Mediasch - Informationen

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Grußwort des Bundesvorsitzenden des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dr. Bernd Fabritius zum Mediascher Treffen 2010 in Dinkelsbühl.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Günther Schuster,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Dr. Christoph Hammer,
sehr geehrter Herr Bischofsvikar, Pfr. Reinhart Guib,
sehr geehrter Herr Vorsitzender des Mediascher Forums, Werner Müller,
stimate domnule primar Teodor Neamtu,
liebe Mediascher Landsleute und Freunde unserer Gemeinschaft.

Zum ersten Mediascher Treffen in der Partnerstadt der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, in Dinkelsbühl, überbringe ich die besten Grüße und Glückwünsche des Bundesvorstandes des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Anders als meine Begrüßung vermuten lassen könnte, handelt es sich keinesfalls um das erste Mediascher Treffen: Sie haben sich schon oft getroffen, Ihre Heimatgemeinschaft gibt es seit vielen Jahren. Bereits Mitte der 70-iger Jahre haben Sie sich zu einer Heimatgemeinschaft zusammengeschlossen, um wie auch der Name es sagt, die Gemeinschaft der Mediascher zusammenzuhalten und die Gemeinsamkeiten zu pflegen und zu erhalten.

Im Mai 1981, vor nunmehr bald 30 Jahren, gab es das erste Mediascher Treffen und seither hat es schon viele gegeben, bisher in Kufstein, wie Ihr Vorstand berichtet hat.

Dass Sie sich aber heute und vielleicht auch in Zukunft in unserer Partnerstadt Dinkelsbühl treffen, werte ich als gutes Zeichen.

Seit 1985 verbindet unseren Verband der Siebenbürger Sachsen eine Partnerschaft mit der Stadt Dinkelsbühl. Hier treffen wir Siebenbürger Sachsen uns regelmäßig jedes Jahr zu Pfingsten, erst vor wenigen Wochen war es wieder so weit. Dinkelsbühl steht damit nicht nur für Freundschaft und Partnerschaft der Siebenbürger Sachsen zu dem neuen Lebensumfeld, zu den Dörfern und Städten, in denen wir heute in Deutschland leben, es steht als Ort unserer Begegnung auch für den Zusammenhalt der Siebenbürger Sachsen untereinander. Es ist der gleiche Zusammenhalt, der Sie, liebe Landsleute aus Mediasch, prägt und der zu dem Erfolg auch Ihrer Heimatgemeinschaft geführt hat.

Am 03.07.1999 trafen sich 16 Mediascherinnen und Mediascher im Haus des Deutschen Ostens in München und beschlossen die schon bestehende Heimatgemeinschaft Mediasch zu einem gemeinnützigen eingetragenen Verein zu konstituieren. Im Vorfeld gab es monatelange Überlegungen, ... sollen wir oder sollen wir nicht, es gab unterschiedliche Meinungen.

Nun, das Ergebnis, die Gründung Ihrer Heimatgemeinschaft als e.V., war genau richtig, das bestätigt Ihre Entwicklung, auf die Sie zu Recht stolz sein können.


