Der Optimisten-Spruch
Wohin, und wie dich auch dein Schicksal lenkt -
vom eitlen Leben wird dir nichts geschenkt;
doch das sollt’ deine Lebenslust nicht dämpfen,
denn alles, was man braucht, kann man - erkämpfen ...
Verrückte Welt
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Der wohl unglaublichste Spruch
Es soll so Typen geben, die tatsächlich meinen,
rein bildungsmäßig weitaus klüger zu erscheinen,
wenn sie versuchen, andere - sogar Experten
mit unflätigen Worten hämisch abzuwerten ...
Es soll so Typen geben, die tatsächlich meinen,
rein bildungsmäßig weitaus klüger zu erscheinen,
wenn sie versuchen, andere - sogar Experten
mit unflätigen Worten hämisch abzuwerten ...
Hier ein paar kurze und vergnügliche Gedichte/Limericks aus meinem Fundus
Der Tintenfisch
Paul Maar (*1937)
Der Tintenfisch
schreibt ein Gedicht.
Die Tinte kleckst,
das stört ihn nicht.
Tragik des Lebens
Joachim Ringelnatz (1883-1934)
Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt,
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens.
Ein Leib sind Mann und Weib!
Ignaz Franz Castelli (1781-1862)
Ein Leib sind Mann und Weib!
Kein Sprichwort ist so wahr.
Bewiesen wird es uns
durch manches Ehepaar;
denn er ist sie, und sie ist er,
er ist das Weib und sie der Herr.
Lob des Optimismus
Manfred Rommel (1928-2013), Stuttgarter EX-OB
Wenig nützt der Pessimist,
wenn die Sache schwierig ist.
Der Optimist nützt da schon mehr,
denn er hebt die Stimmung sehr.
So manche Krise wird gemeistert,
weil man ohne Grund begeistert.
Der Tintenfisch
Paul Maar (*1937)
Der Tintenfisch
schreibt ein Gedicht.
Die Tinte kleckst,
das stört ihn nicht.
Tragik des Lebens
Joachim Ringelnatz (1883-1934)
Ein männlicher Briefmark erlebte
Was Schönes, bevor er klebte.
Er war von einer Prinzessin beleckt,
Da war die Liebe in ihm erweckt.
Er wollte sie wiederküssen,
da hat er verreisen müssen.
So liebte er sie vergebens.
Das ist die Tragik des Lebens.
Ein Leib sind Mann und Weib!
Ignaz Franz Castelli (1781-1862)
Ein Leib sind Mann und Weib!
Kein Sprichwort ist so wahr.
Bewiesen wird es uns
durch manches Ehepaar;
denn er ist sie, und sie ist er,
er ist das Weib und sie der Herr.
Lob des Optimismus
Manfred Rommel (1928-2013), Stuttgarter EX-OB
Wenig nützt der Pessimist,
wenn die Sache schwierig ist.
Der Optimist nützt da schon mehr,
denn er hebt die Stimmung sehr.
So manche Krise wird gemeistert,
weil man ohne Grund begeistert.
Oster-Relativität
Für Osterhasen sind die Feiertage,
hinsichtlich Eierlegen Stress und Plage -
doch dann, wenn wir uns fast ein Jahr lang plagen,
die lieben Osterhäschen - Ferien haben ...
Der So-braucht-es-ihm-Spruch
Es gackerte ein Huhn in Hohemstegen,
es wolle nur noch Ostereier legen;
das fand der Züchter zwar sehr unrentabel,
das Huhn jedoch - als Suppe ganz passanel ...
Für Osterhasen sind die Feiertage,
hinsichtlich Eierlegen Stress und Plage -
doch dann, wenn wir uns fast ein Jahr lang plagen,
die lieben Osterhäschen - Ferien haben ...
Der So-braucht-es-ihm-Spruch
Es gackerte ein Huhn in Hohemstegen,
es wolle nur noch Ostereier legen;
das fand der Züchter zwar sehr unrentabel,
das Huhn jedoch - als Suppe ganz passanel ...
Der vielseitige Blau-Montag Spruch
Hier ein Apell an die vitalen jungen Männer,
und möglichst gute Osterhasenbräuchekenner:
„Anstatt betrebst gelangweilt hier im Haus zu sitzen,
füllt die Patschuli-Flasche voll - und geht bespritzen!“
Nun ist es üblich, dass die allseits bespritzten Puppen
zum Gruß euch anbieten – nein, keine Bertramsuppen -
gekühlten, mit rohen Eiern verdünnten Alkohol -
den zurpt man dann, doch immer auf des andern Wohl -
und fluddert nicht gleich zügellos im Überschwang
denn meistens ist der Wahn hier kurz - der Kater lang ...
Merke:
Auch wenn die Stamperl hell wie Osterglocken klangen -
es ist und bleibt ein - anstößiges Unterfangen ...
