Siebenbürgische Jäger*innen -

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lauch
schrieb am 22.11.2025, 09:02 Uhr
Hallo Allerseits,
Nimrod hallo,

Ich hoffe, dass die ganze Diskussion einigermaßen spannend war und vielleicht der eine oder andere etwas für sich mitnehmen kann. Nimrod davor eine Frage die mich doch noch interessiert. Was bedeuten " gefletschte Zähne" des Wolfes für den Jäger, für den Laien bedeuten sie Bedrohung. Wer damit argumentiert hat die Abschusswütigen auf seiner Seite.

Ich glaube dass man zusammenfassend Erkenntnisse ansprechen muss. Themenvermischung war nicht unbedingt meine Absicht, jeder Vergleich hinkt, aber sie taugen schon zum Erkenntnisgewinn. Nimrod du und ich auch haben verschiedene Branchen genannt, die mit verschieden du sagst " Methoden" ich sage Tricks ( immer an der Grenze des Erlaubten und manchmal darüber hinaus) arbeiten. Deswegen meine ich als Schlussfolgerung , dass man die Meinung der jeweiligen Experten ( Branchenkenner : Jäger, Angler, Sportler usw.)nicht unbedingt viel höher bewerten sollte als die der sogenannten Theoretiker. Die Aussage, dass Leute sich äußern, die nie einen Wolf gejagt haben ( in Bayern haben wir so einen Politiker, der gerne so argumentiert: Aiwanger heisst er) finde ich von daher hochproblematisch. Aber auch Leute die zB. das Bild des Dackels so dehnen( das meine ich wörtlich) um auf " schwere gesundheitlichen Schäden" hinzuweisen, ist auch nicht in Ordnung. Wichtig wäre es aber schon, dass Jäger, aber mittlerweile auch Angler nicht wie Aussetzige zu behandeln. Und moralisieren sollte man gar nicht- denn wenn es darum geht, könnte ich mit einigen Überlegungen und Übertreibungen, auch TennisspielerInnen moralisch als falsch beurteilen.
Peter Otto Wolff
schrieb am 22.11.2025, 14:04 Uhr (am 22.11.2025, 14:05 Uhr geändert).
Hallo lauch, ich bin der Meinung, du solltest dich mäßigen. Jetzt fängst du schon an den Jägern deinen Stuss zu verzapfen, und das hört auf mit der Drohung, sich der Tennisspieler anzunehmen, denn da könntest du wohl die Würde des geschlagenen Tennisballs vertreten! Als Hobby-Tennisspieler, leidenschaftlicher Amateur, Gewinnen war nie mein übergeordnetes Ziel, sondern Spaß an der Freude, wenn's, selten, ein Sieg wurde, OK! Ansonsten den Ball stets liebevoll behandelt, in gestreichelt, nur so heftig losgeschickt auf seine Mission, dass wir, als Partner, gut aussehen mögen, meist ohne Betrachter. Also wirklich, merkst du nicht, dass du lächerlich wirst?

POW (kein Jäger, auch kein Tennisspieler mehr, leider)
lauch
schrieb am 22.11.2025, 14:20 Uhr
Herr Wolff,
Es ist ermüdend zu antworten, zu erklären....Sie haben wieder mal bewiesen, dass Sie nicht verstehen bzw. dass Sie nicht verstehen wollen.
Nimrod
schrieb am 22.11.2025, 19:26 Uhr
Hallo lauch, der Wolf oder ein ganz normaler Hund, macht keinen Unterschied, ob ein normaler Mensch oder einer, der ihm gefährlich werden könnte (Jäger), vor ihm steht. Fletschen der Zähne, Knurren, Ohren spitzen, sind alles Drohgebärden. Auch unter seinesgleichen. Und das sollte man dann bei Wölfen und Hunden ernst nehmen. Ohne schußbereite Waffe bei großen Hunden und in jedem Fall bei Wölfen, eine große Gefahrensituation. Wenn man selbst Einfluß auf die Nähe zu solchen Tieren hat, sollte man eine sichere Distanz nicht unterschreiten.
Unsere deutsche Gesellschaft hat mit dem politischen Wandel durch neue Parteien und neuen Schwerpunkten dieser Ideologien auch für alle, die schon immer mit „Flora und Fauna“ zu tun hatten und auch jetzt noch zu tun haben, eine geänderte Einstellung erarbeitet und eingeführt. Damit muß man leben und das Beste draus machen.
lauch
schrieb am 23.11.2025, 11:36 Uhr
Hallo Nimrod,
Okay also mit den " gefletschten Zähnen" bleibt es so wie seit Jahrhunderten. Leider fällt mir nicht ein was andersc war, was ich darüber vor Jahren gelesen hatte.

