Tätigkeitsbericht des Vorstandes 2003-2006

Mitteilungen der HOG

15. Mai 2006

Der Vorstand der "Dorfgemeinschaft der Brenndörfer" (HOG Brenndorf) veröffentlicht den unten stehenden Tätigkeitsbericht für die Amtszeit 2003 bis 2006 in den "Briefen aus Brenndorf", 61. Folge, Pfingsten 2006. Auf diese Weise können sich die Mitglieder über die Tätigkeit des Vorstandes informieren und dann in der Mitgliederversammlung vom 23. September 2006 in Brackenheim darüber abstimmen.
Liebe Brenndörfer Landsleute, liebe Freunde,
beim letzten Nachbarschaftstag in Brackenheim wurde ein Generationenwechsel im Vorstand vollzogen. Der seit drei Jahren amtierende Vorstand kann in seinem heutigen Tätigkeitsbericht ein überwiegend positives Ergebnis vorweisen. Das Wirken stand im Zeichen der Kontinuität, da wir unsere Arbeit auf die inzwischen dreißigjährige Erfahrung der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ aufgebaut und dabei versucht haben, auf die Bedürfnisse der Menschen, die wir betreuen, einzugehen. Der Tätigkeitsbericht wird vorab im Pfingstheft der „Briefe aus Brenndorf“ veröffentlicht, zur Diskussion gestellt und der Mitgliederversammlung am 23. September 2006 in Brackenheim zur Abstimmung vorgelegt.

Das Treffen findet heuer bereits zum dritten Mal im Bürgerzentrum in Brackenheim statt. Der achte Brenndörfer Nachbarschaftstag am 18. und 19. Oktober 2003 verlief zur vollen Zufriedenheit der etwa 500 anwesenden Gäste, angefangen mit dem Gottesdienst mit Pfarrer Helmut Kramer über die Freude des Wiedersehens und das gesellige Beisammensein bis hin zu den Neuwahlen des Vorstandes mit Ehrungen der scheidenden Vorstandsmitglieder. Der dienstälteste HOG-Vorsitzende in Deutschland, Otto Gliebe, Nachbarvater der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) seit ihrer Gründung zu Pfingsten 1976, gab sein Amt nach 27 Jahren an jüngere Hände weiter. In Dank und Anerkennung für seinen über 40-jährigen ehrenamtlichen Einsatz für die Brenndörfer Gemeinschaft und Blasmusik wurde Otto Gliebe auf Lebenszeit zum Ehrenvorsitzenden der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ gewählt. Mit Ehrenurkunden dankten wir Hermann Schmidts, Wiltrud Mooser und Hans Wagner, die sich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mehr zur Wahl stellten.

Was hat der Vorstand seither geleistet?

Der neue Vorstand hat die bewährte Arbeit des alten Vorstandes fortgesetzt. Wir sind unserem Ehrenvorsitzenden Otto Gliebe sehr dankbar, dass er uns weiterhin bei der engen Kontaktpflege zu unseren Mitgliedern unterstützt und uns immer wieder beratend zur Seite steht. Da die meisten Vorstandsmitglieder mitten im Berufs- und Familienleben stehen, muss die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden. Der Kontakt zu unseren Mitgliedern wird nicht nur vom neuen Vorsitzenden, sondern von allen Vorstandsmitgliedern gepflegt, die sich für das Wohlergehen unserer Landsleute verantwortlich fühlen. Neben der persönlichen, fernmündlichen und schriftlichen Kommunikation werden immer mehr auch neue Medien eingesetzt. So erscheinen Teile der „Briefe aus Brenndorf“ auch im Internet unter www.brenndorf.de, zudem wollen wir Gespräche mit Zeitzeugen auf Videofilm aufzeichnen und setzen den PC nicht nur in der Adressenverwaltung, sondern auch in der Familienforschung ein. Ein Satzungsentwurf wird erarbeitet und in diesem Heimatbrief veröffentlicht, so dass wir beim Nachbarschaftstag 2006 eine neue Satzung verabschieden können, die die seit 1976 gültige Fassung ablöst. Damit wollen wir Schritt halten mit den aktuellen Entwicklungen unserer Gemeinschaft.

