Konrad Gündisch spricht über den Deutschen Orden

25.02.2026 19:00 Uhr

Baden-Württemberg

Es war eher ein Zufall, dass der neu gegründete Hilfsverein der Siebenbürger Sachsen Ende der 1950er-Jahre auf der Suche nach einer Bleibe für ältere, oft entwurzelte Landsleute auf das ehemalige Deutschordensschloss Horneck stieß, das zum Verkauf angeboten wurde. 1960 erwarb es der Verein und baute es zum „Heimathaus Siebenbürgen“ aus, mit Altenheim, Museum und Bibliothek. Es entwickelten sich hier ein soziales, aber auch kulturelles Zentrum und ein Identifikationsort der Siebenbürger Sachsen.
Man erkannte bald Parallelen, die einer Beheimatung förderlich waren: Der 1190 gegründete „Orden der Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens in Jerusalem“ hatte sich in kurzer Zeit zu einem der bedeutendsten Ritterorden des europäischen Mittelalters entwickelt. 1225 mussten die Ordensritter jedoch das siebenbürgischen Burzenland verlassen, das ihnen 1211 zwecks Verteidigung des ungarischen Königreichs überlassen worden war. Sie hatten versucht, einen Ordensstaat aufzubauen, sozusagen einen Staat im Staat, was König Andreas II. nicht duldete. Die Ordensburgen im Burzenland, aber auch die wirtschaftlichen und kolonisatorischen Leistungen der deutschen Ritter wirkten aber nach.
Diesen parallelen Entwicklungen und den Unterschieden geht Dr. Konrad Gündisch (Nürnberg) in einem von einer PowerPoint-Präsentation begleiteten Vortrag nach, den er am 25. Februar um 19.00 Uhr im Haus der Heimat, Stuttgart, halten wird.
Wir bitten um Anmeldung in der Geschäftsstelle der Landesgruppe Baden-Württemberg, Telefon: (0711) 6150064, E-Mail: siebenbuerger-sachsen-bw[ät]t-online.de.

Ort: Haus der Heimat, Stuttgart

Veranstalter: Kulturreferat der Landesgruppe Baden-Württemberg

Schlagwörter: Vortrag, Geschichte

In Terminkalender einfügen

Erweiterte Terminsuche: filtern bzw. durchsuchen Sie die Termine nach bestimmten Kriterien.