SbZ-Archiv - Stichwort »Das Waren Zeiten«
Zur Suchanfrage wurden 3353 Zeitungsseiten gefunden.
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Folge 7 vom 1. Juli 1951, S. 3
[..] cher eine der meistumjubelten Persönlichkeiten unseres Dinkelsbühler Treffens gewesen. Wir haben uns bemüht, mit allen Völkern in Freundschaft zu leben. Im Laufe unserer achthundertjährigen Geschichte waren wir niemals antirumänisch ein gestellt, wir sahen in den Ungarn wie in den Rumänen unsere siebenbürgischen Brüder, mit denen wir friedlich Haus an Haus wohnen wollten. An dieser Einstellung haben die letzten Jahre nichts geändert und es wird sich an ihr nichts ändern, we [..]
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Folge 7 vom 1. Juli 1951, S. 4
[..] iheitssehnsucht und Vaterlandsliebe tarnte, ungemein gefährlich bei Völkern, die alle noch der Reife bedurften, was sie insgeheim spürten und durch verkrampfte Selbstüberschätzung wettmachten. Dabei waren es im Grunde gar nicht die Völker selbst, die im Alltag ja miteinander auch weiterhin duldsam lebten, sondern ihre Politiker, die den neuen Ungeist vertraten. Sie hatten freilich ein immer leichteres Spiel, denn durch Technik und Industrie lockerte sich das gewachsene sozial [..]
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Folge 5 vom 1. Mai 1951, S. 4
[..] der Salzburger die schlafende Stadt. Über den Straßen wölbte sich ein dunkelblauer Himmel. Die Luft war klar aber frisch und ein leichter Wind schwellte die vielen Fahnen, die auf hohen Fahnenstangen gehißt waren und von den Hausfronten herabhingen. Auch viele blau-rote Fahnen waren zu sehen, ein seltener, schon fast vergessener Anblick. Die Plätze und die Straßen, durch die sich der Trachtenzug bewegen sollte, füllten sich schon lange vor Beginn des Zuges, dessen Vorbeimarsc [..]
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Folge 5 vom 1. Mai 1951, S. 5
[..] unter dem Eindruck der erasten Darlegungen des Bundeskanzlers auch diejenigen die Notwendigkeit eines Zusammenwirkens zur Lösung des Vertriebenenproblems erkannten, die mit anderen Konzeptionen nach Straßburg gekommen waren. So "wurde e i n s t i m m i g der Beschluß gefaßt, einen Expertenausschuß zu schaffen,, der eine Organisationslösung der Vertriebenenfrage auf europäischer Ebene prüfen soll. Nun ist dies zwar nur ein Ausschuß, und es ist angesichts der überwältigenden Gr [..]
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Folge 5 vom 1. Mai 1951, S. 6
[..] helfend zur Seite stand, Liebesgaben vermittelte, Schwache trösten und Verzweifelte aufrichten konnte, und darüber hinaus unsere Volks- und Glaubensgemeinschaft zusammenzuhalten suchte. Viele dieser Dienste waren, wenn wir sie heute -- da ·wir die Landsmannschaft haben -- betrachten, stellvertretender Art. Daß auch sie getan wurden, müssen wir mit besonderem Dank anerkennen. Eindrucksvolle Berichte über diese reiche Tätigkeit mit all der Fülle der angedeuteten Aufgaben erstat [..]
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Folge 5 vom 1. Mai 1951, S. 7
[..] ekretär Gutsmuths, den Dekan Müller und zwei Pfarrer, die das Verscheiden von fünf Mitgliedern ihrer evangelischen Gemeinde beklagen. Der Bürgermeister von Taufkirchen spricht das gewichtige Wort: Die da gestorben sind, waren die Besten der Guten. Die ewig ungelöste Frage wird laut: Warum gerade diese sterben mußten? Wir werden zum Leichenschmaus geladen und sehen die feste Haltung jener, die im Friedhof noch fassungslos weinten. Die Frau, die wie durch ein Wunder dem Tod ent [..]
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Folge 5 vom 1. Mai 1951, S. 8
[..] zmaßnahme kann man sich das Bindringen von Fremden ins Gewerbe damals nicht recht vorstellen, da dieses ein so hohes Niveau hatte und die Anforderungen an die Ausbildung der Meister so streng waren, daß aus den handwerklich traditionslosen Mitnationen niemand aufsteigen konnte. Später wandte sich ein Teil der ehemaligen Handwerker dem Handel zu und die tüchtigsten und widerstandsfähigsten Handwerker bauten ihre Betriebe im Laufe der Zeit zu Industrieuhternehmungen aus. Andere [..]
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Folge 4 vom 1. April 1951, S. 6
[..] ndertwende gewesen sein, war die Vorstellung, daß man durch den Teufel rasch zu Reichtum und ganz ausgestorben. Ob es auch heute sächsische Bauern gibt, die an den Teufel glauben, sei dahingestellt. Die Leute, von denen diese Anleitung stammt, waren davon jedenfalls überzeugt. Um sich einen Teufel dienstbar zu machen, benötigt man darnach weiter nichts als ein Ei, welches aber von einer schwarzen Henne und in einer mondlosen Freitagnacht gelegt sein muß Dieses Ei muß man selb [..]
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Folge 1 vom 1. Januar 1951, S. 2
[..] es amerikanischen Sicherheitsgesetzes allen Auswanderern die Einwanderung nach den Vereinigten Staaten verbietet, die zu irgendeiner Zeit Mitglieder oder ,,Angegliederte" einer totalitären Partei waren oder sind. Da eine Neufassung oder Neuauslegung des Gesetzes, die nur vom Kongreß formuliert und vorgenommen werden kann, nicht vor Mitte des Jahres zu erwarten ist, kann vorläufig mit Erleichterungen nicht gerechnet werden. Von den für Volksdeutsche vorgesehenen Ei [..]
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Folge 5 vom 15. November 1950, S. 1
[..] nen- und Zwangsarbeiterlager, am Rande der Treckstraßen von Siebenbürgen bis zur oberen Donau. Irgendwo auf der grenzenlosen Steppe im Donezgebiet, da liegen besonders viele der Unseren, und die man dort namenlos bettete, waren nicht allein Männer, sondern auch Mädchen und Frauen, unsere Schwestern, Töchter, Brüder und Söhne. Ihrer aller gedenken wir! Möge uns das Leid zum Guten bestimmen, indem wir sie heraufbeschwören vor unser geistiges Auge, die toten Soldaten, die toten [..]