Der folgende Tätigkeitsbericht ist in mehrere Bereiche gegliedert. Die meisten Aktivitäten sind unseren Mitgliedern bereits bekannt, da in den „Briefen aus Brenndorf“ regelmäßig und detailliert darüber berichtet wurde. Deshalb werden hier die Entwicklungen der letzten drei Jahre zusammenzufassend behandelt.

„Briefe aus Brenndorf“

Heimatbrief sehr beliebt - Die „Briefe aus Brenndorf“ werden seit Pfingsten 2005 mit farbigem Umschlag und in hochwertigem Offsetdruck hergestellt. Der ansprechende Inhalt, das neue Erscheinungsbild und die vielen Fotos (auch von Jungvermählten) unseres Heimatbriefes finden nicht nur unter den Brenndörfern, sondern auch unter den Burzenländer Nachbarvätern eine positive Resonanz. Auch Dieter Drotleff, Schriftleiter der Wochenschrift „Karpatenrundschau“ in Kronstadt, würdigte die Qualität unserer HOG-Publikation. Unser Heimatblatt ist eine lebendige Chronik, die nach Möglichkeit über alle Ereignisse, die sich in der Gemeinschaft abspielen, wie Todesnachrichten, Vermählungen, Geburten, die verschiedensten Treffen, Goldene Konfirmationen, Klassentreffen usw. sowie über die Ereignisse und das Leben unserer Landsleute aus der alten Heimat informiert. Die „Briefe aus Brenndorf“ sollen das Bindeglied zwischen uns allen sein und dazu beitragen, alle Brenndörfer in eine starke Gemeinschaft einzubinden.

Damit das Heimatblatt auch künftig lebendig und vielseitig über die wichtigsten Ereignisse berichten kann, rufen wir euch alle hiermit nochmals auf, vor allem die ältere Generation, uns mitzuteilen, wenn eure Kinder heiraten, wenn sich Nachwuchs einstellt, wenn sie eine neue Wohnung beziehen oder sich die Anschriften ändern. Todesfälle bitten wir, immer an Otto Gliebe oder Hugo Thiess mit einer Todesanzeige bekannt zu geben. Wir alle wollen am Leben der Gemeinschaft teilhaben, und das können wir nur, wenn wir offen sind und uns gegenseitig informieren, in unserem Fall über unseren Heimatbrief.

Die Heimatbriefe erscheinen in einer Auflage von 750 Stück, wovon etwa 100 Stück an verschiedene Bibliotheken, an die politischen und kulturellen Vertretungen der Landsmannschaft, an die Burzenländer Nachbarväter und ihre engsten Mitarbeiter, an unsere Landsleute in Brenndorf, die Landeskirche in Hermannstadt verschickt werden. Wir hoffen, dass wir diese Auflage halten können, und wären froh, wenn der Heimatbrief in keinem Hause fehlen würde.

Burzenländer Heimatkalender schon zum 15. Mal

Die Burzenländer Heimatkalender werden von allen Burzenländer Heimatortsgemeinschaften jährlich herausgegeben und erfreuen sich bei den Landsleuten besonderer Beliebtheit. In einer Auflage von rund 7 000 Exemplaren ist der Heimatkalender 2006 unter dem Titel „Kirchenorgeln im Burzenland“ in Farbkunstdruck herausgekommen. Die Herausgabe des Kalenders war bei der Arbeitstagung der Burzenländer Nachbarväter und Gemeindevertreter im Frühling 2005 in Neuhaus bei Crailsheim beschlossen worden und dies im fünfzehnten Jahr hintereinander. Die Reihe wird mit ansprechenden Motiven fortsetzt. Der Kalender wird auch weiterhin nur jenen Landsleuten zugeschickt, die unsere Arbeit moralisch und finanziell unterstützen.

