Bescheid der AJPIS Kronstadt

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Peter Otto Wolff
schrieb am 19.02.2021, 19:30 Uhr (am 19.02.2021, 19:40 Uhr geändert).
Hallo Hedwig, mein Rat: lasse den Registrierschein übersetzen/ beglaubigen. Sende ihn per E-Mail und dann per Post. Aus verwaltungstechnischen Gründen ist es sinnvoll, auch das ordentlich ausgefüllte und beglaubigte Formular der CJP an die AJPIS zu senden, per E-mail und danach per Post. Auch das Formular (neu) Lebensbescheinigung, logisch erst notwendig für die CJP, die Zahlungserklärung, eine Kopie eines Konto-Auszugs, würde ich dem AJPIS senden, meinetwegen mit Kopie an die CJP, anschließend per Post an die AJPIS. Die leiten sowieso den "dosar" lt. Gesetz, binnen 10 Tagen nach Genehmigung, an die CJP. Sonst kriegt letztere Unterlagen, und hat dazu keinen Vorgang, keine Bearbeitungs-Nr. Ist eigentlich ein logischer Ablauf, der so gewollt ist und auch funktioniert. Lass dich nicht kirre machen von selbsternannten "Experten" in Verhinderung der Logik.
Roemi
schrieb am 19.02.2021, 23:34 Uhr (am 19.02.2021, 23:39 Uhr geändert).
Ich muss sagen, ich verstehe die Welt nicht mehr.
Gibt es die Entschädigungszahlung lt. DL 118/1990 bzw. Gesetz 232/05.11.2020 nur für Kinder die jemals den Wohnsitz in Rumänien hatten? Was ist mit denen deren Eltern nach der Deportation in Deutschland, Österreich, Russland etc. verblieben sind? Haben deren Nachkommen kein Anspruch darauf?
Wozu die: "Declaratie cu ultimul domiciliu in Romania"?
Peter Otto Wolff
schrieb am 20.02.2021, 06:48 Uhr
Hallo Roemi, Vielleicht ist die Frage falsch interpretiert. Sie meint wohl die letzte Adresse zum Zeitpunkt der Deportation, also der Eltern. Dies ist notwendig, um die Bearbeitung des Antrags einem Judet zuzuordnen. Was ich nicht in den Gesetzen finde, ist ein Ausschluss von Nachkommen, die z.B. in DE, AU, zur Welt kamen. Kenne sogar so einen Fall, Mutter 1947 aus Russland in die deutsche Sowjetzone verbracht, dort wieder in Lager gearbeitet, 1952 von dort Flucht in die BRD gelungen. Kind in DE geboren, zu RO keinen Bezug, keine Sprachkenntnisse. Als letzte Adresse wurde jene der Mutter in RO eingetragen, zuständig AJPIS Sibiu. Der Antrag ist in Arbeit, hängt aus anderen Gründen, Nachweis der Jahre ab Verbringung in in den Raum Zschopau, bis zur Flucht in die BRD. Dies ist nur eine logische Betrachtung, kein Wissen.
Roemi
schrieb am 20.02.2021, 09:30 Uhr (am 20.02.2021, 09:39 Uhr geändert).
Nein Herr Wolff,
ich habe schon richtig verstanden, siehe: https://sibiu.mmanpis.ro/procedura-de-depunere-decret-lege-118-1990/
Ist das eine neue Masche um die Rauszögerung der Bearbeitung der Anträge zu rechtfertigen, oder nur um neue Stolpersteine auf den langen Weg der Antragstellung zu setzten?
Wieso brauchen dann nur die von der AJPIS Hermannstadt diese Unterlagen und das erst seit Kurzem?
Auf den Nachweisen betreffend die Deportation (Aushebungsort, Geburtsort etc.) steht meist der Geburtsort mit drauf.
Peter Otto Wolff
schrieb am 20.02.2021, 10:24 Uhr (am 20.02.2021, 10:30 Uhr geändert).
Hallo Roemi, Du hast recht, das ist insofern ein klarer Fall, den nur Dr. Fabritius klären kann. Dass die AJPIS regional sehr "kreativ" sind, ist aufgefallen. Ob das mit der Arbeitsvisite der neuen Arbeitsministerin in Hermannstadt und den danach entstandenen "Irritationen" zusammenhängt? Uns wurde versichert, nicht wir wären gemeint gewesen, die die Arbeit der Behörde blockieren! In dieselbe Kategorie fällt die Praxis der CMPensii Bukarest, die nach positiver decizie AMPIS noch eine Regelanfrage an den CNSAS verschickt, ob der Nachkomme oder Deportierte etwa Mitglied einer faschistischen Vereinigung gewesen ist?! So meiner 84-jährigen Cousine passiert. Merkwürdig auch, dass die AJPIS-Sibiu ein eigenes Formular anbietet, nicht das biligve des Dr.Fabritius, das übrigens auch nicht up to date ist, da der Bezug zum neuesten Gesetz 232/2020 nicht existiert. Und das enthält ja wesentliche Klarstellungen. Würde sagen, die Moderatoren sollten walten.

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