Hier ein Apell an die vitalen jungen Männer,
und möglichst gute Osterhasenbräuchekenner:
„Anstatt betrebst gelangweilt hier im Haus zu sitzen,
füllt die Patschuli-Flasche voll - und geht bespritzen!“
Nun ist es üblich, dass die allseits bespritzten Puppen
zum Gruß euch anbieten – nein, keine Bertramsuppen -
gekühlten, mit rohen Eiern verdünnten Alkohol -
den zurpt man dann, doch immer auf des andern Wohl -
und fluddert nicht gleich zügellos im Überschwang
denn meistens ist der Wahn hier kurz - der Kater lang ...
Merke:
Auch wenn die Stamperl hell wie Osterglocken klangen -
es ist und bleibt ein - anstößiges Unterfangen ...
Der Entartungs-Spruch
Es ward der Mensch vom Anfang her dazu gestaltet,
dass er sich friedlich, und in Freiheit selbst verwaltet;
drum ist’s heut tragisch,wenn ein Mensch, das Haupt geneigt,
sich ohnmächtig der Willkür eines andern beugt ...
Es ward der Mensch vom Anfang her dazu gestaltet,
dass er sich friedlich, und in Freiheit selbst verwaltet;
drum ist’s heut tragisch,wenn ein Mensch, das Haupt geneigt,
sich ohnmächtig der Willkür eines andern beugt ...
Der Es-war-einmal-Spruch
Vergänglich war und ist, was langsam, aber stet
dem nagefreudigen Zahn der Zeit nicht widersteht –
denn absolute gar nichts war von ew’ger Dauer,
nicht mal das paradoxe Bollwerk – Berliner Mauer ...
Vergänglich war und ist, was langsam, aber stet
dem nagefreudigen Zahn der Zeit nicht widersteht –
denn absolute gar nichts war von ew’ger Dauer,
nicht mal das paradoxe Bollwerk – Berliner Mauer ...
Der Sowas-von-belanglose-Spruch
Als ich heut Morgen Kaffee trank,
ich tief in Träumerein versank;
und als ich irgendwann erwachte -
die Sonne unterm Himmel lachte ...
Als ich heut Morgen Kaffee trank,
ich tief in Träumerein versank;
und als ich irgendwann erwachte -
die Sonne unterm Himmel lachte ...
Der Sowas-von-aktuelle-Spruch
Es strebt der Mensch partout nach hohem Wissen -
denn keiner will – um Himmels Willen - missen,
was jeder, außer ihm schon ewig weiß -
und sei’s nur das Rezept von Eierspeis ...
Es strebt der Mensch partout nach hohem Wissen -
denn keiner will – um Himmels Willen - missen,
was jeder, außer ihm schon ewig weiß -
und sei’s nur das Rezept von Eierspeis ...
Spät kommt er, doch er kommt
Der Spruch vom Materialisierten Bösen
Um einst den Menschen entwicklungstechnisch zu gestalten,
hat sich die Zeit millionen Jahre vorbehalten -
doch wenige Sekunden nur sind heut vonnöten,
um seinesgleichen gewissenlos brutal zu töten ...
Der Spruch vom Materialisierten Bösen
Um einst den Menschen entwicklungstechnisch zu gestalten,
hat sich die Zeit millionen Jahre vorbehalten -
doch wenige Sekunden nur sind heut vonnöten,
um seinesgleichen gewissenlos brutal zu töten ...
Das Sinnfrage-Sprüchequartett
Warum zu den Sternen schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah -
warum um uns Sterne häufen,
die man von fern – romantisch sah?
Sie leuchten aus allen Meisterküchen,
das merkt man schon an den Gerüchen,
und’s reicht die edle Sternenschar
bis zum gegrillten Henssler gar ...
Doch unter unsren strammen Beinen
hört man die Erde bitter weinen,
die wir in Ignoranz geschunden -
und waidwund leckt sie ihre Wunden ...
Und anstatt prahlend uns zü loben,
wie weit wir waren, hoch da droben,
ists Zeit, mit zartfühlenden Händen
uns - unsrer Mutter zuzuwenden ...
Warum zu den Sternen schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah -
warum um uns Sterne häufen,
die man von fern – romantisch sah?
Sie leuchten aus allen Meisterküchen,
das merkt man schon an den Gerüchen,
und’s reicht die edle Sternenschar
bis zum gegrillten Henssler gar ...
Doch unter unsren strammen Beinen
hört man die Erde bitter weinen,
die wir in Ignoranz geschunden -
und waidwund leckt sie ihre Wunden ...
Und anstatt prahlend uns zü loben,
wie weit wir waren, hoch da droben,
ists Zeit, mit zartfühlenden Händen
uns - unsrer Mutter zuzuwenden ...
„Upps“
Ein Hirngespinst, das sehnte sich nach seinesgleichen,
um Unterschiede untereinander auszugleichen.
Ein Ober-Komiker, der dieses hat vernommen,
der lud es ein, doch zu der PfD* zu kommen,
um dort die eigene Wesensart neu zu erhärten.
„Fällt mir nicht ein“, rief es, „mich derart abzuwerten!“
*) Pleite für Deutschland
Ein Hirngespinst, das sehnte sich nach seinesgleichen,
um Unterschiede untereinander auszugleichen.
Ein Ober-Komiker, der dieses hat vernommen,
der lud es ein, doch zu der PfD* zu kommen,
um dort die eigene Wesensart neu zu erhärten.