Wenn wir Siebenbürger Sachsen unter den Gegebenheiten des 21 Jahrhunderts fortbestehen und die nun bald 900-jährige Geschichte nicht ausklingen lassen wollen, dann hilft uns nur Zusammenhalt weiter. Ohne diesen in einer Heimatgemeinde und darüber hinaus, innerhalb der Gesamtgemeinschaft aus Siebenbürgen, werden wir die vielen Herausforderungen nicht bewältigen können, die uns die Gegenwart und die Zukunft noch aufwarten wird. Ich lade Sie daher herzlich ein, auch der Gesamtgemeinschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland beizutreten, wenn Sie das noch nicht getan haben. Wie die meisten von Ihnen wissen, feierte der Verband der Siebenbürger Sachsen letztes Jahr sein 60 jähriges Jubiläum. Die Siebenbürgische Zeitung zog dieses Jahr nach: Jetzt im Juni sind es 60 Jahre seit dem ersten Erscheinen unseres Verbandsblattes. Mit Einverständnis Ihres Vorsitzenden Günther Schuster haben wir ausreichend Exemplare der Jubiläumsausgabe der Siebenbürgischen Zeitung hier ausgelegt. Alle Mitglieder unseres Verbandes haben diese bereits mit der Folge 8 vom 20. Mai 2010 erhalten. Die Jubiläumsausgabe gibt Aufschluss über das Verbandsgeschehen der letzten 60 Jahre, denn die Siebenbürgische Zeitung hat den Verband praktisch von Anfang an begleitet bzw. als Kommunikationsorgan unserer Gemeinschaft in Deutschland gedient. Jeder Leser dieser Sonderausgabe kann darin erfahren, wofür der Verband steht, was er bisher geleistet hat und wofür er auch in Zukunft von Nutzen sein wird. Zögern Sie nicht, die beiliegende Beitrittserklärung zu nutzen, wenn auch Sie der Meinung sind, dass wir die gemeinsamen Ziele weiter verfolgen und auch durchsetzen sollen.

Dass Sie den Wert eines Zusammenhaltes erkannt haben, beweist die Entwicklung Ihrer Heimatgemeinschaft: Von den 16 Gründungsmitgliedern, die sich vor mehr als 10 Jahren im HDO getroffen haben, sind Sie auf heute mehr als 870 Mitglieder angewachsen, was sich sehen lassen kann.

Auf die Frage, was Sie verbindet, findet man schnell mehrere Antworten: Es ist sicher das gemeinsame „Woher", wie Wolfgang Lehrer, der langjährige Vorsitzende Ihrer Heimatgemeinschaft, den ich ebenfalls herzlich begrüße, formuliert hat, "die Menschen" wie Günther Schuster es in seiner Ansprache ausdrückte. Es ist genau so die gemeinsame Prägung, es sind die gemeinsamen Erinnerungen und Erlebnisse. Doch auch dieses würde nicht ausreichen, den Kitt für eine Jahrzehnte Überdauernde Gemeinschaft zu bieten. Es muss etwas mehr sein. Die Antwort darauf finden wir bei einem Blick zurück. Wir müssen uns dessen besinnen, was uns die letzten Jahrhunderte zusammengehalten hat. Es war dieses ganz besondere siebenbürgisch-sächsische „Füreinander-da-Sein", es war der Gemeinsinn, der uns zusammenschweißte. Dass der sächsische Gemeinsinn auch bei Ihnen wirkt, zeigt der von Ihnen gelebte Zusammenhalt, und damit meine ich nicht nur Ihre geselligen Treffen und die Wiedersehensfreude, die richtig spürbar ist.

Der von Ihnen im Juni herausgebrachte Bildband „Mediasch. Ein historischer Streifzug durch die siebenbürgisch sächsische Stadt an der Kokel", der trotz einer Erstauflage von immerhin 1400 Stück umgehend vergriffen war, wurde - so der Leitartikel zu Ihrem Infoblatt vom 19.6.2010 - von einer Leserin nicht als Bildband sondern als „Ort der Erinnerung" beschrieben. Nicht als die Erinnerung selbst sondern als der Ort, wo diese sich entfalten kann, wo sie wirkt und wo sie Verbundenheit schafft. Lassen Sie mich diese wunderschöne Deutung dieser mir unbekannten Leserin gerne auf Ihre Heimatgemeinde insgesamt beziehen und um einen Gedanken erweitern: Diese ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern genau so ein Ort des Erlebens der Gegenwart und der Zukunft, des „Füreinander-da-Seins", ein Ort der Identitätswahrung und der Identitätsstiftung für unsere jüngere Generation. Ihren Publikationen ist zu entnehmen, dass Sie ihre Heimatstadt und deren aktuelle Bewohner nicht vergessen haben und nach wie vor großzügig für die „Mediaschhilfe" spenden. Sie versetzten ihre Heimatgemeinschaft dadurch in die Lage, dem Evangelischen Diakonieverein in Mediasch zur Seite stehen zu können und ihn im Bereich der Altenhilfe und der Pflegebedürftigen, beim „Essen auf Rädern", bei Zuschüssen für die Energieversorgung u.a.m. unterstützen zu können. Durch den Beitrag vieler Einzelner wird in der Summe eine bedeutsame Hilfeleistung ermöglicht. Das ist anerkennenswert, dazu gratuliere ich Ihnen.

