Christen-Verfolgungen

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Shimon
Erstellt am 10.05.2019, 21:45 Uhr
Burkina Faso: Getöteter Pastor wollte bei Gemeinde bleiben

Sechs Christen bei Angriff auf Kirche getötet / Angriffe von Islamisten im Land nehmen zu

(Open Doors, Kelkheim) – Am 28. April überfielen islamistische Extremisten eine Kirche im Nordosten von Burkina Faso. Sie töteten den Pastor Pierre Ouédraogo (80 J.) und fünf weitere Männer. Es war der erste gezielte Angriff auf ein Kirchengebäude in dem westafrikanischen Land, bei dem Christen von Islamisten getötet wurden.

Die Mitglieder der Gemeinde von Sirgadji (Provinz Soum) hatten den Gottesdienst beendet und standen plaudernd auf dem Hof des Gebäudes. Gegen 13 Uhr kamen ein Dutzend bewaffnete Männer auf Motorrädern an und umringten die Anwesenden. Ein lokaler Gesprächspartner, der anonym bleiben möchte, berichtete gegenüber dem christlichen Informationsdienst World Watch Monitor: „Die Männer forderten die Christen auf, sich zum Islam zu bekehren, aber der Pastor und die anderen lehnten ab. Daraufhin wurden sie angewiesen, sich unter einem Baum zu versammeln. Von dort aus riefen die Angreifer sie, einen nach dem anderen, hinter das Kirchengebäude und erschossen sie.“

Neben dem Pastor wurden auch sein Sohn Wend-Kuni und sein Schwager Zoéyandé Sawadogo, Sayouba und Arouna Sawadogo sowie der Grundschullehrer Elie Boena getötet. Ein weiterer Christ, Adama Sawadogo, wurde schwer verletzt in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht; er schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr.

Nachdem sie die Männer getötet hatten, setzten die Angreifer die Kirche und zwei Motorräder in Brand, stahlen einige Schafe und einen Sack Reis aus dem Haus des Pastors und fuhren davon. Die Beerdigung der sechs Getöteten fand noch am selben Tag statt. Daran nahmen sowohl ortsansässige Christen als auch Muslime teil. Pierre Ouédraogo hinterlässt seine Ehefrau und sechs Kinder.

„Lieber sterben als die Gemeinschaft zu verlassen“

Vor fast einem Jahr wurde ebenfalls in der Provinz Soum Pastor Pierre Boéna entführt (Open Doors berichtete), zusammen mit einigen seiner Verwandten. Während er später wieder freigelassen wurde, herrscht über den Verbleib der anderen Unklarheit.

Der Gemeindevorsteher von Sirgadji erinnerte sich im Gespräch mit World Watch Monitor an die Reaktion von Pastor Ouédraogo auf den damaligen Vorfall. Er habe sich besorgt gezeigt über die Verschlechterung der Sicherheitslage in der Region, obwohl es in seinem Dorf bis dahin keine Vorfälle gegeben hatte. Als seine Verwandten ihm rieten, das Gebiet zu verlassen, habe er sich mit den Worten geweigert, er „würde lieber für seinen Glauben sterben, als die Gemeinschaft zu verlassen, der er seit etwa 40 Jahren dient“, sagte der Gemeindevorsteher gegenüber World Watch Monitor.

Burkina Faso war lange bekannt für das friedliche Zusammenleben von Anhängern verschiedener Religionsgemeinschaften, im Gegensatz zum benachbarten Mali. Aber in den letzten zwei Jahren wurden bei Angriffen islamistischer Kämpfer, Militäroperationen und gewalttätigen Auseinandersetzungen Hunderte von Menschen getötet und 135.000 vertrieben. Das Land wird bislang nicht auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors geführt.

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