Vom Frühling beseelt, jeden Tag aufs Neue

Um Beiträge zu verfassen, müssen Sie sich kostenlos registrieren bzw. einloggen.

Kurt Binder
schrieb am 23.11.2025, 10:05 Uhr
Sun attack
Ein Sonntagsgeschenk

Es küsste mich ein Sonnenstrahl;
zwar war dies nicht zum ersten Mal -
geflirtet hatten wir schon oft,
bloß, wie der Ami sagt, nur - soft ...

Ich wollte ihn sofort erhaschen,
und mehr von seinem Licht vernaschen,
da flüstert’ er in sanftem Ton:
“Dies reiche als Inspiration -
nun mach gefälligst etwas draus!“ -
und damit war es leider aus,
denn weg war das Photonenwesen,
als sei es niemals hier gewesen ...

So folgt’ ich gleich seinem Geheiß,
und bastelte mit Lust am Fleiß,
als sei ich schon vom Lenz beseelt -
und fand es somit nicht verfehlt,
die Verse aus solch magischen Quellen
sogleich - ins Forum reinzustellen ...

Und wer das auch erleben mag,
dem wünsch ich einen – sun attack ;-))) !
Kurt Binder
schrieb am 07.12.2025, 08:56 Uhr
Tierische Intermezzos
Sondersendung für Tierfreunde

Nachdem sich zwei Mücken gepaart hatten, sagte die eine zur andern:
“So – und jetzt mach die Fliege!“

Sagt die Schimpansin zu ihren Jungen:
“Kinder, seid doch bitte nicht immer so affig!“

Die Eselstute zu ihrem Mann:
“Ja, weißt du denn noch immer nicht, wo der nächste Heuschober steht? Du bist wirklich ein Esel!“ Er, verwundert:
“Ja – was denn sonst?“

Der Ziegenbock blafft seine Gattin ärgerlich an:
“Warum musst du bloß über alles nur meckern?“

Die Kuh nähert sich einem Ochsen, und reibt sich anzüglich an ihm. Als er nicht reagiert, muht sie ihn enttäuscht an:
“Was bist du bloß für ein lahmer Hornochse!“ Seufzt er abgrundtief traurig;
“Glaub mir, Schwester –ich wäre auch lieber ein Stier geworden!“

Ein Giraffenpärchen stelzt nebeneinander über die Pampa. Sagt das kleinere Weibchen nach mehreren Seitenblicken zu ihm:
“Du siehst mir heute so hochnäsig aus!“

Nachdem sich zwei Schlangen beglückt hatten, entschlängelten sie sich – dann meinte die eine:
“Und jetzt zisch ab!“

Die Elefantenkinder Bimbo und Jumbi tollten unbedarft im Gebüsch herum, und trompeteten vergnügt in die Gegend. Meint Bimbo:
“Du, ich glaube, deine Trompete klingt heute etwas falsch - und zweistimmig!“
“Ja“, nickt Jumbi, „ich habe heute Morgen, wie Mama es immer macht, eine Erdnuss aufheben wollen, doch es war leider ein Laubfrosch - und der ist steckengeblieben!“

Die Bachstelze sah sich das übergroße Kücken in ihrem Nest aufmerksam an, und rief dann empört:
“Geh zum Kuckuck!“

Quiekt eine Zuchtsau ihren Ferkeln zu:
“Ferkelt euch heute bitte nicht zu sehr ein – vielleicht kommt Miss Piggy zu Besuch!“

Als Waldi mit seiner reizenden kleinen Waldimaus seinen Verpflichtungen nachgekommen war, das Überleben seiner treuherzigen, krummbeinigen Art nicht in Frage zu stellen, schüttelte er sich unter den abklingenden Wellen des Wohlbefindens, und knurrte mehr für sich:
“Ich versteh nicht, wieso die Menschen traurig werden, wenn sie - auf den Hund gekommen sind?“


Falls mir von den Schaben etwas einfällt, melde ich mich – sofort ... unverzüglich ;-))) !
Kurt Binder
schrieb am 24.01.2026, 10:58 Uhr
Bestellungen

Fragte Klein-Franky seinen Vater:
“Papa, kannst du mir einen kleinen Hocker basteln?“
“Na klar“, tönte der Papa. „Nichts leichter als das!“ Und er eilte schnurstracks in die Werkstatt, werkelte ind hockerte drauf los, und präsentierte dem Söhnchen in verblüffend kurzer Zeit einen herzigen Hocker aus nordischer Fichte (Picea abies). Kurze Zeit danach:
“Papa, ich hab nicht, mit wem ich spielen kann; kannst du mir vielleicht vom Storch ein Schwesterchen bestellen?“
“Na klar“, strahlte der Papa. „Nichts leichter als das!“ Und er eilte schnurstracks ...
Kurt Binder
schrieb am 25.01.2026, 07:45 Uhr
In spe