Adressenverzeichnis

Eine wichtige Aufgabe ist die ständige Überarbeitung unseres Adressenverzeichnisses. Bedingt durch häufige Wohnungswechsel, muss unser Adressenheft ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden. Dies kann aber nur geschehen, wenn wir alle daran mitarbeiten. Deshalb bitten wir euch, eure Anschrift sowie die eurer Kinder, Verwandten und Bekannten im letzten Adressenverzeichnis (2003) zu überprüfen. Wenn Adressen nicht mehr aktuell sind, teilt sie bitte unserem Kassenwart und Adressenverwalter Edmund Seimen kurz mit. Beim Treffen in Brackenheim werden die aktuellen Anschriften unserer Mitglieder ausgehängt, so dass jede/r überprüfen kann, ob seine/ihre Adresse korrekt erfasst ist. Wir sind dankbar für jeden Hinweis und hoffen, dass wir euch im Dezember 2006 wieder ein vollständiges Adressenverzeichnis zuschicken können.

Bitte teilt uns auch die Anschriften eurer volljährigen Kinder mit, die zwischen dem 1. Januar 1986 und 31. Dezember 1988 geboren wurden.

Wir wollen unsere volljährigen Jugendlichen, soweit sie uns bekannt sind, auch in das Verzeichnis aufnehmen. „Die jungen Leute haben ein Recht darauf, als selbstständige und erwachsene Mitglieder unserer Gemeinschaft betrachtet zu werden“, schrieb unser Ehrenvorsitzender Otto Gliebe vor drei Jahren. Das ist auch heute gültig. Viele über 18-Jährige haben ihre Kindheit bzw. frühe Jugend in Brenndorf verbracht und sind mit den Gegebenheiten der Gemeinschaft vertraut. Alle, ob in Brenndorf oder anderswo geboren, sollten in unser Adressenverzeichnis aufgenommen werden.

Familienforschung

Hermann Schmidts ist nach schwerer Krankheit am 19. März 2004 im Alter von 66 Jahren in Reinheim bei Darmstadt gestorben. Durch seine verdienstvolle, über 25-jährige Arbeit im Bereich der Familien- und Heimatforschung hat er Maßstäbe gesetzt sowohl für das Burzenland als auch für ganz Siebenbürgen. Am 2. April 2004 haben wir im Rahmen einer würdigen Trauerfeier Abschied von ihm genommen.

Die Familienforschung der HOG Brenndorf wird unter Anwendung moderner PC-Programme fortgeführt. Zuständig für die Familienforschung ist Hugo Thiess, der die Unterlagen von Hermann Schmidts übernommen hat. Er nimmt regelmäßig an den PC-Seminaren für siebenbürgische Familienforscher in Gundelsheim am Neckar teil. Wie viele andere siebenbürgisch-sächsische Ortsgenealogen verwendet Hugo Thiess das Programm Gen_Plus und steht nun vor der zeitaufwändigen Aufgabe, die von Hermann Schmidts erarbeiteten Daten in das moderne Genealogie-Programm zu übernehmen und um aktuelle Familiendaten zu ergänzen. Das Ganze ist als Vorarbeit für ein Brenndörfer Ortsfamilienbuch gedacht, das Hugo Thiess mittelfristig herausgeben will. Des Weiteren erforscht er das geschichtliche Wappen von Brenndorf und beabsichtigt, dafür den Rat von Heraldikern einzuholen.

Foto-Archiv

Ein großer Schatz unserer Gemeinschaft ist das von Uta Martini verwaltete Foto-Archiv. Mit ihren nach bestimmten Themen ausgewählten Foto-Ausstellungen erfreut sie nicht nur uns Brenndörfer bei den Nachbarschaftstagen in Brackenheim, sondern auch die Rosenauer bei ihrem Treffen in Bad Rappenau oder die Siebenbürger Sachsen in Rüsselsheim.

Volker Kreisel hat zahlreiche Bilder aus unserem Fotoarchiv eingescannt und zu einem digitalen Bildarchiv zusammengetragen, das bereits über 1 100 Bilder umfasst. Diese Arbeit soll fortgesetzt werden, um die ortskundlichen Forschungen sowie die Veröffentlichungen im Heimatbrief und Internet zu erleichtern.

Brenndorf im Internet

Brenndorf ist seit fünf Jahren im weltweiten Datennetz unter der Adresse www.brenndorf.de vertreten. Die Homepage wurde von Edmund Seimen aufgebaut und grafisch gestaltet.

