Wann ist ein Deutscher ein Deutscher?

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Marius
schrieb am 18.07.2026, 21:34 Uhr
Migration und Staatsbürgerschaft
Wann ist ein Deutscher ein Deutscher?

In einem Sprachkurs „Deutsch für Ausländer“ wird unter den Schülern diskutiert, ob jemand mit einem deutschen Pass wirklich ein Deutscher ist. Die Frage nach der Vergabe des deutschen Passes an Ausländer ist eine viel zu wichtige Frage für alle, um sie in einer Demokratie alleine den vermeintlichen „Experten“ zu überlassen. ......

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/vorwort-zum-sonntag/migration-und-staatsbuergerschaft/


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Marius
schrieb am 19.07.2026, 09:51 Uhr
Migration und Staatsbürgerschaft
Wann ist ein Deutscher ein Deutscher?
von Achijah Zorn

In einem Sprachkurs „Deutsch für Ausländer“ wird unter den Schülern diskutiert, ob jemand mit einem deutschen Pass wirklich ein Deutscher ist. Die Frage nach der Vergabe des deutschen Passes an Ausländer ist eine viel zu wichtige Frage für alle, um sie in einer Demokratie alleine den vermeintlichen „Experten“ zu überlassen.

In einem deutschen Sprachkurs für Migranten stellt sich eine schwarzhäutige und verschleierte 18-jährige Frau folgendermaßen in ihrer Klasse vor: Sie sei in Deutschland geboren, sie haben den deutschen Pass, sie sei Deutsche, auch wenn sie nach ihrer Geburt mit den Eltern wieder nach Afrika gezogen sei und noch nicht gut deutsch spreche.

Daraufhin entgegnet ihr eine Ukrainerin, sinngemäß in gebrochenem deutsch-englisch: „Du bist keine Deutsche. Das sieht man dir doch schon an. Du bist schwarz, du bist vollverschleiert, du sprichst nicht richtig deutsch; du kennst dich mit der deutschen Kultur schlechter aus als ich, die ich keine Deutsche bin. Für mich bist du keine Deutsche, selbst wenn du dich noch so deutsch fühlst.“

Ähnlich offen wie die Ukrainerin hat sich der spanische Ex-Ministerpräsident Mariano Rajoy in die Brennesseln gesetzt, als er in dieser Woche vor dem Fußball-Weltmeister-Halbfinale Spanien gegen Frankreich öffentlich geäußert hat, die französische Nationalmannschaft sei ja ganz gut, aber es wären „keine Franzosen im Team“. Jetzt muss er sich wohl gegen die Anklage des „Rassismus“ vor Gericht rechtfertigen.

Verdeckter spielt das Thema ebenso eine Rolle beim Nachwuchstalent von Borussia Mönchengladbach, Wael Mohya. Er hat bisher für die Jugendnationalmannschaften des „Deutschen Fußball Bundes“ gespielt. Jetzt überlegt er, als Erwachsener für die marokkanische Nationalmannschaft zu spielen. Marokko spiele besser als Deutschland und er habe dort auf seiner Position mehr Chancen als im DFB-Team, das auf seiner Position mit Wirtz und Musiala bestens besetzt sei. Ist die Nationalität für Fußballer so etwas wie eine Speisekarte, aus der man jeweils wählen kann, was einem im Augenblick besser schmeckt und was persönlich mehr Vorteile bringt?

Hinter diesen Beispielen steht die grundlegende Frage: Meint die eigene Nationalität lediglich eine lockere Beschreibung dessen, wo man sich gerade aufhält und wie leichtfertig man in der dortigen Verwaltung die Pässe an Menschen verteilt? Ist Nationalität also letztlich ein bürokratischer Verwaltungsakt ohne inhaltliche Bedeutung? Oder geht es bei Nationalität auch um bestimmte inhaltliche Qualitäten wie generationenübergreifende Zugehörigkeit, Sprachfertigkeiten und Kulturverbundenheit?

Das jüdische Volk betont mit dem Abstammungsprinzip die generationenübergreifende Zugehörigkeit durch das „matrilineare Prinzip“, das heißt, wer eine jüdische Mutter hat, der ist ein Jude. Mit diesem Abstammungsprinzip möchte man aber gleichzeitig das Sprachprinzip und die Kulturverbindung einfangen. Das jüdische Volk geht davon aus: Wer ein jüdisches Elternteil hat und wer damit genealogisch bis zu den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob eine Abstammungsverbindung hat, der werde in Ehrfurcht vor seiner Herkunft auch eine innere Verbindung zur jüdischen Sprache und Kultur haben. Im biblischen Buch „Esra“ wird den Juden mit ausländischen Frauen sogar geraten, die eigene Ehefrau zu verlassen, um nicht den Glauben und die Kultur des Judentums zu gefährden (vgl. Esra 9-10).