Na ja, ich will nicht sagen, dass die " geänderte Einstellung " nicht so " ihre Blüten" trägt! Aber wenn man alles den JägerInnen überlassen hätte, wer weiss, hätten wir vielleicht neben Wolf und Bär keine Wildschweine oder Fasane mehr.
Nimrod
schrieb am 23.11.2025, 11:55 Uhr
Lieber lauch, deine Einschätzung im letzten Absatz von heute ist genau der falsche Denkansatz. Echte Jäger wollen in der Natur die Vielfalt ganz besonders. Kein Jäger wird ausrotten, was er und seine Nachkommen gerne bejagen. Als Jäger erfreut man sich auch an der gesamten Natur, wie sie von Gott geschaffen wurde. Hinter der Ausrottung der großen Beutegreifer in den dichtbesiedelten Ländern Europas stand nicht der Wille der Jäger, dazu wurden sie von ihrer Umwelt gedrängt um Schäden an Mensch und "Nutztier" zu verhindern. Du siehst und erlebst ja jetzt auch selbst, daß das Erlegen von überhand nehmenden, eingesetzten und natürlich vorkommenden Tierarten wieder dem Jäger auferlegt wird und er zum Handeln aufgefordert, wenn nicht gar gezwungen wird.
lauch
schrieb am 23.11.2025, 13:31 Uhr
Hallo Nimrod,
Das ist so der Denkansatz wer war zuerst die Henne( der Jäger) oder das Ei( Problemtier)? Ich glaube man kann niemanden einer gewissen Verantwortung entziehen , Jäger, Angler, Züchter usw. weil man der Meinung ist: " das ist schon immer so gewesen" ( Jahrhunderte alte Erfahrung). Und um Um- , Neudenken zu fördern braucht es Impulse von aussen.
Nimrod
schrieb am 23.11.2025, 15:03 Uhr
Lieber lauch, der Mensch hat den göttlichen Auftrag, die Erde zu bebauenn und zu gestalten. Er darf auch die essbaren Tiere töten und schlachten. Nur wie im ganzen Leben mit und bei fast allem, der Mensch, weil er ja "böse von Jugend auf" ist, mißbraucht durch seinen toxischen Egoismus alles. Zwar nicht alle, aber viele machen es halt so. Deshalb ist der jetzige Zustand auch noch nicht der letzte. Christen beten deshalb ja auch: "DEIN Reich komme!"
Marius
schrieb am 23.11.2025, 18:59 Uhr
In Rumänien war die Zeitschrift "Wild und Hund" für Jäger und Jagdinteressierte bekannt. Habe mir manchmal aus dem Antiquariat eines gekauft, fand es interessant. Hier in Deutschland habe ich nichts mehr von dieser Zeitschrift (Magazin) gehört. Wer kennt das Jagdmagazin und kann mir etwas berichten wie ist "Wild und Hund" noch?
lauch
schrieb am 23.11.2025, 19:14 Uhr
Nimrod ich bin kein Bibelkenner, aber ich glaube, dass irgendwo geschrieben steht " macht euch die Natur zum Untertan". Na ja , das haben wir geschafft, aber der Klimawandel macht uns einen Strich durch die Rechnung.
lauch
schrieb am 23.11.2025, 20:21 Uhr
Hallo Nimrod,

