Urzelnlauf in Agnetheln 1980

5. Januar 2015

Aus dem Ort

Link zum VideoFastnachtsbrauch: Urzelnlauf in Agnetheln 1980. Dia-Ton-Montage von Wilhelm Ernst Roth.
Der Urzelnlauf war einst ein mit den Handwerkerzünften verknüpfter Brauch, 1689 wurde er erstmals als „Mummenschanz der Zünfte“ urkundlich belegt. Ende Januar zogen die Zünfte - Schuster, Schneider, Kürschner und Fassbinder - mit ihren Zunftladen durch die Stadt, um diese den neuen Zunftmeistern zu überbringen. Begleitet wurden sie von den zotteligen Urzeln, die damals in dem Umzug nur eine Nebenrolle spielten. Als die Zünfte sich auflösten, blieben die Urzeln (der etymologische Ursprung der Urzeln ist wohl urtz, was soviel wie "Rest von etwas" bedeutet) übrig. Sie waren jetzt die Hauptfiguren der Parade. Peitschendknallend und mit immer ein paar Krapfen in ihrer "Quetsche" (einer Holzzange) zogen sie durch Agnetheln. 1940 wurde der Urzellauf verboten und erst 1969 wiedereingeführt. Von da bis zum Jahr 1990 liefen die Urzeln jährlich. Diese Dia-Ton-Montage von Wilhelm Ernst Roth zeigt den Urzelnlauf in Agnetheln im Jahr 1980. Neben den Farbdias sind Originaltöne zu hören. Die 12-jährige Tochter von Wilhelm Ernst Roth übernahm die Rolle der Sprecherin.

Stichworte: Brauch, Urzeln, Fastnacht

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