Sprachaufnahmen aus Wolkendorf bei Kronstadt

Hausbau

Maurer, 63 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt


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Welche Arbeitsschritte fallen beim Bau eines Hauses an? Was für Werkzeug und welches Material benötigt man dafür? Woher bekommt man die Ziegeln? Wo werden die unterschiedlich dicken Ziegeln verbaut? Ein Maurer und Zimmermann aus Wolkendorf bei Kronstadt gibt Auskunft. [mehr...]
Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 26. März 2019 • Kommentieren
Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

Lehre bei einem strengen Meister

Maurer, 63 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt
Der Erzähler absolvierte seine Lehre bei einem strengen Meister. Die Arbeit musste pünktlich anfangen und pünktlich aufhören. Zeit für Raucherpausen gab es keine. So hat der Erzähler das Rauchen auch nicht erlernt. Dafür hat er gelernt anständig, fein und schnell zu arbeiten, wofür er seinem Meister sehr dankbar ist. [Aufnahme anhören »]
2:12 Minuten, 1 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 24. März 2019

Erstickt im Turm

Junge, 13 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt
Früher gab es böse Zeiten als die Türken, die Tataren und anderes Volk die Städte und Dörfer geplündert haben. Einmal kamen die Türken nach Wolkendorf. Nach langer Belagerung war die Burg gefallen. Einige Männer zogen sich in einen Turm zurück. Der Turm wurde allerdings angezündet, und so sind die Männer da drin erstickt. Einige überlebten die Belagerung aber und bauten Wolkendorf wieder auf. [Aufnahme anhören »]
2:05 Minuten, 1.9 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 4. April 2011

Viehrassen

Mann, 65 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt
Zu der alten Rasse, dem Steppenvieh, sind in letzter Zeit neue Rassen hinzugekommen, wie die Pinzgauer. Aus der Schweiz wurde zudem Zuchtmaterial importiert, das im Laufe der Zeit verbessert wurde. Das Ergebnis sieht äußerlich immer noch aus wie ein Simmentaler, ist aber durch die vielen Kreuzungen was ganz anderes. Es ist eine anspruchsvolle Rasse, die aber auch bessere Leistungen erbringt. Als Zugvieh taugt sie jedoch nicht, was aber bei den heutigen Traktoren auch nicht mehr nötig ist. Obwohl diese Rasse die meiste Milch gibt, ist sie noch weit entfernt von der Zielvorgabe. Der Ertrag hängt aber auch vom Futter ab. [Aufnahme anhören »]
2:44 Minuten, 1.3 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 19. Februar 2011

Wie man die Kälber macht

Mann, 65 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt
Der Erzähler arbeitet beim Kollektiv, wo er das Vieh künstlich besamt. Das ist ein sehr schöner Beruf. Dabei wird der Samen vom männlichen Tier auf das weibliche Tier übertragen, und zwar mit einer Pipette. Diese Technik ergibt sehr gute Erträge. 9 Monate nach der erfolgreichen Begattung kommt das Kalb zur Welt. Normalerweise läuft alles gut, aber es kann auch zu Komplikationen kommen. Dann muss man dem Kalb auf die Welt helfen. Manchmal muss man danach auch die Kuh wieder aufpeppeln. Nach dem Kalben gibt die Kuh eine Milch, die als Spezialität gehandelt wird. Der Erzähler verzichtet aber darauf. [Aufnahme anhören »]
4:32 Minuten, 2.1 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 19. Februar 2011

Im Wandel der Zeit

Mann, 65 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt
In Wolkendorf wurde die Veredelungswirtschaft praktiziert. Aus Heu machte man Fleisch und aus Getreide Schweine. Bis zum Zusammenbruch waren alle Gebauern, dann sind sie durch das Schicksal verschlissen worden. Die einen sind nach Russland, die anderen in den Krieg, andere wiederum sind nicht mehr heimgekommen, so daß die Zahl der Wolkendorfer geschrumpft ist. Erfreulicherweise wird dem Sachsentum immer noch die Treue gehalten. Es gibt aber auch neue Strömungen und Moden. Leute die meinen, wenn sie langes Haar hätten, wär auch der Verstand dementsprechend. Leider ist das nicht immer der Fall. Heute wird weniger Vieh gezüchtet als früher und die Wiesen werden auch vernachlässigt. Die meisten laufen aus der Landwirtschaft weg, in die Fabriken und in die Unternehmen, weil sie später Rente bekommen. In der Landwirtschaft gibt es zwar auch Rente, aber die ist klein. [Aufnahme anhören »]
2:44 Minuten, 1.3 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 18. Februar 2011

Wie der Baumstriezel gebacken wird

Frau, 50 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt
Früh aufstehen, Hefeteig vorbereiten, aufgehen lassen, auf Holzbäume wickeln und dann über dem Feuer drehen bis er schön rot ist. Manchmal hat man aber auch Pech beim Backen. Dann bekommt die Bäckerin mehr vom Striezel ab. [Aufnahme anhören »]
5:24 Minuten, 4.9 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 27. Dezember 2007

Von Nachbarschaften und Weihnachten

Frau, 50 Jahre, aus Wolkendorf bei Kronstadt
Die Nachbarschaft ist da, wenn ein Nachbar beerdigt wird oder wenn ein Nachbar baut. Die Frauen der Nachbarschaft kümmern sich um die Bedürftigen und die Kranken. Vor Weihnachten gehen sie sammeln und machen auf dem Pfarrhof Päckchen für die Alten und die Kinder. Nach dem Gottesdienst wird Heiligabend in der Familie gefeiert. Die Essgewohnheiten haben sich jedoch im Laufe der Jahre geändert. Am Christtag müssen die Arbeiter allerdings zur Arbeit. [Aufnahme anhören »]
5:27 Minuten, 5 MB • Aufnahmejahr zwischen 1966 und 1975 - Veröffentlicht am 21. Dezember 2007

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Aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

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Aufnahmen aus dem Schallarchiv der in Rumänien gesprochenen deutschen Mundarten des Linguistikinstituts Bukarest aus den Jahren 1966-1975.
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