„Fällt mir nicht ein“, rief es, „mich derart abzuwerten!“
*) Pleite für Deutschland
Quid est homo* ?
Oh ja – das wollten wir schon immer wissen. Die genealogische Abstammung haben wir zwar vor drei Tagen schon eindeutig geklärt; wenn wir uns jedoch geauer betrachten, drängen sich gar gewaltig gelinde Zweifel in unsre jahrhundertalte, felsenfeste Überzeugung, ob wir tatsächlich – die Krone der Schöpfung sind?
Werfen wir doch einfach mal unsren zweifelnden Blick auf unser tägliches mannigfaltiges Gebahren.
Wenn wir ausdrücken wollen, dass ein Menscn langsam ist, wollen wir auch wissen – wie langsam! Nun, dann behaupten wir, er bewegt sich wie eine Schnecke, oder er hängt nur faul herum wie ein Unau.
Bewegt er sich hingegen auffallend schnell, ist er flink wie ein Wiesel.
Und so geht es weiter:
Der Mensch / die Menschin ist:
- eitel wie ein Pfau
- ein blöder Hund / eine dumme Kuh
- aber auch treu wie ein Hund
- oder er heult wie ein Schlosshund
- er weint mit Krokodilstränen
- ist fett wie ein Schwein
- meckert wie ein Ziege
- raffsüchtig wie ein Hamster
- er klaut wie ein Rabe
- er reihert
- er ist streitsüchtig wie ein Kampfhahn
- er trägt gelegentlich Hörner
- kann auch mal lammfromm sein
- oder ein Angsthase
- er ist stur wie ein Bock
- ist kein Frosch
- aber sehr oft ein Esel
- singt wie eine Nachtigal
- er ist hungrig wie ein Wolf
- er ist bärenstark
- schleicht wie eine Katze
- trampelt wie ein Dromedar
- ist auch mal mäuschenstill
- und er kann seeehr affig sein usw. usf. ...
Man kommt zwangsläufig zu dem Schluss: Gäbe es keine Tiere, so wäre der Mensch undefinierbar und unbeschreiblich wie ein ... sorry - hier fällt mir nun wirklich absolut überhaupt gar nix mehr ein – bin ratlos wie ein Zobel in der Falle ...
*) Was ist der Mensch?
Oh ja – das wollten wir schon immer wissen. Die genealogische Abstammung haben wir zwar vor drei Tagen schon eindeutig geklärt; wenn wir uns jedoch geauer betrachten, drängen sich gar gewaltig gelinde Zweifel in unsre jahrhundertalte, felsenfeste Überzeugung, ob wir tatsächlich – die Krone der Schöpfung sind?
Werfen wir doch einfach mal unsren zweifelnden Blick auf unser tägliches mannigfaltiges Gebahren.
Wenn wir ausdrücken wollen, dass ein Menscn langsam ist, wollen wir auch wissen – wie langsam! Nun, dann behaupten wir, er bewegt sich wie eine Schnecke, oder er hängt nur faul herum wie ein Unau.
Bewegt er sich hingegen auffallend schnell, ist er flink wie ein Wiesel.
Und so geht es weiter:
Der Mensch / die Menschin ist:
- eitel wie ein Pfau
- ein blöder Hund / eine dumme Kuh
- aber auch treu wie ein Hund
- oder er heult wie ein Schlosshund
- er weint mit Krokodilstränen
- ist fett wie ein Schwein
- meckert wie ein Ziege
- raffsüchtig wie ein Hamster
- er klaut wie ein Rabe
- er reihert
- er ist streitsüchtig wie ein Kampfhahn
- er trägt gelegentlich Hörner
- kann auch mal lammfromm sein
- oder ein Angsthase
- er ist stur wie ein Bock
- ist kein Frosch
- aber sehr oft ein Esel
- singt wie eine Nachtigal
- er ist hungrig wie ein Wolf
- er ist bärenstark
- schleicht wie eine Katze
- trampelt wie ein Dromedar
- ist auch mal mäuschenstill
- und er kann seeehr affig sein usw. usf. ...
Man kommt zwangsläufig zu dem Schluss: Gäbe es keine Tiere, so wäre der Mensch undefinierbar und unbeschreiblich wie ein ... sorry - hier fällt mir nun wirklich absolut überhaupt gar nix mehr ein – bin ratlos wie ein Zobel in der Falle ...
*) Was ist der Mensch?
Der Bescheidenheit-Spruch
Steckst du mal im Ideensoll,
verlier nicht gleich den Mut,
nach jeder Ebbe kommt wieder voll
gewöhnlich eine Flut ...
Und sollt es keine Springflut sein,
mach dir nicht gleich ins Hemd,
denn auch ein nettes Flütchen klein
ein kesses Sprüchlein stemmt ...
Steckst du mal im Ideensoll,
verlier nicht gleich den Mut,
nach jeder Ebbe kommt wieder voll
gewöhnlich eine Flut ...
Und sollt es keine Springflut sein,
mach dir nicht gleich ins Hemd,
denn auch ein nettes Flütchen klein
ein kesses Sprüchlein stemmt ...
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