Schaal - Informationen

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Daten zur Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Schaal

1331 - Das Weissenburger Kapitel bezeugt, dass Nikolaus und Martin, die Söhne des Erbgräfen "Blawch" (Blafuz von Burgberg, das ihnen vom König Karl Robert von Anjou erteilte Besitzprivileg über die Besitzungen "Saal", Kirtsch und einen anderen Ort, auf dem Feldzug 1330 gegen den Woiwoden Basarab verloren haben. Nun haben die Sachsen von Mediasch und Schaal diese Orte an sich gerissen. Dagegen verwahrten sich die Burgberger Gräfen vor dem Weissenburger Kapitel. Aus diesen urkundlichen Mitteilungen ergibt sich, dass der Ort ursprünglich untertänig war. Die Burgberger Gräfen sind die Besitzer und möglicherweise einst auch die Gründer gewesen. Schon ist aber das Bestreben nach Freiheit und Anschluss an den Königsboden vorhanden. Die freien Sachsen der sogenannten "Zwei Stühle" sind bestrebt, das Dorf ihrem Rechtsgebiet anzugliedern. (Ub. I-483 - 441). 1359 - Bei einer Hattertgrenzbegehung zwischen Mortesdorf und Wurmloch ist die Rede von den "metas possessionis Sauli". Schaal ist also als Grenzpunkt genannt. (Ub.II-1413-217). 1368.1.Okt. - Gräf Nikolaus der Schwarze, ferner die Grafen Andreas und Michael von Burgberg erklären, dass die Besitzung "Villa Sauli in sede Selk" einst ihnen und ihren Vorfahren gehört habe. Durch Gewalttaten und Widersetzlichkeit der Bewohner seien sie im ruhigen Besitz gehindert worden. Durch Vermittlung verschiedener Gräfen (...der beiden Grafen Andreas von Pretei, der beiden Petrus von Hetzeldorf und des Grafen Nicolaus von Mediasch...Arch.XXI. Theil R) sei es sodann zwischen den Schaalern und den Burgberger Gräfen zu einem Vergleich gekommen.Die Gemeinde habe sich verpflichtet, durch Fürsprache der Schelker Stuhlgeschworenen, vom König eine andere Gemeinde für die Burggräfen zu erwirken und ihnen 400 Gulden zu zahlen. Nun hätten die Schaaler 60 Gulden gezahlt, das Übrige dagegen nicht.Gegen die Nichteinhaltung der eingegangenen Verpflichtungen durch die Schaaler, legen nun vor dem Weissenburger Kapitel die Burgberger Gräfen Verwahrung ein. Ob die Burgberger Gräfen ihr Geld bekommen haben, ist nicht feststellbar. Seither aber gehört die Gemeinde endgültig dem Schelker Stuhl an, als dessen Bestandteil sie schon von den Gräfen selbst in der vorliegenden Erklärung anerkannt wird. (Ub.II-921-318, Arch.21/247). 1414 - Im Zusammenhang mit dem Zehntprozess des Schelker Stuhles gegen das Weissenburger Kapitel, wird ein Nikolaus, als Pleban von Schaal/"Salis" genannt, der zum Schelker Dekanat gehört. Dies ist der erste urkundliche Beweis, dass Schaal ein Bestandteil des Schelker Kapitels gewesen ist. (Ub.III-1734-597). Im selben Zusammenhang erfahren wir in gleichem Jahr, dass der Pleban Nikolaus von "Scalis" an der "Kirche der heiligen Ursula" seinen Dienst versieht. (Ub.III-1735-599). 1460 - Bei der Besitzeinführung des Peter von Rothberg in den Besitz von Petersdorf, Rependorf sind als Zeugen die Geschworenen von Marktschelken und Schaal anwesend - "iurati possessionum Nagyselk et Saly". (Ub.VI-3242-94). 1516 - Schaal/ "Schaalia" / wird unter den Gemeinden des Schelker Stuhles /"sedes inferior"/ angeführt und dabei erwähnt, dass in Schaal 49 Wirte, 10 Witwen, 1 Schulmeister und 1 Hirte wohnhaft sind. (Arch.10/230). - Specidicatio incolarum sedis Mediensis, tam Saxonum quam Valachorum a. 1516 Schalia Hospites 49 Viduas 10 Pastorem 1 Scholasticum 1 (Arch.10/230) Bei der Abtretung des Stuhlwaldes durch den Schelker Stuhl an Kleinschelken, ist unter andern als Zeuge anwesend, "Lukas Sander de Schalya". (Arch. 12/305). 