SbZ-Archiv - Stichwort »Duft«

Zur Suchanfrage wurden 520 Zeitungsseiten gefunden.

  • Folge 12 vom 30. Juni 1967, S. 6

    [..] es vorbei und gewesen, bloß noch seliges Einst... Der letzte Tag in Bulkesch bleibt mir unvergessen, trotz Abschiedsstimmung ungeschmälert in seiner beglückenden Schönheit. Über das Dorf hin weht der Duft der Vorgärtchen, darin Jasmin und Monatsrosen in voller Blüte stehen, und manchmal kommt von den Feldern noch der Duft sommerlicher Reife hinzu, denn überall hat die Wiesenmahd schon begonnen. Was aber diesem Tag solch unvergeßlichen Zauber verleiht und als schönstes in sein [..]

  • Folge 11 vom 15. Juni 1967, S. 2

    [..] r häufen. Ganz harte Männer, die vorher sparsam waren oder unersättlich sind, fachen noch einmal die Flammen an und holen sorgsam verborgene Fleischstücke hervor, noch einmal schwebt der würzig-herbe Duft über den Platz, aber nun anders als vorher; es herrscht nicht mehr die große, Duft- und Rauchorgie des Vormittags, sondern alles ist milder, abgeschwächter, fast verklärt, wie von leiser Melancholie durchzogen. Die untergehende Sonne streut letzte Strahlen, sie erhitzen und [..]

  • Folge 7 vom 15. April 1967, S. 3

    [..] en hinunter über Steintrümmer, an Sturzwänden vorbei, jetzt jah abwärts gerade dem Rudel zu und prescht es mitten auseinander. Da reißt es den Bock zusammen, und er folgt nicht mehr. Ein noch süßerer Duft verfängt sich in seinem Windfang, gerade so süß, wie der von neulich war, von dem er halb wahnsinnig wurde und von dem er nicht lassen konnte, bis er nach unendlichen Mühen ihn* blädernd auf den heißen Grund gelangte. Flucht und Jagen, Entwinden und Fangen, verbergen und Suc [..]

  • Folge 7 vom 15. April 1967, S. 6

    [..] t geliebt, müssen mit hinein. Hundertmal größer müßte er sein, um all die lieblichen Wunder von einst zu fassen. Es kommt der Mai und mit ihm sommerlich warme Tage. Durch alle Stubenfenster kommt der Duft nach Wälder herein und unermüdlich ruft der Kuckuck. Rings um das schmucke Dorf liegen Wälder und Wiesen so grün, wie ich sie noch nie gesehen und das Blühen des Löwenzahns vergoldet alle Gründe. Wie goldene Säume blühender Ginster an allen Wegen und von den Weiden klingt wi [..]

  • Folge 5 vom 15. März 1967, S. 5

    [..] g, denn dieser Hollersekt ist stark. Ich hatte in der Blütezeit mir diesen HoUersekt bereit't. Mit dem Rezept in meiner Hand sich alsbald auch da* Weitere fand. Erst wurde draus ein /einer Saft, voll Duft und Würze und voll Kraft, und nachher, gut verkorkt im Heller entwickelt sich die Blume schneller. In einer schönen Sommernacht hatt ich 'M Flasche herausgebracht. -- Am Morgen gab es einen Krach! -Voll Schretken wurde ich da wach, und als ich in die Küche kam, der Anblick m [..]

  • Folge 20/21 vom 15. Dezember 1966, S. 3

    [..] hristkindleinfahrt nach Hermannstadt. Hatte ich den Baum im Dunkeln auch nicht richtig wahrgenommen, wurde mir doch beglückende Gewißheit zuteil -- denn für einen Augenblick streifte mich süßer Tannenduft. Die in das Holzkreuz eingepaßte Tanne trägt Vater nun ins Haus; die schweren, weit ausladenden Zweige schwingen mit im Rhythmus seiner Schritte, geben knisternden Laut, wie sie sich schleifend durch den Türrahmen zwängen und wo der Baum seinen Weg genommen, bleibt köstliche [..]

  • Folge 20/21 vom 15. Dezember 1966, S. 10

    [..] hört der Schneefall auf. Der Abendstern zeigt sich am Himmel und sendet sein bläulich schimmerndes Licht auf das tief eingeschneite Zeltdorf herab. Scho.n trägt der leise Wind, der sich aufmacht, den Duft von gebratenem Schaffleisch zu mir. Ich kehre in das Zelt zurück. Auch hier kitzelt schmorendes Schaffleisch meine Nasennerven. Im Teekessel brutzeln faustdicke Mehlklöße im Schaffett, und kochender Rotwein sendet seine Geister duftend zur Zeltdecke. Auf dem schwarzgrauen, z [..]

  • Folge 15 vom 30. September 1966, S. 7

    [..] n, aber auch in den epischen Werken ,,spürt der Kenne* hintergründig die siebenbürgische Heimat, nicht nur im sichtbaren und nennbaren Bild, sondern mehr noch in einem unsagbaren, in einem Ungewissen Duft, Gerade dieser Duft hat das Vermögen, eine Erinnerung ganz nah« heranzubringen; sie gleichsam aus ihrer Verjangenheit herauszuheben und gegenwärtig iu machen", so schrieb Dr. Hans Wühr, der Jugendfreund, Kenner und Deuter der Werks Franz Karl Franchys in der Siebenbürgischen [..]

  • Folge 11/12 vom 31. Juli 1966, S. 5

    [..] hmten Wiese verräterisch nach Fleisch und Fett, so wie einst am Kalten Brunnen, auf dem Negoi oder auf der Hohen Rinne. Sonderbar, bei diesem Tun am Rost bedarf es keiner besonderen Aufforderung. Zum Duft des Holzfleisches gehört noch Zement (Pfeffer und Salz) und natürlich der Durst, leider nur Berliner Kindlein, kein Mischmasch. Alte Feinschmecker schmatzten ,,wei de him" oder ,,ca la mama acasa". An Gesprächsstoff fehlte es nicht. Soll man in Drabenderhöhe ein Haus kaufen [..]

  • Folge 11/12 vom 31. Juli 1966, S. 6

    [..] . Es waren viele Landsleute der Ein,,ladung der Ortsgruppe Detmold gefolgt. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzer der Ortsgruppe Detmold, Oberbaurat Martin Schinker, dessen Worte, schon durch den Duft des auf einem Rost über Holzkohle bratenden Fleisches gewürzt wurden, schilderte er seine Eindrücke von einer- Reise in die alte Heimat. Das von unserem Wirt, dem Landsmann Oskar Herbert, fachmännisch und trefflich zubereitete Fleisch mundete allen. Der Vorsitzer der Kreisgr [..]