SbZ-Archiv - Stichwort »Alte "Postkarten"«
Zur Suchanfrage wurden 7745 Zeitungsseiten gefunden.
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Folge 6 vom 1. Juni 1952, S. 3
[..] da nicht logisch, daß ,,die österreichische Seele" den Deutschen das Miteigentum an einer Melodie verwehrt, die sie für sich allein haben will? In Deutschland käme niemand auf den Gedanken, geistige Werte den Österreichern vorzuenthalten. Wir finden es natürlich, wenn sie sie als eigene Werte empfinden, und würden uns freuen, sie täten es den Deutschen gleich und machten die Haydn-Melodie zu ihrer Nationalhymne. Wir wohnen ja, ob diesseits oder jenseits des Inn, in einem gem [..]
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Folge 5 vom 15. Mai 1952, S. 1
[..] igung. Die Vertriebenen halben mit Aufmerksamkeit die diplomatischen Stilfinessen der SteHungnahme zu der Oder-Neiße-Grenzfrage in den beiden Sowjetnoten studiert, aber angesichts der politischen Weltlage halten sie es für müßig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, ob im sowjetisch-diplomatischen Sprachgebrauch das Wort ,,endgültig" wirklich endgültig oder nur ·",,vorläufig" endgültig bedeutet. Die west-östliche Spannung, bzw. das ihr zugrundeliegende Kräfteverhältnis lassen [..]
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Folge 5 vom 15. Mai 1952, S. 2
[..] st an die Genehmigung der Konkurrenten gebunden. Wie aber soll der Bauer zu Boden, der Handwerker zu Werkzeug kommen, wenn ihm jede Förderung, jeder Kredit und jede Erleichterung der ersten Schritte fehlt? Die alteingesessene Bevölkerung verfügt zumeist von früher her immerhin über Wohnungen, die unter Mieterschutz stehen; sie besitzt aus besseren Zeiten vielfach noch das Notwendigste an Hausrat, an Produktionsmitteln, bzw. Werkzeugen; sie ist von früher her in einen der viel [..]
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Folge 5 vom 15. Mai 1952, S. 3
[..] "weil sie in jahrelangem Warten zermürbt und durch ständige leere Versprechungen und Vertröstungen in eine Verzweiflungstat hineingetrieben wurden, vor der sie keine Warnungen und Drohungen mehr zurückzuhalten vermochten. ,,Wir glauben euch nichts mehr. Wir marschieren jetzt los. Wir haben nichts mehr zu verlieren als unseren Kopf", sagten sie verbittert, bevor sie lostreckten. So wie die ungebetenen Umsiedler aus Memmelsdorf denken unzählige Heimatvertriebene in den überfüll [..]
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Folge 5 vom 15. Mai 1952, S. 8
[..] desrepublik -- bedauerlicherweise!-- nur wenig bekannt, daß die Ahnen der aus dem Südosten vertriebenen Deutschen aus dem ,,Reich" stammten und als Kolonisatoren nach dem Südosten gerufen wurden. Schon im Mittelalter warenxlie ,,Zipser" und ,,Siebenbürger Sachsen" die Srenawächter in den Karpaten. Mitleidig lächelnd, ein wenig skeptisch sogar, hört der Einheimische unsere Erzählungen an: daß 'bei uns drunten auf einem mittleren Bauernhof von bis Joch vier Pferde im Stal [..]
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Folge 3 vom 15. März 1952, S. 2
[..] freiheit und die gestuften Rechte der Menschen innerhalb der Staaten? Man hat den Krieg geächtet. Gequälte Völker können darin nichts anderes sehen als den schlauen Versuch, ungerechtfertigte Siegerbeute für ewig zu behalten. Vermag nicht jedes Kind heute die hundert Punkte der Landkarte zu zeigen, die alle Vulkane werden können? Wir müssen den höllischen Kreislauf durchbrechen und das Unrecht selbst beseitigen. Das Abendland stirbt, wenn es seine Völker nicht zusammenfaßt in [..]
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Folge 3 vom 15. März 1952, S. 5
[..] Schicksals bestimmt -- hat viel Ähnlichkeit mit dem seines Freundes Eminescu: bald ist er Souffleur einer Theatergruppe, Verwaltungsangestellter und Korrektor einer Zeitung, bald wieder Händler oder Direktor des Nationaltheaters. Bunt wie sein Leben -- das er in Berlin beschließt, wo er seit Aufenthalt nahm -- sind die Gestalten in den Werken seines formvollendeten Realismus. Einige von ihnen, wie der Stadtpolizist Ghitza Pristanda aus ,,Ein verlorener Brief", sind als B [..]
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Folge 2 vom 20. Februar 1952, S. 1
[..] k sprachlos. Er war im vorigen Weltkrieg in einem österreichischen Regiment an der italienischen Front gestanden und hatte für Österreich gekämpft. Seine Vorfahren stemmten aus diesem Land. Sie hatten für den alten Donaustaat gedient und waren nach dem Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie einem der neugegründeten Staaten zugefallen. Seine erste Antwort war: ,,Glauben Sie, daß es etwa in England vorkommen konnte, daß ein Mann englischer Abkunft, der einmal englisch [..]
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Folge 2 vom 20. Februar 1952, S. 3
[..] eichen Zeit, da den Vertriebenen also ein anschauliches Bild geboten wird, wie sich Dr. Kather die ,,Einigung" vorstellt, hat er an die Landsmannschaften sein Ultimatum gerichtet. Eine offizielle Antwort darauf hat er bereits' erhalten, und zwar durch die Landsmannschaft Ostpreußen, die auf ihrer Hamburger Tagung am . und . Februar für den Beitritt zum BVD fünf Bedingungen gestellt hat, denen auch die südostdeutschen Landsmannschaften hundertprozentig zustimmen .Zusammeng [..]
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Folge 2 vom 20. Februar 1952, S. 5
[..] Nr. / . Februar Si eb enjbürgi s c h e Seite _ , · · f ._. . . . . . ' 'Die alten 'Dörfkanioren von DAS UNVERQÄNQLICHE Was man sich an den abendlichen Weintischen von den spindeldürren Dorfkantoren erzählt, ist wahr. Auch daß ihre irdischen Güter wenig Glanz hatten, bei Gott! Es hat seine Richtigkeit, denn ihr Gehalt bezogen sie auf vielfältige Weise: einige Gulden auf die flache Hand, einige Sack Korn und etliche Hühner, vielleicht noch ein Paar Stiefel zu Weihnac [..]