1532 - Es wird erwähnt, dass der Ort "Schallen" ein Bestandteil der "Zwei Stühle" ist und 50 Wirte als Einwohner zählt. (Qu.Kr.II/282). 1546 - Die Sieben (7) und (2) zwei Stühle bestättigen eine Entscheidung im Hattertstreit zwischen Wurmloch und Schaal wegen dem Hattertteil "in der langen Maar". Der Streit dauerte schon lange. (Nationalarchiv). Es ist schon 1544 und 1545 verhandelt worden. (Nussbächer G.: "Neuer Weg" vom 12.Mai 1981. 1570 - Wegen einem Hatterstück, das einst die Schaaler von den Marktschelkern zur Nutzung erhalten hatten, ist ein Hattertstreit zwischen diesen beiden Gemeinden im Gang. Die Marktschelker hatten die Rückgabe des Hattertstückes gefordert und die Schaaler die Rückgabe verweigert. Sie appelieren am doe Jer,ammstädter Stuhlsgemeinde. (Kbl.1906/37). 1630 - Die Gemeinde Schaal klagt Arbegen an, dass dieses den alten Grundsatz "Frucht gegen Frucht" und "Brache gegen Brache" gestört hätte. Die Klage wird bei dem Schelker Stuhlgericht vorgebracht. Nach einem Zeugenverhör wird das Ansinnen der Schaaler zurückgewiesen und ihrem Verlangen "F/F" und "B/B" nicht Rechnung getragen. Es soll alles im gegenwärtigen Zustand bleiben. Schaal appeliert an den Mediascher Magistrat. Die Appellationsentscheidung ist unbekannt.(Theil R.:Arch. 30/399-404). 1694 - Schaal erhält wegen Brandschaden Steuernachlass. Sicherlich ist damals ein Grossteil der Gemeinde niedergebrannt gewesen, da man sonst eine Steuererleichterung nicht gewährt hätte. (Arch.3/115). 18. Jh. - Die ganze Gemeinde samt Pfarrhof, Predigerhof und Schule werden eingeäschert. Vier ($) Menschen werden durch den Grossbrand getötet. (Gedenkbuch). 1753 - Zwei Frauen aus Schaal werden wegen angeblichen HEXEREIEN in Untersuchungshaft genommen. Eine Komission des Mediascher Magistrats verhört die Beschuldigten und 35 Zeugen in Marktschelken.Sie werden angeklagt, durch die Hexenkünste Krankheiten und Tod von Menschen und Tieren hervorgerufen zu haben. Manchen Zeugen sind sie im Traum erschienen. Sie werden beschuldigt, Drohungen ausgesprochen zu haben. Durch das Verhör und durch "Korbatsch Streichen" gezwungen, gibt eine Frau zu, eine Hexe zu sein, geflogen zu sein und mit dem Teufel getanzt zu haben.Sie verwickelt sich aber gerade bei diesen Unmöglichkeiten in Widersprüche. Sachsenkomes Stephan Waldhütter von Adlershausen lässt sich die Untersuchungsakten vorlegen, beanstandet die Art der Untersuchung, verfügt, dass man dieselben aus dem Gebiet des Königsbodens zu verbannen habe. (Schuller G.A.:"aus den letzten Zeiten der Hexenverfolgungen auf Sachsenboden", / "Neuer Volkskalender 1912 Seite 158"). 1833 - Grenzbegehung zwischen Wurmloch und Schaal. (Akten-Pfarrarch.). 1834 VII.27 - Die ganze Gemeinde brennt ab, mit Ausnahme von Kirche, Pfarrhaus, Schule und noch weiteren 7 Häusern. t Menschen kommen dabei ums Leben. (Gedenkbuch). "Lyrisch-didaktisches Blumenkränzchen" von Brecht von Brechtenberg Andreas. (Brecht lieferte Gedichte, Charaden, Räthsel ec.). Der Ertrag ist für die am 27. Juli durch eine beispiellos-fürchterliche Feuersbrunst verunglückten, gänzlich an den Bettelstab gebrachten Bewohner des Dorfes Schaal im Mediascher Stuhle bestimmt. Hermannstadt 1834. Auf Veranlassung des Verfassers, lt.8-vo.66 s. 1855 - Grosser Hagelschlag (Gedenkbuch).
