Sprachaufnahmen aus Scharosch an der Kokel

Am 1. Mai

Mädchen, 14 Jahre, aus Scharosch an der Kokel


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Am 1. Mai geht man in Scharosch hinaus ins Grüne und macht sich einen schönen Tag. [mehr...]
Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 1. Mai 2019 • Kommentieren
Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Ein unvergesslicher Ausflug

Mädchen, 14 Jahre, aus Scharosch an der Kokel
Im letzten Sommer fuhren die Schüler der 5. bis 8. Klasse ins Donaudelta. Nach einer ewig langen Fahrt endlich angekommen, gab es für die Reisegruppe keine Übernachtungsgelegenheit. Und so nahm ein abenteuerlicher Ausflug seinen Lauf. [Aufnahme anhören »]
2:59 Minuten, 1.4 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 18. März 2019

De Subtraktion

Mädchen, 14 Jahre, aus Scharosch an der Kokel
Der Lehrer versucht, einem Schüler die Subtraktion mit einem anschaulichen Beispiel nahezubringen, doch dieser kommt zu einem anderen Ergebnis. "De Subtraktion" von Schuster Dutz ist ein Klassiker unter den Gedichten in siebenbürgisch-sächsischer Mundart. [Aufnahme anhören »]
0:47 Minuten, 0.4 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 27. Februar 2019

1. Mai

Frau, 37 Jahre, aus Scharosch an der Kokel
Am 1. Mai ziehen die Musikanten auf den Berg und blasen dort "Der Mai ist gekommen". Nachher wird diese Ehre im Dorf diversen Institutionen aber auch Bekannten der Musikanten zu teil. Anschließend zieht das ganze Dorf ins Grüne, wo dann gegrillt und getanzt wird. Bei der Heimkehr am Abend ergibt das dann eine lange Parade der geschmückten Wagen. [Aufnahme anhören »]
2:36 Minuten, 1.2 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 24. April 2011

Ein Jahr in Engenthal

Lehrer, 47 Jahre, aus Scharosch an der Kokel
In seinem ersten Jahr als Lehrer wurde der Erzähler nach Engenthal versetzt. Um dahin zu kommen fuhr er erst nach Marktschelken, dann nach Bell und dann sollte es über den Berg nach Engenthal gehen. Von oben auf dem Berg war indes weit und breit kein Dorf zu sehen. Nach einem weiteren Fußmarsch durch einen Hohlweg tauchte jedoch ein Türmchen im Tal auf. Das war Engenthal, das Dorf, das dem Erzähler eine bemerkenswerte erste Begegnung bescherte. Unterrichtet wurden 24 Kinder in 7 Klassen, die mangels Lehrer ein Jahr ohne Schulunterricht hinter sich hatten. Dementsprechend schlecht waren die Schüler auch vorbereitet. Der Unterricht fing für die ersten morgens um 8 an, und die letzten gingen nachmittags um 4 heim. Die Engenthaler selber waren einfache aber sehr, sehr anständige Leute. Der Lehrer, knapp 19 Jahre alt, wurde reihum von den Frauen des Dorfes verköstigt, die sich allesamt bemühten, ein gutes Essen auf den Tisch zu stellen. Der Abschied nach einem Jahr fiel den Leuten im Dorf sehr schwer. Eine Trophäe gab es aber auch: Ein Mädchen bestand die Rumänischprüfung nach der 7. Klasse mit einer 10 und war die Beste aus der ganzen Umgebung von Marktschelken. [Aufnahme anhören »]
4:09 Minuten, 1.9 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 5. März 2011

Das Lehrprogramm ist überladen

Lehrer, 47 Jahre, aus Scharosch an der Kokel
Es wird sehr viel von den Kindern verlangt. Das Programm an sich ist schon überladen. Dazu kommen Lehrer, die unterschiedliche Anforderungen an die Schüler haben. Ein Mathematik-Lehrer in der Oberstufe überlegt zum Beispiel nicht, das ein Schüler für eine Textaufgabe, die der Lehrer in einer Viertelstunde löst, zwei oder drei Stunden braucht, um sie dann womöglich gar nicht lösen zu können. So bekommen die Kinder von allen Lehrern soviele Hausaufgaben, das sie von mittags bis abends mit dem Schriftlichen ausgelastet sind, und noch gar nicht dazu gekommen sind, sich anderweitig mit einem Buch zu beschäftigen. Das Schöngeistige kommt viel zu kurz. Dazu kommt noch ein großer Sprung im Lehrprogramm der verschiedenen Klassenstufen. Nach 10 Klassen muss der Schüler schließlich fit genug sein, um in den Produktionsprozeß eingegliedert werden zu können. Manche finden trotzdem noch Zeit zum Spielen - und kommen dann am nächsten Tag unvorbereitet zum Unterricht. Die Gewichtung des Unterrichtsstoffes liegt zwar nach wie vor in der Macht des Lehrers, aber der jeweilige Stoff muss im Rahmen des Programms immer abgearbeitet werden. Nebensächlichkeiten sollte man, wenn möglich, ausblenden. Im Geschichtsunterricht muss der Schüler z.B. die Verhältnisse der jeweiligen Zeit verstehen lernen, dann erfasst er den Stoff auch schneller. [Aufnahme anhören »]
8:21 Minuten, 3.8 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 4. März 2011

Familienleben auf dem Dorf

Lehrer, 47 Jahre, aus Scharosch an der Kokel
Der Erzähler ist seit 1948 mit einer Scharoscherin verheiratet. In der Familie wird deswegen Scharoscher Dialekt gesprochen, wenngleich man auch andere Dialekte beherrscht. Auf dem Dorf ist man auch ein Stück weit Bauer mit Garten und Schweinen und Hühnern - was das Leben auf dem Dorf durchaus angenehmer macht. Dafür gibt es im Winter Probleme mit der Heizung. Ein Stück Holz muss man ziemlich oft in die Hand nehmen, bevor Asche draus wird. Und wenn man dann die Asche zu den Blumen gibt und Wasser drüber schüttet, dann verwelken diese. In der Stadt hat man ein schon ein ruhigeres Leben. Für einen Dorflehrer hingegen fängt die Arbeit nach den Unterrichtsstunden aber erst richtig an. [Aufnahme anhören »]
3:42 Minuten, 1.7 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 3. März 2011

Werdegang eines Lehrers

Lehrer, 47 Jahre, aus Scharosch an der Kokel
Nach der Kindheit in Scharosch ging es nach Hermannstadt zur Lehrerausbildung. Als Lehrer wanderte der Erzähler wie ein Kort-Zigeuner von einer Gemeinde zur anderen. Nach langen Wanderjahren schaffte er es aber doch wieder in die Heimatgemeinde zurückzukehren. Der Beruf macht viel Spaß und wird nach Möglichkeit so ausgeübt, wie ein Dorflehrer den Beruf ausüben muss. Zu der Beschäftigung mit den Kindern kommt die Beschäftigung mit den Erwachsenen bei Theateraufführungen, im Chor und in der Blaskapelle. Nach einigen Jahren Oberstufenunterricht in Musik und Turnen folgte der Wechsel zu den Kleinen. Es ist keine leichte Arbeit. Man muss aber danach trachten, seiner Arbeit Herr zu werden. [Aufnahme anhören »]
3:01 Minuten, 1.4 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 3. März 2011

Aufnahmen benachbarter Orte

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Aufnahmen aus dem Schallarchiv der in Rumänien gesprochenen deutschen Mundarten des Linguistikinstituts Bukarest aus den Jahren 1966-1975.
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