Wer das Abstammungsprinzip aber zu sehr in den Vordergrund schiebt, der verschließt sein Land vor einer gesunden Bereicherung durch integrationswillige Fremde.

Wer das Abstammungsprinzip dagegen gänzlich negiert, der wundert sich, wenn er Passdeutsche mit perfekter deutscher Sprache nach ihrer Nationalität fragt, und diese dann stolz antworten: „Ich bin Türke.“

Ich würde es begrüßen, wenn zum Erwerb des deutschen Passes aus den vier Kriterien

Wille, als Deutscher zu leben
vertiefte Sprachkenntnisse
vertiefte Kulturkenntnisse
generationsübergreifende Zugehörigkeit durch Abstammung
drei Kriterien erfüllt sein müssten. Mit dieser inhaltlichen Qualifizierung würde die Beschreibung von Deutschen als „Passdeutschen“ hinfällig werden.

Am leichtesten geht es mit der Sprache. Hier gibt es durch das Klassifikationssystem A1 bis C2 bereits objektive Kriterien. In Deutschland reicht zur Einbürgerung ein „ausreichend“ beim Sprachtest B1, was man auch ohne grundlegende Grammatikkenntnisse hinbekommen kann. Dänemark verlangt B2 zum Erwerb des dänischen Passes. Da Sprache aber die Grundlage für das menschliche Miteinander ist, fände ich sogar das Kriterium C1 zum Erwerb des deutschen Passes diskussionswürdig. Erst mit einem „ausreichend“ in C1, was eine Annäherung an muttersprachliches Niveau bedeutet, kann man die öffentliche Kommunikation eines Landes einigermaßen erfassen, was ich essentiell finde, wenn Menschen deutsche Staatsbürger werden wollen.

Meines Erachtens wäre es sinnvoll, ähnlich wie in der Sprache auch für den Kulturerwerb eines Landes eine objektive Skala von A1-C2 zu erstellen, in denen jeweils Kenntnisstände in deutscher Geschichte, deutscher Heimatkunde, deutscher Kunst, deutscher Lebensweise und deutscher Rechtskunde unterrichtet und geprüft werden können. Die kulturellen Abfragen bei der bisherigen Einbürgerung bewegen sich dabei meines Erachtens auf zu niedrigem Niveau. Auch im Kulturverständnis wäre ein C1-Niveau sinnvoll. Biodeutsche, die im Kulturverständnis manchmal weit hinter eingebürgerten Deutschen zurückbleiben, können ihre beschämenden Defizite durch das Abstammungsprinzip ausgleichen.

Alle Fragen rund um den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft müssen in einem Land offen und frei diskutiert werden können, ohne autoritär mit der „Rassismuskeule“ unterdrückt zu werden. Wenn wir in unserer Familie jemanden adoptieren und dadurch mit ihm eine rechtlich verbindliche familiäre Vollmitgliedschaft eingehen wollen, dann kann das nur gelingen, wenn darüber offen und frei diskutiert werden darf. Und „menschenfeindlich“ bin ich noch lange nicht, wenn ich die Adoption eines Menschen in unsere Familie ablehne; diesbezüglich lasse ich mich durch kirchliche oder rotgrüne Phrasen nicht moralisch und autoritär unter Druck setzen. Wir sprechen keinem Menschen die Menschenwürde oder Gottesebenbildlichkeit ab, wenn meine Familie nicht bereit ist, einen bestimmten Fremden in unsere Familie hineinzuadoptieren. Und wenn ich fremde Menschen in Not liebend gerne unterstütze, heißt das noch lange nicht, dass ich sie am Ende in unsere Familie als gleichwertige Familienmitglieder aufnehmen muss.