KIRCHE 1414 Ein Pfarrer namens Nikolaus wird urkundlich genannt, der an der Kirche der "Heiligen Ursula" von Schaal seinen versieht. / "ecclesia beatae Ursulae de Schalis". Somit ist in vorreformatorischer Zeit die Kirche von Schaal der Heiligen Ursula geweiht gewesen. (Ub.III-1735-599). Ende des 15.Jh. Bau der spätgotischen Saalkirche. Das CHOR wird gewölbt und dreiseitig geschlossen, von dem Saal durch einen runden Triumpfbogen getrennt und mit 2 SPITZBOGENFENSTER versehen, die mit Maßwerk verziert sind. (Horwath:Kirchenburgen - S.73,Kbl-1911/23,/Lokalaugenschein 1957). Das Chor wird 11,25m langund der Saal 15mlang bebaut. (Horwath: S.73). 1783 24.II. Die Kirche brennt nieder. (Horwath:S.73). 1832-1834 Renovierung der Kirche. Das Schiff erhält an Stelle des einstigen gotischen Gewölbes, die jetztige Decke. (Gedenkbuch). Durch Johann Pelger aus Schaal wird die Kirche "von Grund aus" neu hergestellt. Dabei wird sie um 4,2m nach Westen verlängert. Das alte Gewölbe des Saales durch eine Stuckdecke ersetzt und mit großen Fenstern versehen. (Horwath: S. 73) 1832 - 1834 Renovierung der Kirche. Das Schiff erhält an der Stelle des einstigen gotischen Gewölbes, die jetzige Decke. (Gedenkbuch) Durch Johann Pelger aus Schaal wird die Kirche "von Grund aus" neu hergestellt. Dabei wird sie um 4,2m nach Westen verlängert. Das alte Gewölbe des Saales durch eine Stuckdecke ersetzt und mit großen Fenstern versehn. (Horwath: S. 73) 1931 Die Kirche und eine Bastei werden renoviert.(Gedenkbuch) Spätere Zeit: Um die Kirche wird viel Schutt aufgehäuft. Dadurch liegen eine vermauerte Einganstür und die gotischen Corfenster sehr tief. (Lokalaugenschein 1957) - Der älteste Teil der Kirche ist der im gotischen Stil gehaltene Chor, gewölbt und die Fenster mit Maßwerk; später angebaut wurde das Schiff mit Barockfassade, rechteckigen Fenstern und evener Decke. Ein Anbau im westlichen Teile des Kirchhofes zeit die Jahreszahl 1823. Zur selben Zeit ist wohl auch das Schiff der Kirche gebaut worden. INSCHRIFT am Kirchenkastell: An der Nordwestecke der äußeren Umfassungsmauer befindet sich, im abgegrenztem rechteckigem Felde mit schwarzer Farbe aufgetragen, folgende INSCHRIFT: EXISTEN--PASTORE DOMINO PETRO PENOR - RT MED HAC PAR S MV RI EO QVO DE -- CTAT QVEMQVOQV - E rEcTa ANNO 1736 MENSIB MARTIO ET APRILI STUDIO VERO ET INDVSTRIA VIRORVMHO NOR-----CHRISTIANO
ALTAR Der Altar zeigt barocken Aufbau mit 4 Säulen. Das Mittelbild stellt den Gekreutigten das, und wurde 1845 von WILHELM SCHADHAUER gemalt. (Wilhelm Schunn/L.K.)
ALTARKREDENZ In die Chorwand ist eine schmucklose Altarkredenz eingebaut. Die Wandnische wird von 3 runden Bögen überführt. Trotzdem diese Bögen halbkreisförmig sind, so dürfen sie doch nicht als romanisch ansprechen, da die Kirche ein Bau der Spätgotik ist und die Altarkredenz dem romanischen Stil unbekannt waren. (Roth/Beiträge zur Kunstgeschichte Siebengürgens 1914/92.