Das Leitwort des bereits zitierten Infoblattes ist auch aus aktuellem Anlass bemerkenswert: Es setzt sich mit der Geschichte und Gegenwart unserer Gemeinschaft im letzten Jahrhundert in Siebenbürgen unter Beachtung der Entwicklungen unserer Zeit auseinander und blendet auch Themen nicht aus, die nur dann heikel wären, wenn diese nicht mit Offenheit, Wahrhaftigkeit und Fairness angegangen würden. Zutreffend wird in dem Leitartikel festgestellt, ich zitiere: „Und so wurde man in späterer Zeit nicht automatisch durch die Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei oder Jugendorganisation zu einem schlechten Menschen, ebenso wenig, wie man es Jahrzehnte vorher bloß dadurch geworden war, dass man das Wort nationalsozialistisch` in den Mund nahm." Derlei Pauschalurteile haben sich - so im Leitartikel zutreffend weiter -„nach rechts und links in manchen Köpfen festgefressen und treiben teilweise heute noch ihr Unwesen."
Der Leitartikel liegt richtig, meine Damen und Herren, und lassen Sie sich bitte nicht von derartig dummen Positionen verunsichern, wie diese gerade in letzter Zeit mit einer nur noch verwunderlichen Energie auch in Ihrem Umfeld durch anonyme Briefe, die auch ich mehrfach erhalten habe, verbreitet werden. Anonyme Briefe, meine Damen und Herren, folgen einem sehr einfachen Muster, welches in seiner Deutlichkeit kaum übertroffen werden kann: Wenn jemand nicht mit seinem Namen und seinem Gesicht hinter dem steht, was er meint, unter anderen verbreiten zu müssen, dann zeigt er damit nur, dass er selbst entweder an dem Gesagten zweifelt oder aber, dass er von der Schändlichkeit seines Tuns überzeugt ist und deswegen lieber gesichtslos bleiben möchte. Beides ist gleich verwerflich. Redlich handelnde Menschen verhalten sich anders.

Derartiges Unwesen, das sich selbst entlarvt, verdient keinerlei Beachtung. Es passt nicht zu der von Ihnen bewiesenen Werteorientierung, zu dem Ihre Heimatgemeinschaft prägenden Geist des Zusammenhaltes und des „Füreinander-da-Seins". Aus all diesem schließt es sich selbst aus. Das uns Verbindende sieht anders aus. Es ist die in unserem Wirken fortbestehende, ganz besondere und sich von einer allein geografischen Auslegung um vieles abhebenden, siebenbürgisch-sächsische Heimat.

Lassen Sie mich dazu abschließend aus einer Reflexion des diesjährigen siebenbürgisch-sächsischen Kulturpreisträgers, Joachim Wittstock, in einem Dankesschreiben an den Verband der Siebenbürger Sachsen nach dem Heimattag in Dinkelsbühl zitieren: „Heimat ist ein gedanklicher Entwurf. Er setzt sich aus den verschiedensten Teilen zusammen: Aus sinnlichen wahrnehmbaren Gegebenheiten, wie Landschaften und Bauwerk, aus gesellschaftlichen Einheiten - kleinere und größere Personengruppen umgreifend -, aus Beständen des Geistes, der Seele, also Erinnerung des Einzelnen und Überlieferung der Menschen im Umfeld, aus Volkstum und anderen Determinanten von Bevölkerungskreisen in Stadt und Dorfgemeinde. Wichtig ist, dass all dieses und noch weitere Teile des Heimatganzen sich in dem richtigen Ausmaß, in der passenden Mischung vorfinden und sich in organisch aufeinander abgestimmter Beziehung zueinander verhalten. Wichtig ist weiterhin: Das Gleichgewicht zwischen den Faktoren anzustreben, um so mehr als es stets Leute geben wird, die einem beteuern, wie sehr für sie das Gleichgewicht zwischen Heimatlandschaft und Menschenwelt gestört ist, und sie deshalb für sich keinen Anspruch auf einen denkbar schwierigen Begriff wie Heimat erheben. Über solche Infragestellung und Ablehnung kann man nachsinnen. Dabei sollte man aber nicht versäumen, sich selbst ein maß- und sinnvolles Gefüge aus Natur und Umwelt, aus Seelenlandschaft und Gedächtnisraum zu schaffen. Steht ein derartiges Gefüge einem zu Gebot, kann Heimat zur Stütze, zur Lebensgrundlage werden. Sie wird einem helfen, sich des Gefühls der Verbundenheit zu versichern, und wird zu aufbauenden, förderlichen Gedanken anregen".

