Christen-Verfolgungen

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Shimon
Erstellt am 11.04.2017, 17:01 Uhr
Kopten in Ägypten „Wir Christen werden in unserem Land wie Insekten behandelt“

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Die Welt: Ist die Muslimbruderschaft Teil der Lösung oder Teil des Problems?

Damian: Die Muslimbruderschaften haben ihre eigene Vision von einem islamischen Staat. Wir Christen sind ihnen ein Dorn im Auge, deswegen sollen wir entweder zu Muslimen werden oder die Kopfsteuer zahlen. Andernfalls werden wir vertrieben oder getötet. Besonders jetzt müssen die Christen leiden, weil wir uns für Präsident al-Sisi starkgemacht haben. Die Muslimbrüder machen uns verantwortlich für den Sturz Mursis. Das hat ihre Aggression verstärkt, sie verbergen ihre Wut nicht mehr und reden ganz offen schlecht über uns. Im Prinzip sind sie vom IS nicht zu trennen. Die Terrorgruppe hat dasselbe Ziel wie Salafisten und Muslimbruderschaften. Sie alle eint mehr, als sie trennt.

Die Welt: Erwarten Sie von al-Sisi mehr Sicherheit?

Damian: Wir wurden und werden in unserem Land wie Insekten behandelt, wie Bürger zweiter oder dritter Klasse. Wir versuchen aber nicht, die Hoffnung zu verlieren, weil der jetzige Präsident es gut mit uns meint. Er braucht noch Zeit, um Fuß zu fassen, und das Land in Ordnung zu bringen. Der Status von uns Kopten hat sich aber in seiner Amtszeit nicht verbessert. Wir haben keine Sicherheit und sind enorm benachteiligt. In dem Augenblick, in dem der IS uns öffentlich den Krieg erklärt, muss der Staat mehr für den Schutz der Kopten tun.

Shimon
Erstellt am 19.04.2017, 15:26 Uhr
Sri Lanka: Bedroht und verjagt

Wütender Mob und Polizisten fordern Christen auf, ihre Gottesdienste einzustellen

(Open Doors, Kelkheim) – In Sri Lanka kommt es immer wieder zu Übergriffen auf christliche Gemeinden. Von buddhistischen Mönchen angeführte Mobs stören Versammlungen und wollen die Christen vertreiben, aber auch die Behörden setzen Christen unter Druck. Pastor Sampath* hat dies vor wenigen Tagen erneut selbst erleben müssen.


Angriff nach dem Gottesdienst

Am 26. März nach dem Sonntagsgottesdienst drang eine Gruppe von 50 Menschen, unter ihnen buddhistische Mönche, gewaltsam in seine Kirche in der Stadt Ingiriya im Südwesten Sri Lankas ein. Sie bedrohten die anwesenden Christen und forderten von ihnen, zukünftig keine Gottesdienste mehr abzuhalten. Dann fragten sie jeden Besucher nach seinem Namen und dem Grund für sein Kommen. Schließlich jagten die Eindringlinge die Gläubigen aus dem Haus.

Christen als Störenfriede bezeichnet

Einer der Gottesdienstbesucher rief daraufhin die Polizei, doch als die Beamten bei der Kirche eintrafen, beschuldigten sie die Gemeindemitglieder, „den Frieden des Dorfes zu stören“. In der folgenden Woche lud die Polizei Pastor Sampath, seine Frau und die Angreifer vor, um die Angelegenheit zu klären. Tatsächlich wurde aber nur Sampath verhört und er wurde aufgefordert, keine Gottesdienste mehr abzuhalten. Obwohl sie ihm schwerwiegende Konsequenzen androhten, weigerte er sich mit der Begründung, dass Gott ihn dazu beauftragt habe und er deshalb nicht einfach damit aufhören könne.

Eingeworfene Fensterscheiben

Als das die auf der Polizeiwache versammelten Menschen hörten, fingen sie an, Pastor Sampath und seine Frau zu bedrängen, und hinderten sie daran, das Gebäude zu verlassen. Als das Ehepaar endlich doch nach Hause gehen konnte, sahen sie, dass jemand die Fensterscheiben eingeworfen hatte. Bald umringte ein Mob laut schreiend das Haus der Familie. Als Pastor Sampath heraustrat, wurde er von einem Mann mit einer Stange geschlagen. Durch die Hilfe anderer Christen konnte er mit seiner Frau vorerst in Sicherheit gebracht werden.

Ein treuer Diener Jesu

Seit 17 Jahren tut Sampath in Ingiriya treu, was Jesus ihm aufgetragen hat. 2002 wurde seine Kirche komplett zerstört, aber er unternahm nichts gegen die Täter, sondern baute die Kirche wieder auf. Seine Gemeinde umfasst etwa 150 Gläubige, die meisten von ihnen sind Christen mit hinduistischem Hintergrund. Während der letzten Wochen wurden in Sri Lanka immer wieder Kirchen und Pastoren durch wütende Mobs bedroht und angegriffen.

*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in Sri Lanka!

Danken Sie für Pastor Sampaths Standfestigkeit und seinen treuen Dienst.
Bitten Sie Jesus, dass er Pastor Sampath und seine Frau ermutigt und von Ängsten und Sorgen befreit und sie den Angreifern vergeben können.
Bitte beten Sie, dass Gott die Christen in Sri Lanka vor weiteren Angriffen beschützt und sie in ihrem Glauben stärkt.

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