Rumänisches Filmfestival in München

03.11.2026 - 20.11.2026

Bayern

Der Verein „Gesellschaft zur Förderung der Rumänischen Kultur und Tradition e.V.“, kurz GeFoRum, feiert dieses Jahr das mittlerweile größte Festival rumänischer Filme außerhalb des Landes. Seit 20 Jahren locken berühmte, preisgekrönte und kontroverse Filme sowie außergewöhnliche Debütwerke Filmemacher immer mehr Publikum ins Filmmuseum München. Diese sehr kreativen und mutigen Filme begeistern, regen zu Gesprächen an und bieten jedes Jahr eine mit Spannung und Freude erwartete Begegnungsstätte.
In all den Jahren – wie auch in diesem Jahr – wird das Filmfestival vom Generalkonsulat Rumäniens in München, der Stadt München und dem Filmmuseum unterstützt. In diesem Jahr wird das Jubiläums-Filmfestival zusätzlich aus Mitteln der Bayerischen Staatskanzlei gefördert und vom Rumänischen Kulturinstitut „Titu Maiorescu“ in Berlin unterstützt.
Die Rumänischen Kulturtage werden vom HDO (Haus des Deutschen Ostens), dem IKGS (Institut für Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München), dem Bundesinnenministerium, der Kulturreferentin für Siebenbürgen, den Karpatenraum, Bessarabien und die Dobrudscha sowie dem Kulturwerk Banater Schwaben e.V. Bayern und dem Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen e.V. unterstützt. Allerdings könnten diese kulturellen Veranstaltungen nicht ohne loyale Sponsoren und die unermüdliche Arbeit des Vereins GeFoRum realisiert werden.
Die Rumänischen Kulturtage werden am Dienstag, dem 3. November, um 18.30 Uhr unter der Schirmherrschaft von Miheia Mălina Diculescu-Blebea, Generalkonsulin von Rumänien, im Generalkonsulat Rumäniens, Richard-Strauss-Straße 149, 81679 München, eröffnet. Getreu dem diesjährigen Motto wird das Thema „Vielfalt in Rumänien – historisch, kulturell, traditionell, ethnisch“ von folgenden Rednern besprochen: – Dr. Heinke Fabritius, Kunsthistorikerin und Kulturreferentin für Siebenbürgen; Dr. Dr. Florian Kührer-Wielach, Direktor des IKGS; Dan Ciudin, Vorsitzender der Deutsch-Rumänischen Kulturgesellschaft e. V. Apozitia. Die Fotoausstellung „Ethnien in Rumänien“ von CECART wird von Paula Ciupag vorgestellt. Für den musikalischen Genuss sorgen Sergej Preissler (Geige) und Nadja Preissler (Klavier). Moderiert wird der Abend von Brigitte Drodtloff, der Vorsitzenden von GeFoRum.
Das Jubiläums-Festival rumänischer Filme wird am Donnerstag, dem 5. November, um 19.00 Uhr im Filmmuseum am Sankt-Jakobs-Platz 1 in München mit der feierlichen Premiere des Biopics „Cravata galbenă“ über das Leben und die Karriere des Ausnahmedirigenten Sergiu Celibidache eröffnet. Sein Sohn Serge Ioan Celebidachi hat das Drehbuch geschrieben und Regie geführt. Er wird gemeinsam mit dem deutschen Schauspieler Robert Dölle, der im Spielfilm mitgewirkt hat, anwesend sein.
Am Freitag, dem 6. November, läuft um 18.00 Uhr das Drama „Dinţi de lapte“ über eine Familie in den letzten Tagen des Ceaușescu-Regimes. Um 21.00 Uhr folgt der bewegende Film „Y“, der die unangenehme Frage aufwirft und durchleuchtet: Woher stammt das „alte Geld“ einiger Familien in der rumänischen High Society? Anwesend werden die beiden Kreativen des Films sein: Maria Popistașu und Alexandru Baciu.