Zu einem solchen Heimatbild, dem ich aus voller Überzeugung zustimme, leisten Sie, meine Damen und Herren, mit Ihrer Heimatgemeinschaft einen nicht unwesentlichen Teil. Bleiben Sie daher beharrlich in Ihrem Tun, zu welchem ich Ihnen allen aus Anlass Ihres Treffens in Dinkelsbühl alles erdenklich Gute und weiterhin viel Erfolg wünsche. Easer Härr ehaolt Se!

HOG-Informationen / Geschichte

ES HAT SICH ETWAS GETAN IN UNSERER HG!




Am 19. Mai hat in diesem Jahr in Kufstein die Mitgliederversammlung der Heimatgemeinschaft Mediasch e.V. einen neuen Vorstand gewählt. Der alt gediente Vorstand hatte bewusst auf eine weitere Kandidatur verzichtet, um einer Verjüngung an der Spitze des Vereins den Weg frei zu machen. Sein Rücktritt in das zweite Glied sollte vor allem als Signal und Einladung an die Adresse der jüngeren Generationen verstanden werden, sich verstärkt am Vereinsleben zu beteiligen und mit einzubringen.....


An dieser Stelle möchte ich mich im Namen unserer Heimatgemeinschaft bei unseren alt gedienten Vorstandsmitgliedern, vor allem aber bei Wolfgang Lehrer für sein Engagement und erfolgreiches Wirken als erster Vorstand, ganz herzlich bedanken.


Die konstituierende Sitzung des neuen Vorstandes fand dann einige Zeit später, am 17. Juli in Tutzing statt. Anlässlich dieser wurde zur besseren Koordinierung der einzelnen Aufgaben und Ämter unter anderem auch eine Umstrukturierung der Vereinsleitung beschlossen. (Einzelheiten darüber können im vorliegenden Heft nachgelesen werden).


Die neue Mannschaft ist nun angetreten um die HG-Mediasch in die Zukunft zu führen, was jedoch in Anbetracht der allgemeinen Entwicklung kein unbedingt leichtes Unterfangen sein wird. Sie wird dabei das Altbewährte sicher nicht über Bord werfen, sondern darauf aufbauen und gleichzeitig versuchen neue Wege zu erschließen.


Wie schon der Name „Heimatgemeinschaft“ ausdrückt, sind wir eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, im Geiste unserer „alten“ Heimatstadt Mediasch. Das bedeutet aber keinesfalls, dass wir ewig Gestrige sind! Ganz im Gegenteil! Sicher beschäftigen wir uns auch mit der Vergangenheit, in der ja schließlich unsere Wurzeln liegen, stehen und leben aber in und für die Gegenwart um der Zukunft vorbereitet begegnen zu können. Gerade im Hinblick auf sie ist es notwendig dieses Gefühl der Gemeinschaft zu pflegen, zu fördern und weiter zu vertiefen.

