Tagung: Luthereffekt im östlichen Europa
Einladung zur internationalen Tagung in Berlin
Die internationale Tagung „Der Luthereffekt im östlichen Europa – Geschichte, Kultur, Erinnerung“ findet vom 8. bis 10. März im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin (Unter den Linden 2) statt. Veranstalter sind das DHM und das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (Oldenburg) in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der Universität Stuttgart, dem Institut für Germanistik der Universität Breslau/Wrocław, der Juniorprofessur für die Kunstgeschichte Ostmitteleuropas am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin sowie dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam.
Ausgehend von der nicht selten in Konkurrenz zu anderen protestantischen Strömungen erfolgten Ausbreitung während des 16. Jahrhunderts richtet sich der Fokus der Tagung auf die Auswirkungen und Wechselwirkungen der lutherischen Lehre im östlichen Europa. Die Formierungsphase der reformatorischen Konfessionskirchen dauerte im östlichen Europa länger als im Reich. Der zeitliche Fokus der Tagung liegt daher nicht mehrheitlich im 16. Jahrhundert, sondern nimmt auch nachfolgende Prozesse in den Blick. Das „zweite konfessionelle Zeitalter“ – oder der Zusammenhang zwischen Religion und Nation – ist in diesem Raum besonders spannend. Der zeitliche Bogen der Konferenz reicht bis in die Gegenwart; auf diese Weise werden die heute noch manifesten Folgen der Reformation beispielsweise in Polen, in Ungarn oder auf dem Gebiet des heutigen Rumänien verdeutlicht. Neben der Ereignisgeschichte stehen die mediale Vermittlung reformatorischen Gedankenguts in Wort und Schrift, Kunst und Architektur sowie der Umgang mit diesem kulturellen Erbe im Zentrum des Interesses. Berücksichtigt werden dabei unterschiedliche konfessionelle, ethnische und kulturelle Kontexte. Die Tagung weist damit über die „Wittenberger Reformation“ im engeren Sinn hinaus und rückt die Spezifika der Reformationsbewegungen im östlichen Europa in den Blick. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Um Anmeldung bis 4. März wird gebeten an E-Mail: tagungsbuero@
dhm.de.
Programmauszüge: 8. März, 18.00 Uhr: Eröffnung der Konferenz; 18.15 Uhr: Eröffnungsvortrag von Winfried Eberhard (Leipzig): „Die Rezeption der lutherischen Reformation in Ostmitteleuropa“; 9. März, 9.00-11.45 Uhr: Sektion 1 Der reformatorische Aufbruch im östlichen Europa – Konkurrenz und Toleranz: Matthias Weber (Oldenburg): „Koexistenz und Religionsfrieden in Ostmitteleuropa“; Edit Szegedi (Klausenburg): „Luther als Bezugsgröße der siebenbürgischen Reformierten und Unitarier im 16. und 17. Jahrhundert“; 11.45-13.15 Uhr: Sektion 2 „Die deutsche Religion“? Zum Verhältnis von Nation und Konfession, Sektionsleitung: Konrad Gündisch (München); 14.30-18.00 Uhr: Sektion 3 Vermittlung und Kommunikation I: Sprache und Literatur; 10. März, 9.00-12.30 Uhr: Sektion 4 Vermittlung und Kommunikation II: Architektur und visuelle Medien: u.a.: Evelin Wetter (Riggisberg): „Abgrenzung und Selbstvergewisserung. Zur Rolle vorreformatorischer Kirchenausstattungen in Siebenbürgen“; 14.00-17.30 Uhr: Sektion 5 Erinnerung und Erinnerungsorte – Lutherrezeption seit dem 19. Jahrhundert, Sektionsleitung: Florian Kührer-Wielach (München); 17.30-18.00 Uhr: Abschlussdiskussion.
Die internationale Tagung „Der Luthereffekt im östlichen Europa – Geschichte, Kultur, Erinnerung“ findet vom 8. bis 10. März im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin (Unter den Linden 2) statt. Veranstalter sind das DHM und das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (Oldenburg) in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der Universität Stuttgart, dem Institut für Germanistik der Universität Breslau/Wrocław, der Juniorprofessur für die Kunstgeschichte Ostmitteleuropas am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der Technischen Universität Berlin sowie dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam.
Ausgehend von der nicht selten in Konkurrenz zu anderen protestantischen Strömungen erfolgten Ausbreitung während des 16. Jahrhunderts richtet sich der Fokus der Tagung auf die Auswirkungen und Wechselwirkungen der lutherischen Lehre im östlichen Europa. Die Formierungsphase der reformatorischen Konfessionskirchen dauerte im östlichen Europa länger als im Reich. Der zeitliche Fokus der Tagung liegt daher nicht mehrheitlich im 16. Jahrhundert, sondern nimmt auch nachfolgende Prozesse in den Blick. Das „zweite konfessionelle Zeitalter“ – oder der Zusammenhang zwischen Religion und Nation – ist in diesem Raum besonders spannend. Der zeitliche Bogen der Konferenz reicht bis in die Gegenwart; auf diese Weise werden die heute noch manifesten Folgen der Reformation beispielsweise in Polen, in Ungarn oder auf dem Gebiet des heutigen Rumänien verdeutlicht. Neben der Ereignisgeschichte stehen die mediale Vermittlung reformatorischen Gedankenguts in Wort und Schrift, Kunst und Architektur sowie der Umgang mit diesem kulturellen Erbe im Zentrum des Interesses. Berücksichtigt werden dabei unterschiedliche konfessionelle, ethnische und kulturelle Kontexte. Die Tagung weist damit über die „Wittenberger Reformation“ im engeren Sinn hinaus und rückt die Spezifika der Reformationsbewegungen im östlichen Europa in den Blick. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenfrei. Um Anmeldung bis 4. März wird gebeten an E-Mail: tagungsbuero@
dhm.de.
Programmauszüge: 8. März, 18.00 Uhr: Eröffnung der Konferenz; 18.15 Uhr: Eröffnungsvortrag von Winfried Eberhard (Leipzig): „Die Rezeption der lutherischen Reformation in Ostmitteleuropa“; 9. März, 9.00-11.45 Uhr: Sektion 1 Der reformatorische Aufbruch im östlichen Europa – Konkurrenz und Toleranz: Matthias Weber (Oldenburg): „Koexistenz und Religionsfrieden in Ostmitteleuropa“; Edit Szegedi (Klausenburg): „Luther als Bezugsgröße der siebenbürgischen Reformierten und Unitarier im 16. und 17. Jahrhundert“; 11.45-13.15 Uhr: Sektion 2 „Die deutsche Religion“? Zum Verhältnis von Nation und Konfession, Sektionsleitung: Konrad Gündisch (München); 14.30-18.00 Uhr: Sektion 3 Vermittlung und Kommunikation I: Sprache und Literatur; 10. März, 9.00-12.30 Uhr: Sektion 4 Vermittlung und Kommunikation II: Architektur und visuelle Medien: u.a.: Evelin Wetter (Riggisberg): „Abgrenzung und Selbstvergewisserung. Zur Rolle vorreformatorischer Kirchenausstattungen in Siebenbürgen“; 14.00-17.30 Uhr: Sektion 5 Erinnerung und Erinnerungsorte – Lutherrezeption seit dem 19. Jahrhundert, Sektionsleitung: Florian Kührer-Wielach (München); 17.30-18.00 Uhr: Abschlussdiskussion.
Ort: Berlin
Veranstalter: Deutschen Historischen Museum (DHM), IKGS, Deutsche Kulturforum östliches Europa
Schlagwörter: Tagung, Luther, Reformation, Berlin
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