Anknüpfend an das Leichteste der Welt hatte ich vor einigen Tagen in einer Bar - natürlich völlig unabsichtlich das Gespräch zweier jungen Männer belauscht – und das ging so:
“Und – wie geht es so in der Ehe?“, fragte der eine. „Habt ihr schon an Nachwuchs gedacht?“
“Ach, weißt du – das ist gar nicht so einfach, und mit viel Verantwortung verbunden, und deshalb zögern wir noch!“, erwiderte der andere.
“Mensch Mann“, ereiferte sich der eine. „Was ist denn da so kompliziert daran? Du weißt ja, wie mans macht, also packt es doch einfach entschlossen an - dann habt ihr es hinter euch!“
“Wieso - hinter uns??“


Kurt Binder
schrieb am 31.01.2026, 11:36 Uhr
DIE Frosch Story

Der flotte Balduin war bekannt als vollendeter Herzensbrecher – im Volksmund auch Aufreißer genannt. Mit legendärem Erfolg knutschte, küsste und bettete er sich erfolgreich durchs Leben – wobei Pech, Pleiten und Pannen aus Respekt vor dem Meister große Bogen um ihn machten.
Nun, angesichts dieses Jemands, der durch diese Perfektion auf einer, wenn auch diskutierbaren Ebene die natürliche Symetrie der Natur empfindlich störte, wurde das Schicksaö eifersüchtig. Und es kiewerte tagelang in seiner grauen Masse nach einer Lösung gegen die Ausschweifungen dieses Moral-Monsters.
Und siehe da – es blitzte, und infolge eines Intelligenzschubes beauftragte das Schicksal die zur Zeit arbeitslose Triade der Nornen, den notorischen Missetäter unverzüglich den Händen eines - Schlägers zu überantworten!
Dieser Schläger hieß Quak, und war ein Frosch. Somit wären wor wieder mal bei einer mysteriösen Frosch-Balade, und ahnen bereits, was nun weiter geschehen wird – richtig!
Ale Balduin, diesmal nichts Schlimmes im Sinn, zur Erholung von einer recht strapaziösen Nacht durch die feuchte Au schlenderte, erblickte er direkt vor sich einen Frosch, der treuherzig zu ihm aufglotzte, und quakte:
“Küss mich, Balduin – ich bin eine verwunschene Prinzessin!“ Balduin erstarrte - das durfte doch nocht wahr sein.
“Doch, geliebter Balduin – es ist wahr!“ quakte es erneut.
“Aber – aber, wie ist denn das möglich?“, stotterte er verblüfft.
“Oh Mann!“, schnauzte ihn der Frosch an. „Nun quatsch nicht so viel, sondern küss mich endlich, kapiert!“
Und so ging es weiter. Balduin dachte bei sich, dass ja so eine Prinzessin in seinem Inventar ein einmaliger Anlass zum Angeben wäre. Also bündelte er seinen gesamten, im Augenblick zur Verfügung zitternden Mut, unterdrückte tapfer den würgenden Ekel vor der Berührung des schleimigen Großmaules, auf dem noch einige zappelnde Fliegen um ihr Leben kämpften, hob mit der Rechten die kalte Amphibie aus dem Gras hoch – und hauchte ihr sowas wie ein Busserl auf das sabbernde Maul.
Denkste – denn die Prinzessin in spe schrie ihn erbost an:
“Waaas – das soll ein Kuss sein, du impotenter Gernegroß? Dafür würde ich mich nichtmal in einen Pop-Star verwandeln!“ Alsö – das war das Letzte, was ein Balduin ertragen konnte! Und so hob er das Schandmaul noch einmal hoch - und ... und ... jawohl – küsste es gierig wieder und wieder, wie er noch nie eine Frau geküsst hatte. Dann fiel er in eine erlösende Ohnmacht.
Als er unsanft aufgerüttelt wurde, wimmelte die ganze Umgebung von luxuriösen Karossen und Uniformierten, die sich teils um eine schöne Prinzessin scharten, teils schwer bewaffnet aufmerksam in alle Richtungen starrten.
Ein goldener Hubschrauber flog lautlos heran, und landete genau neben der Printessin. Als sie einsteigen wollte, fragte Balduin kleinlaut:
“Und – was soll nun aus mir werden?“
Die schöne Prinzessin wendete nicht einmal ihr Haupt, als sie spöttisch bemerkte:
“Du hast doch nicht im Ernst geglaubt, dass ich auch nur das Geringste mit jemandem zu tun haben möchte, der nicht einmal - küssen kann?“ Sprachs, stieg in den Helikopter – und flog davon.

Um Beiträge zu verfassen, müssen Sie sich kostenlos registrieren bzw. einloggen.