Das geht allerdings nur wenn wir alle gemeinsam am gleichen Strang ziehen und uns auch weiter zu jener sozialen Identität bekennen, die uns als Grundlage für das Leben in die Wiege gelegt wurde. Zwar können wir das einmal in Gang geratene Rad der Geschichte nicht mehr aufhalten, jedoch dessen Geschwindigkeit beeinflussen.

Unsere Gemeinschaft ist durchaus solide, vital und lebendig. Das hat nicht zuletzt in diesem Jahr eindrucksvoll das 10. Mediascher Treffen in Kufstein, bewiesen.
Besonders erfreulich an diesem Treffen war nicht nur die erwiesenen Treue zu einer gewachsenen Tradition, die wir alle mit Sicherheit in ihrer ursprünglichen Bestimmung so nicht untergehen lassen dürfen und wollen, sondern auch die gestiegene Anzahl jüngerer Teilnehmer. Gerade diese jüngeren Generationen für die HG zu gewinnen und zu aktivieren ist eines unserer wichtigsten Ziele im Hinblick auf die Sicherung und vor allem Verlängerung der Zukunft unseres Vereins.
Als ein erster Schritt in diese Richtung wurde ein erster „Rohling“ unserer Homepage www.mediasch.de ins World Wide Web gestellt. An diesem muss und wird noch gefeilt werden und wir hoffen in Kürze mit einer ausgereiften und attraktiven Internetpräsenz aufwarten zu können. Wir erweitern mit ihr nicht nur wesentlich unseren Bekanntheitsgrad, sondern öffnen damit auch ein neues und sehr wichtiges Tor zu unserem Verein.


Es liegt auf der Hand: je mehr Mitglieder die HG in ihren Reihen zählt, bzw. ihr den Rücken stärken, umso besser und vor allem nachdrücklicher können Aufgaben und Ziele verfolgt werden.
Das Erbe, das wir für die Nachwelt bewahren, sichern, und pflegen sollten ist gewaltig! Erben verpflichtet bekanntlich und dieses umso mehr, als dass es in der Hauptsache ideeller Natur ist. Es gehört uns allen gemeinsam, nicht nur uns, sondern auch den kommenden Generationen. Es wäre mit Sicherheit ein immenser Verlust, wenn dieses jahrhundertealte und auch für Europa und den europäischen Gedanken so wertvolle Erbe, der Siebenbürger Sachsen, dem jüngsten der deutschen Volksstämme, die Bühne der Geschichte verlassen sollte, ohne das ausreichend Zeit gewesen wäre, es hinreichend und mit all seinen Facetten sichern, konservieren und der Nachwelt zugänglich machen zu können.


Über dieses Erbe und die Zukunft wird derzeit viel und auch sehr kontrovers diskutiert. Ich weiß nicht ob das unbedingt der Sache dienlich ist. Meiner Meinung nach sollte man auf dem Boden der Tatsachen bleiben, weniger diskutieren, dafür den Gemeinschaftssinn unter unseren Leuten stärken und fördern, und mehr Energie in Aktivitäten zur Verlängerung der Zukunft, investieren. Es liegt an uns und unserer Einstellung dazu, diese hierfür notwendige Zeit zu ermöglichen!


Die HG hat von Beginn ihrer Existenz an sich diese wichtige und weit in die Zukunft reichende Aufgabe zueigen gemacht. Dazu gehören beispielsweise auch die diversen Dokumentationen, die bereits im Mediascher Infoblatt publiziert wurden und noch werden, der in Arbeit befindliche Bildband, „Streifzüge durch Alt-Mediasch“ und nicht zu vergessen, dass in diesem Zusammenhang aufgebaute und weiter anwachsende Bildarchiv. Der Bildband befindet sich derzeit in der technischen Realisierungsphase. Es kann jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau gesagt werden, wann er aufliegen kann. Wir hoffen im Laufe des nächsten Jahres.


Eine starke Gemeinschaft kann sicher auch substantiellere Hilfe für unsere in der Heimatstadt verbliebenen Landsleute leisten. Es gilt dabei den Armen, Alten und Hilfsbedürftigen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten unter die Arme zu greifen, aber auch all jene in ihrer Arbeit zu unterstützen, die noch Vorort in Mediasch die Stellung halten und aktiv Vorbildliches für die Gemeinschaft und darüber hinaus leisten. All dies beantwortet vielleicht für den Einen oder Anderen, zumindest zum Teil die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Mitgliedschaft in unserer HG.

