Aufnahmen zum Schlagwort Nachbarschaft

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Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Nachbarschaft und Fastnacht

Mann, 64 Jahre, aus Katzendorf


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Von den ehemals vier Nachbarschaften gibt es durch Zusammenlegung in Katzendorf nur noch zwei Nachbarschaften. Die Bräuche und Gepflogenheiten haben sich aber weitestgehend erhalten. Höhepunkt des Nachbarschaftswesens ist die Fastnacht. Sie beginnt mit dem Sittag, wo etwaige Pflichtverletzungen angesprochen und geahndet werden. Danach beginnt der lustige Teil der Feierlichkeiten. Zunächst wird ein Gläschen Schnaps getrunken, aber nicht zuviel, "damit man nicht zuviel Courage bekommt". [mehr...]
Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 15. Februar 2019 • Kommentieren
Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Nachbarvater und Nachbarschaftsball

Nachbarvater, 54 Jahre, aus Martinsberg
Über die Aufgaben und Pflichten als Nachbarvater einer Nachbarschaft erzählt der 54-jährige. Ausführlich geht er auf die Vorbereitungen und den Ablauf des Nachbarschaftballs ein. Der Ball findet im Winter statt und ist nur für die Verheirateten einer Nachbarschaft gedacht. Die Frauen kochen Kraut mit Schweinefleisch. Gebacken wird auch. Der Weinkauf muß organisiert werden. Getanzt wird auf Walzer, Polka und Egerländer. Die Musik kommt vom Plattenspieler. Die "modernen Tänze" ist nichts für "die Alten". [Aufnahme anhören »]
3:11 Minuten, 1.5 MB • Aufnahmejahr: 1969 - Veröffentlicht am 3. Januar 2019

Fasching und Nachbarschaft

Mann, 31 Jahre, aus Abtsdorf bei Marktschelken
In Abstdorf bei Marktschelken wird der Fasching anders als in manchen Nachbargemeinden erst am Aschermittwoch gefeiert. Während die Frauen das Essen vorbereiten, haben die Männer die Aufgabe, sich um den Wein zu kümmern. [Aufnahme anhören »]
6:26 Minuten, 3 MB • Aufnahmejahr: 1972 - Veröffentlicht am 8. April 2011

Pflichten der Nachbarschaft

Mann, 63 Jahre, aus Durles
Sobald ein Mann geheiratet hatte, wurde er in die Nachbarschaft aufgenommen. Zu den Pflichten in der Nachbarschaft gehörte die gegenseitige, unentgeltliche Hilfe, zum Beispiel bei Bauvorhaben. Eine der wichtigsten Pflichten war die Teilnahme am Begräbnis. [Aufnahme anhören »]
5:28 Minuten, 5 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 30. März 2011

Begräbnisse, Nachbarschaften und Freiwillige Feuerwehr

76 Jahre, aus Schäßburg
Es wird von einem Begräbnis in Kronstadt erzählt, wo das Begräbnis nicht durch eine Nachbarschaft durchgeführt wurde. In Schäßburg gibt es noch aktive Nachbarschaften. "Den Richttag muß man sich ansehen, dass kann man nicht erzählen", spricht der Erzähler. Früher durften nur Hausbesitzer ein Amt in der Nachbarschaft übernehmen. Aufnahmegebühren und Bestätigungen sind nötig, wenn man in einer Nachbarschaft aufgenommen werden möchte. Eine Freiwillige Feuerwehr gab es auch in Schäßburg. Aus eigenen Spenden wurde ein Auto und eine Motorpumpe aus Deutschland beschafft und gekauft. Schläuche waren teilweise Eigentum von Nachbarschaften. Im Brandfall wußte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) in welchem Haus die Schläuche gelagert wurden. [Aufnahme anhören »]
8:07 Minuten, 7.4 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 17. März 2011