Um zur Ausgangsbegebenheit zurückzukommen: Die Frau aus der Sprachschule mit zu geringen deutschen Sprach- und Kulturkenntnissen dürfte nach meinen obigen Kriterien keinen deutschen Pass bekommen, egal wie oft sie in Deutschland geboren wurde und egal, welche Hautfarbe sie hat. Wer Kaltblüter per Verwaltungsakt zu Rennpferden macht, weil sie im Rennpferdstall geboren sind, sollte sich nicht wundern, wenn seine Siegchancen bei Pferderennen erkalten. Im Unterschied zum Kaltblüter hat der Mensch allerdings als geistiges Wesen die Möglichkeit, durch seinen Willen und durch seinen Sprach- und Kulturerwerb seine nationale Identität zu verändern.

Marius
schrieb am 19.07.2026, 13:32 Uhr
Unter den vielen Kommentaren zu dem Artikel „Wann ist ein Deutscher ein Deutscher?” gibt es folgenden:

Ostfale:
„Erinnern wir uns an einen alten Spruch aus Siebenbürgen in Rumänien, dem Siedlungsgebiet der Deutschen seit Jahrhunderten:
‚Besseres kann kein Volk vererben als der eigenen Väter Brauch.‘”
Wenn des Volkes Bräuche sterben, stirbt des Volkes Seele auch.“
joachimroehl
schrieb am 19.07.2026, 17:25 Uhr (am 19.07.2026, 17:28 Uhr geändert).
Marius, denke wir sollten hier einige Landsleute nicht all zu sehr überfordern. Sie sind vor oder nach Ceaușescus Tod in den "Goldenen Westen" abgehauen und nun stellen sie fest, daß sie in den falschen Zug eingestiegen sind. Die alte Heimat der Angestammten ist weg, dort siedeln jetzt Rumänen oder Zigeuner in ihren Häusern und hier in der BRD müssen sie sich mit Millionen von Flüchtlingen aus der Ukraine, aus Syrien, aus Pakistan oder gar Schwarzafrika gemein machen. Wir wissen beide, daß das aktuell geltende Recht der Staatsbürgerschaft mehr Unheil als Nutzen bringt und sicher kommt der Tag, wo auch dieses Gesetz auf dem Prüfstand steht. Weißt ja, nichts ist unendlich und irgendwann fällt jede Mauer.
lauch
schrieb am 19.07.2026, 21:16 Uhr
Hallo Marius,

Das ist eine never ending Story!!! Ich kann darüber nur müde lächeln, insbesondere mit welcher Sicherheit Herr Röhl hier auftritt und meint die Gedanken der Landsleute lesen zu können bzw hat er vergessen, dass das Staatsbürgerschaftsrecht geändert wurde. ( Stichwort Turbo- Einbürgerung).


Hier ein Bouquet meiner Gedankengänge. Zwei Basisgedanken zum Thema: Niemand sollte Nationalitäten Abstammungen verteilen wie Gummibärchen!! ( Siehe dazu mit KI oder sonstiges den Brief der ehemaligen Frankfurter Bürgermeisterin an den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, ich weiss nicht ob es Bubis oder Galinzki war, dieser war der Anschub für mich, einige eingebläute Gewissheiten zu überdenken. Deswegen ist es mE. irrelevant was die ukrainische Kursteilnehmerin der schwarzhäutigen moslemischen Frau gesagt hat.

Zweitens: der Artikel des Herrn Zorn und deine Intervention zeigen wie überholt das Konzept einer Nation ist.

Bevor ich speziell zum Fussball Stellung nehme das hier. Als ich vor über 30 Jahren nach D eingewandert war, kam es mir peu à peu befremdlich vor, dass ich innert 3- 4 Monaten eingebürgert war, und ein Türke oder Grieche der akzentfrei deutsch sprach, bzw Dialekt( fränkisch oder bayrisch) und er
ziemlich Schwierigkeiten hatte durchs Leben zu marschieren.
Uns hatte man ja das Narrativ vorgegeben " wir sind nicht wegen eines besseren Autos hier sondern um Als Deutsche unter Deutschen zu leben. Und dann stellt man fest a) dass der Staat zwar rechtliche Unterschiede zwischen den Einwandereren macht, die Gesellschaft eher nicht. b) dass es die zweite Generation der sogenannten Gastarbeiter auch verdient hätte, es leichter zu haben.

Als nach 1990 die Regeln verschärft wurden ( Vertriebene/ Aussiedler) beschleunigte das Waffen-SS Buch des Großvaters den Vorgang.