Ziel des von Edmund Seimen gepflegten Webauftritts ist es, die Jugend und all jene zu informieren, die an der Geschichte Brenndorfs und der siebenbürgisch-sächsischen Kultur interessiert sind und sich über diese Themen austauschen wollen. Die Homepage von Brenndorf versteht sich zugleich als Nachschlagewerk rund um Brenndorf mit folgenden Inhalten: Geschichte Brenndorfs, Bilder von Kirche, Schule und Dorf, Menschen, Musikanten usw., wichtige Adressen und Links von siebenbürgisch-sächsischen Institutionen, Veranstaltungshinweise, Berichte der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“, Artikel aus der Siebenbürgischen Zeitung mit Bezug zu Brenndorf und dem Burzenland.

In das E-Mail-Verzeichnis unter www.brenndorf.de können sich alle Brenndörfer und deren Freunde eintragen und damit auf elektronischem Wege miteinander in Kontakt treten. Natürlich werden keine persönlichen Daten oder Adressen veröffentlicht, es sei denn die oder der Betreffende erklärt sich damit einverstanden.

Der Vorstand beabsichtigt, in den nächsten Monaten auch ältere Folgen der „Briefe aus Brenndorf“ mit interessanten Beiträgen über die Kultur und Geschichte Brenndorfs im Internet zu veröffentlichen. Damit sollen diese Informationen, die in älteren Heimatbriefen enthalten sind, auch Forschern, der jungen Generation und den Interessenten in der ganzen Welt im Internet zugänglich gemacht werden.

Die Webseite url=http://www.brenndorf.de]www.brenndorf.de[/url] wollen wir überarbeiten und mit stets aktuellen Informationen bestücken. Wir rufen hiermit alle Brenndörfer auf, unseren Internetauftritt mit Ideen, Anregungen und Beiträgen zu bereichern. Die E-Mail-Adresse von Edmund Seimen lautet: seimen [ät] online.de.

Berichte und weitere Infos über Brenndorf sind auch unter der Adresse http://www.siebenbuerger.de/ortschaften/brenndorf/ abrufbar.

Die Blaskapelle – eine wichtige kulturelle Institution

Die Blasmusik Brenndorf leistet nach unserer Meinung einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der siebenbürgisch-sächsischen Kultur und Traditionen aus Brenndorf. Die Blaskapelle unter der Leitung von Walter Dieners ist neben dem Kirchenchor, der jedes dritte Jahr bei den Nachbarschaftstagen auftritt, die einzige Brenndörfer Kulturformation, die in Deutschland noch aktiv ist. Deshalb unterstützt die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ die Blaskapelle und hat in einer Sitzung am 30. Oktober 2004 in Tandern die „Grundsätze der Zusammenarbeit zwischen der ‚Dorfgemeinschaft der Brenndörfer‘ und der Blaskapelle Brenndorf“ beschlossen. Die moralische und finanzielle Förderung der Musikantenauftritte und -treffen soll ein Ansporn sein, dass die Blasmusik ihre Kulturarbeit regelmäßig entfaltet.

Die „Junge Blaskapelle Brenndorf“ feierte ihr 50-jähriges Jubiläum beim Regionaltreffen Nordrhein-Westfalen am 8. Oktober 2005 in Drabenderhöhe. Eine Festrede hielt der Ehrenvorsitzende Otto Gliebe und dankte den Musikanten seitens der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ für ihren Einsatz mit Urkunden und kleinen Geschenken. Besondere Freude konnten wir den Musikern mit einem 1976 in Brenndorf gedrehten Film bereiten. Otto Gliebe regt an, den Film, wenn technisch möglich, auch beim Treffen 2006 in Brackenheim vorzuführen.

Die Nachbarschaften der Dorfgemeinschaft

Die regionalen Untergliederungen, die Nachbarschaften in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, werden von der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ koordiniert, arbeiten aber als selbständige Gruppen. Sie organisieren kleine Treffen in den Jahren, in denen es kein großes Brenndörfer Treffen gibt. So laden Laura und Hans Darabas regelmäßig zu Treffen in das Gasthaus „Neuwirt“ in Garching bei München ein. Das letzte Treffen fand im Oktober 2004 statt, ein weiteres Regionaltreffen ist im Herbst 2007 geplant.