Nachbarschaft und Fastnacht

Mann, 61 Jahre, aus Michelsberg
Die Gemeinde Michelsberg ist in fünf Nachbarschaft eingeteilt. Die Nachbarschaften wählen ihre Nachbarväter im Winter, am Richttag zur Fastnachtzeit. Der Nachbarvater muß für Ordnung sorgen, beispielsweise dass die Gassen am Samstag gekehrt werden. Die Jugend ist in Schwesternschaften und Bruderschaften organisiert. Die Bruderschaft bekräftigen den gewählten Altknecht, indem sie ihm das Amt heimtragen. Bewirtet werden die Burschen mit Stritzel, Hanklich und Wein. Bei einem anderen Brauch erscheinen schön gekleidete Reiter mit ihren geschmückten Pferden und reiten am Angfang des Aufzuges. Zum Abschluß der Fastnacht maskieren sich die Burschen, Sie versammeln sich beim Altknecht und gehen lustig durch die Gemeinde. Dabei wird auch ein "Pajatz" aus Stroh zu Grabe getragen und verbrannt. Bei dieser Gelegenheit werden lustige Reden gehalten und auch so manches gesagt, was man im nüchternen Zustand nicht sagen würde. [Aufnahme anhören »]
5:17 Minuten, 2.4 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 8. März 2011

Pendeln mit den Bussen und Nachbarschaftshilfe

Mann, aus Kleinblasendorf
Seit 21 Jahren arbeitet der Sprecher in der Emaillefabrik in Mediasch. Er arbeitet in drei Schichten. Mit dem Buss zu pendeln ist schwer, weil die Busse verspätet oder gar nicht kommen. Oft wird gedrängelt. 700 Leute wollen täglich mit den Bussen in die Arbeit nach Mediasch zu fahren. Die Busse gehen oft kaputt. Kein Wunder wenn statt 40 Leuten manchmal dann auch 100 mit so einem Bus transportiert werden. Der Sittag wird von den beiden Nachbarschaften zusammen im Saal gefeiert. [Aufnahme anhören »]
7:03 Minuten, 3.2 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 1. März 2011

Die fleißigen Reener Zehntmänner

Mann, 53 Jahre, aus Sächsisch-Regen
In der alten Zeit gab es in Reen sieben Nachbarschaften. In jedem Jahr mußte der Nachbarvater am Richttag über seine Arbeit berichten. Die Zehntmänner standen ihm zur Seite. Im Ziegenwald mußten die Zehntmänner einen "Buhai" organisieren. Sogar das Essen haben die Männer vorbereitet. Der alte Nachbarvater hatte das Oberkommando über das Kochen. [Aufnahme anhören »]
3:52 Minuten, 1.8 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 25. Februar 2011

Brunnen-Nachbarschaft

Mann, 44 Jahre, aus Weidenbach
Nach üblichen Brauch ladet die Brunnen-Nachbarschaft zur Fastnacht ein. Für die Unterhaltung muß man den Wein besorgen. Nachdem der neue Brunnenherr gewählt wurde, geht es zu dem gemütlichen Teil über. [Aufnahme anhören »]
2:25 Minuten, 2.2 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 24. Februar 2011

Spiele am Sportplatz im Ziegenwald

Mann, 53 Jahre, aus Sächsisch-Regen
Die Bedeutung des Wortes "Buhai" hat der Großvater den Kindern erklärt. Lustige Spiele hat die Jugend am Sportplatz im Ziegenwald gemeinschaftlich gespielt. Im Sack um die Wette laufen oder Eierlauf mit dem Holzlöffel. Vier Jungen oder vier Mädchen mußten auf Stangen um die Wette hochklettern. Mit einem Klüppel mußte man auf einen sich drehenden Lehmkrug schlagen. [Aufnahme anhören »]
2:13 Minuten, 1 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 23. Februar 2011

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Aufnahmen aus dem Schallarchiv der in Rumänien gesprochenen deutschen Mundarten des Linguistikinstituts Bukarest aus den Jahren 1966-1975.
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