, und wenn, dann mit einem oder zwei Hunden.
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