Rainer und Monika Schuster haben mit ihrem Helferteam ihren Einstand als Organisatoren des Regionaltreffens Nordrhein-Westfalen am 8. Oktober 2005 in Drabenderhöhe erfolgreich bewältigt. Beim Heimattreffen feierte, wie oben erwähnt, die „Junge Blaskapelle“ ihr 50-jähriges Bestehen. Das harmonische, heitere Fest des Wiedersehens kann als sehr gelungen betrachtet werden. Wie beliebt diese kleine Treffen sind, zeigte der gut gefüllte Saal mit rund 160 Teilnehmern. Die junge Generation war dabei erfreulicherweise stark vertreten. Wir hoffen, dass das Ehepaar Rainer und Monika Schuster auch künftig Treffen in Drabenderhöhe organisieren und somit dem Bedürfnis unserer Landsleute, sich wiederzusehen und gemütlich beisammenzusein, Rechnung getragen wird.

Nachdem Wiltrud und Jürgen Mooser ihr Amt als langjährige Organisatoren der Regionaltreffen in Baden-Württemberg im Oktober 2003 aufgegeben haben, ist es dem Vorstand leider nicht gelungen, Nachfolger zu finden, die die Nachbarschaft Baden-Württemberg betreuen und Brenndörfer Treffen im Südwesten Deutschlands auf die Beine stellen. Wir hoffen dennoch, Organisatoren zu finden und rufen geeignete Ehepaare auf, sich für diese Aufgabe zur Verfügung zu stellen.

Außer diesen regionalen Treffen wurden in den letzten Jahren noch einige Klassentreffen von den jeweiligen Jahrgängen organisiert. Auch bei diesen Zusammenkünften wird Brenndörfer Gemeinschaft in kleinem, überschaubaren Rahmen gepflegt, es werden Erinnerungen und Neuigkeiten ausgetauscht. Deshalb ermuntern wir die Brenndörfer, dem Beispiel anderer Burzenländer Gemeinden zu folgen und öfter Klassentreffen zu organisieren.

Erfreulich rege Jugendarbeit

Die Jugend und Junggebliebenen haben unter der Regie von Norbert Thiess in den letzten Jahren eine rege Tätigkeit entfaltet, die Hoffnung macht, dass unsere Gemeinschaft auch künftig Bestand haben wird. So wurde im Sommer 2005 bereits das fünfte Fischertreffen in Schweden bzw. Norwegen organisiert, es gab jährliche Skitreffen, und die Brenndörfer waren zahlreich beim Burzenländer Jugendtreffen am 2. April 2005 in Möglingen vertreten. Wir gratulieren der Brenndörfer Fußballmannschaft, die an diesem Tag erstmals in der Geschichte des Burzenländer Fußballballturniers als Sieger hervorging.

Im Januar 2006 fand ein Skitreffen in Bad Goisern (Oberösterreich) statt, Fasching wurde am 11. Februar 2006 im Gasthaus „Neuhaus“ bei Crailsheim gefeiert.

Die erfreulich rege Jugendarbeit wird von der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ ab 2006 mit einem Betrag von 500 Euro pro Jahr gefördert. Damit wollen wir die junge Generation stärker motivieren, an gemeinschaftlichen Treffen teilzunehmen und unsere Traditionen fortzuführen. Eine gezielte Jugendförderung wird auch von anderen Burzenländer Heimatortsgemeinschaften betrieben.

Wir laden die junge Generation ein, künftig noch stärker in der Dorfgemeinschaft mitzumachen, die Angebote zur aktiven Freizeitgestaltung unserer Jugendreferenten wahrzunehmen und sich, wenn möglich, auch mit Text- und Bildbeiträgen einzubringen, so dass wir eine Jugendseite im Heimatbrief einrichten können.

Um die Präsenz der Jugend in unserer Gemeinschaft zu stärken, schlägt der Vorstand vor, dass Gert Mechel beim Nachbarschaftstag 2006, zusammen mit Norbert Thiess, als Jugendreferent in den Vorstand gewählt wird.