" Die Zeit" kritisierte die völkische Haltung der AfD. In einem Brief schrieb ich den inkompetenten Saftsäcken, dass ich nicht wüsste , dass der Artikel 116 GG abgeschafft worden ist. Der grosse Chefredakteur DI LORENZO, verriet mal in einer Sendung, dass er bei der Europawahl mal als Italiener, mal als Deutscher gewählt hatte. Skruppel Null, obwohl es gesetzwidrig ist, bzw. der gesunde Verstand darauf hinweisen musste, dass das keine feine Sache ist. Ich unterbreche hier mal......irgendwann schreibe ich den Rest.
lauch
schrieb am 20.07.2026, 11:01 Uhr
Hallo,

Also es geht weiter. Ich könnte jetzt Analogien zu wann ist man Ungar oder Rumäne schreiben. Letztere haben in Nürnberg Anfang Juli, ein Fest gefeiert. Die Videoaufnahmen muten sehr skurril an, die Gleichung Rumäne= Orthodox, ist ein Mantra. Ich bleibe jedoch, bevor ich extra zu den Fussballern übergehe, bei den Erlebnissen in unserer Gemeinschaft. ZB. Wasser predigen, Wein trinken. 2012 hat der damalige Oberzampano, der in den Jahren davor fast in Ceausescu- Manier mit seinem Konterfei in der SBZ abgebildet war, die rumänische Staatsbürgerschaft wieder erworben. Mein etwas ungehaltener Kommentar brachte mir ein paar Tagessätze ein. Zu der Zeit haben einige Korryphäen des Verbandes am laufenden Bande Orden aus Ro ( ich glaube, man nennt sie Kavallerieritter) gekriegt, nach dem Motto " reicht es nicht für den Verdienstorden der BR. Deutschland, ist der rumänische auch gut". Warum sollte man den jungen Fussballern eine gewisse Flexibilität bei der Wahl der Nationalmannschaft nicht auch zugestehen?

Es ist immer schlimm wenn irgendwelche Menschen Gesellschaften, Kriterien einfach am Reissbrett entwerfen wollen. Der Zorn nennt Kriterien, wer nach seiner Meinung ( Sprache, Kultur, ) Deutscher ist, und nennt " der Wille Deutscher zu sein". Dazu kann ich sagen : viel Spass beim Messen des Willens.

Wer ist Deutscher, wer nicht? Nun ich habe Reportagen über die Vertriebenen nach dem 2.Weltkrieg gesehen, natürlich müsste ich noch mehr darüber forschen. Es heisst ja heute etwas verzerrt und idealisiert , es waren Deutsche die mit Fleiss, Disziplin usw....wir kennen das Bild. Nach all dem was ich gelesen habe, war es bei weitem nicht so und Sprachschwierigkeiten gab es auch. Deswegen, alles etwas lockerer ideologiefreier zu sehen ist der bessere Weg. Natürlich habe auch ich Kriterien, aber soll ich sie klugscheisserisch wie der Journalist Zorn oder die Sprachkursteilnehmerin, kundtun? Cui bono? Über die Fussballer dann zu einem späteren Zeitpunkt.
lauch
schrieb am 21.07.2026, 12:58 Uhr
Hallo Marus,

Anscheinend sind Versicherungen en vogue. Nichtdestotrotz hier mein Beitrag zum Thema Fussball, Identität oder wer ist Deutscher.

Vorweg lieber Marius, du bist wohl neben Nimrod auch ein guter Rechercheur, vielleicht suche ich auch den Artikel für mich ein " Aha- Effekt " für alle Nationalisten, Patrioten, Afd- Wähler oder nennen wir sie Ultrarechte, ein Artikel zum Nachdenken. Es geht um die Illusion einer homogenen Nationalmannschaft, erschienen auf der Hompage eines Instituts für Minderheiten in Südtirol, ich glaube Bozen, aber erstellt von der Zeitung/ Wochenblatt(?) NORDSCHLESWIG/ de/dk. Es könnte sogar sein, dass ich den Link schon vor 3- 4 Jahren gesetzt habe.

Es ist bei weitem nicht so, dass es das Phänomen der Mehrstaatsbürgerschaft, Ethnie usw. nicht gegeben hat, aber sicherlich nicht in dem Maße wie heute.