ORGEL 1851 wird durch den Orgelbauer Heinrich Maywald aus Kronstadt die Orgel mit 12 klingenden Registern samt Manual und Pedal gebaut. Für die Aufbringung der Kosten musste jeder Wirt 4 Klafter Holz schlagen und nach Mediasch führen. 1931 wird die Orgel durch den Orgelbauer Andreas Scheerer aus Martinsberg renoviert. (Kirchliche Blätter 1931/228 u. 1947/333)
TAUFBECKEN Ein Steintaufbecken in alter Form und der Jahreszahl 1527 ist vorhanden. Es ist mit Bildhauerarbeiten verziert. Die alte, sehr verwitterte Sandsteinkuppe ruht auf einem umgestürzten Kapitell, dessen drei gemeißelte Seiten die Taube und Engelsköpfe zeigen. Als Basis dient eine Steinplatte - vielleicht Deckblatt eines ehemaligen Sakramenthäuschens. (Nussbächer G. "Neuer Weg" vom 12.Mai 1981, - Lokalaugenschein1957)
GLOCKENTURM Der Magistrat von Hermannstadt spendet 1735 für die Reparatur des Kirchenturms in Schaal 12 fl. Hermannstädter Gymn. Pr. 76/77-19) Der Glockenturm stand über der gewölbten Sakristei an der Südseite des Chores. Nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1860 war er schlank, hatte in der Glockenstube Rundbogenfenster und ein hohes Pyramidendach. (Horwath, s.73) 1822 wird der Glockenturm erhöt und repariert. (Gedenkbuch) 1883 wird der Glockenturm wegen Einsturzgefahr abgetragen. (Horwath, S.73) Die Glocken wurden in einen einfachen hölzernen Glockenstuhl aufgehängt, der südlich neben der Kirche zur Aufstellung kommt. (Lokalaugenschein 1957)
GLOCKEN Aus dem Jahre 1741 ist eine Glocke vorhanden. Drei Glocken sind im Weltkrieg requiriert worden. (Gedenkbuch) Die kleine und mittlere Glocke aus Ungerdorf bei Bistritz übernimmt die Kirchengemeinde Schaal und feiert dieses Ereignis am 1. Pfingsttag durch einen Festgottesdienst 1976. Die eine Glocke davon stammt aus dem Jahre 1596. (Kirchliche Blätter 196676-7-7)
KAPELLE Im 13. Jahrhundert: Bau einer kleinen, einschiffigen romanischen Kapelle, mit halbrunder Apsis. Erhalten hat sich ein Teil der Mauer und der Apsis mit einem Fenster. Der Durchmesser der Apsis hat dieselbe Länge wie das Schiff. (Vătăşianu, 1/80) Die Kapelle befindet sich nördlich der Kirche und ist in die Umfassungsmauer der Kirchenburg eingebaut. An die Reste der Kapelle wurde in neuerer Zeit eine Kammer angebaut. (Lokalaugenschein 1957)
KIRCHENBURG Ende des 15. Jhd.: Die Kirche wird mit einer aus mürbem Sandstein hergestellten Umfassungsmauer umgeben, in welche die alte Kapelle eingefügt wird. Im Südwesten und Osten wird die Umfassungsmauer mit Türmen verstärkt, die einen viereckigen Rundriss besitzen. (Vătăşianu,I/575). Von dem Nordosteck des Kirchenchores ausgehend, wird eine Quermauer durch den Bughof errichtet. (Horwath, S.73). So entsteht die Schaaler Kirchenburg. Der Ostturm ist eine mit Pultdach versehene, gegen Osten dreigeschossige Bastei. Das Erdgeschoss war heizbar und besitzt einen Rauchfang. Der Südwestturm ist zur Burghüterwohnung umgebaut worden. Im dritten Geschoss war ein gemauerter Wehrgang. (Horwath, S. 74). In späterer Zeit, warscheinlich im 16. Jhd. wird im Norden ein weiterer Turm errichtet. (Vătăşianu,I/575) Er wird an die Ringmauer angeklebt, nachdem der hohe runde Bogen der "alten Einfahrt" zugemauert worden war. (Horwath,S.73). Im Jahre 1736 werden die Kirchenburgmauern gemäß einerInschrift, die an der Nordwestmauer der Umfassungsmauer aussen angebracht ist, renoviert. (Kbl. 1911/23)
ORTSNAME Urkundlich werden folgende Ortsnamenbezeichnungen verwendet: 1331 Saal (Ub.I-483-441) 1359 metas possessionis Sauli) 1368 Villa Sauli (Ub.II-921-318) 1414 Scalis (Ub.II-1413-217) 1516 Schalia (Arch. 10/230) Schalis ( Ub.III-1735-599) 1532 Schallen (Qu.Kr. II 7282) 1570 Salyo (Kbl. 1906/37) 1735 Schahl (Hermannstädter Gymn. Progr. 1876/77) Der Name ist von dem Personennamen - Saul - abzuleiten. Schaal ist das Dorf des Saul. Dieser ist vielleicht der Gründer gewesen.
