Der Schoinker Turm

Helmuth Zink
Perkam 2014

Der Schoinker Turm

„Ihr läw Schoinker än der Friemd
än ihrer noen Hoimet äm Detschen Lemd“
Als Schoinker Turm nea gems ellon,
wochen ech iwer den Hoattert uch de Gemon.
Ech berichten ech het oallen, dat ihr häirt,
wot än asem läwen Schoink noch esu passäirt.
Ejeden Morjen schweift man Bläck
änäirscht bä as Ungehäirijen,iwer de Haindswainkelbräck,
Driun giun ech de Repa entlong,
Bäs än de klon Nogoass, un dä Telegrafenstong.
Vun der Nogoass, än de Kromgoass, bäs än den Wainkel ech sähn,
Of än dem Park of der Kell de Kastanien schun blähn.
Driun giun ech um Onger, de Ruisenonger eowen,
Durch de Broigoass, bäs bä de Mill, un den Greowen.
Vun der Pausgoass, of den Meort, änt Fusseloch,
Driun fet hoischhiemlich un man Doch,
noch hainder de Kirich of det Rech zeräck,

dem hun ech schär oallest iwerbläckt.
Det äs man Programm ejeden Doch,
vum Miundich bäs Saindich Woch vuir Woch.
Und wonn äm Stoiwes de Soann dem um Hiemmel stoit,
De Vijeltscher sannen ejedet en Loid,
De Hasker än den Dahlen eramersprannen,
Om Ruckerer Rech uch än der Keawid de Kuckuck sannen,
Of dem Gäilen Rech, word noch Kuiren ungebat,
Det Obst vum Pausbrich gehäirt dem Staat.
Det Gewadder dot kit vun der Hill ellon,
änäirscht iwer den Schoinker Poligon,
driun zecht et iwer de Gemon ewenich,
Bäs än det Fugrescher Gebierich.
Än oall den Sochsesch Haiser nea wunnen,
Friemden, Bliuch oder Zegunnen.
Sä sen nea wichtig vuir de Gemon und hun,
En Unspreach dat sä uch än as Kirich kun.
Mir sen nor stall uch säir gedealdig,
dot sen mir asen Ahnen schealdig,
As Kultur zä erholden, gems geweäss,
bäs uch der läitzt Sochs gestorwen äs!
En hoisch Gemonscheft oalledä,
weren mir gewäisen hä!
Häw em ech niet esiefelt bedrujen,
Werd ihr bestiemmt niet ewechgezujen!
Ejeden Morjen wonn et unbrächt det Lächt,
Schieppeln man Zehren, man Harz zerbrächt,
Driun kenn ech as verliussan Sochsesch Haiser sähn,
Und troisten mech nor noch mät den Blommen wot noch blähn,
Nechen Sochsesch Kaind wid sich moi bäcken
De Preocht vun Blommen än em Stauß ze pfläcken.
Dot äs noch det oinzig wot hä blähn,
„Woi woiß!, of mir es wieddersähn“?
Man Glocken nor vuir ech noch klannen,
ihr, kiennt mich oalle noch hoisch besannen.
Ech ledden garren uch gems geweäss,
uch won än der Friemd en Schoinker gestorwen äs,
Ech bän en Däil vun ihrer Geschicht,
wä et ech geat geng, uch wä et ech geng licht.
Versprechen känt ihr Gang uch Olden
Dameät er mech säilt noch long erholden.
Än ihrer Chronik uch ihrer Geschicht.
Beschraift er mech an, wä en Gedicht.
Gloat amdot, werd ech blaiwen hä om Rech,
Uch won ihr oalle set ewech.
Äm Harzen driun ech nor Schoinker Bleat
Ech beän Steolz derof, und dot äs geat.
Vuir ech Schoinker bäiden ech uch ejeden Doch,
Desmorjest, desiuwest, uch de gems Woch.
Ech liussen de Vijel fuir ech sannen,
uch ejeden Doch de Glocken klannen.
De Kultur dä kenn em noch beschraiwen,
dä wid trotzdäim iwrigbleiwen,
Ech doink ech hun ech näckest entoischt bäs het,
damät ech uch speter erzäilen warden oallen Let,
Wä as Schoinker Sochsen oist hä geläift hun
mät Bliuch mät Zakel uch Zegun.
Ech warden bold gems ellon noch iwrigblaiwen,
dot kiennt ihr noch schnäil, än ihr Chronik schraiwen.
As Siwenbierjen wor wä en Gedicht,
awer nea, äs bold aus, des hoisch Geschicht.
Man Harz bleift oinsem, man Säil git mir Kroft,
Fuir ech weal ech stoark sen, dot hun ech gehofft.
De seämtlich Kirchen uch Burjen vun ejeder Gemon,
Blaiwen än Zeakonft nea oalle ellon.
Sä sen det Symbol vun asem Sochsentum,
Und blaiwen än Ewigkeit fuir ech nor stiun.
Ech wainschen nea äiwen, blaift mir oalle gesaint,
ihr man läw Gruisschoinker Kaind.
Ech werd, ech esu garren, noch begloiden!
doch as Wäich, dä miessen hä, nea schoiden!
Esu long ihr noch läift, doinkt wohl oallä derun,
Ech bän an än ihrem Harzen, Ihr Läw SCHOINKER TURM.

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