Der größte Name ist LÀSZLO KUBALA der Barcelona -Star,( 50ger Jahre) der wegen politischen Verwerfungen für 3 Nationalmannschaften gespielt hat. Der neuere Vertreter , den sollten alle noch kennen war der " italienische Belgier" ENZO SCIFO. Die Büchse der Pandorra für Deutschland, das fand ich damals nicht gut, hat wahrscheinlich Berti Vogts geöffnet mit dem Stürmer SEAN DUNDEE. ( mal von den im Artikel erwähnten Mannschaftsmitgliedern, die man nicht so richtig einordnen kann).

Der Fussball hat sich globalisiert, einige Nationalmannschaften ähneln grossen Fussballvereinen. Früher, sagen wir mal vor 40 Jahren, konnte ich mir nicht vorstellen, dass Brüder gegeneinander kicken. Heute spielen sie zum Teil in unterschiedlichen Nationalmanschaften. Frankreich wird oft erwähnt, angeblich 91 Spieler in den aktuellen WM- Kader vieler Nationalmannschaften wurde dort ausgebildet. Und weil ich mich wehre Urteile zu diesen Entwicklungen abzugeben, das erlaube ich mir doch: Dass der Sohn des Weltmeisters ZIDANE ( pardon, war er überhaupt Weltmeister) für Algerien im Tor steht, finde ich irgendwie blöd.

2012 sagte die polnische Torwartlegende TOMASZEWSKY, dass diese Leute es nicht in die eigene Nationalmannschaft geschafft haben.( er nannte einen gewissen Böhnisch, wenn ich mich recht erinnere). Die Reaktionen einiger deutschen Presseverttreter fand ich damals überzogen. ( natonalistisch, menschenverachtend usw.) Heute finde ich die Aussagen des ehemaligen spanischen MP RAHOY als rassistisch. ( würde man den Weltmeister auch in Barcelona so herzlich empfangen?)
Zusammenfassend: grossen Einfluss auf solche Entwicklungen kann man wahrscheinlich nur mit dumpfen Nationalismus entgegen wirken. Urteilen will ich nicht, obwohl ich es einmal getan habe.

In Bayern wenn man das Bier anzapft sagt man irgendwie, ich weiss nicht wie man das am Besten niederschreibt, aber ungefähr so: lass laffä.....ich glaube das ist die richtige Einstellung, letztendlich spielen immer 11 gegen elf un nicht 80Mio gegen 20Mio!!
Peter Otto Wolff
schrieb am 21.07.2026, 17:09 Uhr (am 21.07.2026, 17:11 Uhr geändert).
Also, verkürzt, die s.g. Nationalmannschaften sind heutzutage eine Verbalhornung des Begriffs NATION! Ich würde sie treffender als HAUFEN nennen, der zusammengewürfelt wird aus lustlosen Millionären in Unterhosen, die entweder, zufällig, im betreffenden Land kicken, oder deren Mutter/Vater von irgendwo stammt. Schon am Singen der "Nationalhymne" krankt es! Wenn man schon an der Fiktion "Nationalmannschaft" festhält, sollten schon die Landesvereine/Mannschaften bestrebt sein, irgendwie Spieler verpflichten, die z.B. nicht Verehrer des Erdogan sind, wobei ich weiß, das dies einige in den falschen Hals kriegen. Eine tiefschwarze "Nationalmannschaft" der Kulturnation Frankreich, geht mir auch gegen den Strich, obwohl ich den MBappe bewundere, als Spieler! Dass es auch ohne geht, bewies die Norweger Mannschaft des Erling Haaland, eine winzige NATION, beherzt und kämpferisch!
lauch
schrieb am 21.07.2026, 19:09 Uhr
Herr Wolff,
So redet ein Kulturpesimist, wobei das noch harmlos ausgedrückt ist. Schauen Sie sich die Herren von 1974 an. Wenn Sie so wollen, die weissen Deutschen, die haben auch NICHT gesungen. Die rumänische Nationalmannschaft hat ohne Bölöni die WM- Qualifikation für 82 verpasst. Mit ihm wenigstens die Euro 84 erreicht. Wie Sie sehen,wass Sie können, kann ich schon lange.
Marius
schrieb am 22.07.2026, 00:00 Uhr
Wann ist ein Deutscher ein Deutscher?

Rein rechtlich ist ein Deutscher, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Dies ist im Grundgesetz sowie im Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) geregelt und umfasst den Erwerb durch Abstammung (Geburt von einem deutschen Elternteil) oder durch Einbürgerung. Auch Kinder ausländischer Eltern erhalten bei einer Geburt im Inland die Staatsbürgerschaft, sofern ein Elternteil seit langer Zeit rechtmäßig in Deutschland lebt.
charlie
schrieb am 22.07.2026, 16:12 Uhr (am 22.07.2026, 16:16 Uhr geändert).
Das passiert, wenn man Blut und Papier durcheinanderbringt.
Tichy geht übrigens gar nicht.

