Pfingstbrauch - Maibaumsetzen

Rieger, Christa - Schülerin, 17 Jahre, aus Großpold

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Für die Großpolder Jugend war das Maibaumsetzen zu Pfingsten ein wichtiger Brauch im Jahresablauf. Eine junge Frau schildert aus ihrer Sicht den Ablauf, vom Setzen des Maibaums und Ständchen bringen bis zum Vorgang des Geraderichtens.

Aufnahmejahr: 1970 - Veröffentlicht am 14. November 2007

Schlagwörter: Maibaum, Pfingsten, Landler

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Kommentare

Aufnahme wurde 4 mal kommentiert.

  • Niklo

    1Niklo schrieb am 12.09.2009, 19:55 Uhr:
    Der Dialekt scheint in Großpold unterschiedlich zu sein. Während der Adjuvant aus Großpold eindeutig bairisch redet, redet die Schülerin offenbar eher "saxisch" oder einen Mischdialekt z.B. "ich", "och", "zwe Fraindanen", "Fosttoch" für hochdeutsch "ich", "auch", "zwei Freundinnen", "Fasttag". Ob es sächsisch ist oder ein landlerisch bairisch-sächsischer Mischdialekt... kann ich allerdings nicht sagen. Dazu kenne ich das Siebenbürgensächsische zu wenig. Vielleicht kann dazu ein Experte aus Siebenbürgen etwas näheres sagen?
  • JRechert

    2JRechert schrieb am 14.09.2009, 11:02 Uhr:
    Hallo Niklo,
    bin zwar kein Sprachexperte, jedoch Großpolder.
    Hier haben sich zwei unterschiedliche Dialekte, das Siebenbürgischsächsisch "soksesch" und der Dialekt der österreichischen Emigranten, der landlerische Dialekt. Dieser wurde nur in Großau, Großpold und Neppendorf gesprochen mit zum Teil größeren Unterschieden in Aussprache und Satzbildung und Wortschatz.
    Die beiden Dialekte sind so unterschiedlich, daß es keine Vermischung gab. In der Neuzeit wurde aus Mangel an Begriffen häufig rumänische Worte im Sächsischen Dialekt eingebunden, im Landlerischen eher Deutsch.
    Bei Interesse über Landler gerne auch unter www.großpold-online.de suchen zum Dialekt gibt es gute Aufzeichnungen auch unter youtube: "What the fuck is landlerisch". Aufzeichnungen besser als der Titel. Versprochen!
    Das "Fostdoch" heißt übrigens Pfingsten.
    MfG, JRechert
  • Niklo

    3Niklo schrieb am 21.10.2009, 00:38 Uhr:
    Grüß Dich JRechert,
    dankschön für Deine Antwort. Wenn ich Dich richtig verstehe, dann spricht die Schülerin sächsisch. Der Dialekt auf "what the fuck is bairisch" klingt jedenfalls deutlich anders und ist nahe am Kärntnerischen dran. Einerseits klingt der Großpolder Landlerdialekt südbairisch Kärtnerisch und andererseits scheinen die Großpolder Landler ein paar "boarisch" kärtnerische Besonderheiten zu vermeiden (möglicherweise um näher am Standarddeutschen oder Sächsischen zu sein??).
    Ich kann jetzt nur von wenigen Sprachaufnahmen und Texten auf den Großpolder Landlerdialekt schließen. Möglicherweise ziehe ich deswegen falsche Schlüsse. Aufgefallen ist mir die Aussprache "-ich" für "-ig" (also mitteldeutsch "eisich" statt süddeutsch/südbairisch "eisig/eisik").
    Außerdem sagt man im großpolder Landlerisch offenbar "uns" statt "ins", "Dianstog" statt "Ertig/Irtig", "Hemmat" statt "Pfuat/Pfat". Wie weit meine Beobachtungen richtig sind weiß ich nicht, da ich nur einen eingeschränkten Blick hab. Da weißt Du besser bescheid wie ich.
    Apropos, weißt du woher der Ausdruck "Fostdoch" für "Pfingsten" kommt?
    Servus,
    Niklo
  • JRechert

    4JRechert schrieb am 07.04.2010, 08:27 Uhr:
    Hallo Noklo,
    habe dich leider vergessen und erst jetzt gesehen das da noch eine offene Frage stand.
    Nein weis ich leider nicht, da kann ich nur spekulieren, Fostdoch klinkt sehr nach Fest Tag oder viel näher an Fasten Tag.
    Nein da muß ich passen.
    Gruß JRechert

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