PFARRER 1524 - Der amtsenthobene Pfarrer PAULUS von SCHAAL legt eine päpstliche Dispensation vor. Er hatte einen Menschen getötet und ist daraufhin seines Amtes enthoben worden, Auf Grund seiner Dispensation nun macht er erneut Ansprüche auf seine bisherige Pfarrei.(Herberth Heinrich: Ref.in Hermannstadt 1883/6) Der bedeutende Volksmann, kirchlicher Publizist und später Stadtpfarrer von Kronstadt FRANZ OBERTH ist von 1868-1869 Pfarrer in Schaal. (Trausch-Schuller: Schriftstellerlexikon Baönd III/24)
PFARRHAUS 1414 - Im Zusammenhang mit dem Zehntstreit gegen das Weissenburger Kapitel urkunden zwei Notare in dem "Wohnhaus des Plebanus Nikolaus von Schaal in der Weissenburger Diozöse." Das Schelker Kapitel war dem Weissenburger Bistum unterstellt! Hier ist die erste urkundliche Erwähnung des Schaaler Pfarrhauses zu finden. /"..in domo habitationis Nicolai plebani de Scalis Albensis diocesis"/.(Ub.III-1734-597) 1525 - Im Pfarrhaus befindet sich ein Balken über einer Tür (Norden)mit der Jahreszahl: 1525. (Nussbächer G. 12.Mai 1918)
RECHTSLAGE Der Ort ist ein Bestandteil des Schelker Kapitels gewesen und ist als solcher das erstemal im Jahr 1414 urkundlich nachgewiesen. (Ub.III-1735-599) Schaal ist als untertänige Gemeinde von sächsischen Gräfen gegründet worden. Schon im 14. Jhd. erfahren wir aber, dass die Gemeinde sich bemüht, frei zu werden und sich dem Schelker Stuhl anzuschliessen. 1531 - sind Burgberger Gräfen die Besitzer des Ortes und versuchen sich durch Rechtsmittel den Ort zu erhalten. (Ub.I-483-441) Vergeblich ist das Bemühen der Gräfen. 1386 ist ein Vergleich erwähnt, durch den Schaal dem benachbarten Schelker Stuhl einverleibt wird. Zitat: "1368/OKTOBER 1.DAS WEISSENBURGER KAPITEL BEZEUGT, DASS COMES NIKOLAI, SOHN MARTINUS VON BURGBERG, UND GENOSSEN GEGENÜBER DER GEMEINDE SCHAAL EINSPRACHE ERHOBEN HABEN, BETREFFEND DIE NICHTEINHALTUNG EINGEGANGENER VERPFLICHTUNGENSEITENS DER SCHAALER. (...comites Nicolaus niger filius Martini, Andreas filius Nicolai, Nicolaus filius Cristiani et Mychaelis de Heuholm...quod quadem villa Sauli vocata in sede Selk...) Orig.Perg.Hermannstd. Archiv, Siegel - rund, war in weisses Wachs auf der Rückseite aufgedrückt. Druck: Vereinsarchiv - Neue Folge XXI,346 (Zitate) (Ub.II-921-318) So wird also Schaal eine freie Königsgemeinde und wird 1516 ausdrücklich als Bestandteil des Schelker Stuhles, des untern Stuhles der "Zwei Stühle" genannt. (Arch.10/230). In Gerichtssachen wurden die Schaaler in erster Instanz vom Stuhlgericht in Marktschelken zur Verantwortung gezogen. Von dort ging die Berufung an den Mediascher Magistrat, der die Appelle in Anwesenheit von Geschworenen der Dörfer der zwei Stühle bearbeitet bearbeitete. (Müller G.E. Stühle und Distrikte S.248).
SCHULE 1516 Durch die Erwähnung eines Schulmeisters wird das Vorhandensein einer Schule in Schaal erwiesen. (Arch. 10/230) 1878 Die Schaaler beklagen sich, dass Rektor Homm kein "Dictum" im Gottesdienst darbieten wolle. (Teutsch G.D.: Generalkirchenvis.1925/243) 1909 Es wird eine Schule gebaut. Die Schule ist zugleicher Zeit auch Gemeindesaal. (Gedenkbuch)
VIEHBRANDZEICHEN 1826 wird für den Ort als Viehbrandzeichen ein Hufeisen nachgewiesen, auf dem ein Kreuz aufsitzt. (F. Forschung 1924/240)
Hanni Ziegler

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