Herr Wolf, Mbappé ist in Paris geboren und ist französischer Staatsbürger. Was genau lässt sie daran zweifeln, dass er Franzose ist?
joachimroehl
schrieb am 22.07.2026, 17:02 Uhr (am 22.07.2026, 17:05 Uhr geändert).
Gesetze sind nicht in Stein gemeiselt, sondern können sich ganz schnell ändern. Man erinnere sich an das Jahr 1989 in Rumänien oder auch an 2001 in der BRD. Als es damals zu Unruhen wegen Zigeunern in Hoyerswerda und Rostock kam, wurde über Nacht das Asylrecht verschärft und viele Jahre lief es recht friedlich. Erst mit der Asylflutung nach 2015 und der linksgrünen Ideologie kam das nächste Chaos. Unsere Vorfahren in Siebenbürgen sahen als Deutsche an, wer deutsche Vorfahren hat, so aussieht wie wir und unsere Muttersprache beherrscht sowie unsere Kultur lebt. War nur eine der drei Bedingungen nicht erfüllt, konnte man aus den Nachbarschaften ausgeschlossen werden. Bei uns in Hermannstadt war es sogar schwierig als Deutscher eine Rumänin zu ehelichen. Die Zeiten haben sich glücklicherweise geändert, aber die Vernunft wird sich langfristig wieder durchsetzen.
lauch
schrieb am 22.07.2026, 17:54 Uhr
Hallo Charlie,
Ich bin so unverschämt und antworte statt dem POW: seine Hautfarbe.
lauch
schrieb am 22.07.2026, 18:18 Uhr
Hallo Marius,

Nun es gibt ein paar abgehalfterte Journalisten, die aus verschiedenen Gründen ihr Unwesen treiben. Tichy der oft als Wirtschaftjournalist gefragt war,ist auch so einer. Es lässt sich anscheinend im rechten Spektrum Geld verdienen bzw. gibt es EGOS die einen Rückzug( Rente, Alter) schwer verkraften. Wahrscheinlich hatten sie zu guten Zeiten, nicht so viele Fans wie heute. Am stärksten falsch abgebogen ist der Ex-Nachrichtensprecher Peter Hahne, und ich schreibe " falsch abgebogen " weil ich nicht unbedingt die politische Richtung kritisiere, die ist ja fast schon Normalität mittlerweile, sondern, dass er Pfarrer ist und oft Äußerungen tätigt, die unchristlich sind. Der Waldemar Hartmann ehemaliger Sportjournalist, bekannt als " Weizen Waldi" bedient die Rechtspopulisten von Nius mit " Tor der Woche" was auch eher unterstes Bild- Zeitung Niveau ist.
Ich glaube, diese Schreihälse - warum schreien aber immer dieselben ultrarechte und ultralinke, das sieht man im Bundestag!!??- sollten wir eher meiden.
lauch
schrieb am 23.07.2026, 13:25 Uhr
Hallo Allerseits,

Ich bitte euch diesen Link zu kommentieren:

https://youtube.com/shorts/49Al_KuU8-c?si=0FtmeMBt5-Iow1-s

Was sagt ihr dazu? Das meine ich eigentlich mit billiger Propaganda. Warum? Nach erstmaligen unüberlegtem Anschauen, insbesondere wenn man die Regierung nicht mag, könnte man sagen: Recht hat er!!

Geht man in die Tiefe fällt mit Folgendes auf:

Als Christ, Konservativer müsste HAHNE als erster für den Rücktritt als Fraktionchef, Spahns sein. Dann gibt es etwas grundsätzlich was weltweit auffällt, kauft der zuständige Ressortminister zu wenige Masken gilt ( galt) er als unfähig. Kauft er zu viel...na ja das kennen wir. Hat der Spahn tatsächlich beim Maskenkauf den eigenen Ehemann bevorteilt, wie Herr Hahne das hier behauptet, kann er durchaus Anzeige erstatten. Wenn die Vorwürfe begründet sind, kann das Bundestagspräsidium die Immunität aufheben.
Also dieses Geschreie, die künstliche Aufregung, bringt doch niemanden etwas.

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