Kennt emest noch det Lied "Um Olt, um Olt, um gielen Rihn" ?

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Hantzi
schrieb am 08.09.2021, 22:56 Uhr
Ech hun et als klinzich Gang vun menjer Motter gehihrt. Sä äs nea 91 und kuhn nor noch de irscht 3 Strophen.
Et äs en treurich Liedchen vun em Medchen, diem seng Brejăm
am Olt erdranken äs.
Ech bedunken mich hiesch!
Doris Hutter (Moderator)
schrieb am 09.09.2021, 00:07 Uhr
Et äs än der Summlung "E Liedchen hälft ängden"
Hgg. von Angelika Meltzer und Rosemarie Chrestels.

Das Liederbuch kann bestellt werden unter
info@hausderheimat-nuernberg.de
Marius
schrieb am 09.09.2021, 07:26 Uhr
Viktor Kästner: "De Brockt um Åld"

Zu den bekanntesten Gedichten des siebenbürgisch-sächsischen Mundartdichters Viktor Kästner gehört die Ballade von der "Brockt um Åld".

Um Åld, um Åld, um giele Rin,
Do såß e Medche gånz ellin;
Gor munch in Vål, gor munch in Ris
Det Uermchen än det Wasser schmiß.

"Wat måchst te, Kängd, um gielen Åld?
De Låft äs gråm, der Wängd strecht kålt;
Wat schråst te der deng Uge rit?
Bekrittst dich jo bäs än den Dit."

"Wä sil ich guldjer Härr! net schrån,
Do angden alle meng Fråde lån;
Do angden än dem gielen Åld
Do schleft me Bredjem blaß uch kålt.

De Zäll dä sånk, de Stång dä bråch,
Und Frä uch Kängd äm Wasser låch;
Me Bredjem språng ze Hälf - ellin
Der Drängel hued e mät genin.

Wo äs det Brocktbät weiß uch wich?
Me Bredjem låd af Läte blich,
Wo äs der Pill mät Fronse klin?
Seng Hift rahd af em Kiselstin.

Do låt e na äm schinen Hemd
Mät Talepånchern hisch geblemt,
Mät Birkeln drun, gor feng uch schin,
Et wor det hescht än der Gemin.

Do låt e na - ta läwer Gott! -
Verstruwelt, ohne Madderhot,
Uch ohne Puschen noch derbä
Ous Risen uch Zitronebläh.

Do låt e kålt, do låt e dit
Me Pursch geschniselt, hisch uch schnit,
E wor gor lastich, stark uch fiest
Und vun de Gaden der Allerbiest.

Hä wäll ich sätzen und en klon
Und niche Schlijerdach mi dron
Uch nichen Krällen, nichen Fronz
Und iwich klon äm mengen Honz."

Um Åld, um Åld, um giele Rin,
Do stihd en trourich Lechestin,
Do schleft det Medche starr uch kålt
Und angde rouscht und broust der Åld.

"De Brokt um Ålt" - Lidertrun

Hier der Text zum Mitsingen:

Um Åld, um Åld, um giele Rin,
Do såß e Medche gånz ellin;
Gor munch in Vål, gor munch in Ris
Det Uermchen än det Wasser schmiß.

"Wat måchst te, Kängd, um gielen Åld?
De Låft äs gråm, der Wängd strecht kålt;
Wat schråst te der deng Uge rit?
Bekrittst dich jo bäs än den Dit."

"Wä sil ich guldjer Härr! net schrån,
Do angden alle meng Fråde lån;
Do angden än dem gielen Åld
Do schleft me Bredjem blaß uch kålt."

Um Åld, um Åld, um giele Rin,
Do stihd en trourich Lechestin,
Do schleft det Medche starr uch kålt
Und angde rouscht und broust der Åld.

(Viktor Kästner)



Hantzi
schrieb am 09.09.2021, 22:21 Uhr
Hīschen Dunk ech allebedden!
Ech hun nor de Liedfassung mät den vär Strophen gekūnt und net gewåsst, dat et esi lunk äs.
Als Dunkenhisch schäcken ech ich den Text vum Lied "Der Feldschätz und der uerem Gang", gehīrt und gelīhrt vun menger Motter. (nichen Ahnung, of et īrest afgeschriwwen äs)

1. Der Feldschätz sprächt: "Bleiw stōn, me‘ Gang, hä äs verboddän Feld.
Wīsst ta dänn net, ta segst jo gad, de Tofel ungepeelt?
Wīsst ta dänn net, ta segst jo gad, de Tofel ungepeelt?"

2. "Herr Feldschätz, ach ech bidden hīsch, verzåht mer nor noch det!
Ech hun et wärrlich net gewåsst, und liësen kånn ich net,
Ech hun et wärrlich net gewåsst, und liësen kånn ich net."

3.Der Feldschätz scheddelt nor det Hīft und segt en trăurig un:
"Ta uerem Gang, ta uerem Gang!" sōt hī und geng dervun,
"Ta uerem Gang, ta uerem Gang!" sōt hī und geng dervun.

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