Wir können nochmal eine Front aufbauen. Meine Mutter hat ein paar Semester Agrarwissenschaften studiert. Anfang 60ger Jahre. Sie hat in etwa folgende Regel gelernt: man kann mehrere Menschen ernähren, wenn man im Schnitt pro Hektar Tiere hält ( ungefähr die genauen Zahlen kenne ich nicht, 2 Rinder 7, Schafe 2 Schweine)sprich, man schafft mehr Nahrungseinheiten( wahrscheinlich Kalorien) als ob man sich nur vegetarisch quasi direkt ernähren würde.
Damals gab es nicht diese Industrialisierung Landwirtschaft, aber das sollte keine Rolle spielen, denn es sind theoretische Überlegungen. Diese finde ich jedoch fragwürdig. Ich glaube wenn wir direkt essen würden( ohne Zwischenwirt= das Tier), sollte man die Ressourcen besser einsetzen können. Und das fernab jeglicher Ideologie, Vielfalt, ( wir essen noch Fisch, und uU Wasserpflanzen, Algen) Vegetarier, Veganer oder Fleischesser. Was glaubt ihr stimmt die Aussage?
Nimrod
schrieb am 23.11.2025, 20:29 Uhr
Hallo Marius, ich weiß nicht wie sie zur Jagd stehen. Es ist für mich deshalb sehr interessant, daß sie sich für die älteste, deutsche Jagdzeitung interessieren. Nach wie vor gibt es die schon Ende des 19.Jahrhunderts erschienene Jagdzeitung „Wild und Hund“. Im Jahres-Abo erhalten sie 22 Hefte für 171,60 € bei Lorenz-Leserservice. Das nur zu ihrer Info. Unser berühmter, in Herrmannstadt lebender, Karpatenjäger, Oberst a.d. August Roland von Spieß, in Jägerkreisen seiner Zeit als der „Bärenspieß“ bekannt, hat auch schon für diese Jagdzeitschrift Berichte über seine Jagden, vor allem in den Karpaten, geschrieben. Seine Bücher wurden auch wieder neu aufgelegt. Für jagdinteressierte eine spannende Lektüre, für Siebenbürger noch besser weil sie sehr oft auch Ortskenntnisse des Geschehens haben.
Marius
schrieb am 23.11.2025, 23:18 Uhr
Hallo Nimrod,vielen Dank für die Informationen, das war echt interessant.
Nimrod
schrieb am 03.12.2025, 09:44 Uhr
Liebe Jägerinnen und Jäger, vor allem wenn ihr in Bayern jagt.
Die aktuelle Reform des bayerischen Landesjagdgesetzes soll einige interessante Änderungen bringen. So sollen Wolf und damit auch der Goldschakal ins neue Jagdrecht aufgenommen werden. Damit soll, insbesondere der Wolf – zum Schutz von Weidetieren- leichter bejagt werden können. Auch die Abschlußplanung von Rehwild soll vereinfacht werden. Jagdpächter und Grundbesitzer haben dadurch mehr Eigenverantwortlichkeit bezüglich der Höhe des zu tätigenden Abschusses. Das soll dem momentan überhöhten Wildverbiß entgegenwirken. Von den Jagdzeiten wird es deshalb auch eine Vorverlegung der Jagdzeit auf Schmalrehe und Böcke geben. Die Jagd soll demnach schon ab 16. April beginnen. Für Böcke endet sie, wie gehabt am 15. Oktober, für Schmalrehe am 15. Januar, wie auch für Kitze und Geißen. Für letztere beginnt die Jagdsaison aber schon ab 1. September. Begründet wird der frühere Jagdbeginn durch die immer früher beginnende Vegetation, besonders in Waldrevieren. Das wird dann vor allem auch Förster und Waldbesitzer freuen. Ob jetzt, vor allem die Naturschützer, wegen einer möglichen Bejagung , besonders des Wolfes im wahrsten Sinne des Wortes „aufheulen“ werden, wird man ja dann „hören“ Die Inkraftsetzung der Gesetzesnovelle wird für den 1. April 2026 erwartet. Das mal soweit zur Information. Waidmansheil - Nimrod
marzi
schrieb am 07.12.2025, 11:05 Uhr
Das mit den Länderjagdgesetzen ist so eine Sache.
Mein Revier ,bei Ulm ist teilweise in Bayern und BW da bin ich gespannt wie sie das lösen.
Bis jetzt gilt oder hat gegolten das BW Ladesjagdgesetz,das sagt das die Bockjagd am 1 Mai beginnt

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