Am Samstag, dem 7. November, um 18.00 Uhr wird das berührende Roadmovie „Atlasul Universului“ gezeigt. Es handelt von einem kleinen Jungen, der auf der Suche nach den richtigen Fußballschuhen allein eine Reise durch die Dörfer macht. Der Regisseur Paul Negoescu und die Kamerafrau Ana Drăghici werden anwesend sein. Gleich im Anschluss, um 21.00 Uhr, wird das Drama „De capul nostru“ von Tudor Cristian Jurgiu gezeigt, in dem die verlassenen Kinder in Rumänien thematisiert werden. Es geht um Kinder, deren Eltern im Ausland arbeiten oder die bei Großeltern oder anderen Familienmitgliedern zurückgelassen werden.
Am Sonntag, dem 8. November, ab 17.00 Uhr, werden zwei moldawische Filme vorgestellt: das mörderisch-psychologische Drama „Cercul“ von Valeriu Andriuţă und die schwarze Komödie „Hotarul“ von Ion Borș und Ruslan Moroșan.
Am Dienstag, dem 10. November, um 21.00 Uhr wird das Drama „Nu mă lăsa să mor“ von Andrei Epure gezeigt. Davor läuft sein Kurzfilm „Interfon“, ein Vorläufer des Spielfilms.
Am Mittwoch, dem 11. November, um 21.00 Uhr wird die viel diskutierte Verfilmung des Romans Tagebuch einer Kammerzofe von Octave Mirbeau gezeigt. Radu Jude hat seinen Film „Le journal d’une femme de chambre“ als Spiegelbild der heutigen Gesellschaft inszeniert.
Am Freitag, dem 13. November, um 21.00 Uhr wird die besonders gelungene Komödie „Catane“ unter der Regie von Ioana Mischie gezeigt. Ihr Debüt ist eine besondere Entdeckung.
Das 20. Rumänische Filmfestival in München endet mit einem Spielfilm, der das Thema „Vielfalt“ besonders betont. Am Samstag, dem 14. November, wird der Filmemacher Radu Potcoavă um 18.00 Uhr seinen Film „Kîzîm“ persönlich vorstellen. Der Film erzählt die kritisch gesehene Liebesgeschichte zwischen einer jungen tatarischen Frau und einem jungen rumänischen Mann. Zum Abschluss folgt die Verleihung des Publikumspreises.
Die Rumänischen Kulturtage 2026 enden am 20. November um 18.30 Uhr im Haus des Deutschen Ostens, Am Lilienberg 5, in München. Der Abend steht in Zusammenarbeit mit dem HDO, dem Kulturwerk Banater Schwaben, dem Institut für Kultur und Geschichte Südosteuropas und dem Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen in München unter dem Motto „Erlebte Vielfalt gespiegelt in der Literatur aus und über Rumänien“. Wie haben die zahlreichen Ethnien und Minderheiten das Zusammenleben in Rumänien geprägt? Erinnerungen, erlebte Konflikte, Migration, lebenslange Freundschaften, Gemeinsamkeiten und Verluste sind zentrale Themen in literarischen Texten mit Rumänienbezug. Das Programm eröffnet Sigrid Katharina Eismann mit der Buchpräsentation „Mein innerer Schwarzwald“. Sie liest aus ihrem im Jahr 2025 erschienenen Roman. Im Anschluss hält Dr. Enikő Dácz, stellvertretende Direktorin des IKGS, einen Vortrag über aktuelle Romane, die die ethnische Vielfalt in Rumänien reflektieren. Abgerundet wird der Abend durch eine kurze Exkursion in die Erinnerungswelt der Siebenbürger Sachsen mit Kerstin Arz, Leiterin des Kulturwerks der Siebenbürger Sachsen. Moderation: Brigitte Drodtloff, Vorsitzende GeFoRum. Anschließend gibt es ausführliche Diskussionen mit dem Publikum.
Die Veranstalter bedanken sich bei allen Förderern und engagierten Freunden, die dieses reichhaltige Programm ermöglichen. Weitere Details finden Sie unter www.geforum.de.

Ort: München

Veranstalter: Gesellschaft zur Förderung der Rumänischen Kultur und Tradition e.V.

Schlagwörter: Filmfestival

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