Verweigerung "extras din registrul de naştere" durch Bürgermeister

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Regine ( Jini )
schrieb am 26.05.2021, 20:35 Uhr
Uiiiiiii, ich sehe diverse Anregungen!!!
Peter, die Idee mit der Kirche hatte ich auch schon. Vor ca. 10 Tagen schrieb ich Frau Dr. Rudolf von der EKR an (sie hat mir den Deportationsnachweis meines Vaters vermittelt) und bat sie um: den Heiratsnachweis meiner Eltern, meinen Geburtsnachweis und meinen Taufschein. Das alles zusammen würde ja meine Herkunft ausreichend dokumentieren, denke ich... Das läuft alles noch, ich weiß noch nicht, ob die Kirchenleute meines Geburtsortes so clever waren, und die Unterlagen an`s Archiv geschickt haben.
Heinz und rosicos, hier gibt es "Überlappungen" in meinen Kommentaren. rosicos, lies´ doch mal bitte die Hinweise der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bukarest: Jeder kann natürlich einen Rechtsanwalt oder Notar engagieren (Kanzleien sind aufgeführt), aber jeder kann auch Freunde/Verwandte mit der Abholung von Urkunden beauftragen: Rumänische Vollmacht selber schreiben,
Unterschrift von Notarin/Notar beglaubigen lassen, Original an bevollmächtigte Person schicken, und die geht zum Standesamt/Rathaus, etc... Es stimmt: Apostille ist -offiziell- nicht notwendig.

Nun, genau das habe ich gemacht. Heinz, den rumänischen Text der Vollmacht hat der Bürgermeister meinem ehemaligen Klassenkameraden selber diktiert (es ist also seine Vollmacht, lach...). Der handschriftliche -rumänische- Text wurde mir übermittelt, ich habe die Vollmacht geschrieben, meine Unterschrift von einer Notarin beglaubigen lassen, vom Landgericht die Apostille bekommen (weil der Bürgermeister gesagt hatte, er will eine: Procura speciala cu apostila de la Haga haben!!!); dann das Original-Dokument meinem Bevollmächtigten geschickt. Der Bürgermeister begann das Formular mit dem "extras din registrul de nastere" auszufüllen, drehte meine Geburtsurkunde um, sah die Erklärung meiner Eltern, und verweigerte sofort alles Weitere! Ufffffff...

Ich habe meine Fühler nach mehreren Seiten ausgestreckt, irgendwann muß sich etwas Positives ergeben. Blöd ist eben nur, daß ich auf Hilfe angewiesen bin. Ich kann nicht mit rumänischen Behörden telefonieren: Nun bin ich seit knapp 51,5 Jahren in Deutschland (damals war ich knapp 13,5), ich kann kein Rumänisch mehr (na ja, einkaufen ginge vielleicht noch...). Bisher hatte ich nichts mit korrupten, verbitterten, "allmächtigen" rumänischen Beamten zu tun.
Aber: Es wird sich eine Lösung ergeben!!!!!

