Vu Fraenderf bäs Nimesch.

Än deser Geschicht wird erzohlt wa mir durch fuef Gemїnen geridde senj. Uch wa de Såksen kun kё Siweberjen, end hälfen um Karudder scherjen. ---- en hїsche Groß vum Gottfried Walther Seidner Mir woren når är drua, åwer hangder eas kum e Bäffelwuegen beloaden mat Känjd uch Kiajel. Tourismus åf en besangder Uert.
Ease Såksen eos dem Westen gefallt et ha net glatt zem bёsten, doch mir stijen de Gorren åf de Räck end ridden bäs kēn Nimesch uch zeräck.
Dä ierscht Nuecht håtte mir ä Fraenderf geschlofen, Do äs e Blooch di hїsst : der Bai Şofronie vun de Schofen di kum mat Farden, Soarrel, uch Geschirr, uch mat em Stamperl Pali un as Dir.
Der Bäffelwuegen lunk uch brit åf den em sonst vill Mäst åflidd stäind noch äm Schoppen de Känjd, brocht em duer net åfzehoppen, äm Nu wore se dertuewen. Der Şofronie kum, ech duecht, nea feht di un ze tuewen, doch är kreischan sung hia e Līd wot mir noch hegt ze dinke git:
Det Līd hun ech noch oft gehiurt oald e blёsch uch oald e såksesch Wiurt Kut ihr Kängd erue vu Siweberjen hälft mir des Karutz , dirscht eos dem Schoppe scherjen.
Esi des Moarjest frah ba Zegden nodem der Kokesch hot gekrēht durch fuaf Gemīnen redden, dåt wird eas Programm fuer hegt.
Der Şofronie håt de Rooß gesoarrelt, frenjdlich eas de Huund gescherrelt, end sot: Doamne ajută şi drum bun esi feng eas Eosfläch un.
De Rēsker kunten dese Wiach Richteng Wormlich åf dem Stiach, durch de Wiss uch iwert Feeld, durch en Gruewen lonjst der Hēld.
Det Moarjerüid wor uch noch net gunz dervun wa mir durch den irschte Bäsch se kun. E Streifen Salwerniawel lauch iwer der Wiss uch iwerm Boch.
Und hanjder eas der Bäffelwuegen kum hemmlich anjder Wanjerthuegen. Durch den Niawel hangderm Häffel der Şofronie sung end drif de Bäffel:
Kut ihr Såksen hälft mir scherjen, glech se mir durch Siweberjen. Sat, ha iuwen åf dem Rēch nit de Soann det Moarjerüid ewech.
Mat Guld gefarft der Bäsch dertif, den irschte Strohl åf eas erif schmeisst de Sånn, un desem Moarjen Menschekänjd vergas denj Soarjen.
Vum Rēch har soch em de Gemin da machtich Kirch gebat eos Stin. Sänt 700 Gohren stiht se ha wa giht eas Liawen schniel verbah. --- Äm Farrhaus håt em eas erwuert u lecker Såchen net gespuert, mat hїßer Hunklich åf dem Däsch wor uch der Härwestdåch si fräsch,
Glühwenj wärmt eas richtich durch, der Küster zicht eas dron de Kircheburch Kolos eos Stїn, doch Symetrie, de Orjel spiellt en Haydn Symphonie.
Ä fremde Sprochen hirt em ha erzillen, drua Såksen wore mir zwäsche villen, Touristen kumen mat dem Bus en weffel Wåndrer uch ze Foß.
Uch der Bäffelwuegen kum, der Schofronie driw det Väih end sung: Venit am sasului în ajutor aicia am trăit, aicia am să mor.
Vum Kirchturm iwer de Gemin soch em de Stuwen esi klin ech erbläcken uch menj Aldernheos än der Wänjtergåss um Onjt derteos.
Wa hun eas Olden fräher ha geliawt ? dem Liawen salwest nohgestriawt, beschїden, fleißich, gliwich uch geriacht. End weder wird menj Harz bewiacht.
En Hummer schlit ha jēden Dooch åf de Kloock, des reft: Erwåcht. Mech glått zem Erwåche bruecht sonst hat ech iwer viellet nohgeduecht.
As Rēsker grasen frua äm Guerten, da messe mir nea weder spuerten, Soarrel åf, Gebäss änt Meall, em wänkt eas noh vum Kirch-Kastell.
Esi geng et wegter iwert Fēld schmuel der Stёch doch net verfehlt, der Bäsch mat däcken Iche voll, åf īst loch Ebesderf vuer eas äm Tol.
En hisch Gemin, dot wor e Beld wa mat dem Pinsel un de Wund gemäalt. Kurator Wagner kum eas ha entkēn, ent sot: Ihr Såksen set ha garn gesähn.
Kut doch är mih en kut bold wedder, ä senjer Huund der Becher zeddert, den heaf hia åf end sot „Hälf Gott“ mir säcken Hälf, mir breoche Rot.
Eas Touristen schaze mir än Ihren, det Kirchendoch äs noch zem reparieren. Savetuţo, krisch hia dro der Kēchan dot äs en tichtich tåtterich Blёchan,
Da rüif eas dro åf detsch: Kommt alle, end stault det Däppen mat Sarmale gerīchert Räpp, uch Bäffelrum gunz fräsch ä griußer Schässel åf den Däsch.
Frocht em mech ow dåt eas huet geschmåckt? gern hat em en Portionen noch agesåckt.
Der Şofronie spännt de Bäffel un der Wagner frocht, ow mir bold wedder kun? Kut doch är mih ke Siweberjen end hälft eas um Karudder scherjen.
As Rēsker grasen angderm Ǻppelbuum uch hahär messe mir dervun mat fēstem Schrätt eos der Gemin zerack bleiwt e Kuratorpuer ellin.
Spēt nomättoch wor et änzwäschen wä mir u se kun ke Meschen Herr Şotropa Direktor vun der Schiul erzillt eas gern, erklērt eas vill.
Architektur, Kultur, Geschicht des Kirch hun uch de Såksen åfgericht, sprächt der Professor Archeolog, angderschreiwet mer noch de Katalog.
Ken Owend redde mir åf Nimesch oalles kit mer vuer wa e Gehїmnes ech dinken un den Stephan Ludwig Roth wot hia gelihrt, gestridden, uch gesot :
En froa Nation se mir, dot walle mir uch bleiwen en fräsche Lihrer breoche mir, di nochїst ålles åf kēnt schreiwen.
Uch der Voltaire huat iwerhīwt Riacht won hia behīft: „Des hegdich Zegt spillt Iwerstälpes Siweberjen äs end bleiwt e guuldich Fälpes“.
Et lēt de Soann sich def änt Owendriud, hoart geoarbert hun ämt dachlich Briut eas Olden ha, end senj dervun, glīwt mer Såksen, et äs äst drun mir messen åls Touristen wedder kun.
der Ijel Än deser Nuecht 6. Okt.2008 www.rodevandox.de

Martin der Ijel

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