Bereits eine passive Mitgliedschaft hilft und stärkt unseren Verein. Sie ist Ausdruck von Gemeinschaftssinn, Identitätsbewusstsein und Solidarität. Sich zu diesen Werten noch bekennen zu können, obwohl wir uns erfolgreich eine neue Heimat aufgebaut haben und darin mittlerweile auch bestens integriert sind, sollte uns mit Stolz erfüllen! In der schnelllebigen und oberflächlichen Welt in der wir Heute leben, ist dies leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Gerade dafür soll auch unser neues HG-Wappen und Identifikationssymbol stehen. Sie fragen sich vielleicht zurecht wieso wir nicht bei dem alten Mediascher Wappen, der offenen Hand und der Weinrebe geblieben sind. Das war das Wappen der Stadt, die es so nicht mehr gibt.........Das ist Vergangenheit! Uns gibt es aber noch, auch wenn in alle Himmelsrichtungen verstreut..... und dieses Wappen soll gerade das versinnbildlichen was uns verbindet und zusammenhält!


Über große Entfernungen, bis hin zu den noch in unserer Heimatstadt verbliebenen Landsleuten, haben Mediascher Infoblatt und Medwescher Tramiter, die Funktion eines uns alle einenden Bandes übernommen. Über den Medwescher Tramiter ist es gelungen sogar bei „Nicht-Mediaschern“ Interesse zu wecken. Erste Abonnements wurden bereits, zum gleichen bescheidenen Beitrag, wie auch die einzelnen Mitglieder unserer HG leisten, abgeschlossen. Der Erfolg dieser beiden Publikationen bestätigt den eingeschlagenen Weg.


Unsere HG zählt zurzeit rund 800 Mitglieder. Das klingt viel, jedoch liegt das noch zu erschließenden Potential weitaus höher. Über die Frage wie dieses erschlossen werden kann, bitten wir jedes einzelne Mitglied nachzudenken und bei sich bietenden Gelegenheiten dann auch entsprechend aktiv zu werden.


In Kufstein haben wir bewusst auf eine dringend notwendige Erhöhung des sowieso schon sehr niedrigen Mitgliedsbeitrages um 2 Euro pro Jahr verzichtet. Dies vor allem mit Rücksicht auf unserer zahlreichen älteren Mitglieder und deren nicht gerade üppig ausfallenden Renten. Um jedoch die ständig steigenden Kosten abfedern zu können sind wir mehr denn je auf Spenden und die Erschließung neuer Quellen, wie z.B. Sponsoren angewiesen. In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass der ehemals Heilbronner Arbeitskreis "Mediaschhilfe - Winterspende" nun von der HG unter der Leitung von Wolfgang Lehrer weitergeführt wird. Wir dürfen unsere Leute in Mediasch nicht im Stich lassen und zählen daher auch weiterhin auf ihre Unterstützung! An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen mich im Namen der HG bei all unseren treuen und großzügigen Spendern ganz herzlich zu bedanken!


Nächstes Jahr laden das Mediascher Forum, die Kirche und das Bürgermeisteramt zum 3. Treffen in der Heimatstadt ein. Dieses wird in den Pfingstferien vom 16. bis 19. Mai stattfinden. Wir haben mit den Organisatoren das geplante Programm etwas optimiert um auch den Ansprüchen jüngerer Teilnehmer gerecht zu werden. (Detaillierte Informationen finden sie in diesem Heft).


Bevor ich nun zum Schluss komme möchte ich Ihnen noch einen Ausspruch Stephan Ludwig Roths zum nachdenken mit auf den Weg geben:


„Was vergangen, kehrt nicht wieder.
Aber ging es leuchtend nieder,
strahlt es länger noch zurück.“



Ihr Günther Schuster

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