Tschüß an ALLE!
Roswitha
schrieb am 27.05.2021, 19:29 Uhr
Hallo Jini,
habe eine ähnliche Erfahrung in Reps mit der damaligen Standesbeamtin erlebt.
Einzig ein Anruf bei der
"Direcția Județeană Comunitară de Evidență a Persoanelor Brașov" hat geholfen.
Auf der Internetseite
https://www.dgepbrasov.ro/contact/
findest du die Kontaktdaten auch die EMail-Adresse.
Versuche es mit einer Beschwerde.
Ansonsten gibt es auch hier inzwischen Standesämter, welche eine Geburtsurkunde neu erstellen, wenn man ein Familienbuch hat.
Viel Erfolg.
Regine ( Jini )
schrieb am 08.06.2021, 20:15 Uhr
Roswitha, jetzt kann ich endlich auf Deinen Beitrag reagieren, weil es mir -mental- besser geht.
Beim Lesen hatte ich folgenden Gedanken: Kann es sein, daß die Repser/Seiburger Gegend (ich komme aus Seiburg) von einem besonderen Nervengift heimgesucht wurde, das sich in -einigen- Beamtengehirnen festgesetzt hat?? Du hattest Probleme mit "Deiner" Standesbeamtin, ich mit "meinem" Bürgermeister. Und: der Bürgermeister ist gebürtiger Repser (!!), vielleicht waren die beiden sogar zusammen in der Ausbildung/Schulung!!!! (lach.....)
Danke schön für Deine Empfehlung; ich wußte nichts von der Anlaufstelle in Kronstadt, habe mir sofort die Adresse notiert (für nächstes Mal!!!!!).
Zum Glück mußte ich keine Beschwerde einreichen, denn:
siehe weiter unten...
Ciao, Roswitha!
Regine ( Jini )
schrieb am 08.06.2021, 20:23 Uhr
Ich kann es kaum glauben: Seit heute ist meine Geburtsurkunde auf dem Postweg.
Hilfe erhielt ich von einem Rechtsanwalt (ein Landsmann von uns). Er hat zweimal mit dem Sekretär "meiner" primarie telefoniert. Was er ihm gesagt hat? Keine Ahnung, ich will es auch gar nicht wissen... Jedenfalls war nun mein ehemaliger Klassenkamerad zum 4. Mal im Rathaus, und der Sekretär hat ihm die Urkunde ausgehändigt. So, nun warte ich auf das Dokument!!
Übrgens: Unser Landsmann-Rechtsanwalt will gerade mal 50,00 Euro von mir haben. Super!!
Ciao an ALLE!
Regine ( Jini )
schrieb am 25.11.2021, 23:16 Uhr
Niemals aufgeben!! Never!!

Ihr Lieben, meine Decizie aus Kronstadt ist da. Jetzt muß ich noch -wie Ihr alle- auf das Geld warten, die "Russenrente" erhalte ich rückwirkend ab August 2021.
Zu Weihnachten wird es wohl nix werden, aber vielleicht bringt es mir der Osterhase...

Inge, Du weißt: ALLES begann mit Deinem Anruf am Abend des 03. August 2020. Wenige Tage später begann mein Kampf um meine Geburtsurkunde. Gewonnen habe ich ihn im Juli 2021. Der obige Appell paßt gut dazu; sehr dienlich war auch mein Naturell/meine Mentalität: Treppenterrier, der sich an einer Wade festgebissen hat...

Im Juni lernte ich E-Mail-mäßig einige Damen der AJPIS kennen: Covaci, Natu, Stanciu... Die Damen mahnten -sehr höflich und freundlich- meine Geburtsurkunde an (lach...). Mit meinen äußerst prekären Rumänischkenntnissen kam ich nicht klar, allerdings konnte ich mit den Übersetzungsdiensten translator.eu und webtran.de alles gut managen. Die Damen haben mich offensichtlich verstanden, und das ist ja die Hauptsache.

Mein erstes Glas werde ich auf meinen Vater trinken. Er war 15 Jahre alt, als er deportiert wurde (Jg. 1929), und 20, als er wieder zu Hause war. Mit 61 Jahren starb er, nach
drei Herzinfarkten und einem Schlaganfall. Seinen Peinigern ist es gelungen, seine physische und psychische Gesundheit zu zerstören.

Liebe Landsleute, ich muß Euch ALLEN danken. Jede Empfehlung von Euch, jeden Hinweis, jede Aufmunterung und jeden Ansporn habe ich geradezu inhaliert. ALLES hat mich immer wieder einen Schritt weitergebracht.
Jede Passage auf Herrn Dr. Fabritius´ Homepage habe ich mir eingeprägt; natürlich habe ich auch seine Formulare benutzt...

