Hermann Baier wurde 80

Mitteilungen der HOG

1. November 2010

Dagmar - Herta & Lukas Geddert
In Schäßburg immer gebraucht

Ehemaliger Direktor der Bergschule Hermann Baier  ...Ehemaliger Direktor der Bergschule Hermann Baier Der ehemalige langjährige Direktor der Bergschule in Schäßburg, Hermann Andreas Baier, hat am 7. Mai sein 80. Wiegenfest gefeiert. Geboren wurde Baier am 7. Mai 1930 in Dunnesdorf bei Schäßburg, wo er auch die Volksschule besuchte.
Seine Eltern waren Bauern mit einer mittelgroßen Wirtschaft, die es ermöglichte, dass eines der fünf Kinder studieren konnte. Diese knappen materiellen Möglichkeiten wurden noch bedeutend eingeschränkt, nachdem die Familie nach den politischen Veränderungen vom 23. August 1944 enteignet wurde und der Vater bei einem Eisenbahnunfall ums Leben kam. Ab 1940 lebte Hermann Baier in Schäßburg, vorerst als Internatsschüler des Bischof-Teutsch-Gymnasiums, nach Auflösung dieser Anstalt durch die Schulreform 1948 als Schüler der neu gegründeten Pädagogischen Schule der Stadt. 1949-1950 war er als Lehrer an der Übungsschule tätig und konnte dort wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Es folgte ein dreijähriges Mathematikstudium in Temeswar. Sein nachfolgender Werdegang ist bei seiner äußersten Vielseitigkeit nur schwer kurz zu schildern: Mathematiklehrer an verschiedenen Tages- und Abendschulen, Schuldirektor, Kreisschulinspektor, Leiter der Unterrichtsabteilung des Schäßburger Kreisvolksrats, Abgeordneter im Stadt-, später auch im Kreisvolksrat und Mitglied im Exekutivkomitee, Vorsitzender des Kreisrats der Werktätigen Deutscher Nationalität, Direktor an der Bergschule (1978-1987 und 1990-1997), mit 18 Dienstjahren nach Daniel Höhr (27 Jahre) und Johann Wolff (22 Jahre) einer der „Langzeit-Direktoren“ dieser ehrwürdigen Schule. Auch nach seiner Pensionierung war Hermann Baier bis 1997 Direktor des „Josef-Haltrich-Lyzeums“ und unterrichtete auch weiter Mathematik. Außer der breit gefächerten beruflichen und politischen Arbeit, die wir hier nur lückenhaft geschildert haben, entfaltete Baier auch eine reiche Kulturtätigkeit: im Symphonieorchester des Kulturhauses, als langjähriger Leiter des Kammerchors, Nachbarvater und Kurator des Schäßburger Kirchenbezirks und Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde. Hermann Baier schreibt in seiner biografischen Skizze, er habe den Eindruck, er sei bei all diesen Tätigkeiten auf der Sonnenseite des Lebens gestanden. Seit 1954 mit Wiltrud Wagner (Kindergärtnerin) verheiratet, führt er mit ihr und den drei Töchtern und Enkeln ein harmonisches Familienleben. Baier sagt, er habe nie das Bedürfnis verspürt auszuwandern und immer das Bewusstsein gehabt, in Schäßburg gebraucht zu werden – was ja durchaus richtig ist. Am 1. September 1990 trat Herr Baier in den wohlverdienten Ruhestand. Als Rentner arbeitete er noch sieben Jahre als Direktor und weitere sieben Jahre als Professor am „Josef-Haltrich“-Gymnasium. Aus dem Berufsleben ist Hermann Baier am 1. September 2004 ausgeschieden. Als Schäßburger Reiseführer ist er noch sehr aktiv, informiert die Touristen über Schäßburger Sehenswürdigkeiten. Als Persönlichkeit, die sich jahrzehntelang um die Belange von Schäßburg und seiner Menschen und darüber hinaus im weiteren Umkreis eingesetzt hat, wird Hermann Baier allgemein geschätzt und geehrt. 1997 wurde ihm als einem Schäßburger „Urgestein“ die Ehrenbürgerschaft der Stadt verliehen. Seit März 2005 ist Hermann Baier Vorsitzender des Freundeskreises Schäßburg – Dinkelsbühl. Im Namen der ehemaligen Gymnasiasten, der Mitglieder der HOG Schäßburg, der HOG Pruden und aller, die Hermann Baier kennen gelernt haben, wünschen wir dem Jubilar alles Gute, Gesundheit sowie viel Freude im Kreise seiner lieben Familie. Dagmar-Herta und Lukas Geddert
Siebenbürgische Zeitung vom 20. Mai 2010, Seite 19
Bildtext: Hermann Baier beim Schäßburger Treffen 2006 in Dinkelsbühl. Foto: Lukas Geddert

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