Beiträge und Spenden

Zu den erfreulichen Tatsachen zählen auch die Beiträge und Spenden für unsere Dorfgemeinschaft. Der überwiegende Teil der Brenndörfer kommt diesen „Pflichten“ weiterhin gewissenhaft nach und unterstützt unsere Arbeit, so dass auch die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ ihre Aufgaben zum Wohle unserer Landsleute von hüben und drüben erfüllen kann.

Als Gegenleistung erhalten unsere Mitglieder regelmäßig die Heimatbriefe, den Burzenländer Kalender, das Adressenbuch und sonstige kleine Publikationen zugeschickt.

Durch diese Zuwendungen haben wir die Möglichkeit, die verschiedensten Treffen zu einem niedrigen Eintrittspreis zu organisieren und wenn nötig, auch finanziell zu unterstützen.

Ein Teil der Spenden dient als Rücklage für eine neue erweiterte Chronik, die erst in einigen Jahren, nachdem alle Kopien aus dem Archiv der Brenndörfer Kirche gesichtet und bearbeitet wurden, erscheinen wird. Somit werden wir in der Lage sein, euch die neue Chronik zu einem angemessenen Preis anzubieten.

Seit dem Weihnachtsheft 2004 haben wir auch um zweckgebundene Spenden für die Kirchenrenovierung in Brenndorf geworben, auf die wir weiter unten eingehen werden.

Im Namen des Vorstandes danke ich euch für jede Spende, die auf das Konto der Dorfgemeinschaft eingezahlt wurde, und versichere euch, dass diese Gelder ausschließlich der Gemeinschaft zugute kommen.

Dem Vorstand ist es gelungen, mit Edda Rhein und Herta Seimen-Sperlich zwei sachkundige Rechnungsprüferinnen zu gewinnen, die die Bücher jährlich überprüfen.

Wer sich über die Buchführung informieren möchte, kann dies ohne weiteres tun. Die ganzen Unterlagen seit der Gründung der Dorfgemeinschaft im Jahr 1976 werden während des 9. Nachbarschaftstages im Ausstellungsraum vorliegen.

Hilfe für Brenndorf

Seit ihrer Gründung im Jahr 1976 hat die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ die Bindung zu Brenndorf stets aufrecht erhalten. Die erste Bewährungsprobe brachte das schwere Erdbeben vom 4. März 1977, als die Kirche und der Kirchturm, ein Jahr nach ihrer Renovierung so schwer beschädigt wurden. In den 80er Jahren schickte die Dorfgemeinschaft, gemeinsam mit einigen Hilfsorganisationen, hunderte von Lebensmittelpaketen nach Brenndorf.

Nach der Wende wird den dort Verbliebenen durch kleine Geldbeträge und die Weihnachtsbescherung, die jedes Jahr allen Familien der Kirchengemeinde überreicht wird, geholfen.

Die evangelische Kirchengemeinde Brenndorf zählt zurzeit 51 Erwachsene und 13-17 Kinder. Seelsorgerisch betreut wird Brenndorf von Peter Klein, der am 14. Mai 2006 in Petersberg durch Bischof D. Dr. Christoph Klein zum Pfarrer ordiniert wurde. Kuratorin ist Rosi Rusu geb. Graef, die im November 2005 im Amt bestätigt wurde.

Friedhofspflege - Die Friedhofspflege in Brenndorf wird durch Spenden unserer Mitglieder finanziell getragen. Der Friedhof befindet sich in einem guten Zustand und wird seit mehreren Jahren von Hans Zacharias gepflegt. Die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) bezuschusst die Friedhofspflege in Brenndorf mit etwa 1 000 Euro jährlich.

Die Beziehung zur Kirchengemeinde wird durch Manfred Copony, der im Oktober 2003 in den Vorstand der Dorfgemeinschaft gewählt wurde, hervorragend gepflegt. Manfred Copony wohnt im Pfarrhaus in Neustadt und ist Angestellter des evangelischen Kirchenbezirks Kronstadt. Größere Reparaturarbeiten wurden an der Kirche nötig. Das Kreuz auf dem Kirchdach über dem Altarschiff drohte herunterzufallen. Vor Wintereinbruch 2003/2004 entfernte Manfred Copony, zusammen mit zwei Bergsteigern, das Kreuz und dichtete das Dach ab.