Welche Investition wird meine erste sein? Ich weiß es nicht, aber eine Idee habe ich bereits. Wie sagte dermaleinst
Betty Grable in ´Wie angelt man sich einen Millionär?`:
"... etwas recht Hübsches für´s Handgelenk".
Daß das Geld unter´s Volk muß, ist klar, denn dafür ist es ja da.
Ein "weiser" Spruch der Ex-Misfits (Gerburg Jahnke/Stefanie Überall)in schönstem Ruhrpottdeutsch: "Wennze weiss, watte wills, musse machen, datte hinkomms". Ja, genau!!
Ich mag die Ruhrpöttler, deshalb bin ich hier "picken" geblieben.

Ciao für heute!!
Peter Otto Wolff
schrieb am 26.11.2021, 09:56 Uhr
Hallo Regine, Glückwunsch zu Deinem Erfolg! Möchte betonen, dass wir Petenten aus Kronstadt Glück hatten mit den örtlichen Behörden. Natürlich mussten sie auf Beibringen der vorgeschriebenen Dokumente dringen, Geld auf Zuruf gibt es nirgends. Und...es gibt immer einen Weg für die Beschaffung diverser Nachweise, oft auch mehrere. Beharrlichkeit zahlt sich aber immer aus. Auf jeden Fall ist das bisher Berechnete ab 01.01.22 Geschichte. Du und wir alle bekommen definitiv ab diesem Zeitpunkt 10% mehr. Das ist beschlossene Sache. Und es bleibt steuerfrei hier wie drüben.
Gruß,

Peter Otto Wolff
Regine ( Jini )
schrieb am 26.11.2021, 15:31 Uhr
Hallo Peter, "Danke schön" für Deine Glückwünsche!
Zweimal gebe ich Dir Recht: "Glück gehabt mit Kronstadt" und "keine Knete/Zaster/Schotter/Tacken auf Zuruf". Ich muß Dir den Ablauf schildern; dann kannst Du erkennen, daß ich durchaus ein wenig stolz bin auf "unsere" AJPIS in Kronstadt!! Der ersten Dokumenten-Fuhre hatte ich ein Anschreiben beigelegt mit der Anmerkung, daß ich noch keine Geburtsurkunde hätte, diese aber sobald wie möglich nachreichen würde. Dann kam die erste E-Mail von Frau Natu mit der Anmahnung der Geburtsurkunde. Nun wiederholte ich meinen ersten Text, denn zu dem Zeitpunkt war alles noch
ungewiß. In den Wochen darauf bewegte sich Einiges: Ein Anwalt hatte mit "meiner" Seiburger Primarie telefoniert, und siehe da: Meine Urkunde wurde ausgestellt und meinem ehemaligen Klassenkameraden ausgehändigt. Als dann die zweite E-Mail kam, unterschrieben von der Presedinte Covaci, konnte ich erleichtert und entspannt mitteilen, daß ALLES mit dem zweiten Einschreiben/Rückschein unterwegs wäre.
Die Beschäftigten der Kronstädter AJPIS kümmern sich wenigstens um ihre "Kunden", was anscheinend nicht selbstverständlich ist. Sie kommunizieren mit den Menschen; ein E-Mail-Anschluß erleichtert das, ganz ohne Frage...
In meinem Fall hätten sie ja auch sagen können: "...wenn die Olle ihre Dokumente nicht zusammen bekommt, ist das ihre Sache; dann legen wir ihren Antrag beiseite, bis sie sich wieder meldet. Was kümmert´s uns".
Fazit von´s Janze: Auch hier bei unseren Angelegenheiten kommt es auf einzelne Menschen an, und Vieles ist "Ermessenssache/Ermessensentscheidung".
Von mir ist die Anspannung gewichen, ich darf jetzt ganz entspannt auf die Auszahlung warten. Und, Peter, die Ankündigung der Erhöhung gefällt mir sehr gut; ich nehme ALLES!!!!!!!!!

sibisax
schrieb am 26.11.2021, 16:42 Uhr (am 26.11.2021, 16:43 Uhr geändert).
Hallo Regine(Jini),vielen Dank für Deine GANZ AUSFÜHRLICHEN Berichte und Glückwunsch! Macht vieleicht auch anderen Mut nicht aufzugeben.

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