Kirchenrenovierung in Brenndorf

Die vom Erdbeben im Mai 1990 heimgesuchte evangelische Kirche muss dringend renoviert werden. Der Kronstädter Kirchenbezirk trat im Jahr 2004 mit der Bitte an die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ heran, die Kirchenreparatur finanziell zu unterstützen. Diesem Hilferuf ist der Vorstand nachkommen und sammelt seit dem Weihnachtsheft 2004 der „Briefe aus Brenndorf“ Spenden unter den Mitgliedern der „Dorfgemeinschaft“. Alle Brenndörfer und deren Freunde wurden aufgerufen, die Kirchenrenovierung durch Spenden zu unterstützen. Viele sind diesem Aufruf nachgekommen und haben seit Januar 2005 insgesamt 8.600 Euro gespendet. Dafür möchte sich der Vorstand der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ ganz herzlich bedanken. Alle Spender haben gezeigt, dass ihnen das Schicksal der evangelischen Kirche und unseres Kulturerbes im Allgemeinen auch nach ihrer Auswanderung nicht gleichgültig ist.

Erste Sicherungsmaßnahmen wurden schon im Frühsommer 2004 durchgeführt, um weitere Wasser- und Wetterschäden abzuwenden. Ersten Schätzungen zufolge könnten die anstehenden Arbeiten 50 000 Euro kosten, so dass die Kirche danach wieder für Gottesdienste und Besucher genutzt werden kann. Diese Summe liegt allerdings weit über den finanziellen Möglichkeiten der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ und macht die Hilfe von Stiftungen und anderen Sponsoren erforderlich. Ein drittes finanzielles Standbein erhoffen wir uns durch die Veräußerung von Ackerboden in Brenndorf.

Wir rufen alle Landsleute dazu auf, unser Kulturgut am Leben zu erhalten und den Verfall der Kirche durch gemeinsame Anstrengung zu verhindern. Ein besonderer Dank geht an Manfred Copony, ohne dessen Einsatz es unmöglich wäre, die Kirche in Brenndorf zu renovieren. Er betreut und koordiniert dieses große Vorhaben, das unsere Kräfte auf eine harte Probe stellt. Manfred führt die Verhandlungen mit den Gutachtern und Baufirmen, holt stets mehrere Angebote ein. Er sucht auch die geeigneten Bauarbeiter, überwacht sie und nimmt die fertigen Arbeiten ab.

Das renovierungsbedürftige Pfarrhaus will Manfred Copony instand setzen und aufgrund eines Erbpachtvertrages mit dem Kronstädter Kirchenbezirk in ein Bauernhaus mit Gästezimmern, auch für Besucher aus Deutschland, umgestalten. Auch dieses Vorhaben ist unseres Erachtens sehr förderungswürdig und sollte von der HOG finanziell und moralisch unterstützt werden.

Die „Dorfgemeinschaft“ im HOG-Verband

Wie die meisten anderen Heimatortsgemeinschaften ist auch die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ Mitglied im Verband der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortsgemeinschaften e.V., der 1997 gegründet wurde und uns nach außen hin im Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrat vertritt. Wir stehen in gutem Kontakt zu anderen siebenbürgisch-sächsischen Heimatortsgemeinschaften, vor allem zu jenen des Burzenlandes, aber auch zur Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen und anderen Organisationen. Wir tauschen regelmäßig Gedanken und Erfahrungen mit ihnen aus, die uns helfen, die Arbeit der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ besser zu gestalten.

Aufruf zum Mitwirken im neuen Vorstand

Beim großen Brenndörfer Treffen vom 23. bis 24. September 2006 stehen Neuwahlen an. Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden sich voraussichtlich wieder zur Wahl stellen. Zusätzlich schlägt der Vorstand vor, Gert Mechel, zusammen mit Norbert Thiess, als Jugendreferent in den Vorstand zu wählen.

Darüber hinaus bitten wir auch alle Mitglieder, tüchtige und verantwortungsbewusste Männer und Frauen aus unseren Reihen für den neuen Vorstand vorzuschlagen. Wir suchen auch freiwillige Mitarbeiter jeden Alters, die sich an der Gestaltung des Heimatbriefes mit Beiträgen und guten Ideen beteiligen möchten.

Siegbert Bruss

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